Neil Patel erklärt, warum manche Inhalte Nutzer eher abstoßen statt anziehen und wie Sie das ändern können

4 Gründe, die Ihre Zielgruppe verschrecken

schlechter Content

Zwar nutzen bereits viele Unternehmen in Deutschland sowie im deutschsprachigen Raum Content Marketing und sind zudem der Meinung, dass es sich auch lohnt. Aber das Potenzial ist noch nicht zu 100 Prozent ausgeschöpft. Zu diesem Ergebnis kommt zumindest eine Studie vonKamman Rossi und der School of Communication and Management.

Das gleiche Szenario bildet sich in der neuesten B2B Content Marketing Research 2017 des Content Marketing Institutes ab: Lediglich ein Drittel der befragten Unternehmen beurteilen ihre sämtlichen Maßnahmen als effektiv bzw. sehr effektiv. Umgekehrt bedeutet das, dass mehr als die Hälfte mit ihren Inhalten nicht die Ergebnisse erzielt, die geplant wurden. Stellt sich die Frage: Was machen diese Unternehmen falsch?

Glücklicherweise kennt Neil Patel die Antwort. Er liefert 4 Gründe, weshalb Nutzer Content lieber übersehen als zu konsumieren. Selbstverständlich erklärt Neil gleichzeitig, wie man diese Fehler beheben kann:

Fehler 1: Sie reden nur über sich selbst

Viele Marken neigen dazu, die Vorteile Ihrer Produkte oder Dienstleistungen in den Vordergrund zu stellen. Sie bieten somit hauptsächlich Inhalte an, die sich um sie selbst drehen – aber nicht um den Kunden.

Dabei ist der Kern jeder guter Content Marketing-Strategie alle Aktivitäten Zielgruppen-fokussiert zu betreiben. Das bedeutet: Ihre Themen müssen in aller erster Linie einen Mehrwert für die Nutzer bieten und ihnen bei Herausforderungen und Schwierigkeiten helfen. Dann erhöhen Sie auch die Chance, dass User Ihren Content wahrnehmen und die Seite besuchen. Sie erzeugen also Traffic.

Die Auswahl der Themen muss sich folglich an den Suchanfragen Ihrer Nutzer orientieren (Stichwort Keyword-Analyse!) und an deren täglichen Anforderungen (Stichwort Buyer Personas!).

Fehler 2: Sie konzentrieren Sich nur auf das Verkaufen

Natürlich wollen Sie am Ende Geld verdienen, denn Content Marketing sollte kein Selbstzweck sein. Doch der Ansatz umfasst vorrangig, Vertrauen zu Zielgruppen aufzubauen. Der Verkaufsaspekt ist nachgelagert.

Sie müssen sich demnach zunächst mit qualitativ hochwertigen Inhalten als vertrauens- und glaubwürdige Quelle in Ihrer Nische etablieren. Erst dann ist es möglich, Schritt-für-Schritt Website-Besucher weiter zu veredeln. Und selbst dann wird in den wenigsten Fällen ein einmaliger Visitor gleich zum Käufer. Vielmehr sollte hier eine Stufe dazwischen sein, beispielsweise, indem Sie den Nutzer in einen Lead in Form eines Newsletter-Abonnenten umwandeln. So bauen Sie eine erste Kundenbeziehung auf, die Sie dann weiterentwickeln können – allerdings immer mit der Absicht, dem User zu helfen und nicht (nur) zu verkaufen. Denn ansonsten verlieren Sie Teile Ihrer Zielgruppe statt zu gewinnen und der geplante Erfolg bleibt aus.

Fehler 3: Sie schreiben nur für die Suchmaschine (SEO)

Reichweite ist von in Ihrer Auffindbarkeit im Netz abhängig. Daher ist Ihr Ziel, zu
relevanten Keywords möglichst weit oben in den Suchmaschinen und auch in Social Media zu erscheinen. Deshalb versuchen Sie, Ihren Content entsprechend zu optimieren, also SEO gerecht zu erstellen.

Das ist zwar wichtig, doch sollten Sie auch hier Ihre Nutzer vor Augen haben; denn je SEO-spezifischer Sie Ihren Content verfassen, desto “unnatürlich” wirkt dieser. Das kann die Überzeugungskraft Ihrer Inhalte stark einschränken. Deshalb Neils klare Aufforderung: Halten Sie sich an Standard-SEO-Empfehlungen, aber schreiben Sie in erster Linie für Ihre Zielgruppe und nicht für Suchmaschinen.

Fehler 4: Sie verfolgen den Plan: Viel hilft viel

Man sollte zwar meinen, dass spätestens seit den Google Updates Panda und Penguin klar ist, dass es vorrangig auf qualitativen Inhalt ankommt. Trotzdem scheint immer noch die Meinung verbreitet zu sein: Viel hilft viel. Das gilt allerdings nicht im Content Marketing.

Natürlich benötigen Sie eine gewisse Basis an Content, den Sie regelmäßig veröffentlichen. So erzeugen Sie ein “Grundrauschen” im Netz und steigern die Chance, besser wahrgenommen zu werden. Allerdings muss der Fokus auf der Qualität liegen. Wie bereits erwähnt können Sie sich nur vom Wettbewerb abheben, wenn Sie Ihren User einen Nutzwert bieten. Das heißt, Sie sollten keine minderwertigen Beiträge verbreiten, da sich dies negativ auf Ihr Image und letztlich auf Ihren Marketing-Funnel (also letztlich auch auf den Umsatz) auswirken kann.

Es dreht sich alles um Ihre Zielgruppe

Bei allen 4 Punkten wird klar: die Zielgruppe muss im Mittelpunkt stehen und zwar sowohl bei der Erstellung von Inhalten als auch bei deren Verbreitung. Und dank Neils Liste wissen Sie jetzt, wo Sie ansetzen können.

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