Für Sie kuratiert und übersetzt: Neil Patel zeigt, wie Sie das Beste aus den Welten SEO und Content Marketing zusammenbringen

Wie Sie SEO und Content Marketing kombinieren und so Ihren Traffic maximieren

 

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In diesem Post mit dem Originaltitel „How to Combine SEO with Content Marketing to Maximize Traffic“ erläutert Neil Patel eine der meist gestellten Fragen von vielen Content Marketern: Was ist wichtiger – SEO oder Content Marketing? Dass beides keine Gegensätze sind, aber auch das eine nicht das andere ersetzt, erklärt Neil gewohnt ausführlich und nachvollziehbar in seinem lesenswerten Artikel, den wir deshalb frisch für Sie übersetzt haben.

Wie Sie SEO und Content Marketing miteinander kombinieren und so Ihren Traffic maximieren

Dieser Post ist ein bisschen anders als meine üblichen Posts … Normalerweise schreibe ich über ein spezifisches Thema, zum Beispiel SEO, Content Marketing oder Social Media Marketing. Aber wenn ich mir die Kommentare und Mails meiner Leser anschaue, stelle ich fest, dass ihr Denken in einigen Punkten ziemlich problematisch ist. Oft läuft es auf solche Fragen heraus wie:

Soll ich mich mehr auf SEO oder auf Content Marketing konzentrieren?

Ich kann durchaus verstehen, woher dieses Denken kommt, aber das ist einfach die falsche Frage. Sie kennen ja die Statistiken:

Diese Zahlen können selbstverständlich zu einiger Verwirrung führen. Wenn sowohl SEO als auch Content Marketing für ein Unternehmen nützlich sein können, welches eignet sich denn dann besser? Die Antwort lautet: Beides.

Obwohl Content Marketing und SEO sich in einigen Punkten ähnlich sind, handelt es sich dabei doch um zwei völlig unterschiedliche Dinge, die gleichzeitig zum Einsatz kommen können, um den Erfolg eines Unternehmens zu fördern. Wie Sie am besten SEO mit Content Marketing kombinieren, um Ihren Traffic zu maximieren, können Sie mithilfe dieses Spickzettels lernen. Während sich meine Posts normalerweise entweder auf das eine oder das andere Thema beschränken, setze ich hier den Schwerpunkt darauf, wie Sie in Ihrem Unternehmen die Anwendung von Content-Marketing-Strategien und SEO-Strategien verbinden können.

Überschneidungspunkte von SEO und Content Marketing

Der Grund, warum so viele Leute Schwierigkeiten damit haben, SEO und Content Marketing miteinander zu verknüpfen, ist, dass sie keine klare Vorstellung davon haben, wofür die beiden Begriffe jeweils stehen. Das können wir mit ein paar schnellen Begriffserklärungen in Ordnung bringen.

SEO: Alles, was Sie tun, um den durch Organic Search erzielten Suchmaschinen-Traffic zu erhöhen.

Content Marketing: ContentErstellung und -Verbreitung, um Traffic zu erzeugen.

Natürlich könnte man die Beschreibungen noch genauer fassen, doch diese einfachen Definitionen reichen schon, um die beiden Begriffe zu verstehen. Die beiden Marketing-Techniken haben viel gemeinsam: Obwohl es sich dabei um unterschiedliche Arten von Traffic-Strategien handelt, überschneiden sich Content Marketing und SEO häufig…

zum Beispiel im Bereich content. Fangen wir damit an.

Für SEO ist Content ein Muss. Und was Content Marketing angeht, nun… da steckt es ja schon im Namen. Früher erforderten die beiden Techniken jeweils
unterschiedliche Arten von Content.

Beim SEO konnte man mit mageren Artikeln von nur 500 Wörtern rund um das angestrebte Keyword durchkommen.

1_SEOvsContentMarketing

Ich sage ja nicht, dass man mit 500-Wörter-Artikeln nicht ranken kann, aber es ist deutlich schwieriger, mit dem gleichen Müll, der einem früher mal Rankings gebracht hat, jetzt noch zu ranken. In den letzten paar Jahren hat der Content für SEO sich dem Content für Content Marketing angeglichen. Qualität und Wertigkeit haben dabei die höchste Priorität.

