Wie uns Google Analytics und Google Developer PageSpeedInsights wertvolle Hinweise liefern

Site Speed Optimization – Oh, du liebe Ladezeit!

Titelbild WebsiteAls ambitionierter Content Marketer fällt nicht nur die tägliche Content-Produktion in Ihren Aufgabenbereich, sondern Sie müssen sich ebenso mit Google-Keywords, Suchvolumen und Optimierung beschäftigen, mit denen Sie Ihre Website für eine bestimmte Zielgruppe in den Fokus heben wollen. So weit, so gut, so richtig! Aber was passiert, wenn Ihre User gar nicht erst in den Genuss Ihres wohlrecherchierten und optimierten Contents kommen? Denn lange Ladezeiten verschlechtern das UX (User Experience) erheblich, erhöhen die Absprungrate und werden zudem von Google schlechter gerankt, egal, wie spannend da Ihr Inhalt ist.

Bilder, PugIns & Co. als Ladezeit-Killer

Doch auch diese Herausforderung ist lösbar. Es gibt verschiedene Tools, die uns dabei helfen, den Problemen auf die Spur zu kommen. Denn oft sind es kleine Lösungsansätze, mit denen wir die Ladezeit in wenigen Schritten optimieren und so letztlich mehr Besucher auf unserer Webseite halten können. Dem entgegen stehen jedoch oft große Bilddateien, fehlerhafte Implementierung von Plugins, Ads mit riesigen Dateigrößen und weitere Schwierigkeiten, die die Ladezeit unschön verlängern. Aber auch Probleme mit dem Webserver können dahinterstecken.

Wie lang sind lange Ladezeiten einer Webseite?

In der Regel erwarten wir von einer Website, dass sie innerhalb von 2 Sekunden auf den verschiedenen Devices vollständig aufgebaut ist. Unsere Toleranz ist bei mobilen Devices noch weniger ausgeprägt als am Desktop. Dieser Punkt ist besonders brisant, da die Nutzung über mobile Geräte stetig steigt.

User erwarten gerade mobil schnelle Ladezeiten – ansonsten ist das ein K.O.-Kriterium für jede Website!

Wenn wir von einer Ladezeit von über 10 Sekunden sprechen, ist dies definitiv ein schweres Manko! Insbesondere wenn der Wettbewerb im wahrsten Sinne des Wortes schneller ist als wir. Spätestens seit Google die Ladezeit als einen ihrer Ranking-Faktoren bestimmt hat, geht es uns an den Kragen und wir müssen handeln, denn: „Besser rankende Seiten laden schneller. Seitenladezeit ist ein wichtiger Ranking-Faktor und beeinflusst das Userverhalten.“  (Siehe auch: Searchmetrics-Ranking-Faktoren 2015 Whitepaper (dt.), S. 21). Sprich: Indem unser Pagespeed zu schlecht ist, verlieren wir an Sichtbarkeit, damit an Besucher und letztlich kostet uns das Kunden.

Die Helferlein: Google Analytics und Google Developer PageSpeedInsights

Wie überprüfe ich nun die Ladezeit meiner Webseite? Dafür eignet sich zunächst ein Blick in Google Analytics: Einfach dem Pfad „Verhalten“ -> „Websitegeschwindigkeit“ folgen. Hier erhalten Sie zunächst einen Überblick, wie Ihre Website durchschnittlich im ausgewählten Zeitraum performed. Außerdem finden Sie eine Aufschlüsselung aller verwendeter Browser mit den entsprechenden Ladezeiten.

01_Übersicht_Websitegeschwindigkeit_844

Für eine wirksame Optimierung Ihrer Webseite sehen Sie dann unter dem Button Seiten-Timings eine genaue Übersicht, wie einzelne Seiten im Verhältnis zur gesamten Domain stehen.

02_Seitenlade Timings_844

Wirklich interessant und hilfreich wird der nächste Menüpunkt „Empfehlungen zur schnellen Anzeige“ (unter „Seiten-Timings“). Auch hier sind einzelne Seiten aufgelistet, doch gleichzeitig gibt Ihnen Google unter „PageSpeedEmpfehlungen“ eine gewisse Anzahl an Hinweisen, die Sie mit einem einfachen Klick verfolgen können.

Ladezeit 3

Durch das Öffnen der Empfehlungen gelangen Sie automatisch zu einem nächsten Google-Service „PageSpeedInsights“, der zu den Google Developer Tools gehört. Es wird zwischen Mobile und Desktop unterteilt, da sich je nachdem die Möglichkeiten zur Optimierung unterscheiden.

PageSpeedInsights Mobil
PageSpeedInsights Desktop

Das Schöne an diesem Google-Dienst ist, dass Sie gleich eine Handlungsanweisung mitgeliefert bekommen. Unter „Übersicht der Vorschläge“ wird zwischen „Behebung erforderlich“ und „Behebung empfohlen“ unterschieden. Diese Anweisungen, wie zum Beispiel „Bilder optimieren“, können Sie entweder selber vornehmen, oder als Liste an Ihre Webagentur bzw. Ihren Webmaster bequem weiterleiten.


Tipp

Sie können sich optimierte Bilddateien oder auch Java-Script genauso wie CSS-Ressourcen direkt herunterladen.

Am Ende der Seite Ihrer PageSpeed Insight finden Sie den entsprechenden Link:

Optimierte Bilder_Link

Entweder leiten Sie diese erhaltene Daten direkt an Ihren Webdesigner weiter oder verbessern Ihre Seite selbs


 

PageSpeedInsight liefert für jedes Device einen Score zu besseren Einordnung mit. Es kann ein maximaler Score von 100 erreicht werden. Dieser KPI wird zudem in den bekannten Ampel-Farben unterschieden. Grün steht für „gut“, Gelb für „Handlungsempfehlungen“ und Rot für „dringenden Handlungsbedarf“.

Übrigens, das Tool PageSpeedInsight lässt sich natürlich auch direkt ansteuern und eignet sich hervorragend dafür, auch den Wettbewerb zu beobachten: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/. Einfach in das Eingabefeld jede beliebige Website eingeben und auf „analysieren“ klicken.

Ein gute Möglichkeit also, die Ladezeit Ihrer Webseite immer im Blick zu haben und entsprechende Maßnahmen zur Optimierung zu ergreifen. Denn die Visibility und User-Freundlichkeit Ihrer Webseite ist genauso ausschlaggebend für den Erfolg Ihrer Content Marketing-Strategie, wie guter und hilfreicher Content. In diesem Sinne: Ladezeit olé!

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