Für Sie kuratiert und übersetzt: Neil Patel erklärt, wie Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Leser länger aufrecht erhalten

So bringen Sie Website-Besucher dazu, Ihren kompletten Artikel zu lesen

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Das Communicate And Sell-Team ist immer auf der Suche nach den besten
↘ Content MarketingInhalten. Wir wissen, dass wir nicht die Einzigen sind, die gute Geschichten zu erzählen haben. Deshalb durchsuchen wir Blogs, Websites und soziale Netzwerke nach den hilfreichsten Posts und Artikeln, um diese zu kuratieren und der deutschsprachigen Content Marketing-Community zugänglich zu machen. Als zusätzlichen Service und um den Zugang zu den meist englischsprachigen Texten zu erleichtern, übersetzen wir sie. So bekommen Sie auf CommunicateAndSell.de nicht nur die besten Artikel aus aller Welt, sondern können diese auch noch bequem auf deutsch lesen.

In dem folgenden Artikel mit dem Originaltitel ↘”How to Make Visitors Read Your Entire Article” zeigt einer der absoluten Content Marketing-Experten, ↘Neil Patel, wie Sie die Aufmerksamkeit Ihrer Leser länger als bis zum ersten Absatz Ihres Artikels halten können. Profitieren Sie von diesem gewohnt gehaltvollen Beitrag für Ihre  Content Marketing-Strategie.

 

So bringen Sie Website-Besucher dazu, Ihren kompletten Artikel zu lesen

Nachdem Sie eine Ewigkeit damit verbracht haben, einen Blogbeitrag zu verfassen, wünschen Sie sich logischerweise auch, dass die Menschen ihn vollständig lesen. Die ernüchternde Wahrheit aber lässt den Wunsch wie eine Seifenblase zerplatzen, denn wahrscheinlich wird der verfasste Beitrag nicht zu Ende gelesen.

Gibt es eine Methode, die dafür sorgt, dass der Leser bis zum Schluss gebannt liest? Lohnt es sich überhaupt zu hoffen, dass Andere sich länger mit dem Artikel beschäftigen und bis nach unten scrollen?

Die schlechte Nachricht

Das Internet ist voller Informationen, die sich gegen Sie verschwören. Grundsätzlich kann man sagen, dass die Menschen keine ganzen Artikel lesen.

Betrachten wir beispielsweise diesen Slate-Artikel von Farhad Manjoo. Offensichtlich haben 16.000 Menschen diesen Beitrag geteilt, aber wie viele haben ihn komplett gelesen?

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Oder nehmen wir diese ironische Überschrift, die The Verge veröffentlichte:

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Wie Adrianne Jeffries zutreffend vorhersagte, wurde der Artikel mehrere tausend Mal geteilt. Aber wie viele Menschen haben ihn wirklich gelesen? Naja, wahrscheinlich nicht allzu viele.

Die Statistiken dieser Beiträge stimmen nicht sonderlich hoffnungsvoll.

Wenn Sie sich mit dem unten dargestellten Graphen etwas genauer auseinandersetzen, stellen Sie fest, dass ein paar Wenige sich tatsächlich den ganzen Artikel angesehen haben. Das könnten vielleicht die eigene Mutter und der beste Freund gewesen sein, die Ihnen zuliebe bis zum Schluss durchgehalten haben.

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Aber was ist mit all den geteilten Inhalten auf Twitter, Google Plus und Buffer? Versprechen Sie sich nicht zu viel davon. Chartbeats Forschungsergebnisse zeigen, dass es nur eine geringe Verbindung zwischen der Aktivität auf Twitter und der Durcharbeitung des Artikels gibt.

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The Verges Beitrag enthielt eine ähnlich deprimierende wissenschaftliche Analyse bezüglich der Frage, wie oft ein Artikel gelesen bzw. geteilt wird.

