Jodi Harris gibt 5 hilfreiche Tipps, wie Sie Ihren Blog als effektives Content Marketing-Instrument nutzen

So funktioniert richtiges Bloggen

Über 80 Prozent der B2B-Marketer haben einen Blog in ihre Content Marketing-Strategie integriert. Dies ist wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass mit einem Blog drei essentielle Marketing-Ziele (Interaktion, Lead Generierung, Abonnenten) erreicht werden können. Und auch sonst bringt das Bloggen viele Vorteile mit sich: Der Kreativität sind wenige Grenzen gesetzt, die Erstellung erfordert nicht viel technisches Know-How und Equipment und man hat die Möglichkeit für seine Marke eine Zielgruppe aufzubauen.

Die vielen Vorteile verlocken dazu, einen eigenen Blog aufzubauen. Nicht selten wird dabei voreilig gehandelt und der erste Blogbeitrag ist online, noch bevor die Ziele für den Blog festgelegt wurden. Das Ergebnis ist dann oft ernüchternd: Denn der Erfolg bleibt aus.

Jodi Harris hat auf contentmarketinginstitute.com einige Tipps und Beispiele gelistet, die Ihnen helfen können, ein “Blog-Dilemma” zu vermeiden oder Ihren Erfolg auszubauen:

Problem 1: Keine regelmäßigen Beiträge

Jodi Harris vergleicht Blogbeiträge mit sehnlich erwarteten Geschenken. Die Leser wollen regelmäßig neue Inhalte geliefert bekommen. Können Sie ihnen das nicht bieten, ignorieren sie Ihrem Blog schneller als sie neue Leser gewinnen können.

Häufige Gründe für fehlende Konsistenz sind laut Jodi:

  • Mangelnde redaktionelle Infrastruktur: fehlende Redaktionspläne, ein schlecht ausgearbeiteter Workflow
  • Mangelnde Ressourcen: zu wenig Redakteure, fehlende Ideen

Jodis Lösungsvorschläge:

Mit einem Redaktionskalender können Sie Ihre redaktionelle Infrastruktur verbessern: Sie behalten den Überblick über Ihre Inhalte und können diese leichter an den Content Marketing-Zielen ausrichten.

Kreative Mängel können Sie reduzieren, indem Sie den Ideenfindungsprozess Ihres Teams überarbeiten. Testen Sie neue Möglichkeiten, wie Sie im Team am effektivsten kreativ arbeiten. Sie sollten sich außerdem nicht davor scheuen, alle Kollegen – vom Vorstand bis hin zu den Kollegen außerhalb der Marketing-Abteilung – in den Prozess der Content-Kreation einzubeziehen.

Problem 2: Fehlendes Alleinstellungsmerkmal

Jeder Blogger sollte seine Inhalte an eine bestimmte Zielgruppe richten. Dieser Zielgruppe sollte er Informationen liefern, die sonst nirgendwo zu finden sind. Denn nur, wenn der Blog sich von der Masse abhebt, hat er Chancen gelesen zu werden.

Für Jodi gibt es klare Zeichen, die darauf hinweisen, dass die Inhalte eines Blogs irrelevant für die Nutzer sind:

  • Es besteht kein einheitliches Verständnis darüber, was Ihre Marke auszeichnet: Was ist Ihr USP? Wofür steht Ihre Marke? Welche Merkmale unterscheiden sie wesentlich von der Konkurrenz?
  • Sie wollen alle Nutzer mit einem Inhalt ansprechen: Jeder Content sollte ein bestimmtes Subsegment Ihrer Kernzielgruppe adressieren. Ansonsten besteht das Risiko, zu viele Interessen bedienen zu wollen, wodurch Sie letztlich keinen User erreichen.

Jodis Lösungsvorschläge:

Entwickeln Sie ein redaktionelles Leitbild. Damit geben Sie der Redaktion einen einheitlichen Rahmen vor, an dem sich alle Kollegen orientieren können.

Identifizieren Sie eine neue Nische oder eine Spezialisierung innerhalb Ihrer Branchen, in der Sie sich mit großer Wahrscheinlichkeit als Top-Content-Anbieter positionieren können.

Testen Sie neue Tonalitäten und Gestaltungsmöglichkeiten. Oft kann auch die Art und Weise, wie Sie Ihren Inhalt präsentieren, der Grund sein, warum Ihr Blog zu wenig Traffic generiert.

Problem 3: Unternehmen stellt eigene Interessen in den Vordergrund

Leser nutzen Blogs, um sich über ihre Interessen zu informieren und bei Fragen Hilfe zu finden. Das heißt: Die Bedürfnisse der Zielgruppe müssen im Mittelpunkt der Content-Maßnahmen stehen. Ihr Blog sollte demnach nicht dazu genutzt werden, lediglich die Vorteile des eigene Unternehmens oder die Marke zu bewerben. Denn bietet den Nutzern keinerlei Mehrwert.