Wie kann man die beiden Techniken auf hohem Niveau zusammenbringen?

Stellen Sie sich vor, Sie könnten fantastischen Content erstellen, und dann diesen einen Content nutzen, um Traffic von allen größeren Quellen anzuziehen.

2_Optimiers Content Marketing

Wenn Sie Ihren Content effektiv nutzen (und ihn entsprechend für unterschiedliche Kanäle optimieren), können Sie ganz leicht Ihren daraus resultierenden Traffic verdoppeln oder verdreifachen. Anstatt zu versuchen, über einen Artikel nur Suchmaschinen-Traffic zu bekommen, können Sie auch Content Marketing Strategien nutzen und ihn über Social Media verbreiten.

Doch es gibt auch Unterschiede: Zu denken, dass Content Marketing genau das Gleiche ist wie SEO, ist naiv, obwohl einige überoptimistische Marketingfachleute das scheinbar tun. Natürlich fügt sich SEO gut in viele Aspekte von On-Page und Off-Page Content Marketing ein. Allerdings entfernt sich Technical SEO schon ziemlich weit vom Bereich des Content Marketing.

3.1_technicalSEO

Einige Teilbereiche des Technical SEO (zum Beispiel die Optimierung der Crawling-Frequenz) werden zwar Ihre Suchmaschinenrankings beeinflussen, aber keine Auswirkungen auf Ihre Content-Marketing-Ergebnisse haben. Obwohl die beiden Bereiche viele Ähnlichkeiten haben, sollten Sie sich also im Klaren darüber sein, dass hinter SEO mehr steckt als bloßes On-Page-Keyword-Targeting.

Die beiden Techniken können auch massiv voneinander profitieren

Wie gut SEO und Content Marketing einander ergänzen, wird von vielen anfangs gar nicht erkannt. Hier finden Sie eine Liste von grundlegenden Arbeitsschritten für SEO:

  • Optimierung der Ladegeschwindigkeit der Website
  • Anpassung des Contents an individuelle User-Merkmale (Responsive Content)
  • Löschen toter Links und Beheben fehlerhafter Umleitungen
  • Herstellen einer klaren Ordnung und Struktur Ihres Contents (d.h. Überschriften zu Heading Tags machen)

Alle diese Maßnahmen können sich positiv auf Ihre Bestrebungen im Content Marketing auswirken. Eine schnellere Ladegeschwindigkeit der Website verbessert die User Experience, ganz egal, woher die User kommen. Das Gleiche gilt auch für Responsive Content. Indem Sie tote Links oder fehlerhafte Umleitungen eliminieren, verbessern Sie zum einen das Nutzungserlebnis des Lesers und zum anderen erreichen Sie, dass er auf Ihrer Seite bleibt und auch noch den anderen Content liest (was optimal ist). Eine klar strukturierte Hierarchie der Inhalte schließlich verbessert die Lesbarkeit Ihres Contents. Beim Content Marketing dreht sich alles um die User Experience, und SEO hat sich in der letzten Zeit ebenfalls in diese Richtung entwickelt. Daher ergänzen sich die beiden Techniken inzwischen in diesem Bereich.

  1. Was kommt zuerst?

Obwohl SEO und Content Marketing miteinander kompatibel sind, unterscheiden sie sich trotzdem in einigen zentralen Punkten. Wenn Sie beispielsweise einen tollen Anleitungs-Artikel verfasst haben, möchten Sie trotzdem bestimmte Keywords an den wichtigsten Stellen einbinden. Suchen Sie sich also zuerst die Keywords zusammen, und bauen dann Ihren Content darum herum? Oder erstellen Sie den Content zuerst, und suchen dann nach geeigneten Keywords darin, die Sie nutzen könnten? Die Antwort lautet: Beide Methoden können durchaus funktionieren, aber jede von ihnen hat ihre eigenen Stärken.

Zuerst zum Content Marketing: Bei dieser Vorgehensweise legen Sie den Hauptaugenmerk darauf, Content-Ideen zu entwickeln, die für Ihre Zielgruppe interessant sind. Wenn Sie dann dabei sind, den Content zu erstellen, stellen Sie Keyword-Recherchen für Ihr konkretes Thema an. Dabei suchen Sie nach Keywords, von denen Sie glauben, mit ihnen ranken zu können. Diese fügen Sie hauptsächlich in Ihre Überschriften ein. Abschließend versuchen Sie dann, diesen Content an so viele Leute wie möglich zu bringen. Diese Vorgehensweise hat zwei große Vorteile:

Erstens: Sie können sehr flexibel vorgehen.

