Warum und wie Sie Audio für Ihre Marke verwenden sollten, um mehr zusätzliche Reichweite zu gewinnen

3+5 Tipps für perfektes Audio-Content Marketing

Audio_Podcast Content Marketing

Video und die Frage, wie man diese möglichst wirksam in seine Content Marketing-Strategie einbindet, beschäftigt zahlreiche Unternehmen. Schließlich weisen viele Studien daraufhin, dass Video gerade auf Social Media mehr Engagement als reiner Text oder selbst Bilder auslösen.

Daneben zeichnet sich allerdings ein weiterer Trend ab, von den sicherlich viele von Ihnen bereits gehört haben: Audio ist im Kommen. In der Regel geht es dabei um Podcast, doch das ist nur eine “hörbare” Variante, die gleichzeitig jedoch zeigt, wie viel Potenzial in diesem gesamten Bereich steckt

Auch Heidi Cohen sieht dieses Content-Format noch unterschätzt und erklärt deshalb, warum einerseits Audio unbedingt Teil Ihres Marketings werden sollte. Andererseits gibt Sie gleich 5 Tipps, wie Sie dabei am besten vorgehen können.

Wie bereits erwähnt finden Sie auf wenigen Blogs oder Social Media-Kanälen noch Posts, die kein Bild oder Video beinhalten. Die gleichen Effekte, den man hierbei verfolgt, kann auch Audio erfüllen. Darüberhinaus verrät Heidi, welche weiteren Vorteile “hörbarer” Content hat:

  1. Personalisierung/Emotionalisierung
    Indem Sie Ihrer Marke eine reale “Stimme” geben, wirkt diese authentischer und die Nutzer können sich leichter mit Ihnen identifizieren.
  2. Größere Zielgruppe
    Das Informationsverhalten ist in jedem Publikum sehr unterschiedlich. Mit Audio bieten Sie dem Teil Ihrer Zielgruppe eine Option, die bevorzugt Informationen als Audiosequenz aufnehmen und weniger text- und bildorientiert sind.
  3. Zeitersparnis
    Zeit ist ein Faktor, der bei den meisten Menschen ein sehr knappes Gut ist. Mit Audio bietet sich die Möglichkeit, Inhalte zu konsumieren und gleichzeitig noch einer anderen Tätigkeit nachzugehen. Dadurch muss sich Ihr Nutzer nicht zwischen zwei Dingen entscheiden und spart so Zeit.

Es zeigt sich also: Audio zahlt auf Ihre Markenbildung ein, erweitert Ihre Zielgruppe und ermöglicht den Usern, Informationen zusätzlich zu konsumieren, wodurch sie ihre Zeit noch effektiver nutzen können. Und all das kann wiederum zu mehr Reichweite führen, da Audio zudem weitere Distributionskanäle bietet.

Wenn Sie sich nun entschließen, Audio in Ihr Content Marketing zu integrieren, müssen Sie Ihren üblichen Content-Workflow nicht ändern. Wie Sie dabei am besten vorgehen sollten, verrät Heidi in 5 Schritten:

1.”Hören” Sie selbst Content an

Dieser Punkt klingt, wie Heidi selbst sagt, zunächst banal. Doch indem Sie Podcasts, Radiosendungen oder ähnliches selbst konsumieren, beobachten Sie einerseits den Wettbewerb und andererseits können Sie Inspirationen für eigene Produktionen erhalten. Um dabei Erfolg zu haben, sollten Sie sich an diesen Leitfragen orientieren:

  • Welche Informationen eigenen sich für Ihre Hörer?
  • Was benötigt Ihre Marke, um gehört zu werden und einen Wiedererkennungswert zu schaffen?
    (z.B. Art des Jingles, Logo, etc.)
  • Welche Fähigkeiten und welche eventuelle (technische) Unterstützung brauchen Sie, um Audio zu produzieren und zu distribuieren?
  • Woraufhin brechen Sie die Audiosequenz ab? (langweilige Stimme, Werbung, störende Geräusche?)
  • Wann und wo hören Sie Audio? (Welche Endgeräte werden wo und wann genutzt?)

Als Startprojekt empfiehlt Heidi, das nächste Ebook, das Sie produzieren, ebenfalls als Audio-Produkt anzubieten und dabei natürlich die aufgeführten Fragen zu berücksichtigen.

2. Beginnen Sie “klein” und werden Sie Teil anderer Audio-Zielgruppen

Wie bereits bei Punkt 1 erwähnt, sollten Sie sich einige Vorbilder suchen, von denen Sie z.B. für Ihren ersten Podcast lernen können. Bevor Sie selbst starten, sollten Sie versuchen, als Gast in einen für Ihre Nische relevanten Podcast eingeladen zu werden. Wichtig dabei ist, dass Sie sich vorab sowohl über den Moderator als auch die dort behandelten Themen informieren. Handelt es sich beispielsweise um eine Themenreihe, sind Sie der einzige Gast oder Teil eines ganzen Panels? Eine weitere Option besteht darin, eine Frage an Podcaster zu stellen (als Gast oder als Zuhörer). Beides hilft Ihnen dabei, Ihre Bekanntheit auf- bzw. ausbauen, was Ihnen den Start eines eigenen Podcast wiederum erleichtert.

3. Verlängern Sie Ihren Video-Content

Ganz nach dem Leitsatz “Write and Reuse”, sollten Sie vorhandenen Video-Inhalt dazu nutzen, um die Audiospur zusätzlich zu vermarkten. Damit verwenden Sie bereits existierenden Content wieder und erreichen so einem weiteren Teil Ihrer Zielgruppe. Somit verlängern Sie die Lebensdauer des bestehenden Inhalts und steigern so auch dessen Wert.

4. Ergänzen Sie einen Soundtrack zu bestehenden Textinhalten

Ähnlich wie bei vorhandenen Bewegbild, können Sie auch bestehende Blogposts mit Audio “aufpeppen”. Das bedeutet, dass Sie diesen Beitrag vertonen und entsprechend anbieten. Weil dafür ein gewisser Aufwand nötig ist, rät Heidi, dies lediglich für Ihre meistgeteilten Posts einzustellen.

5. Verbessern Sie die Distribution Ihres Audio-Contents

Damit Ihr Audio-Content letztlich auch auf Ihren “Veredelungslift” einzahlt, sollten Sie dessen Produktion und insbesondere die Distribution fest in Ihrem Redaktionsplan integrieren. So erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, mehr Traffic über Ihre hörbaren Inhalte zu generieren.

Zudem sollten Sie regelmäßig neue Beiträge in diesem Segment bieten, zum Beispiel in einer eigenen Rubrik und/oder mit wöchentlichen Podcasts. Damit etablieren Sie sich nicht nur für dieses Format, sondern erhöhen auch Ihre Kompetenz als Anbieter in Ihrer Branche.

Heidis Tipps zeigen, dass Audio ein vielversprechendes Format ist, das relativ einfach in die tägliche Arbeit eingebunden werden kann und so die Chance bietet, zusätzlich Reichweite zu erhalten. Natürlich gilt dabei, wie bei allen Formaten im Content Marketing: Es kommt auf die Qualität Ihres Inhalts an!

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