In welche Segmente Sie Ihre Zielgruppe zerlegen können und sollten, damit Ihre Inhalte auch ankommen

Die 3-Teilung der Zielgruppe

Für erfolgreiches Content Marketing ist es von großer Bedeutung die Grundsätze und Vorstellungen Ihres Publikums genau zu erkennen und zu berücksichtigen.

Es ist schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, guten und gefragten Inhalt zu schreiben, wenn Sie nicht genau wissen für wen Sie eigentlich schreiben. Sobald Sie Inhalte für Jedermann produzieren, schreiben Sie eigentlich gleichzeitig für Niemanden mehr. Viele Kommunikationsabteilungen scheitern auf Grund des fehlenden Wissens über ihre Zielgruppe.

Auf diese Tatsache macht Heidi Cohen aufmerksam. Und damit Sie diesem Fehler nicht erliegen, zeigt Heidi dankenswerterweise, wie Sie das Bild Ihrer Zielgruppe schärfen können:

Eines der wichtigsten Credo im Marketing und insbesondere im Content Marketing ist: Denken Sie aus Sicht Ihrer Zielgruppe und nicht aus Ihrer eigenen. Von diesem Ausgangspunkt definiert Heidi 3 Kernzielgruppen des Content Marketings:

  1. Kunden
  2. Mitarbeiter
  3. Förderer/ Promotoren

Content Marketing Zielgruppe 1: Kunden

Ihr Publikum ist eine breite Gemeinschaft aus verschiedenen Meinungen, Influencern, Endverbrauchern, Kunden und anderen Gruppen, die zwar interessiert an Ihrem Content sind, aber nicht am Kauf eines Ihrer Produkte oder Dienstleistungen.

Bevor Sie diese Gruppen aus Ihrer Liste streichen, beachten Sie, dass diese möglicherweise Ihren Content lesen und auch teilen oder sich mit anderen darüber unterhalten.

Bedenken Sie folgenden Fragen:

  • WER braucht Informationen? Richtet sich Ihre Content Marketing-Strategie an Käufer, Endverbraucher oder schon existierende Kunden?
  • WELCHE Information brauchen die Kunden? Käufer beispielsweise suchen nach genau fünf Informationen: Produktinformation, Antworten auf ihre Fragen, Bedienungsanleitungen, Anwendungsmöglichkeiten, Bewertungen und Rezensionen.
  • WARUM brauchen Ihre Kunden den Inhalt? Denken Sie über einen Kauf nach? Brauchen Sie Tipps für ein bereits erworbenes Produkt?
  • WANN benötigen die Kunden die Informationen? Wo befinden sich die Kunden im Kaufprozess und wo befinden sie sich physisch?
  • WO suchen die Kunden nach Ihrem Inhalt? Dies wiederum variiert wo Sie Ihren Content platzieren, bewerben und teilen.

Ermitteln Sie also was Ihre Kernzielgruppen tun, was sie interessiert und von den anderen Kunden abgrenzt. Definieren Sie für sich auch wen Sie als Zielgruppe nicht ansprechen wollen, entwickeln Sie Buyer Personas und nutzen Sie die Kanäle, die die Zielgruppe favorisiert.

Content Marketing Zielgruppe 2: Mitarbeiter

Ihre Mitarbeiter bilden die Zielgruppe, die momentan und ehemals für Ihr Unternehmen tätig ist bzw. war. Ihre Mitarbeiter verstehen und leben das Unternehmen und die dazugehörige Vision. Halten Sie sie also stets auf dem Laufenden wie und warum gehandelt wird. Unternehmenseigene Spezialisten, wie Ingenieure oder Entwickler werden von der Zielgruppe besonders vertrauenswürdig wahrgenommen. Eventuell besitzen diese bereits eine gewisses Standing im Markt, was wiederum Ihrer Marke zu Gute kommen kann. (Stichwort Influencer-Marketing!)

Der Vertrieb, der Service und der Kundenservice vermitteln im direkten Kontakt Ihre Message an die Nutzer und erhalten anschließendes Feedback.

Was Sie bei den Mitarbeitern bedenken müssen:

  • Welchen Content brauchen die Mitarbeiter um ihren Job zu vereinfachen? Die meisten Unternehmen verfügen über Mitarbeiterhandbücher oder –leitfäden. Aber welche Informationen kann Ihr Content Marketing liefern, um aus Ihren Mitarbeitern noch bessere Mitarbeiter zu machen?
  • Welcher Inhalt kann Mitarbeitern beim Schreiben helfen? Nicht jeder von ihnen ist ein kreativer Redakteur oder Kommunikator. Sammeln und setzen Sie gemeinsames Wissen und Fertigkeiten Ihrer Mitarbeiter um und gewinnen Sie so daraus erstklassigen Content.
  • Welche Informationen sind hilfreich bei der Distribution? Setzen Sie Leitfäden für die einzelnen Social Media-Kanäle ein.

Ermitteln Sie die Content Bedürfnisse Ihrer Mitarbeiter und fragen Sie sie wie man Systeme einsetzen kann, um Ihren Inhalt noch besser zu verbreiten. Beseitigen Sie zudem überflüssigen Content und schaffen Sie redaktionelle Leitlinien. Des Weiteren sollten Sie das Wissen Ihrer Mitarbeiter nicht unterschätzen.

Content Marketing Zielgruppe 3: Förderer

Förderer oder Promotoren übernehmen eine Schlüsselfunktion innerhalb Ihres Publikums. Sie wirken bei der Content-Produktion mit und steigern die Reichweite der Inhalte. Viele Marketer konzentrieren sich fälschlicherweise nur auf die Top Influencer. Dabei übersehen sie die Vielzahl von zusammenfließender Reichweite von verschiedenen Influencern. Außerdem gehen sie dabei davon aus, dass alle Follower an den gleichen Themen interessiert sind wie ihr Influencer. Werfen Sie hingegen lieber einen großzügigen Blick auf alle Promotoren, einschließlich aller Leute, die Ihren Content liken, zielgerichtete Influencer oder häufige Käufer sind.

Welche Fragen Sie sich bei der Zielgruppe der Promotoren stellen müssen:

  • WER braucht Ihren Content?
  • WARUM beschäftigen sich die Promotoren überhaupt mit Ihrem Content?
  • WO können Influencer bei der Content Distribution behilflich sein? Beurteilen Sie selbst, ob es spezielle Zielgruppen zu erreichen gibt.

Bauen Sie Beziehungen auf mit Förderern und Influencer und schätzen Sie ab, ob es noch weiteren Content gibt um Wissenslücken bei den Influencern zu füllen.

Die Quintessenz der Content Marketing Zielgruppe

Versuchen Sie, Ihren Nutzerkreis klar zu segmentieren. Heidi gibt dazu ein klares System vor, nach dem Sie vorgehen können. So stellen Sei sicher, dass Sie keine “vergessen”. Wichtig ist in jedem Fall: Sie müssen Ihre relevanten Zielgruppen wirklich kennen, denn reines Raten wird Sie nicht zu einer gewinnbringenden
Content Marketing-Strategie führen!

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