Wenn Sie zuerst Ihr Keyword festlegen, bauen Sie den Content um dieses spezifische Keyword herum. Sie haben also später keine große Wahl mehr. So können Sie sich aber – falls Sie Schwierigkeiten haben sollten, mit Ihren Keywords zu ranken – einfach seltener gesuchte Longtail-Keywords aussuchen, mit denen man wahrscheinlich einfacher ranken kann.

Zweitens: Ein hohes Suchvolumen ist nicht das gleiche wie ein hoher Wert oder Nutzen für den einzelnen Leser.

Das ist tatsächlich ein sehr wichtiger Punkt. Je nachdem, für welches Vorgehen Sie sich entscheiden, generieren Sie nämlich Content-Konzepte auf unterschiedliche Arten:

  • Perspektive Content Marketing: Sie beschäftigen sich mit Ihrer Zielgruppe und ergründen ihre Probleme. Sie erstellen Content, um diese Probleme zu lösen.
  • Perspektive SEO: Sie recherchieren nach Keywords und entscheiden sich für jene mit dem höchsten Suchvolumen.

Bei den typischen SEO-Recherchen finden Sie die Keywords, nach denen die meisten Suchanfragen getätigt worden sind. Das bedeutet, dass es dabei um eine weit verbreitete, gängige Frage geht. Allerdings ist das nicht immer eine Aussage über die Wertigkeit.

Ein Beispiel: Ein frischgebackener Unternehmer googelt wahrscheinlich so etwas wie:

What is SEO? – Was ist SEO?

Es ist keine Überraschung, dass dieser Satz ziemlich oft gesucht wird – ca. 10.000 Mal pro Monat.

4_Was ist SEO

In den meisten Fällen sucht man aber doch nur nach einer einfachen Begriffserklärung. Egal, wie gut Ihr Content ist – wahrscheinlich hat er also keine großen Auswirkungen auf das Leben des Unternehmers, der über diese Suchanfrage auf Ihrer Seite landet. Er kann Ihren Inhalt wahrscheinlich nicht besonders wertschätzen.

Nachdem er sich dann aber ein wenig damit beschäftigt hat, was SEO ist, ergibt sich ein größeres Problem: „Wie mache ich das denn nun mit SEO?“ Also sucht er nach:

SEO plan for a small business – SEO Plan für ein kleines Unternehmen

oder so etwas Ähnliches. Dabei stößt er auf einen sehr detaillierten Artikel, der seine SEO-Arbeit in den kommenden Jahren maßgeblich prägt. Das ist ein gutes Beispiel für Content, der für einen Leser wirklich wertvoll sein kann. Aber wissen Sie was? Diese Suchformulierung hat (ebenso wie weitere ähnliche Formulierungen) nur ein sehr geringes Suchvolumen.

5_SuchvolumenSEO

Wenn Sie nur den Content erstellen, der sehr gefragt ist, kann es gut sein, dass Sie dabei die Gelegenheit verpassen, Content zu erstellen, der die größten Probleme Ihrer Zielgruppe löst.

Das ist eine großes Sache – aus zwei Gründen:

  1. Ihre Nützlichkeit hat Grenzen – Wenn jemand auf meine Website, die Quick Sprout-Website, kommt, möchte ich, dass er dort alles zum Thema Marketing findet, was er braucht. Wenn er nicht das findet, wonach er sucht, wird er auf eine andere Website gehen. Ich will der Experte sein, an den er sich wendet, wenn es um Content geht, und später dann ums Geschäft.
  2. Eine hohe Wertigkeit führt zu höheren Conversion Rates – Wenn Sie durch Ihren Content ein großes Problem Ihrer Leser lösen, werden diese das nicht vergessen. Auf diese Weise schaffen Sie sich loyale Abonnenten, die später zu Kunden werden. Hundert Tausende von Besuchern zu haben ist schön – aber nicht, wenn daraus keine Kunden werden, weil sie nur Content von geringem Wert vorfinden.