Jodis Lösungsvorschläge:

Treten Sie mit Ihren Nutzern aktiv in Kontakt, indem Sie zu Kommentaren und Meinungen zu bestimmten Themen auffordern. Natürlich sollten Sie stets zeitnah antworten, um so die Kommunikation zu fördern. Ebenso sollten Sie  dazu animieren, Feedback zu geben; damit erhalten Sie wertvolle Informationen, die Ihnen bei der Optimierung Ihrer Inhalte helfen können. Durch die Maßnahmen Ihre Zielgruppe Vertrauen zu Ihrer Marke auf.

Weiterhin sollten Sie Inhalte anbieten, die Ihren Nutzern bei Fragen oder Herausforderungen helfen. Das können beispielsweise Tipps, Vorlagen oder auch Tools sein.

Problem 4: Geringe Reichweite der Inhalte

Sie kennen das Szenarion. Man sitzt stundenlang an der Planung, Umsetzung und Distribution der Inhalte und will eine hohe Reichweite erzielen. Leider ist das Ergebnis nicht zufriedenstellend und der Aufwand war “umsonst”.

Jodi nennt folgende Gründe für eine geringe Beitrags-Reichweite:

  • Ihnen fehlen Evergreen-Inhalte. Neben News- und Trend-Themen brauchen Sie Content, der langfristig relevant für Ihr Publikum ist.
  • Es ist kein klarer Call-To-Action integriert, der zum “Teilen” des Inhalts animiert. Machen Sie es Ihren Usern so einfach wie möglich, Ihren Content zu teilen.
  • Der Erfolg brauche Zeit. Für eine maximale Reichweite müssen Sie auf Ihre Blog-Posts sowohl vor, während und nach dem Erscheinen hinweisen sowie aktualisieren.

Sie schlägt folgende Lösungen vor:

Evergreen-Inhalten lassen sich durch Kuratieren von relevante Themen leicht aktualisieren. Hierfür kann der “alte” Text mit neueren Informationen, Grafiken, Statistiken, etc. aufgewertet werden, die von anderen, verlässlichen Quellen stammen. Wichtig ist die Verlinkung zum Ursprungstext.

Empfehlung: Alles, was Sie rund ums Kuratieren wissen müssen, lesen Sie jetzt hier!

Um Ihren Lesern das Teilen der Inhalte zu erleichtern, sollten Sie “Share”-Buttons, eine Kommentar-Funktion und Call-to-Action-Buttons in Ihren Blog integrieren. Je bequemer dem Leser das Teilen gestaltet wird, desto höher ist deren Aktionslevel.

Mehr ist mehr – zumindest wenn es um die Verbreitung von Content geht. Die eigene Website, Social Media und E-Mail-Marketing sind die Basis, die Teil jeder Content-Strategie sein sollten. Will man jedoch eine noch höhere Reichweite erzielen, können Native Ads oder andere Werbeformen eine zusätzliche Hilfe sein.

Problem 5: Ihr Blog generiert keine Abonnenten

Trotz aller kreativen Freiräume sollte ein Blog letzten Endes, genau wie alle Marketing-Maßnahmen, auf die Unternehmensziele einzahlen. Zum Beispiel, das Kundenvertrauen zu steigern oder mehr Leads zu generieren.

Gründe, warum Ihre einmaligen Website-Besucher laut Jodi nicht die nächste Stufe des Sales-Funnels erreichen, könnten sein:

  • Fehlende Anleitung: Es besteht keine klare Strategie sowie Call-To-Action-Buttons, wie Ihre Nutzer die nächste Phase erreichen.
  • Sie liefern keinen Mehrwert, der User für die Anmeldung zum Newsletter animiert.
  • Viele Leser reagieren nur auf eine individuelle Einladung.

Lösungen:

Geben Sie klare Impulse: Nutzen Sie die Call-to-Action-Funktion, um Ihre Leser zum Registrieren aufzufordern. In Verbindung damit sollten Sie die Vorteile, welche entstehen, aufzeigen. Wichtig dabei: Wechseln Sie bei der Aufforderung zwischen verschiedenen Formaten ab, um die Wahrscheinlichkeit der Leadgenerierung zu erhöhen.

Bieten Sie Anreize: Jeder weiß aus eigener Erfahrung, dass Angebote, wie exklusive Inhalte, Insider-Rabatte oder ähnliches dazu verlocken, eine Transaktion auszufüheen. Demnach werden deutlich mehr Personen bereit sein, ihre persönlichen Daten anzugeben, wenn Sie entsprechende Angebote präsentieren.

Seien Sie flexibel: Der Bedarf und das Interesse an Inhalten unterscheiden sich von Nutzer zu Nutzer (Stichwort Personas!). Daher Jodis Tipp: Bieten Sie verschiedene Möglichkeiten an, wie häufig User Inhalte von Ihnen beziehen (z.B. täglicher versus wöchentlicher Newsletter).

Fazit

So vorteilhaft und simpel ein Blog auf den ersten Blick zu sein scheint, gibt es doch einige Fallstricke. Bechtet man jedoch Jodis Tipps, ist der Blog ein sehr effektives Content Marketing-Instrument.

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