Jan Rezab erklärt, wie eine erfolgreiche Video-Strategie speziell für Social Media aussehen sollte

8+1 Tipps für richtiges Videomarketing

Videos gelten als eines der effektivsten Content-Formate, mit denen Sie das Interesse Ihrer Nutzer auf sich ziehen können. Und das gilt ganz besonders in Social Media.

Folglich heißt das: Wollen Sie auf Facebook, Twitter & Co. erfolgreich sein, dann müssen Sie Clips erstellen und entsprechend ausspielen. Vorausgesetzt natürlich, der überwiegende Teil Ihrer Zielgruppe ist Video-affin. Ob das der Fall ist, zeigt Ihnen eine entsprechende – natürlich vorangestellte – Zielgruppenanalyse. Ansonsten besteht das Risiko, Zeit und Geld in ein Format zu investieren, dessen Erfolgsaussichten gering sind.

Bevorzugen Ihre Nutzer mehrheitlich jedoch Bewegbild, dann stellt sich die nächste große Frage: Nämlich, wie Sie es schaffen mit Videos in Social Media gegen den Wettbewerb zu bestehen.

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Glücklicherweise gibt es Experten, die dafür entsprechende Tipps geben können. Und einer davon ist Jan Rezab, Unternehmer und Gründer von SocialBakers.

Jan erklärt in einem kurzen und kompakten Video auf YouTube, welche wesentlichen Elemente Ihr Videomarketing für Facebook, Instagram, Twitter, YouTube & Co. beinhalten muss, damit Sie vom Potenzial des Formats am Ende tatsächlich profitieren können:

Tipp 1: Erst die Strategie, dann die Videos

Auch wenn dieser Tipp trivial erscheint, so ist es der ausschlaggebende Punkt für den Erfolg oder auch Misserfolg Ihres Videomarketings. Schließlich ist Bewegbild ein Baustein innerhalb Ihrer gesamten Strategie und muss folglich auch auf deren Ziele einzahlen. Daher sollten Sie folgende Fragen im Vornherein beantworten:

  • Welche Inhalte wollen Sie als Video präsentieren?
  • Was wollen Sie mit dem Content erreichen?

Dieser erste Tipp ist wichtig, damit Ihre Videos nicht “per Zufall”, sondern systematisch erfolgreich sind. Denn ansonsten generieren Sie unter Umständen Aufmerksamkeit und damit Reichweite, die Sie allerdings nicht weiter für sich nutzen können, da keine Strategie vorhanden ist. Und das ist Zeit- und Ressourcenverschwendung.

Tipp 2: Testen Sie Video-Trends

Im Bereich Videomarketing gibt es zahlreiche Möglichkeiten, wie Sie einen Clip gestalten können (z.B. 360 Grad-Videos). Und die Optionen wachsten stetig. Laut Jan sollten Sie diese Trends durchaus “ausprobieren”, um so zu wissen, was bei Ihrer Zielgruppe am besten ankommt.

Tipp 3: Produzieren Sie auch Live-Clips

Ebenfalls als “Trend” kann das Livestreaming bezeichnet werden. Auch diese Form von Bewegbild sollten Sie testen und so Ihren Usern einen Mehrwert bieten.

Tipp 4: Passen Sie Ihre Videos dem jeweiligen Social Network an

Natürlich ist es effektiver und effizienter einmal produzierten Content möglichst häufig wiederzuverwenden. Allerdings sollten Sie bei Videos darauf achten, diese auf die Spezifikationen der jeweiligen Plattform anzupassen. So wird ein geposteter YouTube-Link auf Facebook weniger Reichweite einbringen, als wenn Sie das Video direkt hochladen. Auch der Content sowie die Länge der Clips sollte auf die einzelnen Netzwerke angeglichen werden. Nur so erhöhen Sie Ihre Chancen, mehr Aufmerksamkeit bei den Nutzern hervorzurufen.

Dabei ist es nicht zwangsläufig nötig, stetig neues Material zu produzieren. Oft reicht es, aus dem bestehenden Inhalt einzelne Sequenzen zu extrahieren und speziell für das gewählte Netzwerk aufzubereiten.

Tipp 5: Erstellen Sie kurze Clips

Achten Sie darauf, kurze statt lange Videos zu erstellen. Auf dem meisten Social Media-Kanäle bevorzugen die Nutzer eher knappen Content – so auch bei den Clips (ca. maximal 120 Sekunden). Auf YouTube kann es, je nach Thema, sinnvoll sein, längere Videos einzustellen. Allerdings sollten Sie auch hier versuchen, eher kürzeren Content zu präsentieren.

Tipp 6: Entscheiden Sie die ersten Sekunden für sich

Ob und wie lange ein Video angesehen wird, entscheidet sich in den ersten wenigen Sekunden (ca. ersten 5 Sekunden). Aus diesem Grund sollten Sie laut Jan genau in diesem Zeitraum dem Zuschauer zeigen, was er zu erwarten hat. Selbstverständlich kann auch ein “Spannungsbogen” aufgebaut werden; jedoch ist es nicht unbedingt ratsam, “das Beste bis zum Schluss aufzuheben”. Denn wenn Sie dem User am Anfang nicht überzeugen können, dann wird er Ihr Video nicht bis zu Ende ansehen – und daher auch nicht wissen, welchen Mehrwert Sie zu bieten haben.

Tipp 7: Fügen Sie Untertitel ein

Sie wissen natürlich, dass immer mehr Content über mobile Endgeräte konsumiert werden. Das gilt ebenso für Videos. Und weil Nutzer diese häufig von “unterwegs” aus ansehen, ist der Ton aus. Deshalb sollten Sie immer Untertitel in Ihre Clips einfügen. So gewährleisten Sie, dass die Zuschauer tonlos Ihr Video verstehen. Zudem sollten Sie dieses Nutzerverhalten generell bei der Gestaltung und der Themenwahl berücksichtigen.

Tipp 8: Binden Sie immer einen klaren Call-To-Action ein

Jedes Video, das Sie produzieren, muss ein gewisses Ziel erfüllen. Und deshalb sollten Sie am Ende stets einen deutlichen Call-To-Action einbauen. Beispielsweise eine Aufforderung, Ihr Video zu teilen, zu liken oder Ihren YouTube-Kanal zu abonnieren. Wichtig ist, in jedem Fall den Zuschauer zu einer Handlung zu animieren.

Bonus Tipp 9: Messen Sie die richtigen Kennzahlen

Zum Schluss stellt Jan klar: Ob Ihr Videomarketing letztlich erfolgreich ist und welche Clips am besten laufen, wissen Sie nur, wenn Sie auch Ihre Metriken analysieren. Die sogenannten Views sind dabei für die meisten Unternehmen die erste Kennzahl zur Erfolgsmessung. Aber Jan weist noch auf weitere, sehr aussagekräftige, KPIs hin: Zum Beispiel auf die durchschnittliche Wiedergabezeit pro Video. Denn je länger Nutzer Ihre Clips konsumieren, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, diese in Ihrem Marketing-Funnel weiter zu veredeln. Zudem lässt sich somit analysieren, welche Themen besonders hohes Interesse hervorrufen und was die beste Länge für Ihre Videos ist.

Jans 9 Tipps geben wertvolle Hinweise, wie Sie Videos aufbereiten sollten, damit Sie in Social Media mehr Nutzer erreichen und diese langfristig zu Kunden wandeln können.

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