Welche Fallstricke Sie kennen sollten, wenn Sie für Ihre Zielgruppe stereotypische Vertreter entwickeln

4 typische Fehler bei der Erstellung von Buyer Personas [Grafik]

Kunden

Obwohl man es immer wieder liest und auch auf diversen Events hört, scheint es dennoch nicht überall angekommen zu sein: Erfolgreiches Content Marketing setzt voraus, dass man (also vor allem die Redaktion) die Zielgruppe sehr gut kennt. Schließlich ist das die Basis, Content zu produzieren, der auch wirklich ankommt, dadurch Traffic generiert und so der “Veredelungslift” zu fahren beginnt.

Selbstverständlich gibt es so gut wie in jedem Verlagsunternehmen eine ganze Reihe an Marktforschungsdaten zu den Kunden und sogar Einteilungen in die bekannten Sinus-Milieus. Das Manko: Für den Großteil der Redakteure ist es sehr schwer, sich diese abstrakten Daten als “ihren Nuter” vorzustellen und entsprechend zielgenau zu schreiben.

Das Konzept der Buyer Personas bietet hier eine Alternative. Es werden stereotypische Vertreter aus den von Ihnen bedienten Zielgruppen entwickelt. So erhalten Sie ein Bild Ihrer potenziellen Kunden, bei denen Sie das größte Potenzial sehen. Die zum Schluss erstellten Steckbriefe enthalten alle verdichteten Informationen zu Ihrem Publikum, sodass Sie für jede Persona wissen, welche Art von Inhalten sowie welches Format verfasst werden sollte und ebenso welche Social Media-Kanäle diese bevorzugt.

Natürlich sind auch bei der Erstellung von Buyer Personas einige Fallstricke vorhanden, wodurch das Projekt scheitern kann. 4 der häufigsten Fehler bei der Persona-Erstellung sind:

1. Es werden zu viele Personas erstellt

Die Personas sollten stereotypische Vertreter der verschiedenen Teilgruppen Ihrer Zielgruppe darstellen. Dabei muss jedoch darauf geachtet werden, die möglichen Segmente zu priorisieren. Das bedeutet, das Sie zwar im ersten Schritt Ihre Nutzer in mehrere Teilzielgruppen auftgliedern können. Allerdings sollten diese dann danach bewertet werden, welche Relevanz sie für Ihr Unternehmen besitzen. Denn es gibt immer User, die Sie zwar ansprechen, die jedoch nicht zu Ihren vorrangigen potenziellen Kunden zählen. Durch diese klare Priorisierung verhindern Sie, dass Sie am Ende statt den empfohlenen 3 bis 5 Personas, beispielsweise 10 “Typen” charakterisieren.

Tipp: Wenn Sie im Workshop mehr als 5 relevante Personas für Ihr Unternehmen identifizieren, dann können Sie diese nach sogenannten “Primary” und “Secondary-Personas” teilen. So nehmen Sie wieder eine Priorisierung vor, wobei die “Secondary”-Kategorie Buyer Personas umfasst, die zwar Relevanz besitzen, jedoch nicht stetig angesprochen werden (müssen).

2. Sie ergeben irrelevante Informationen über die Zielgruppe

Gerade um ein möglichst exaktes Bild der verschiedenen Personas zu erhalten, benötigen Sie viele Informationen. Allerdings sollten Sie sowohl im Workshop als auch bei der Erstellung des Fragebogens für die Interviews genau festlegen, welche Daten Sie erheben möchten und müssen. Ansonsten bekommen Sie zwar viele Informationen über Ihre Zielgruppe, die Ihnen jedoch unter Umständen keinerlei Hinweise für besseres Marketing bieten. Denn Sie wissen dann beispielsweise nicht, wie “engaging Content” für Ihre User gestaltet sein muss oder was die relevanten Touchpoints darstellen.

3. Ihre Personas unterscheiden sich nicht deutlich genug

Um mit Personas effektiv arbeiten und Ihren Inhalt auf die jeweiligen Bedürfnisse anpassen zu können, müssen sich diese klar unterscheiden. Erst so ist es möglich, gezielt jeden Teil Ihrer Zielgruppe mit dem Content und auf den Kanälen anzusprechen, die für diejenigen elementar sind. Deshalb sollten Sie bei der Erstellung immer darauf achten, die deutliche Unterscheidungsmerkmale zu identifizieren und entsprechend hervorzuheben. Ist dies nicht der Fall entsteht die Gefahr, Ihre Zielgruppe (weiterhin) durch das sogenannte “Gießkannenprinzip” mit Inhalten zu bespielen.

4. Ihre Personas beantworten nicht Ihre Fragestellung

Am Anfang des Persona-Workshops steht immer die Frage: Welche Problemstellung soll gelöst werden? Diese bezieht sich vor allem darauf zu evaluieren, vor welchen Herausforderungen Ihre Nutzer stehen. Denn diese Fragen müssen Ihre Buyer Personas beantworten können, damit Sie Ihr Marketing deutlich effektiver und effizienter gestalten können.

Damit Sie also einen negativen Ausgang Ihre Person-Projekts vermeiden, haben wir Ihnen die oben ausgeführten 4 häufigsten Fehler für Sie in einer übersichtlichen Grafik zusammengestellt. Nutzen Sie also dieses “Merkblatt”, um Personas zu entwickeln, auf deren Grundlage Sie Ihre Content Marketing-Strategie erfolgreich aufbauen können.

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