Für Sie kuratiert und übersetzt: Susan Su bietet abwechslungsreiche Content-Formate

19 Content-Marketing-Ideen, bei denen es sich nicht um Blog-Posts handelt

Content -ideen-Formate

Guter, auf die Zielgruppe angepasster Inhalt ist das zentrale Element im Content Marketing. Und sicherlich eines der einfacheren und kostengünstige Formate, die gerade am Anfang vielfach Anwendung finden, sind geschriebene Beiträge. Aber um sich gegen den Wettbewerb durchzusetzen und das Interesse der eigenen Zielgruppe auf sich zu ziehen, sollten auch andere Formen verwendet werden. Videos und Infografiken werden in diesem Zusammenhang häufig genannt. Es gibt jedoch noch mehr.

Welche Formate abseits des klassischen Blog-Posts viel Potenzial haben, die Aufmerksamkeit der Nutzer einzufangen, weiß Susan Su. Sie führt gleich 19 verschiedene Arten auf, mit denen Sie Ihren Usern Abwechslung bieten. Und weil Susans englischer Beitrag  “19 content marketing ideas that aren’t blog Posts” auf 500.co. sehr lesens- und lohnenswert ist, haben wir von Communicate And Sell diesen für Sie kuratiert und übersetzt.

Welche Tipps Susan für Sie bereithält, lesen Sie am besten jetzt in diesem aufschlussreichen Artikel:

19 Content-Marketing-Ideen, bei denen es sich nicht um Blog-Posts handelt

von Susan Su

Ich führe mit vielen Teams Gespräche über Content Marketing – eine großartige Methode, um mehr hochwertigen, organischen Traffic zu bekommen, wenn Sie alles richtig machen und entsprechend Arbeit investieren.

Die meisten dieser Gespräche beginnen in etwa so:

 „Also, wir wollen gerne einen Blog-Post schreiben… sollen wir über X, Y oder Z schreiben?”

Oder so:

 „Wie kann ich jemanden einstellen, um mehr Posts zu schreiben?“

Das sind zwar nicht die falschen Fragen – wenn Sie für sich festgelegt haben, dass Content Marketing einen wichtigen Bestandteil Ihres Marketingkonzepts für das Wachstum Ihres Unternehmens darstellt.

Aber sie machen mich trotzdem ein bisschen traurig.

Der Grund dafür ist, dass für mich (und für Ihren zukünftigen Traffic) Content zwar aus Blog-Posts besteht, aber eben nicht NUR aus Blog-Posts.

Content ist ganzheitlich; Content ist alles was wir lesen, sehen, anschauen oder hören.

Doch Content Marketing ist viel spezifischer als das. Content Marketing heißt, es ist leicht quantifizierbar, messbar, und wiederholbar. Mit anderen Worten, es ist keine Plakat-Werbung. Und es besteht auch nicht nur aus Blog-Posts (obwohl die super sind).

Heute werde ich 19 Content-Marketing-Ideen (mit Beispielen aus der Praxis) mit Ihnen teilen, bei denen es sich nicht um Blogeinträge handelt.

Wenn ein paar dieser Ideen für Sie überraschend sind oder „nicht nach Content aussehen”, dann möchte ich Sie dazu ermutigen, darüber nachzudenken, auf welche verschiedenen Arten Content bei der Generierung und Pflege Ihrer Leads eine Rolle spielt. Inhalt ist überall – Sie müssen nur hinschauen.

Schließlich muss ich mich selbst immer wieder daran erinnern, dass Content Marketing immer aus Content PLUS Verbreitung besteht, also schaue ich mir auch die Verbreitungskanäle und das Potenzial der einzelnen Ideen an.

Ich hoffe, diese Ideen werden Sie dazu inspirieren, sich selbst ein paar zu überlegen.

(Ganz am Ende finden Sie eine Zusammenfassung der kompletten Liste, falls Sie nicht so viel lesen wollen / sich nicht für die Beispiele interessieren).

Offline-Content-Marketing

1. Organisation von Tagungen

Nicht alle Tagungen sind Content Marketing. Einige sind nur Tagungen, wo die Veranstalter in erster Linie ihr Geschäft mit der Produktion und dem Verkauf des Events machen.

Andere Tagungen werden von nur einem Organisator (z.B. den Folgenden) veranstaltet, wobei dieser Organisator gleichzeitig auch ein Anbieter für das Veranstaltungspublikum ist, das er zusammenbringt.