Bild 6Quelle: Statistische Analyse auf Upworthy

 

Jakob Nielsen, der Altmeister der Internetforschung, stellte 2008 die Behauptung auf, dass die meisten Internetnutzer etwa 20% der Wörter auf einer Seite lesen. In der heutigen Welt des Content Marketings mit Artikeln à 1500 Wörter (wie dieser hier), bin ich gespannt, ob die Menschen so weit kommen.

According to @NNgroup, most users read about 20% of the words on a page via @neilpatel #contentmarketing CLICK TO TWEET

Entschuldigen Sie die Enttäuschung. Wenn Sie die Fakten betrachten, haben Sie wahrscheinlich das Gefühl, dass all die Zeit und das Geld, das in die Herstellung des Bloginhalts investiert wurde, eine reine Verschwendung war.

Hier die Fakten:

  • Menschen teilen Artikel, die sie nicht lesen. Diese Heuchler!
  • Menschen lesen die Überschrift und das war’s. Die geben viel zu früh auf!
  • Menschen lesen die Überschrift, eilen ans Ende und widmen sich dem Schluss. Diese Schummler!

Was ist das Problem mit den Menschen?

Fachleute haben versucht zu erklären, wieso die Menschen nicht den ganzen Inhalt lesen. Hier sind ihre Vermutungen:

  • „Die Leser bleiben nicht fokussiert.“ (Slate, mit Chartbeats Angaben)
  • „Wir leben im Zeitalter des Überfliegens“ (Slate)
  • „Ich bin zu beschäftigt. Sie sind zu beschäftigt.“ (Slate)

Die gute Nachricht

Als Autor habe ich Ihnen jedoch geschickt ein paar wichtige Informationen bis zu diesem kritischen Punkt vorenthalten.

Aus statistischer Sicht ist dies der Punkt des Artikels, an dem ich alle meine distanzierten Leser verloren habe und nur noch zu einer Gruppe von begeisterten Lernwilligen spreche.

(Hallo Leute, danke fürs Dranbleiben!)

Obwohl Ihre Artikel häufig von Heuchlern, Menschen ohne Durchhaltevermögen und Schummlern genutzt und geteilt werden, gibt es ein paar ausgewählte Leute, die den ganzen Inhalt lesen.

Genau diese Ausnahmen sind Ihre engagierten Nutzer. Sie sind die einzigen, die wirklich zählen.
Befassen wir uns mit einigen Angaben, die Slate geteilt hat:

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Diese Heatmap misst den Leserkreis der Slate Artikel und dessen Statistiken sind wirklich gut. Ihr eigener Messstand kann variieren.

Der rot eingefärbte Bereich repräsentiert die Menschen, die Sie wirklich lieben – die Menschen, die sich intensiv mit Ihrem Artikel beschäftigen. Zu diesen sprechen Sie.

Interessierte Nutzer werden Ihre Texte lesen. Vom Anfang bis zum Ende. Auch wenn (um Jay Baer zu zitieren), „Ihr Blogbeitrag verdammt lang ist.“

Interested people will read your entire article. Even if “your blog post is too damn long” via @neilpatel CLICK TO TWEET

Das wiederum führt zu der Frage – Wie gewinnen Sie das Interesse der Leser? Wie bringen Sie die Nutzer dazu, den ganzen Inhalt zu lesen?

Das Geheimnis gebannter Leser

Hier eine Methode, die Ihnen helfen wird, die Tatsachen des Lebens zu verstehen (nicht jeder wird den Artikel lesen) und eine Strategie für die Zukunft zu entwickeln (wie Sie eine Verbindung zu den wirklich Interessierten herstellen).

1. Schritt: Machen Sie sich keine Sorgen, wenn nicht alle Ihre Leser alles lesen. Manche werden es bestimmt, manche nicht. Ihr Ziel ist es nicht, alle Leser anzuziehen, sondern Ihre wahren Leser zufriedenzustellen.

