CEO Gerrit Klein erklärt, wie Sie die Produktion Ihrer Inhalte effektiver und effizienter gestalten können

Intelligenter Content – Bringen Sie Struktur in den Prozess der Content-Erstellung

Intelligent-Content

In jedem Artikel, Video oder auch Grafik steckt in der Regel viel Arbeit, „Herzblut“ und Zeit seitens des Content-Produzentens. Gerade der letzte Faktor – also Zeit – ist in jedem Fall stets knapp bemessen. Denn um Reichweite, also ↘Traffic zu generieren ist die Distribution elementar, die jedoch ebenfalls Zeit kostet. Denn für eine maximale Abdeckung der Zielgruppe ist es notwendig, neben dem eigenen Blog auch alle anderen relevanten Kanäle zu bespielen.

Dafür wiederum ist es sinnvoll, statt ein Thema nur mit einem Content-Format abzudecken, mehrere Varianten dazu zu produzieren. Denn diese verschiedenen Content-Formen können Sie dann spezifisch auf zahlreichen (Social Media) Plattformen distribuieren. Allerdings setzt dieser Ansatz voraus, dass Sie bereits bei der Planung und Erstellung von Inhalten festlegen, mit welchen Formaten Sie ein Thema auf welchen Kanälen bedienen.

Wie ein solches Vorgehen aussehen kann und welche Vorteile es bringt, die eigene Content-Produktion zu systematisieren, erklärt CEO Gerrit Klein vom Ebner Verlag mit seinem sehr lohnenswerten Gastartikel „Intelligent Content – Bringen Sie Struktur in den Prozess der Content-Erstellung“.

Intelligenter Content – Bringen Sie Struktur in den Prozess der Content-Erstellung

von Gerrit Klein

Die Erstellung von Content ist heute ein viel komplizierterer Prozess als noch vor 15 Jahren. Das gilt für jede Art von Content – egal ob Artikel, Listen, Bildergalerien oder Videos.

Früher hat man nur für seinen jeweiligen Distributions-Kanal Content erstellt. Ohne weitere Überlegungen. Heute aber gibt es eine Fülle an Berührungspunkten, wie Sie Ihr Publikum erreichen können. Eine weitreichende Verbreitung Ihres Contents ist daher unbedingt notwendig. Ganz gleich, ob es sich bei Ihrem Kanal um ein Printmagazin, eine Werbebroschüre oder Ihre eigene Website handelt – Sie müssen Ihren Content auch über alle Social-Media-Kanäle verbreiten, die für Ihre Zielgruppe relevant sind.

Verglichen mit diesem Szenario war die Content-Erstellung vor einigen Jahren eine Leichtigkeit – das Hauptziel bestand darin, den eigenen Kanal zu bedienen. Man schrieb Artikel für eine Zeitschrift, und darüber wurden sie verbreitet. Und wenn die Zeitschrift veröffentlicht war, war die Arbeit erledigt.

Die heutige Medienlandschaft ist deutlich komplexer. Denn um Content über alle erreichbaren Kanäle zu verbreiten, muss man schon ab der allerersten Minute oder Idee den Content strukturieren.

Atomized Content
Binden Sie Content-Atomisierung in Ihren Prozess der Content-Erstellung ein, um den Ertrag Ihres Content zu erhöhen (hilfreich ist dabei übrigens die Nutzung entsprechender Software, wie z.B. Enterprise und Elvis DAM)

Content besteht aus MIUs

Sie sollten sich im Klaren darüber sein, dass Content aus einzelnen kleinstmöglichen Informationseinheiten, sogenannten Minimum Information Units (MIUs), besteht. Diese sind sozusagen die Atome, aus denen Ihr Content zusammengesetzt ist. Das könnten verschiedene Gedankengänge oder Themen sein, die in einem Text oder Video verwoben sind. Es könnten auch unterschiedliche Informationsbausteine sein, wie z.B. Grafiken oder Listen. Auch ein Interview, das innerhalb eines größeren Content-Abschnitts platziert ist, könnte für sich eine Minimum Information Unit darstellen.

Wenn Sie mal an die gute alte Zeit des Zeitschriften-Publishings zurückdenken, werden Sie da ein ganz klares Bild im Kopf haben: Ein langer Artikel bestand normalerweise aus einem Text, Bildern, Grafiken, vielleicht auch aus Listen, die ein paar Rankings zeigten, dann noch ein, zwei Interviews und so weiter. All diese einzelnen Teile waren Minimum Information Units, aber davon hat in der Regel kein Journalist besonders Notiz genommen.

