Sujan Patel erklärt, wie Sie aufhören akribisch perfekten Content zu verfassen und anfangen Inhalt zu produzieren, den Ihre Kunden lieben werden

Guter Content ist nicht perfektionistisch

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Perfektionismus im Content Marketing kann nicht nur anstrengend, sondern auch zermürbend sein.

Sind Sie ein Perfektionist? Das Ziel, jede Aufgabe möglichst zu 150 Prozent zu erfüllen, ist bei vielen weitverbreitet. Das Manko: Neben Nerven kostet es zusätzlich viel Zeit. Und dabei ist es selten unbedingt nötig, zumindest nicht wenn es um die Erstellung von Inhalten geht. Natürlich benötigen Sie für Ihr Content Marketing qualitativ hochwertigen Content. Aber eben keine perfekten Inhalt. Das ist auch die klare Feststellung von Sujan Patel auf contentmarketinginstitute.com. Warum und wie Sie diese “Falle” vermeiden können (und sollten!), zeigt er anhand von 5 Gründen:

1. Den „perfekten Content“ zu schreiben ist kein konkretes Ziel

Jeder Inhalt, den Sie erstellen, sollte ein bestimmtes Ziel verfolgen (Stichwort Content Goal!). Das kann Traffic oder Conversion betreffen. Genauso aber kann ein Ziel laut Sujan sein, unterhaltende, provokante oder überraschende Inhalte für die Nutzer zu kreiere. Wichtig ist jedoch: Den “perfekten” Content” zu produzieren ist kein Ziel, dass umsetzbar ist. Denn “perfekt” ist wenig messbar. Deshalb sollten dies durch leichter ermittelbare Zielsetzungen ersetzt werden.

2. Streben nach Perfektion kann bedeuten niemals damit anzufangen

Welche Auswirkung Perfektionismus noch haben kann, beschreibt Sujan in folgendem Szenario: Viele Marketer, die beispielsweise einen eigenen Blog mit regelmäßigem Content pflegen, haben die Schwierigkeit, dass ihnen keine passenden Themen finden. Das Problem liegt aber vielmehr darin, dass ihnen kein Thema gut genug für ihren Blogpost ist.

Und auch hier spielen die in Punkt 1 erwähnten Ziele eine Rolle: Indem Sie sich messbare und erreichbare Ergebnisse setzen, vermeiden Sie den soeben beschriebenen Konflikt. Dies bedeutet nicht, dass Sie Ihren Idealismus “über Bord werfen” sollten und zu jedem beliebigen Thema Inhalte erstellen sollten. Vielmehr bedeutet es, sich darauf zu fokussieren, was Ihre Zielgruppe erwartet und entsprechende Inhalte zu liefern.

Konzentrieren Sie sich auf sich selbst

Natürlich sind Konkurrenzanalysen richtig und wichtig für das eigene Geschäft. Zum einen hilft es dabei, die eigene Marktposition besser einzuschätzen zu können. Zum anderen kann es durchaus als Inspiration für die Content-Produktion dienen. Sujan warnt jedoch davor, sich ständig mit dem Wettbewerb zu vergleichen. Denn nicht jedes Erfolgskonzept funktioniert automatisch bei jedem Unternehmen. Fokussieren Sie sich stattdessen auf die Performance Ihrer Inhalte und entdecken Sie so Optimierungspotenzial. Sujan stellt dazu folgende Formel auf

Viel Traffic + Hohes Engagement = Content, den Ihre User lieben

Wenn Sie nun beispielsweise in Google Analytics nach dieser Formel Inhalte ermitteln, wissen Sie, welche Themen Sie weiter ausbauen müssen. Und das ermöglicht es Ihnen, Ihren Wettbewerbsvorsprung zu sichern. Und auch hier gilt: Sie müssen nicht perfekt sein, sondern nur besser als Ihre Konkurrenz.

Vereinfachen Sie die Aufbereitung und Korrektur Ihres Contents

Natürlich ist die Korrektur von Inhalten unumgänglich und wichtig, bevor Sie diesen veröffentlichen. Empfehlenswert ist daher ebenfalls, den Text andere Personen, wie Kollegen oder Mitarbeiter, um Korrektur zu bitten. Aber Vorsicht: Je mehr Mitarbeiter Änderungswünsche anbringen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Qualität des Beitrags leidet. Statt also den Anspruch “perfekt zu werden” zu erfüllen, folgt das Gegenteil. Deshalb: Um folglich einen möglichst guten (nicht perfekten!) Blog-Post zu verbreiten ist es wichtig, rechtzeitig die Korrekturschleifen zu beenden.

Der Kunde ist König

Mehrfach stellt Sujan klar: Statt perfekten Inhalt zu liefern, müssen Sie sich darauf konzentrieren, was Ihre Zielgruppe erwartet. Und danach muss sich dann Ihre Content-Strategie richten (und eben nicht nach Ihren perfektionistischen Ansprüchen!).

Um auf die Wünsche und Bedürfnisse der Zielgruppe eingehen zu können, müssen Sie demnach deren Erwartungen und präferierten Themengebiete kennen. Der einfachste Weg dies herauszufinden ist es, mit den Lesern in Kontakt zu treten. Nutzen Sie hierzu kurze Studien, in denen Sie Ihre Kunden auffordern, zu erläutern welche Informationen auf Ihrer Website fehlen. Fördern Sie außerdem die Konversation in Blogposts oder in Social Media mit den Usern. Und das wichtigste: Gehen Sie auf das Feedback ein!

Laut Sujan lieben Kunden Unternehmen, denen sie vertrauen können, die eine starke Persönlichkeit aufweisen und mit denen sie sich verbunden fühlen. Für Ihre Gestaltung von Inhalten bedeutet das: Wenn Sie den Fokus auf den perfekten Content legen, wirkt dieser weniger authentisch und das wirkt sich wiederum negativ auf Ihre Glaubwürdigkeit aus.

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