Davon abgesehen, ist ein geringes Suchvolumen nicht unbedingt gleichbedeutend mit hoher Wichtigkeit, und nur weil Suchen ein hohes Suchvolumen haben, muss das nicht heißen, dass es sich dabei um unwichtige Probleme handelt. Das muss man für jeden Fall einzeln entscheiden. Der springende Punkt, den Sie aus diesem Artikel mitnehmen sollten, ist, dass Sie möglicherweise einige große Probleme und wichtige Interessen Ihrer Zielgruppe übersehen, wenn Sie sich so wie die meisten SEO-Marketingfachleute ganz auf ein Keyword-Tool verlassen. Wenn Sie das versäumen, wird das Ergebnispotenzial Ihrer Marketing Bemühungen, das heißt die Verkäufe, bedeutend geringer ausfallen.

Zuerst zu SEO: Nachdem Sie nun das erste Beispiel gelesen haben, haben Sie sich vielleicht schon darauf vorbereitet, sich jetzt zunächst aufs Content Marketing zu fokussieren. Aber als Erstes die Keyword-First-Methode anzuwenden, bei der Sie zuerst Ihr Keyword heraussuchen, hat einige Vorteile. Erstens kann sich dadurch Ihr Content verbessern. Wenn Sie Ihren Content zuerst erstellen, tun Sie alles, was in Ihrer Macht steht, um ihn für den Leser so toll wie möglich zu machen.

Wenn Sie ein Keyword zu SEO-Zwecken hinzufügen müssen, weichen Sie von der optimalen Formulierung ab, die Sie ursprünglich vorgesehen hatten. Ihre neue Version des Titels klingt jetzt vielleicht nicht unbedingt komisch, aber möglicherweise ist sie nicht so interessant (oder elegant) wie das Original zuvor. Wenn Sie aber Ihr Keyword direkt von Anfang an kennen, behalten Sie es immer im Hinterkopf, was wahrscheinlich die Aussage, die Sie mit Ihrem Post machen, verändern wird (verglichen mit Content-First-Strategien, bei denen Sie sich zuerst auf den Content konzentrieren).

Der zweite große Vorteil besteht darin, dass Sie herausfinden, was die gängigen Probleme Ihrer Leser sein könnten, doch vielleicht ist es nicht unbedingt so wertvoll, diese zu lösen. Wenn Sie Ihre Ideen für Themen ausschließlich aus Beobachtungen von oder Gesprächen mit Ihrer Zielgruppe ziehen, werden Sie typischerweise dadurch erfahren, wenn es gerade ein großes Problem gibt (eine sehr wertvolle Situation für Sie). Sie werden nicht oft mitbekommen, dass sich Ihre Zielgruppe zu kleinen Problemen äußert, weil man normalerweise bei kleinen Problemen versucht, einfach eine schnelle Lösung dafür zu finden, indem man danach sucht.

Indem Sie Ihren Content um Keywords herum erstellen, stellen Sie sicher, dass sich alle Keywords mit einem mittleren bis hohen Suchvolumen finden lassen, ganz egal, wie wichtig die zugehörigen Themen für Ihre Zielgruppe sind. Auch wenn diese Besuche(r) keine so hohe Conversion Rate haben, ist es trotzdem hilfreich, mit diesen Begriffen zu ranken. Wenn Sie schlau sind, können Sie diese Erstbesucher auf weitere Seiten mit wertvollem Content leiten, die Sie erstellt haben, nachdem Sie deren erstes Problem gelöst haben.

Wie wär’s mit einer Mischform? Es ist mir völlig klar, dass beide Herangehensweisen ihre Stärken und Schwächen haben. Die Lösung ist offensichtlich, aber effektiv: Nutzen Sie beide Methoden. Sie sollten Zeit darauf verwenden, gute Keywords zu recherchieren, um die man Content bauen kann. Sie sollten aber auch Zeit dafür aufbringen, Recherchen über Ihre Zielgruppe anzustellen, um herauszufinden, was deren größte Probleme sind. Erstellen Sie dann Content, der dabei hilft, diese Probleme zu lösen, und fügen Sie im Anschluss Keywords hinzu.