Content Marketing ist Content + Verbreitung.

Veranstaltungen sind HERVORRAGENDES Content Marketing, weil sie voll mit Inhalt sind, der normalerweise auf Video, Audio, Text und über Social Media festgehalten wird.

Während Veranstaltungen ablaufen, verbreitet sich dieser Content von selbst durch den „Rummel“, den sie mit sich bringen, indem sie bei Teilnehmenden und Vortragenden einen Wunsch befriedigen, den wahrscheinlich jeder in sich trägt – nämlich gleichzeitig irgendwie anzugeben und sich zu fühlen, als wäre man Teil von etwas Großem.

Nachdem die Veranstaltung vorbei ist, bekommen Sie eine Menge an aufgenommenem Content, mit dem Sie auf mehreren verschiedenen Kanälen tun können, was auch immer Sie wollen:

  • auf YouTube
  • auf Ihrem eigenen Blog
  • auf anderen Blogs
  • auf News-Seiten der Branche
  • Ganz zu schweigen davon, dass Ihr Content, wenn er wirklich gut ist, von Leuten auf deren Channels, über Social-Media-Kanäle, in E-Mails etc. geteilt wird.

3. Vorträge auf Tagungen

Wenn Sie auf einer Tagung einen Vortrag halten, betreiben Sie eigentlich Content Marketing für sich und Ihr Unternehmen – das ist nicht nur Brand-Marketing.

Der Grund dafür ist, dass Sie von all dem, was ich oben genannt habe, Ihr eigenes Stückchen abbekommen, nur dass Sie sich nicht mit dem erheblichen Organisationsaufwand oder der Logistik herumschlagen müssen.

Anders ausgedrückt: Sie können vorbeischauen, erstellen ein paar Dinge, die jemand ANDERES für Sie festhält und verbreitet, und lassen die anderen die ganzen Stühle aufräumen, nachdem Sie das Mikro schon längst fallen gelassen haben.

Vorträge auf Tagungen führen normalerweise zu weiteren Vorträgen auf Tagungen, solange Sie vernünftig sind und zwischen 20 und 40+ Stunden damit verbracht haben, Ihre Präsentation vorzubereiten.

Wie man einen guten Vortrag auf einer Tagung hält, wäre ein wichtiges Thema für einen gesonderten Blog-Post. Ich schlage vor, Sie schauen sich die führenden Redner genau an, z. B.

  • Rand Fishkin
  • Ramit Sethi
  • Oli Gardner (übrigens alles Content-Marketing-Fachleute)
  • und außerdem bekannte Vorträge wie von Apple Keynotes

Ein hübsches Foliendesign und gute Vortragskunst sind wichtig für die Außenwirkung, aber ersetzen nicht inhaltliche Substanz. Es ist viel leichter, in der Öffentlichkeit zu reden, wenn Sie keinen Mist erzählen.

3. Treffen und Parties

Wenn Sie kein großer SaaS-Anbieter sind, der jederzeit eine Tagung schmeißen könnte, die einiges an Ressourcen erfordert, können Sie das Ganze etwas herunterschrauben und ein Treffen (mit oder ohne Vorträgen), oder einfach eine Party organisieren.

„Seien Sie nicht nur eingeladen. Seien Sie der Veranstalter.“ – Dave McClure

„Seien Sie nicht nur eingeladen. Seien Sie der Veranstalter“, hat Dave einmal zu einer Gruppe aufstrebender Privatinvestoren auf die Frage hin gesagt, wie sie anfangen könnten, ihr Geschäft zum Laufen zu bringen (d. h. im Endeffekt, Traffic zu bekommen).

Als ich bei Inside Network war, einem Startup-Unternehmen, das Daten und Content an Facebook-Plattformentwickler verkaufte, damals, als das noch aktuell war, haben wir zusammen mit f8 (der Facebook-Entwickler-Konferenz) eine Party organisiert, für die die Leute um den ganzen Block herum Schlange standen und die dem Kernunternehmen JEDE MENGE  einbrachte. Der hauptsächliche „Content“, den wir erstellt haben, war die Zusammenstellung der Einladungsliste, und die hat sich aus dem Brand-Marketing, der Zielgruppe und der Location von f8 gewissermaßen von selbst erstellt.

