Ann Smarty erklärt, wie Sie aus Ihrer Video-Produktion das Meiste herausholen können

In 5 Schritten zum idealen Video

Bewegbild ist auf dem Vormarsch und kommt bei den Usern gut an. Nicht zuletzt weil sich Themen in Videos oft anschaulicher und leichter erklären lassen als in geschriebener Form. Hat man dieses Content-Format für sich entdeckt, sollte man darauf achten, seinen Nutzern in Sachen Stil und Darstellung, Abwechslung zu bieten.

Hierzu hat Ann Smarty auf socialmediaexaminer.com 5 Schritte veröffentlicht, die Ihnen erklären, wie Sie Ihre Videos in bis zu 8 verschiedene Inhalte umwandeln können:

1. Schritt: Legen Sie den Video-Typ fest

Anstatt lediglich einzelne Videosequenzen zu entwerfen, kann es sinnvoll sein, zu einem Thema eine Serie an Videos zu erstellen. So steigert man die Erwartung seitens der Nutzer und splittet die Video-Reihe in mehrere Bestandteile.

Ideen können laut Ann sein:

  • Mehrere Branchen-Experten in einer Interview-Reihe zeigen
  • Eine Webinar-Reihe entwickeln, in der man Tipps für den praktischen Arbeits-Alltag anbietet. Dies führt nicht nur zum Serien-Effekt, sondern hat auch den Vorteil, dass man sich als vertrauenswürdige Informationsquelle etablieren kann.
  • In einer Video-Reihe können „Häufig gestellte Fragen“ von Angestellten und Kunden beantwortet werden

Nachdem Sie Ihre Video-Reihe skizziert haben, muss das Projekt entsprechend geplant werden: In welchen Abständen soll beispielsweise jede Sequenz gezeigt werden? Welcher Zeitpunkt ist am besten geeignet, damit Sie möglichst viele Zuschauer generieren? Wenn Sie externe Gäste einladen, dann muss auch dies koordiniert werden, um Deadlines einhalten zu können.

2. Schritt: Das Video aufnehmen und bearbeiten

Die gute Nachricht laut Ann ist: Es muss kein teures Equipment angeschafft werden, um mit der Video-Produktion zu starten. Beginnen Sie stattdessen mit einem Aufnahmegerät und einem entsprechenden Schnitt-Programm. Für Interviews eignet sich zum Aufnehmen beispielsweise Skype, für Ein-Personen-Videos können Sie YouTube Live nutzen. Clickmeeting oder GoToWebinar sind Beispiele, die sich für Webniar-Reihen eignen. Kostengünstige und leicht bedienbare Tools zur Post-Produktion Ihrer Clips sind iMovie (nur für Mac) und der YouTube Editor.

Zu jedem Ihrer Videos sollten Sie zudem ein sogenanntes Transkript erstellen. Alternativ können Sie ebenso eine Zusammenfassung mit den wichtigsten Kern-Aussagen Ihres Clips gestalten. Denn mit diesem Text sind Sie in der Lage, die jeweiligen Landingpages für Ihr Video zu befüllen (weitere Infos dazu finden Sie unter den Punkten 3 und 4).

3. Schritt: Recherchieren Sie nach passenden Keywords zu Ihrem Video-Thema

Sie haben zwar ein fertiges Video. Aber dieses müssen Sie Ihrer Zielgruppe auch zugänglich machen und dazu gibt es laut Ann 3 Möglichkeiten:

  • Sie laden Ihren Clip  bei YouTube
  • Sie stellen Ihre Audio-Datei als Podcast auf SoundCloud zur Verfügung
  • Sie binden Ihren Content auf Ihrer Blog-Seite ein

Alle drei Varianten stellen jeweils eine Landingpage dar, die folglich auch in den Suchmaschinen (vorwiegend Google) von Ihren Nutzern gefunden werden muss. Damit das der Fall ist, sollten Sie die Seiten mit entsprechenden Keywords anreichern. Nur so sind Sie in der Lage, bei Google & Co. auf den vorderen Suchergebnis-Plätzen zu erscheinen.

Wichtig ist, dass Sie jede der Seiten individuell gestalten – ansonsten besteht die Gefahr von „duplicate Content“. Das bedeutet, auch unterschiedliche Titel anzugeben, wobei Ihnen das Tool Serpstat helfen kann.

4. Schritt: Verbreiten Sie Ihren Inhalt Plattform-spezifisch

Um nun genügend Views und auch Engagement zu generieren, müssen Sie den Content entsprechend verbreiten. Pro Plattform sollten Sie dabei folgendes beachten:

Für die Landingpage auf der Video-Plattform YouTube

  • Der Titel sollte nicht länger als 70 Zeichen lang sein
  • Die Beschreibung hingegen darf gerne länger ausfallen (wobei nur die ersten 150 Zeichen sichtbar und damit am relevantesten sind).
  • Auch bei den Verlinkungen muss nicht gespart werden, solange diese sinnvoll gewählt werden.
  • Was die Struktur angeht, empfiehlt es sich Playlists zu erstellen.
  • Nutzen Sie außerdem Vorschaubilder, die ins Auge stechen und vor allem den Inhalt des Videos bestmöglich darstellen.
  • Durch das Hinzufügen von Abspann- und Infokarten ist es Ihnen möglich auf Ihre Website zu verlinken und die Zuschauer zum Folgen und Liken einzuladen.