Diese MIUs können separat verwendet werden. Eine Grafik kann in einem Zeitschriftenartikel stehen, aber sie kann auch einzeln über Facebook, über einen Blog oder über Instagram verbreitet werden. Und das ist, verglichen mit früher, ein großer Unterschied.


Mehr zum Thema Content-Workflow erfahren Sie von Gerrit Klein und Dr. Simon Geisler in ihrem Vortrag „Mit Atomized Content im Redaktionsworkflow zu mehr Sichtbarkeit und Reichweite“ auf der Content Marketing Conference & Exposition (CMCX) in München:

07.03.2017 | Statler Stage | 13:15 bis 13:45 Uhr

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Die Struktur macht’s

Vor Jahren konnte man Content erstellen und ihn noch als ein Ganzes verbreiten. Wenn Sie heute immernoch an dieser Vorgehensweise festhalten, verpassen Sie eine Menge Chancen, so viele Leute Ihrer Zielgruppe wie möglich damit zu erreichen. Vom ersten Moment der Content-Erstellung an müssen Sie  den Prozess strukturieren. Schon ab der ersten Minute müssen Sie sich über das Ziel Ihres Contents klar sein, über die Personas, die Sie ansprechen wollen und darüber, welche Keywords Sie in den Mittelpunkt Ihrer Überlegungen stellen wollen.

  • Ein Content-Ziel könnte das Erreichen einer möglichst großen Reichweite sein, um den Leser zum Käufer zu konvertieren oder um den User dazu zu bringen, dass er geeignete Links nutzt, um sich ausführlicher mit dem Content, den Sie anbieten, zu beschäftigen.
  • Personas vermitteln Ihnen eine klare Vorstellung eines Teilsegments Ihrer Zielgruppe, die Sie mit diesem für sie vorgesehenen Content erreichen wollen. Versuchen Sie nicht, für zu viele Personas gleichzeitig zu schreiben – mit diesem Ansatz wird es nichts. Konzentrieren Sie sich lieber auf eine Persona, und erstellen Sie dann den Content, der für genau diesen Teil der Zielgruppe am besten passt.
  • Keywords sind unheimlich wichtig, um bei Suchmaschinen die notwendige
    Visibility zu erreichen. Wenn Sie sich über die ↘Keywords, auf die Sie abzielen, nicht im Klaren sind, werden Sie wahrscheinlich für Suchmaschinen unsichtbar. Das hat nichts mit Keyword Stuffing zu tun  – sondern dabei handelt es sich um eine geistige Übung, die Ihnen dabei hilft, präziser zu denken.

Nachdem Sie diese drei unheimlich wichtigen Parameter für sich definiert haben, sollten Sie einen ersten Entwurf erstellen, welche MIUs Ihr Content enthalten soll. Welche unterschiedlichen Ideen könnten gesondert als eigenständige Beiträge veröffentlicht werden? Welche Elemente können separat genutzt werden? Bilder? Grafiken? Listen? Ein Interview?

Wenn Sie diese Schritte nicht absolviert haben, bevor Sie mit der Erstellung anfangen, können Sie sich sicher sein, dass Sie schlechten Content erstellen.
Wenn Sie es allerdings richtig machen, ist Ihr Content vom allerersten Moment an strukturiert – einfach weil es klar ist, was Sie damit erreichen wollen, wen Sie ansprechen wollen und welche Keywords zentral sind. Außerdem wissen Sie, welche verschiedenen MIUs Ihr Content enthalten wird.

Wenn Sie diese Schritte erledigt haben, können Sie interessanten und überzeugenden Content erstellen. Aber vom großen Ganzen mal abgesehen, können Sie auch die einzelnen MIUs breiter verteilen und mit diesen Einzelteilen zurück auf Ihre Gesamtstory verlinken, um Ihre Verbreitungsreichweite zu vergrößern.

Erstellen Sie intelligenten Content

Egal, ob Sie Content für eine Zeitschrift, für einen Blog, oder für einen YouTube-Channel erstellen, oder ob Sie Journalist bei einer Verlagsfirma oder Content-Marketer in welcher Branche auch immer sind – wenn Sie Content erstellen, sollten Sie ihn strukturieren und intelligent gestalten.

Intelligenter Content wird erstellt, um den größten denkbaren Effekt zu erzielen und wird nicht in einem einzelnen Container weggeschlossen. Die DNA, die Ihrem intelligenten Content innewohnt, muss so weit wie möglich verbreitet werden.

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