2. Schritt: Sie sollten genau wissen, wen Sie mit Ihrem Inhalt erreichen möchten. Jede erfolgreiche Content Marketing Initiative beruht auf der Formulierung einer erfolgreichen Customer Journey und einem Image. Sie können Ihr Publikum nicht erreichen, geschweige denn die Ich-lese-den-Ganzen-Artikel-Fraktion, außer Sie wissen, wer das ist.

3.Schritt: Schaffen Sie Inhalte, welche den tiefsten Bedürfnissen ihrer potentiellen Kunden entgegenkommen. Jedes Content-Stück sollte so gestaltet sein, dass es einige ernsthafte Probleme löst, mit denen sich ihr Publikum beschäftigt. Menschen würden alles tun, um Schmerzen zu entkommen oder erfolgreich zu sein. Wenn Ihr Inhalt in diesen Punkten die richtigen Versprechen liefert und umsetzt, haben Sie gewonnen.

Hier das wirklich Wichtige

Sollten Sie den hohen Prozentsatz an überfliegenden, teilenden und springenden Lesern ihres Artikels vergessen? Sollten Sie sie komplett vernachlässigen und Ihren Fokus nur auf die kleine Elitegruppe an Marathonlesern setzen?

Nein, natürlich nicht.

Ihr Inhalt kann immer noch effektiv sein, auch wenn die Skimmer, Sharer und Bouncer nicht so gefesselt sind von Ihrem Artikel.

Content benötigt nicht immer eine anhaltende Verbindlichkeit, um effektiv zu sein.

Wie können Sie diejenigen Nutzer beeinflussen, die einen Artikel nicht vollständig lesen?

Beständigkeit – Bringen Sie Ihre Leser dazu mehr zu wollen.

Jedes Content-Stück sollte eine gewisse Anziehungskraft ausstrahlen. Sie werden Leser nicht für lange Dauer fesseln können, aber Sie sollten versuchen sie in Ihren Konversionstrichter zu ziehen.

Ein Weg, so zu handeln, ist die Nutzer dazu zu bringen, ihre Email-Adresse preiszugeben.

Die erfolgreichsten Inbound Marketing Channels sind diejenigen, die ihre Nutzer via E-Mail zum Abonnement einladen. Noah Kagan’s blog, OKDork, wurde überlastet vom massiven Datenverkehr, welcher durch mehrere tausend interessierte Nutzer verursacht wurde, die seinen Blog via E-Mail abonnieren wollten.

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Buffers Internetauftritt wuchs stark, als man dort begann, mit dem Inhalt tausende E-Mail Adressen zu sammeln.

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Style – Wie Sie es gestalten ist die Message.

Jede Content Plattform und jeder Channel hat einen individuellen Stil und Ansatz. Gelingt es Ihnen, Ihr Produkt schon in den Anfängen des Artikels möglichst treffend zu präsentieren, also dessen Sinn und Zweck an den Leser zu vermitteln, dann kommunizieren Sie mit Ihren Nutzern, auch wenn diese nicht den ganzen Artikel gelesen haben.

Nehmen Sie meinen Blog als Beispiel. Mein Ziel ist es Content zu erzeugen, der folgende Charakteristika aufweist:

  • Langlebig
  • Bilderreich
  • Äußerst taktisch

Solange ich Content mit diesen Eigenschaften produziere, weiß ich, dass mein Content Marketing effektiv ist.

Sowohl gelegentliche Nutzer als auch regelmäßige Leser (da gibt es einen Unterschied) wissen, was sie von Ihrem Content aufgrund des individuellen Stils erwarten können. Das ist meiner Meinung nach ein Gewinn. Ich habe eine Marken-Message eingeführt, selbst wenn mein Publikum nicht jeden Blogbeitrag, jeden Paragraphen, jedes Wort gelesen hat.

Der Kern des Content Marketings sind nicht die einzelnen Wörter eines gegebenen Blogbeitrags, sondern die erfolgreiche Kommunikation mit den potentiellen Kunden und diese Kunden anzulocken.

Der Grundgedanke – Die Quintessenz ist wichtiger als all die Kleinigkeiten.