  1. Setzen Sie auf Evergreen Content, um das Beste aus Beidem rauszuholen

Obwohl sowohl SEO als auch Content Marketing darauf abzielen, den Website Traffic in die Höhe zu treiben, geschieht das normalerweise in unterschiedlich langen Zeiträumen. Wenn Sie einen tollen neuen Post erstellt haben, werden Sie sofort intensiv Werbung dafür machen. Dies umfasst u. a., einen Newsletter an Ihre Verteilerliste und weiterreichende Nachrichten an weitere Website-Besitzer in Ihrer Nische zu verschicken. Das hat einen kurzen Traffic-Boom für diesen Post zufolge, der dann abebbt.

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Allerdings werden Sie dadurch wohl kaum – oder nur sehr wenig – sofortigen Suchmaschinen-Traffic erzeugen, es sei denn, die Autorität Ihrer Domain ist sehr hoch. Im Laufe der Zeit, wenn Sie Ihren Content promoten und sich dadurch Backlinks anhäufen, werden Sie feststellen, dass der Suchmaschinen-Traffic sich weiterhin erhöht.

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Allerdings passiert das so nur für bestimmte Posts. Andere Posts, die sich auf Aktuelles beziehen, werden Ihnen mit höherer Wahrscheinlichkeit sofort Suchmaschinen-Traffic einbringen, aber dieser wird schnell sinken und praktisch auf Null abfallen, weil ihr Content veraltet und irrelevant wird. Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin kein besonders großer Fan davon, Zeit und Aufwand zu investieren, um großartigen Content zu erstellen, nur damit er nur für einen kurzen Zeitraum Traffic anzieht. Ich möchte, dass dieser Content auch noch Jahre nach seiner Erstellung angeschaut wird. Auf diese Weise schaffen Sie es, ein Traffic-Diagramm zu erzeugen, bei dem der Graph insgesamt ↘stetig ansteigt. Ihr Content baut quasi auf sich selbst auf.

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Um zu gewährleisten, dass das alles so stattfindet, sollten sich Ihre Bemühungen hauptsächlich auf Evergreen Content fokussieren. Abgesehen von wenigen Ausnahmen ist Evergreen Content zu allermeist die bestmögliche Wahl.

Traffic mit Evergreen Content maximieren: Der Begriff Evergreen Content bezeichnet jede Art von Content, der in der Zukunft voraussichtlich genauso nützlich sein wird wie heute. Sie können das mit einem Artikel vergleichen, in dem es um die jüngste Änderung, die Google in seinen Algorithmen vorgenommen hat, geht. Dieser ist höchstens ein paar Monate lang interessant – und wird dann unbrauchbar. Denken Sie an diese ganzen Guides, wie man Links bauen sollte, von vor fünf Jahren zurück. Fast alle davon sind für die heutige Welt des SEO irrelevant geworden.

Die Idee, die hinter Evergreen Content steht, ist, dass man darüber sowohl den kurzfristigen Traffic-Boom des Content Marketing als auch steten, länger anhaltenden Suchmaschinen-Traffic beziehen kann.Tatsächlich wird die Arbeit, die Sie leisten, um anfangs Traffic zu erzeugen, später die Zeit verkürzen, die es braucht, bis Sie Traffic über Suchmaschinen bekommen.

Themenfindung für Evergreen Content: In den meisten Fällen lassen sich Themen für Evergreen Content mit ein wenig gesundem Menschenverstand ausfindig machen. Stellen Sie sich zum Thema, über das Sie schreiben wollen, die Frage:

Wird das in einem Monat immernoch hilfreich sein? In einem Jahr? In fünf Jahren?

Hoffentlich lauten dann die Antworten auf alle diese Fragen entweder ja oder zumindest  vielleicht. Sie können auch nach einem Keyword suchen und nachschauen, wie alt die Suchergebnisse sind. Wenn Sie viele verschiedene Posts entdecken, die mehrere Jahre alt sind, handelt es sich dabei wahrscheinlich um ein Thema für Evergreen Content.