Audio- und Video-Content-Marketing

4. Podcasts

Wie es scheint bieten mehr und mehr Leute ihren eigenen Podcast an, weil das immernoch ein relativ neuer, fruchtbarer Bereich ist.

Multimedia-Content erreicht Menschen über unterschiedliche Kontexte und Sinneszugänge. Da kann bloßes Lesen einfach nicht mithalten.

Podcasts werden zu unseren Begleitern beim Pendeln, bei der Handarbeit oder beim Reisen. Sie gehen dabei wortwörtlich dem gefesselten Zuhörer direkt ins Ohr.

Sheel Mohnot und Josh Muccio haben binnen eines Jahres nach dem Launch ihres Podcasts „The Pitch“ (ein Podcast über Erfindungen) die 20.000-Downloads-Grenze pro wöchentlicher Episode geknackt.

Downloads sind allerdings auf Dauer keine verlässliche Messgröße. Was wirklich wichtig ist, ist der qualitativ hochwertige eingehende Traffic, den sie damit generiert haben: 2 Investments, wichtige Anstellungen und Engagements für gefeaturete Gäste (und Portfolio-Firmen) und eine nicht versiegende Quelle an Sponsoren.

Podcasts werden, genauso wie alle anderen Arten im Content Marketing, Ihnen nichts bringen, wenn Sie kein spezifisches Ziel haben. Wenn Ihr implizites Ziel darin besteht, dass Sie sich einfach nur cool fühlen wollen, weil Sie ein bisschen Owned Media erstellt haben, dann wird das auch das Gesamtergebnis sein. Wenn Ihr Ziel aber darin besteht, spezifische Teile Ihres Marketing-Trichters auszubauen, um Leads oder Engagement zu erhöhen, dann müssen Sie auch die anderen Teile dieses Funnels aufbauen, um zielgerichtetes Wachstum zu erreichen.

5. „TV-Serien“ oder Serien von Videos

Ipsy ist eine 500-Millionen-Dollar-Firma, die ihre Wachstumsstrategie auf Videos aufgebaut hat, bei denen es sich gewissermaßen um so etwas wie Reality-TV-Shows auf YouTube handelt.

Haben Sie sich schon einmal eins der vielen, vielen Beauty-Videos auf YouTube angesehen? Die scheinen nicht besonders spektakulär zu sein – bis man sich ein oder zwei anschaut und total hineingezogen wird.

Das kommt daher, dass es sich dabei um echte Menschen handelt, die über erschwingliche Produkte reden und diese zeigen und demonstrieren. Diese Videos sind wie Fernsehserien, weil sie einer bestimmten Figur durch verschiedene Situationen ihres Lebens hindurch folgen.

Und es handelt sich dabei um Content, weil sie überwiegend markenunabhängiges Storytelling betreiben – aber eben auch um Marketing, weil sie von YouTubes Schlagkraft, was ihre Verbreitung anbetrifft, profitieren, und weil alle drei bis vier Folgen ein klarer Call-To-Action für Ipsy eingebaut ist.

Um mehr über die Vorgehensweise von Ipsy zu erfahren, lesen Sie diesen Text von Forbes oder schauen Sie sich mal den YouTube-Channel an.

6. Einzelne Videos

Die Grenze zwischen Werbung und Content verschwimmt immer mehr.

Die Premium-Linie an Beautyprodukten SK-II gehört zu den führenden in Asien, und ist eine der Billionen-Dollar-Tochterfirmen von Proctor & Gamble.

Hinter ihrer „Change Destiny“-Reihe, die primär über YouTube vertrieben wird, steckt genauso viel Story wie kommerzielle Werbung.

Doch der Hauptfaktor dabei ist nicht das Storytelling im „Mad Men“-Style. Es ist vielmehr die Trichterstruktur, die um jedes Video herumgestrickt ist, die zu einer Microsite mit weiterem Content führt und Möglichkeiten zur Conversion bietet.

Können Videos auch für andere Kategorien als im Beauty- oder im E-Commerce-Sektor funktionieren? Die Marketing Cloud-Videos von Adobe sind ein gutes Hybrid-Beispiel zwischen Content und Werbung für SaaS.

Content-Marketing in Print-Form

Das ist eine meiner absoluten Lieblingskategorien, und ich sage Ihnen gleich, warum:

Für Print ist die Zugangsbarriere höher, deswegen hat man hier relativ gesehen weniger neue Ausgaben.