Für Ihren Podcast

Sie können die Tonspur Ihres Videos extrahieren und daraus Podcasts produzieren. Mit diesem Format lässt sich wieder ein anderer Teil Ihrer Zielgruppe erreichen.

Für die Distribution eignet sich beispielsweise die Plattform SoundCloud, mit dessen RSS-Feed Sie die Datei zudem bei iTunes einreichen. Letzteres geschieht nach einmaliger Ausführung automatisch, sobald ein neuer Podcast auf SoundCloud hochgeladen wird.

Binden Sie Ihr Video auf Ihrem Blog oder Ihrer Website ein

Eine weitere Option, mehr Reichweite für Ihr Video zu erzeugen, besteht darin, dieses auf Ihren Blog oder Ihre Website zu stellen. Als Text eignet sich dazu das Transkript oder Ihre Zusammenfassung. Es kann zudem hilfreich sein, ebenso Bilder einzustellen (neben dem Video). So bietet Ihr Blog-Post einen großen Unterschied zu Ihrer YouTube-oder SoundCloud-Seite.

Kurze Clips auf Instagram

Neben den drei genannten Möglichkeiten, ist auch Instagram als Distributionskanal geeignet. Vorausgesetzt, Ihr Inhalt erreicht auf diesem Weg Ihre Nutzer.

Für Instagram sollten Sie kurze Videos verwenden; daher sollten Sie entweder 60-sekündige Clips produzieren, oder Sie nehmen Ausschnitte aus Ihrer fertigen Datei. Sie sollten jedoch beachten, dass in den Untertiteln keine Verlinkungen möglich sind. Sie können allerdings in Ihrer Profilbeschreibung einen klickbaren Link integrieren und diesen regelmäßig (bei jedem neuen Blogbeitrag) aktualisieren.

So verstärken Sie Ihre Distribution

Durch einen einfachen Trick sind Sie in der Lage, die Anzahl der Views für Ihre Video-Produktion zu steigern: Und zwar, indem Sie eine Extra-Seite gestalten, auf der Sie Ihre Marketing-Kanäle bewerben.

Denn nachdem Sie Ihre Inhalte über die verschiedensten Kanäle distribuiert haben, ist es sinnvoll, eine Seite zu erstellen, auf der der User alle Links auf einen Blick findet. Dort können Sie ihn auch zum Liken, Folgen und Teilen einladen.

5. Schritt Kreieren Sie aus einzelnen Content-Bausteinen neuen Inhalt

Ann zeigt in den oben genannten Punkten, wie Sie Ihr Video in viele einzelne Formate zerlegen und dadurch mehr Reichweite schaffen können. Gleichzeitig weist sie jedoch darauf hin, dass sich die „Einzelteile“ wieder zu neuem Content zusammenfügen lassen. Dazu nennt Ann einige Beispiele:

Stellen Sie mehrere Videos zu einem Kurs zusammen

How-To-Videos, die sich mit verwandten Themen beschäftigen, können Sie zu einem kostenlosen oder „bezahlten“ (gegen Email-Adresse für Ihren Newsletter) Kurs zusammenfassen. Daraus entstehen folgende Vorteile: Sie haben zum einen die Möglichkeit, Ihren Content zu monetarisieren, auf der anderen Seite können Sie Ihre Zielgruppe zu Leads umwandeln und zwar in Form von Kurs-Plattform-Nutzern. Die einzelnen Kurs-Vorträge lassen sich dann wiederum als Downloads anbieten.

Stellen Sie Ihre PDF-Blogbeiträge als E-Book zusammen

Sämtliche, thematisch verwandte Blogbeiträge können Sie ebenfalls zusammenfassen und Ihren Kunden beispielsweise als E-Book zur Verfügung stellen.

Erweitern Sie Ihre einzelnen Podcasts zu einem Hörbuch

Auch aus Ihren Podcasts können Sie neuen Content kreieren, indem Sie daraus ein Hörbuch generieren. Schicken Sie dieses beispielsweise zusammen mit Ihrem E-Book an die User oder bieten Sie dieses als kostenlosen Zusatz zu einem Ihrer Kurse an. Mit einem Tool wie beispielsweise iMovie können Sie ganz simpel all Ihre gewonnenen Dokumente zusammenstellen.

Fazit: Gutes Video-Marketing mit kleinem Budget möglich

Anns Artikel verdeutlicht: Gutes Video-Marketing erfordert keine großen Investitionen und kann zudem in-house durchgeführt werden. Daher sind ihre Tipps gerade für kleine und mittelständische Unternehmen geeignet, um das Potenzial von Bewegbild für Ihre eigene Branche einzusetzen.

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