Webinare sind ein abwechslungsreiches Content-Format. Wie Sie dafür im Content Marketing am besten vorgehen sollten, zeigt John Hughes

Mit 4 Fragen zum idealen Webinar

Gerade um Nutzer stärker zu binden und vielleicht sogar zur ersten kostenpflichtigen Transaktion zu animieren, sind Webinare geeignet. Denn dieses Format bietet Ihnen die Möglichkeit, Ihre Expertise in Ihrer Nische zu präsentieren und Fragen Ihrer Nutzer direkt zu beantworten. Es ensteht also ein hohes Mehrwert für die Zielgruppe.

Allerdings verursacht die Planung und Durchführung eines Webinars ebenso Aufwand und Kosten. Es muss sich daher lohnen, damit die Erlösseite letztlich die Kostenseite übersteigt. Ansonsten ist es Geld- und Ressourcenverschwendung.

Webinare sind folglich nicht für jede Situation geeignet. Denn es sollte bereits eine gewisse Bindung zum Nutzer bestehen, wodurch es leichter ist, diesen für die Anmeldung an einem Webinar zu überzeugen, sprich: Der User sollte also innerhalb der Customer Journey bereits weiter als die erste Stufe fortgeschritten sein.

Daraus folgt die Frage: Ab wann lohnt es sich, dieses Format anzubieten?

Dankenswerterweise kennt John Hughes auf elegantthemes.com darauf eine Antwort. Er führt insgesamt 4 Aspekte auf, die Sie im Vorfeld prüfen sollten, bevor Sie sich für die Umsetzung eines Webinars entscheiden:

Frage 1: Verfügen Sie über ein großes, potenzielles Publikum für Webinare?

Wie bereits erwähnt, müssen Sie zunächst evaluieren, wie viele potenziellen Teilnehmer Sie mit dem Content-Format ansprechen können. Wie viele User auf Ihrer Website würden also sehr wahrscheinlich an einem Webinar teilnehmen? Die Anzahl ist selbstverständlich davon abhängig, was Sie als Gegenleistung verlangen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder es ist kostenpflichtig oder die Nutzer bezahlen mit ihren Adressdaten.

Dieser erster Punkt ist elementar für Ihre Kalkulation. Schließlich beeinflusst die Menge der potenzielle Teilnehmer die Höhe des geplanten Outcomes.

Als mögliche Grenze nennt John 150 User. So viele sollte mindestens Interesse an dem Format haben. Zudem gibt er den Hinweis, dass seiner Erfahrung nach lediglich 40 Prozent der angemeldeten Nutzern letztlich der Veranstaltung beiwohnen.

Wenn Ihre Analyse ergibt, keine nötige “Masse” für ein Webinar generieren zu können, sollten Sie also laut John Ihren Fokus auf die Erweiterung Ihrer Zielgruppe legen.

Frage 2: Haben Sie geeignete Speaker?

Als zweites müssen Sie klären, welche Speaker Sie für Ihr Webinar benötigen. Auch hier stehen zwei Optionen zur Verfügung: Entweder greifen Sie auf in-house Ressourcen zurück. Oder Sie engagieren externe Referenten. Im letztgenannten Fall können Sie von der Reputation des externen Autors für Ihre eigene Marke profitieren. Insbesondere dann, wenn es sich um einen Influencer der Branche handelt (Stichwort Influencer Marketing).

Interne Speaker haben natürlich den Vorteil, dass Sie so Ihre eigene Kompetenz präsentieren können und zudem entstehen weniger oder gar keine Kosten.

In beiden Fällen ist es wichtig, im Vorfeld entsprechende Kooperationen zu knüpfen. Sie müssen wissen, wen Sie für welches Thema als Referent gewinnen können.

Frage 3: Ist der Webinar-Content nutzwertig genug?

Ob Ihr Webinar erfolgreich ist, entscheidet, wie immer im Content Marketing allgemein, der Mehrwert des Inhalts. Zum einen bedeutet das, Sie sollten Ihren Content daraufhin prüfen, ob er sich für dieses Format eignet. Zum anderen müssen Sie sicherstellen, dass er den Teilnehmern einen echten Nutzwert bietet. Schließlich investieren diese ihre Zeit und erwarten im Gegenzug qualitativ hochwertige und hilfreiche Inhalte.

Deshalb: Achten Sie darauf, dass Ihr Content die Ansprüche Ihrer Zielgruppe erfüllt. Zudem sollte es sich um Themen und Ausführungen handeln, die ein Webinar rechtfertigen.

Empfehlung: Motivatoren, Pain Points und das Nutzerverhalten Ihrer Zielgruppe analysieren Sie am besten mit dem Konzept der Buyer Personas. Wie das funktioniert, lesen Sie jetzt hier!

Frage 4: Besitzen Sie das notwendige Budget und die Ressourcen?

Zuletzt weist John noch auf einen wesentlichen Punkt hin: Nämlich die Frage nach Kosten und Aufwand. Schließlich kostet die Erstellung und Durchführung eines Webinars sowohl Zeit als auch Geld. Eventuell können beispielsweise Investitionen für die technische Ausrüstung entstehen. Diese und weitere Punkte sollten Sie von Beginn an in Ihrer Kalkulation berücksichtigen, um ein gutes Webinar anbieten zu können.

Fazit: Erst die Planung, dann das Webinar

Alle 4 Fragen machen deutlich, dass das Format “Webinar” ein gutes und effektives Mittel für die Kundenkommunikation und -bindung ist. Allerdings erfordert es gleichzeitig eine Reihe an Investitionen, sodass eine detaillierte Planung unabdingbar ist. Und dabei stehen zwei Punkte im Mittelpunkt: Sie brauchen eine potenzielle Zielgruppe und müssen ein geeignetes Thema vorweisen.