Jeff Sass erklärt, warum die Mehrfachverwertung von Inhalten Bestandteil jeder Content-Strategie sein sollte und warum es sich dabei nicht immer um eigenen Content handeln muss

Mehr Zeit sparen durch das “Recycling” von Inhalten

Content recycling

Natürlich kennen Sie die große Bedeutung von Inhalten für eine erfolgreiche
Content Marketing-Strategie. Und es darf sich nicht um “irgendeinen” Content handeln, sondern muss auf die Bedürfnisse der Nutzer einzahlen. Das ist die Grundvoraussetzung, damit Sie deren Interesse und insbesondere deren Vertrauen für sich und Ihre Marke gewinnen.

Um diesen Ansprüchen gerecht zu werden und sich vom Wettbewerb abzuheben, setzen die meisten Unternehmen auf die Erstellung von 100% eigenem und immer neuen Inhalten. Das ist wiederum mit viel Aufwand und auch Geld verbunden. Die vorhandenen Kapazitäten werden häufig stark belastet und im schlimmsten Fall leidet die Qualität darunter. Dabei ist es überhaupt nicht notwendig tagtäglich neuen Content zu produzieren. Warum, weiß Jeffrey Sass, Gastautor auf convinceandconvert.com.

Warum sich “Recycling” von Inhalten lohnt

Jeffs Stichwort lautet “Recycling” von Content, also deren Mehrfachverwertung. Darunter fällt sowohl die Wiederwendung von eigenen Inhalten als auch von anderen Quellen. Voraussetzung ist hierbei selbstverständlich immer, dass die ausgewählten Content-Stücke relevant, das heißt von Nutzen für Ihre Zielgruppe sind.

Sie greifen durch dieses Prinzip auf vorhandene Ressourcen zurück und sparen Zeit sowie Geld. In Bezug auf Ihre eigenen Inhalte bedeutet das:

  • Analyse: Welche Beiträge erzeugen regelmäßig Interesse und somit einen stetigen Traffic-Strom? (Stichwort Evergreen-Strategie!)
  • Mehrfachverwertung: Statt Ihre Inhalte eins zu eins erneut zu posten, sollten Sie sie aktualisieren. Sie erhöhen dadurch den Mehrwert für den User.
    • Fügen Sie beispielsweise einen weiteren Absatz, ein Bild, eine Infografik oder ein Video hinzu.
    • “Zerlegen” Sie den Artikel in einzelne, in sich abgeschlossene Informationseinheiten (sogenannte Minimum Information Units), z.B. eine Grafik, ein Bild, Interview, und verbreiten Sie diese separat auf diversen Kanälen.
  • Führen Sie die Aktualisierungen regelmäßig durch, indem Sie sie in Ihren Content-Plan aufnehmen.
  • Distribuieren Sie alle neuen, überarbeiteten Inhalte.

Daneben rät Jeff dazu, ebenso Content von Dritten, insbesondere von Usern, zu nutzen. Wo und wie Sie diesen User-Generated-Content finden, zeigen seien drei Tipps.

3 Tipps für die Wiederverwertung von Fremdinhalten (insbesondere User-Generated-Content)

Tipp 1: Achten Sie auf indirekte Mention

Sobald Ihr Markenname, ein Produkt oder eine Dienstleistung von Ihnen im Netz und besonders in Social Media genannt wird, werden Sie aufmerksam. Und Sie haben die Möglichkeit, direkt darauf zu reagieren und so die Interaktion zu fördern. Aber Jeff weist daraufhin, dass nicht nur solche direkten “Mentions”, also Erwähnungen für ein Unternehmen interessant sind. Denn noch vielversprechender sind indirekte Mentions. Dabei handelt es sich um Posts, die zwar weder Ihre Marke oder den Firmennamen nennen; da er jedoch im Zusammenhang mit Ihrer Nische bzw. Tätigkeitsfeld steht, betrifft es Sie dennoch. Und genau diese indirekten Mentions sind laut Jeff zu identifizieren und darauf entsprechend zu reagieren. So erreichen Sie bisher noch nicht bediente User und erhöhen Ihre Reichweite. Zudem erscheinen Sie in einem passenden kontextuellen Umfeld, wodurch die Wahrscheinlichkeit steigt, das Interesse von mehr neuen Nutzern zu gewinnen.

Tipp 2: Identifizieren Sie User-Generated-Videos zu Ihrer Marke

Weiterer vorhandener Content, den Sie nutzen können, besteht in diversen Videos von Ihren Nutzern. Oft verbreiten begeisterte Kunden eigene, kurze Clips über Ihre “Lieblingsmarke”. Indem Sie diese finden und kommentieren und sogar auf Ihrer eigenen Website einbinden, profitieren Sie in zweierlei Hinsicht: Die Kundenbeziehungen zum betreffenden User wird gestärkt und er fühlt sich”geschmeichelt”. Da der Clip von einem Kunden und nicht von Ihnen stammt, erzeugt es eine höhere Glaubwürdigkeit. Die wiederum wird auf Sie übertragen.

Tipp 3: Kennen Sie die Influencer Ihrer Kunden

Ebenfalls auf den Faktor Glaubwürdigkeit und ebenso auf das Vertrauen zahlt Jeffs letzter Punkt ein. Ähnlich wie bei den beschriebenen Videos gibt es Bewertungen von Nutzer über Ihr Angebot. Gerade unabhängige Empfehlungen von User verdeutlichen, dass Sie eine verlässliche und insbesondere vertrauenswürdige Quelle in Ihrer Nische sind. Deshalb sollten Sie entsprechende Bewertungen suchen und den Content für sich wiederverwerten. Es lohnt sich darüber hinaus, auf diesen Weg Influencer zu finden und sich mit diesen zu vernetzen.

Jeffs Ausführungen machen sichtbar, wie stark das “Recycling” von Inhalten auf das Markenimage einzahlen kann und welche Erleichterungen gleichzeitig für die tägliche Content-Produktion entstehen.

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