Außerdem hat man damit manchmal das Glück, eine Zielgruppe erreichen zu können, wenn das mit anderen Medien nicht gelingt, wie in einem der Beispiele unten (Airline-Magazine).

7. Ihr eigener Guide

Alles begann als Methode, mehr Reifen zu verkaufen, indem man mehr Leute auf die Straße bekommt, indem man ihnen mehr Gründe bietet, lange Road-Trips zu unternehmen. Ziemlich indirekt also.

Als der Michelin-Guide 1900 erstellt wurde, gab es in ganz Frankreich nur 2500 Autofahrer. Wenn die Firma ihren Reifen-  und Autoteile-Handel ausbauen wollte, musste sie den ganzen Markt ausbauen.

Wie es bei ordentlichem Content Marketing eben so ist, ging es im ursprünglichen Guide um Erfahrungen und Geschichten, die entfernt damit zu tun hatten, und nur
10% des Content war Verkaufsmaterial für Reifen.

Heute ist es sogar noch weniger, und deshalb ist der Michelin-Guide für mich Content Marketing, das zum Brand-Marketing übergewechselt ist.

Das liegt an seinem Einfluss und seiner Messbarkeit. Der Guide erreicht weniger als eine halbe Million direkte Leser im tatsächlichen Umlauf, Tendenz sinkend, aber der Markeneinfluss wächst immer weiter, während die Marke weiterhin über Top oder Flop von Restaurants entscheidet und sich in neue Länder ausdehnt.

Trotzdem ist es schwierig, zu messen, wie genau dieser Welleneffekt das Geschäft der eigentlichen Marke fördert, was in der heutigen, extrem auf Wettbewerb ausgerichteten Content-Landschaft voll von Spitzen-Content (gerade für Content Marketing, das sich gerade in der Entstehung befindet oder markenlos ist), wichtig wäre.

Wie bei einigen der großen Tagungen, die ich vorhin erwähnt habe, ist auch der Michelin-Guide ein Beispiel für Content, aus dem ein eigenes Produkt geworden ist.

8. Ihr eigenes Magazin

Universitäten tun es, Airlines tun es, Hotels tun es. Ein eigenes Magazin ist genau das Richtige für solche Unternehmen, die Erlebnisse und Erfahrungen anbieten, und die ihre Akquisemethoden und Engagement-Kanäle erweitern wollen und Menschen in den Ecken ihres Alltags erreichen wollen, wo sie für einen Blog-Post unerreichbar sind. Zum Beispiel, während eines langen Flugs.

Das Ganze ist messbar in Bezug auf Auflagenhöhe und „Traffic“-Fußabdruck, und der größte Teil des Contents sind keine Verkaufsseiten, sondern eher Storytelling über Städte und Reiseeindrücke, die Interesse und Nachfrage erzeugen.

Das Magazin der amerikanischen Airlines, American Way, erreicht pro Jahr 193 Millionen Leute und Hemisphere von United erreicht 140 Millionen.

Genau wie bei Konferenzen und Tagungen handelt es sich bei dieser Art von Content Marketing auch um ein eigenes Produkt, mit seinem eigenen Produktionszyklus und seiner eigenen gesonderten Finanzierung (Anzeigen für Zeitschriften, Sponsoren und Ticketkäufer für Tagungen).

Die meisten Start-Ups können wahrscheinlich nicht so schnell ein Magazin aus dem Ärmel schütteln und David Carr dafür als Autor gewinnen – da ist es schon einfacher ein bisschen zu bloggen, aber Printmedien und Visuelles sind ein einzigartiges und vertretbares Medium, und passen vielleicht gut zu Produktkategorien im Bereich Lifestyle und E-Commerce sowie zu erlebnis- und erfahrungsorientierten Unternehmen.

9. Ihr eigenes Buch

I Will Teach You To Be Rich („Ich lehre dich, wie man reich wird“) ist der Titel eines Buches von Ramit Sethi über den Umgang mit privaten Finanzen für junge Leute. Dieses Buch wurde zum Bestseller, weil Ramit den Markt für Buchveröffentlichungen kannte und sein Wissen über den Vertrieb gut zu nutzen wusste.

