Wie Sie es schaffen, sich als kompetenter und beliebter Interviewpartner zu etablieren

In 7 Schritten zum begehrten Podcast-Stargast

Stargast

Podcasts sind als Format zwar noch nicht so stark verbreitet, wie das beispielsweise bei Video der Fall ist. Doch sie besitzen ebenfalls ein sehr hohes Potenzial, mehr Reichweite, mehr Glaubwürdigkeit und so auch mehr Vertrauen in der eigenen Zielgruppe aufzubauen.

Wenn Sie also dieses Content-Variante für sich optimal nutzen wollen, dann haben Sie zwei Möglichkeiten: Sie bieten selbst Podcasts an  – oder Sie werden zum Interviewpartner bei Podcasts in Ihrer Nische.

Für die zweite Option liefert uns freundlicherweise Tyler Basu eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie sich zum gefragten Gast bei diversen wichtigen Podcasts etablieren:

Schritt 1: Analysieren Sie die renommierten Podcaster Ihrer Nische

Zu allererst benötigen Sie einen Überblick, wer in Ihrer Branche Podcasts anbietet und wie hoch deren Relevanz ist. Ein geeigneter Startpunkt ist laut Tyler der ITunes Store, da Sie hier ein sehr breites Angebot finden. Daneben ist selbstverständlich Google eine verlässliche Anlaufstellte, um den Markt zu evaluieren.

Schritt 2: Wählen Sie den passenden Podcaster

Durch Ihre Recherche aus Punkt entsteht eine Liste mit potenziellen, für Sie interessanten Kontakten. Bevor Sie diese jedoch ansprechen, sollten Sie jeden einzelnen Podcaster genau überprüfen. Denn nur wenn Sie folgende drei Fragen mit „Ja“ beantworten können, ist es laut Tyler sinnvoll, dort anzufragen:

  • Ist der Podcaster sehr aktiv? In welchem Rhythmus erscheinen die einzelnen Episoden?
  • Bedient der Podcast Themen, die für Ihre Zielgruppe relevant sind?
  • Sind Interviewpartner überhaupt Bestandteil Ihres gewählten Podcasts?

Schritt 3: Überzeugen Sie den Gastgeber

Sobald Sie bestimmt haben, bei wem Sie gerne in der Session auftreten wollen, müssen Sie Kontakt aufnehmen. Häufig läuft die Kommunikation über Email, doch Tyler rät, sich vorher über Social Media zu vernetzen. Hier können Sie sich bereits als potenzieller Gast im Podcast „bewerben“ und dann die weiteren Gespräche über Email führen.

Ein absolutes „No-Go“ ist laut Tyler, die gleiche Email an verschiedene Podcaster zu versenden und stattdessen individuell zu gestalten. Einige grundlegende Elemente der Nachricht, die sie immer beinhalten sollte, sind:

  • Vollständiger Name, Position, Unternehmen inklusive der Links, z.B. zu Ihrer Website
  • Hinweise und Links zu Interviews, die Sie bereits gegeben haben
  • Eine Liste mit Themen, für die Sie eine hohe Expertise besitzen
  • Weitere Links zu Social Media-Accounts oder bestimmten, renommierten Projekten, Blogs, etc.

Schritt 4: Terminieren Sie das Interview

Sie haben überzeugt und der Podcaster lädt Sie zu einer Episode ein. Ein banaler, aber sehr wichtiger Schritt ist nun, diesen Termin gleich in Ihren Kalender einzutragen.

Schritt 5: Bereiten Sie sich auf Ihr Auftritt vor

Neben der inhaltlichen Vorbereitung, spielen insbesondere technische Aspekte eine tragende Rolle, damit Ihr Interview perfekt wird. Dazu gehört, ein externes und keinesfalls das eingebaute Mikrophon Ihres Laptops oder gar das Smartphone zu verwenden. Zudem sollten Sie sämtliche potenzielle Störfaktoren, wie Telefon oder Handy, beseitigen. Das gleiche gilt ebenso für Meldungen, die Ihre Aufmerksamkeit und Konzentration beeinflussen.

Zudem sollten Sie einige Minuten vor dem eigentlichen Termin anwesend sein, damit der Podcaster noch etwaige Check-Ups durchführen kann.

Schritt 6: Geben Sie ein perfektes Interview

Der erste Eindruck ist immer der wichtigste. Deshalb sollten Sie gerade bei Ihrer „Feuertaufe“ darauf achten, wirklich nur Inhalte, also Antworten zu liefern, die einen Mehrwert für die Zuhörer haben. So sollten Sie in Ihre Ausführungen möglichst viele Praxisbeispiele einbinden. Ihr größte Fehler wäre es nämlich, eine „Verkaufsveranstaltung“ abzuhalten. Zudem liegt die Leitung des Interviews klar beim Gastgeber, der gleichzeitig auch die Zeit vorgibt. Und an diese sollten Sie sich auf jeden Fall halten.

Schritt 7: Beenden Sie Ihren Aufritt mit einem klaren Call-To-Action

Auch wenn Podcasts eher unter „werbefreie Zone“ laufen, so können Sie am Ende Ihres Interviews durchaus auf sich und Ihren Blog hinweisen. Oder Sie machen ein besonderes Angebot an die Hörer (das Sie eventuell vorher mit dem Gastgeber absprechen sollten). So erreichen Sie, dass Sie durch Ihre Präsenz neue Website-Besucher und sogar Leads generieren.

Zum Schluss gibt Tyler noch den Tipp, auf jeden Fall mit jedem Podcaster in Verbindung zu bleiben. Schließlich ist ein kompetentes Netzwerk gerade im
Content Marketing ein sehr wichtiges Instrument, um Erfolg zu haben (Stichwort Earned Media).

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