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Einige Themen sind zeitlich überdauernder als andere: Ich habe gerade gesagt, dass „vielleicht“ auch eine akzeptable Antwort auf diese Fragen darstellt. Das liegt daran, dass man in bestimmten Nischen nie im Leben genug Themen finden würde, über die man maßgebliche Ratgeber-Artikel schreiben könnte, die für immer ihre Gültigkeit behalten. Viele Themen entwickeln sich im Laufe der Zeit. Nur weil Sie also nicht garantieren können, dass der Post in ein paar Jahren noch von Nutzen sein wird, heißt das nicht, dass er es nicht wert ist, geschrieben zu werden.

Ein großartiges Beispiel dafür stellt Brian Deans vollständige Liste von Ranking-Faktoren dar. Solange sich SEO weiterhin entwickelt und verändert, werden sich auch die Ranking-Faktoren verändern. Doch statt einmalig einen Post zu verfassen und diesen dann in der Versenkung verschwinden zu lassen, aktualisiert Brian kontinuierlich alle seine Guides und Anleitungen.

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Der größte Teil seines Contents lässt sich als Evergreen-Content beschreiben, weil daran keine radikalen Änderungen vorgenommen werden müssen. Stattdessen werden weiterhin kleinere, regelmäßige Aktualisierungen durchgeführt, um sicherzustellen, dass der Content überzeitliche Relevanz erhält.

  1. Wählen Sie Messgrößen, die beide Seiten der Medaille repräsentieren

Einige Marketingfachleute wissen nicht, ob Ihre Bemühungen im Content Marketing oder in SEO überhaupt etwas bringen. Wenn Sie erfolgreich sein wollen, können Sie nicht einfach sagen: “Ich glaube, es läuft ganz gut.” Stattdessen müssen Sie sich Messgrößen heraussuchen, die Sie verfolgen wollen. Diese Messwerte sollten die Ergebnisse Ihrer Arbeit repräsentieren und Ihnen zeigen, welche Handlungen sich lohnen. Wenn Sie im Lauf der Zeit keine Verbesserung erkennen können, müssen Sie Ihre Strategien nochmal überdenken. Wenn es sowohl um Content Marketing als auch um SEO geht, können Sie sich Messgrößen wählen, die sich für jedes der beiden Phänomene einzeln eignen, oder aber für beide gleichermaßen geeignet sind.

Obwohl Sie frei entscheiden können, welche Messgrößen für Ihr Unternehmen am sinnvollsten sind, will ich ein paar der gängigsten kurz beschreiben.

  1. Maß: Traffic (für SEO und Content Marketing): Eines Ihrer Hauptziele für sowohl Ihre SEO-Arbeit als auch fürs Content Marketing besteht darin, die Menge an Traffic Ihrer Website zu erhöhen.

Die Qualität dieses Traffics ist zwar auch wichtig, doch in den meisten Fällen führt mehr Traffic nun einmal zu mehr Profit. Wichtig ist dabei, dass Sie Ihren Traffic über einen ziemlich langen Zeitraum beobachten. Je nach Wochentag und Monat gibt es immer mal Hoch- und Tiefpunkte. Zeichnen Sie Ihre Traffic-Zahlen jeden Monat mit einem Tabellenkalkulationsprogramm auf. Vergleichen Sie die Zahlen dann im Anschluss nicht nur mit denen der vorhergehenden Monaten, sondern auch mit denen des selben Monats in den Vorjahren.

Sie sollten damit anfangen, Ihre gesamten Traffic-Zahlen aufzuzeichnen, die Sie aus Ihrem Audience Overview aus Google Analytics ziehen können:

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Dieser sagt aber nicht besonders viel über die Ergebnisse Ihrer individuellen Arbeit aus. Daher sollten Sie zusätzlich sowohl Ihren Traffic, den Sie durch Organic Search erreichen, als auch Ihren Referral Traffic aufzeichnen. Um diese Zahlen zu finden, gehen Sie einfach auf den Acquisition-Tab in Google Analytics und wählen Sie “ by source” (nach Quelle) aus.

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Natürlich könnten auch einige Elemente Ihrer SEO-Arbeit (wie z.B. das Linkbuilding) zu direktem oder Referral Traffic führen, doch das sind die besten Messgrößen, die Sie haben. Ihre Zahlen müssen nicht hundertprozentig korrekt sein, sondern sie sollten nur ungefähr zeigen, wie erfolgreich Sie sind.