Als das Buch den Bestseller-Status erreichte, fragten viele Leute Ramit, wann denn das nächste Buch herauskäme. Er lächelte nur wie die Mona Lisa und sagte dazu nichts.

Normalerweise würden wir ein gedrucktes, veröffentlichtes Buch als Endprodukt ansehen. Stattdessen, und vor allem wenn es strukturell richtig als Teil eines viel größeren Conversion-Trichters für die Zielgruppe angelegt ist, kann das ein entscheidendes Werkzeug für Ihr Content- und Brand Marketing sein.

In Ramits Fall war das Buch der obere Teil des Marketing-Trichters, nicht der untere.

Das Buch fungierte regelrecht als Magnet für Leads, um die Zielgruppe mit der Marke bekannt zu machen, Vertrauen aufzubauen und sie auf die Website zu bringen, wo Ramit relevante, qualitativ hochwertige und eigenentwickelte Lernprodukte vermarktet. Diese Produkte können einen Buchverkauf zum Preis von 7,51 Dollars in einen ARPU (durchschnittlicher Erlös pro Kunde) im unteren vierstelligen Bereich bis hin zu über 10.000 Dollar verwandeln (OHNE dabei Umsatz von Wiederholungskäufen mit einzurechnen).

10. Ihre eigene Kolumne

Der Unterschied darin, eine eigene Kolumne oder Rubrik bei einem relevanten Nachrichten-Service zu haben, oder einfach nur in Nachrichten erwähnt zu werden – das ist einer der fundamentalen Unterschiede zwischen PR- und Content Marketing.

Wenn Sie Ihre eigene Kolumne schreiben, bringen Sie Ihre eigenen Gedanken mit Ihren eigenen Worten zum Ausdruck, machen sich, wenn Sie es richtig anstellen, zum Vordenker und lenken die Aufmerksamkeit von Interessenten zurück auf Ihr eigenes Terrain.

Außerdem können Sie:

  • wiederholt auf etwas aufmerksam machen
  • die Kolumne um einen bestimmten Themenkomplex herum aufbauen (um für dieses Thema zum Vordenker zu werden)
  • Gast-Posts sind ein guter Anfang, aber das sollte noch nicht alles sein. Planen Sie stattdessen durch, wie eine Serie an Content mit verwandten Themen aussehen könnte und machen Sie daraus eine fortlaufende Kolumne.

Hier finden Sie ein Beispiel von Arteen Arabshahi, einem Investor aus Los Angeles. Sein immer wiederkehrender Content lässt ihn für die Keywords [Los Angeles tech startup investors] gut ranken.

How To Expand Your Marketplace To LA

What Los Angeles Is Missing

Content-Marketing im Bildungsformat

11. Bieten Sie Ihren eigenen Kurs an

Bildungseinrichtungen profitieren davon, wenn Menschen mit Praxiserfahrung aus der echten Welt sich ins Klassenzimmer stellen, um anderen etwas beizubringen – nicht nur bloße Theorie, sondern aus eigener direkter Erfahrung.

Die Praktiker profitieren natürlich davon, weil man damit effektiv Brand- und Content Marketing betreiben kann.

Ich kann ohne lange nachzudenken da zwei wirklich gute Beispiele bringen:

Das erste ist der Kurs von 500 zum Thema Angel Investing (Privatinvestition für Start-Ups) beim Stanford Center for Professional Development. Dabei handelt es sich um einen zweiwöchigen Kurs, und der ist eindeutig ein eigenes Produkt (mit eigenem Marketing, einem gesonderten Budget zur Ausarbeitung, etc.)

Trotzdem ist das aber auch Content Marketing für das Start-Up Fundraising von 500.

Der Kurs generiert ordentlich Content (zwei Wochen lang Aufzeichnungen, und hinterher außerdem noch ein Echo an Blog-Posts und Artikeln), baut die Marke auf und bringt neue Investoren hervor, die eines Tages vielleicht auch in 500 investieren könnten.

Ein weiteres Beispiel sind die Unternehmer-Kurse von Steve Blank, die er auf Stanford, Berkeley und Columbia, und außerdem online über Udacity und wo auch immer sonst noch angeboten hat.

Stanford hatte außerdem einmalig stattfindende Seminare mit Michael Moritz von Sequoia Capital, Brit Morin von Brit + Co und Dharmesh Shah von Hubspot im Angebot. Diese Seminare wurden per Aufnahme festgehalten und bringen den Kursleitern immer noch Markenbekanntheit und Traffic ein.