Es wäre ein Traum, würde sich jeder Leser an die Details meines Blogbeitrages erinnern – alle Forschungen, alle Fakten, alle Stories und alle Bilder, die ich aufgeführt habe.
Das wird offensichtlich nicht passieren. Eine weit verbreitete Statistik besagt, dass ein Mensch sich nur an 10 Prozent dessen, was er gelesen hat, erinnert.

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Die Behauptung täuscht und Forschungen haben diese auch noch nicht bestätigt, aber der Standpunkt ist klar: Wir behalten nicht alles Gelesene im Gedächtnis.

Aber was ist mit dem Grundgedanken? Jeder Blogbeitrag sollte eine zentrale, fesselnde Aussage besitzen. Schaffen Sie es, dass sich Ihre Leser daran erinnern?

Betrachten Sie die Ergebnisse einer Schätzung der üblichen Leserdauer eines Artikels:Bild 11Es befinden sich sehr viele Menschen in dem Quadranten, der eine geringe Lesedauer angibt, oder?

Viele meiner Artikel auf Neil Patel und Quicksprout umfassen etwa 3000 Wörter. Ein durchschnittlicher Leser könnte solch einen Beitrag in weniger als 20 Minuten durcharbeiten.

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Aber 20 Minuten sind eine lange Zeit.

Ein Hoch auf den langlebigen Inhalt. Er ist überzeugender, verbreitet sich besser, wird besser eingestuft und ist besser.

Einige Ihrer Leser werden wahrscheinlich nicht jedes einzelne Wort lesen, aber solange sie den Grundgedanken erfassen, ist das in Ordnung.

Wie vermitteln Sie den Grundgedanken am besten? Hier ein paar Ideen:

  • Verfassen Sie eine eindrucksvolle Überschrift. Sie wird öfter gelesen als jeder andere Teil Ihres Artikels.
  • Fassen Sie Ihren Grundgedanken bereits zu Beginn Ihres Beitrags zusammen. Viele Menschen überfliegen zunächst den Anfang des Artikels und verlieren dann das Interesse.
  • Vermitteln Sie die Quintessenz mit Bildern.  Die Menschen schenken Bildern immer ihre Aufmerksamkeit.
  • Wiederholen Sie Ihre Kernaussagen in diversen Auflistungen. Sie sind sehr vorteilhaft, wenn der Leser sich einen schnellen Überblick verschaffen möchte.
  • Betonen Sie die Grundidee in jeder Ihrer Überschriften. Da diese normalerweise in einer größeren Schriftart verfasst werden, sind sie leichter zu lesen, wenn ein Nutzer den Artikel nur kurz überfliegt. Überschriften werden eher gelesen und im Gedächtnis behalten.
  • Formulieren Sie Ihren Leitgedanken abschließend nochmal. Wenn ein Leser nicht den ganzen Beitrag durcharbeitet, wird er dennoch mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ans Ende scrollen, damit er Ihr Fazit nachvollziehen kann. Verwenden Sie diesen Abschnitt, um Ihren Standpunkt noch einmal zu festigen.

Der ganze Artikel sollte eine einzige Hauptmessage besitzen und diese sollten Sie wieder und wieder aufgreifen.

Fazit

Der abschließende Grundgedanke dieses Textes handelt davon, dass Sie Ihre Leser nicht dazu bringen müssen, Ihren kompletten Artikel zu lesen.

Sie können und sollten sich um eine Verbindung zwischen sich und dem Leser bemühen. Dabei ist es nicht unbedingt notwendig, dass Sie sich zwanghaft auf eine große Leserschaft konzentrieren. Stattdessen sollten Sie Ihren Nutzern ein beeindruckendes Leseerlebnis bieten, Ihren Standpunkt klar und deutlich vermitteln und sich darum bemühen, dass Ihre wenigen treuen Leser – ganz egal wie wenige – jedes einzelne Wort bis zum Schluss genießen.

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