Für ContentMarketing funktioniert ein Offline-Kurs genau wie eine Konferenz. Bei beidem handelt es sich um eine Gelegenheit, neue Gedanken zu entwickeln, die Reichweite zu vergrößern (d.h., für Aufnahmen von und Weiterverbreitung der Inhalte in unterschiedlichen Formaten zu sorgen) und Ergebnisse zu messen.

Weitere Beispiele für Weiterbildung als Content-Marketing können Sie bei Coursera, Udemy und CreativeLive finden.

12. Webinare

Webinare sind eine großartige Methode, um für Conversions zu sorgen, besonders was Produkte, die ein größeres Commitment (bzgl. Preis oder Engagement) erfordern, anbetrifft. Das kommt daher, weil Webinare Vertrauen aufbauen, indem Content, den Sie entweder im Voraus erstellt haben oder einfach spontan live erstellen, dort wirksam eingesetzt wird.

Mein Webinar „Content-Marketing für Start-Ups“ ist ein Video, das ich vorher mit Camtasia aufgenommen habe. Es hat momentan 20.240 Views und lässt zusammen mit weiterem Video-Content den Channel von 500 für Keywords wie [Start-Up Marketing Content] ranken.

Rand Fishkins Whiteboard-Freitage sind wöchentliche Videos im Webinar-Stil, die als Blog-Posts veröffentlich werden. Darin erklärt Rand detailliert ein SEO-Thema in allen Einzelheiten.

Und weil es Rand Fishkin, bzw. Moz, ist, leisten die darin großartige Arbeit, den ganzen Content-Trichter damit auszubauen – der Text des Videos wird für Suchmaschinen (und normale Leser) transkribiert und das Ganze wird sogar mit den eigens erstellten, teilbaren Infografiken und Bildern ausgestattet geliefert.

Sie können Webinare für Folgendes nutzen:

  • SaaS / B2B
  • Demos
  • How-to-Anleitungen
  • Q&A (d.h., auf Kaufeinwände reagieren)
  • Live-Analysen oder Abrisse
  • Promotion von bestimmten Markteinführungen und Events

13. Entwickeln Sie Ihren eigenen vollständigen Online-Kurs

Steve Chou von My Wife Quit Her Job nutzt seinen sechsteiligen E-Mail-Kurs nicht nur als Lead-Magnet, um seine Sammlung an E-Mail-Adressen beträchtlich zu vergrößern, sondern auch als Werkzeug für Conversions, sobald Sie erst einmal in seinem E-Mail-Trichter drinstecken.

Als ich bei AppSumo war, haben wir einen großangelegten Kurs unter dem Titel
Der AppSumo Marketing-Plan“ als Produkt und als Marketing-Instrument für die Marke und für weitere Produkte angeboten, in dem es um die quantitativen Marketing-Methoden ging, die Noah für die Einführung von Mint nutzte.

Bei CopyBlogger hat man ziemlich viel Content zu Online-Kursen umgewandelt, zu den Themen von CopyBloggers primärem Keyword-Spektrum: Content, Traffic, Design und Conversion. Hier ist ein Beispiel für eine Landing Page. Tragen Sie sich für den kostenlosen Kurs ein und untersuchen Sie, wie die ihren Trichter strukturiert haben.

Leuten etwas beizubringen ist eine gute Methode, um Sie zu überzeugen, denn Sie können dabei demonstrieren, wie wertig und einflussreich Ihre Marke ist und Sie können Vertrauen aufbauen, bevor Sie es auf eine Conversion anlegen. Und das muss auch nicht besonders raffiniert oder kompliziert sein.

Das Paradebeispiel: Viele der Kurse auf Udemy, egal ob kostenfrei oder kostenpflichtig, sind eigentlich Content Marketing für ihre Urheber. Es gibt sogar einen Udemy-Kurs über die Erstellung von Udemy-Kursen.

14. Bildungszentrum

Weil Schwab in erster Linie eine Investment-Bank ist, besteht ein Großteil ihres Geschäfts im Trade Management. Das kann für Kunden ziemlich verwirrend sein, und diese Verwirrung ist absolut ungünstig für Engagement und letztlich Gewinn.

Schwab nutzt Content Marketing, um Engagement bei bereits bestehenden Brokerage-Kunden zu fördern und sie zu hochwertigeren Kunden zu machen, die mehr investieren und mehr handeln – indem man ein komplettes Bildungszentrum eingerichtet hat, mit How-To-Videos und -Artikeln, Nachrichtenanalysen und Daten-Tools.

Schwab bietet außerdem auch Live-Workshops an, ein weiteres Format für Content, der darauf abzielt, den CLV zu erhöhen.

Downloads als Content-Marketing

15. E-Books

Was brachte Worthix, einem Batch 16-Unternehmen, fünfstellige Leads ein?
Ein E-Book. E-Books funktionieren nach wie vor auch super für Hubspot (die haben inzwischen so viele, dass sie eine Bibliothek angelegt haben), auch wenn man die Mailadresse der Kunden schon hat, weil sie sie immer und immer weiter durch den Lead-Trichter entlang führen.

E-Books scheinen qualitativ hochwertiger zu sein und können auf Amazon verkauft werden.

Es ist keineswegs leicht, ein qualitativ hochwertiges E-Book zu erstellen – so zwischen Content, Design und Vertrieb – aber es ist machbar, und es kann dauerhaft ein positiver Bezugspunkt für Ihre Marke sein und Markenvertrauen aufbauen.

E-Books sind außerdem ein besserer Magnet für Leads. Man kann immer Newsletter-Abo-Pop-up auf einem Blog-Post einbauen, um E-Mail-Adressen zu sammeln – aber das können die User auch immer ignorieren.

Wenn ich für einen Zugang zu Ihrem E-Book meine Mail-Adresse angeben muss, und ich will dieses E-Book unbedingt haben, dann setzen Sie nicht nur einen Anreiz dafür, dass ich mich in die Mailing-Liste eintragen lassen (jetzt habe ich nämlich tatsächlich einen Grund dafür), sondern Sie qualifizieren mich auch als Lead. Jetzt wissen Sie nämlich, dass diese E-Mail-Adresse jemandem gehört, der unbedingt diese Informationen haben will.

Und schließlich – weil ein E-Book normalerweise länger ist als ein Blog-Post und oft Daten oder irgendwelche neuen Erkenntnisse enthält, kann es einen Welleneffekt an Beachtung seitens der Presse und zusätzlichem Content hervorrufen.

16. Downloadbare PDFs, von scheinbar höherer Qualität – und außerdem ergattern Sie eine E-Mail-Adresse

PDFs sind so ähnlich wie ein E-Book, aber kürzer. Ihre Leser werden ein PDF trotzdem für hochwertiger halten als einen Blog-Post, und es wird ihnen außerdem den Anreiz bieten, dass sie sich in Ihre Mailing-Liste eintragen lassen.

Für B2B können PDF-Downloads besonders nützlich sein, denn sie eignen sich gut für die Präsentation von Daten, für markenorientiertes Design und B2B-Kundenorientierung.

PDFs können auch für die Pflege Ihrer Leads wichtig sein, nachdem Sie die E-Mail-Adresse schon ergattert haben:

Dell hat ein auf PDFs basiertes Leads-Pflege-Konzept erstellt, das besonders auf Beanstandungen der Kunden und Geschäftsrückgänge reagieren sollte. Damit konnten durchschnittlich ein 35% höherer Auftragswert und 300% mehr Engagement bezüglich der E-Mails dieses Konzepts erreicht werden.

17. Tabellarische Übersichten als Download – eine Engagement-Methode

Tabellen sind deshalb ansprechend, weil sie einfach nur nützlich sind. Alles Wichtige in Kürze – wer will das nicht?

Ein klassisches Beispiel für eine Tabellarische Übersicht als Content Marketing ist das Quant Based Marketing Spreadsheet von Noah Kagan, das er dazu verwendet hat, um die Markteinführungs-Taktiken für Mint zu gestalten. Die Tabelle hat Noah Tausende an neuen und qualitativ hochwertigen Newsletter-Abos für seine Liste eingebracht, über die er manchmal (dezent) weitere relevante und erstklassige AppSumo / SumoMe-Produkte vermarktet.

Bild-Basiertes Content Marketing

18. Instagram

Zählt Instagram als Content Marketing, oder ist das Social Media? Spielt das überhaupt eine Rolle?

Ich werde jetzt nicht in allen Einzelheiten über Instagram schreiben – da gibt es ganze Unternehmen, die darum herum aufgebaut sind. Wenn Sie Instagram Marketing lernen wollen, würde ich Ihnen den Instagram Guide des Foundr Magazine empfehlen (die haben übrigens auch PDFs, E-Books und Webinars für Sie im Content-Marketing im Angebot… ).

Ich würde sagen, dass Instagram am ehesten von allen sozialen Netzwerken in den Bereich „Content Marketing“ fällt, und genauso content-lastig wie sozial ist.

Ihr Instagram-Account wird ohne sorgfältige Pflege und Erstellung von Original Content keinen Erfolg haben, und ist kein direkter Verkaufsweg für Ihre Sachen, genau wie anderes Content Marketing. Er generiert Leads am oberen Ende des Trichters, baut Ihre Marke auf und betreibt Engagement Marketing mit schon bestehenden Interessenten.

19. Infografiken

Infografiken zeigen buchstäblich alles auf einen Blick.

Neil Patel stellt eine solide Zusammenfassung dieser Methode und die einzelnen Bestandteile einer guten Infografik vor, unter anderem, wie man auf der Grundlage von Keyword-Ranks und Shareability ein Thema auswählt, wie man die Daten findet (denn Infografiken sind ja meist eine optische Darstellung von Daten), und wie man Dribbble nutzen kann, um einen professionellen Designer zu finden.

Wenn es Ihnen damit ernst ist, lesen Sie das. Ich werde es einfach nur kurz zusammenfassen, indem ich sage: Infografiken können eine wirkungsvolle Form des Content Marketing sein, die Abwechslung zu den Nur-Text-Seiten bietet, und sie haben ihre Vor- und Nachteile.

Vorteile: Infografiken machen regelrecht süchtig, sie können über alle möglichen Social-Media-Kanäle geteilt werden und „viral“ werden.

Nachteile: Sie sind schwierig zu erstellen und erfordern echte Design-Arbeit, wenn sie effektiv sein sollen. Sie können es mit Programmen wie Piktochart versuchen, um selbst welche zu erstellen, aber viel besser sind natürlich die Grafiken von einem richtigen Designer.

Bonus: Quora, Foren und öffentliche Slack-Gruppen

In Foren und Slack-Gruppen vermischen sich Content und Community. Foren sind unheimlich unsexy, und trotzdem werden dort immernoch jede Menge an zweckmäßigen Fragen der Nutzer beantwortet – und, so lange sie öffentlich sind, sind sie auch noch super indizierbar.

Zusammenfassung

Der Schlüssel zum Erfolg für jede Art von Content Marketing ist: Nicht spammen.

Content Marketing ist Marketing, und gleichzeitig auch ein Produkt. Erstellen Sie Ihren Content gewissenhaft, wie ein Produkt, das Sie in die Welt hinausschicken (denn letztlich ist das ja nichts anderes) und verbringen Sie dann die nächste Zeit damit, ihn stolz zu verbreiten.

Ich habe mindestens 30 Stunden dafür gebraucht, für diesen Post zu recherchieren und ihn zu erstellen, und ich schreibe schnell. Wenn Sie das nicht tun, oder wenn Sie nicht gerne schreiben, oder wenn Sie keine 30 Stunden haben, die Sie damit verbringen könnten, dann ziehen Sie doch ein paar der Optionen in Betracht, die ich Ihnen aufgelistet habe:

  • Organisation von Tagungen
  • Vorträge auf Tagungen
  • Treffen und Parties
  • Podcasts
  • Serien von Videos
  • Einzelne Videos
  • Ihr eigener Guide
  • Ihr eigenes Magazin
  • Ihr eigenes Buch
  • Ihre eigene Kolumne
  • Ihr eigener Kurs
  • Webinare
  • Ihr eigener Online-Kurs
  • Bildungszentren
  • E-Books
  • Downloadbare PDFs
  • Tabellarische Übersichten als Download
  • Instagram
  • Infografiken

Content kommt in allen Farben und Formen, lässt sich auf allen Arten von Kanälen verbreiten, und hat, sobald er einmal erstellt wurde, das Potenzial, Ihr ganz persönlicher Zauberkessel zu werden, was Traffic und Conversions angeht.

Der ursprüngliche englische Artikel von Susan Su erschien auf http://500.co/19-content-marketing-ideas-that-arent-blog-posts/ .

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