  1. Maß: Keyword Rankings (für SEO): Keyword Rankings sind nicht nur wichtig, um Ihren Suchmaschinen-Traffic insgesamt tracken zu können, sondern aus der Perspektive der SEO tatsächlich das Wichtigste, was Sie überhaupt tracken können.

Wenn Sie gute Arbeit machen, werden Sie sehen, dass sich Ihre Rankings mit der Zeit erhöhen.

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Dabei ist es ziemlich egal, welches Tool Sie verwenden – suchen Sie sich einfach eines, das es Ihnen ermöglicht, sich Ihre Rankings über längere Zeitabschnitte hinweg anzusehen.

  1. Maß: Abonnenten (hauptsächlich Content Marketing): Um die Qualität Ihres Traffics besser einschätzen zu können, ist die Frage für Sie von Interesse, wie viele Ihrer Besucher zu Newsletter-Abonnenten oder Kunden werden.

Doch die Zahl Ihrer Abonnenten zeigt auch, wie wertig und überzeugend Ihr Content und Ihr Call-to-Action sind. Daher ist die Abonnentenzahl ein guter Indikator für Ihr Content Marketing. Dies können Sie tracken, indem Sie Goal Tracking in
Google Analytics aktivieren.

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Oder Sie sehen sich einfach direkt die Berichte Ihres Newsletter-Marketing-Dienstleisters an:
15_BerichtNewsletter
  1. Maß: Engagement (hauptsächlich Content Marketing): Ihre Newsletter-Zahlen sind nicht die einzige Möglichkeit, wie Sie messen können, wie wertvoll Ihr Content für Ihre Besucher ist.

Sie können auch andere Messwerte für Engagement erheben, um sich ein vollständiges Bild davon zu machen. Natürlich ist „Engagement“ keine Messgröße, die Sie verfolgen können. Worauf ich mich beziehe, sind sämtliche Maße, die zeigen, wie groß die Aktivität auf Ihrer Website ist.

  • Durchschnittliche Verweildauer auf der Seite
  • angesehene Seiten pro Besuch
  • Besuchshäufigkeit (wie oft die Besucher auf Ihre Website zurückkehren)
  • Kommentare

Die meisten dieser Werte sollten Sie langfristig verfolgen, ebenso wie die anderen Messwerte. Erheben Sie die Zahlen ein- oder zweimal pro Monat und speichern Sie die Daten. (Sie sollten einen Durchschnittswert für jeden Zeitabschnitt ermitteln.) Wenn Sie mindestens drei Monate lang Daten gesammelt haben, können Sie damit beginnen, sich anzuschauen, ob das Engagement entsprechend Ihrer Erwartungen anwächst. Beispielsweise können Sie sich genauer anschauen, wie häufig Ihre neuesten Posts kommentiert werden:

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Das vergleichen Sie dann mit Ihren älteren Posts:

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Weil die Messung von Engagement meist auch vom Thema des Posts beeinflusst wird, sollten Sie sich Durchschnittswerte bestimmter Zeitabschnitte ansehen, um das ein bisschen auszugleichen.

  1. Die besten Links für SEO sind auch die besten Links für Content Marketing

Wenn Sie tollen Content (für Ihr Content Marketing) erstellt haben – was ist Ihr Ziel, wenn Sie dann dafür Werbung machen? Ihre Zielsetzung sollte sein, dass ein möglichst großes Publikum darauf aufmerksam wird. Das kann über direkten Traffic (z.B. wenn Sie Newsletter über Ihre Mailing-Listen versenden) oder über Links auf anderen Websites geschehen, wobei Letzteres sogar noch besser ist. Selbstverständlich sind die besten Links jene, die den meisten Traffic einbringen.

Genau die gleichen Links sind, wie sich herausstellt, teils auch für Zwecke des SEO (nämlich die Autorität der Seite und damit die Rankings zu erhöhen) bestens geeignet.

  1. Links über Gastbeiträge Eine Einsatzmöglichkeit für Content Marketing ist, Traffic zurück auf Ihre Seite zu lenken, indem Sie auf anderen Seiten posten – indem Sie also einen  Gastbeitrag schreiben.

In den  Angaben zum Autor können Sie in diesen Posts in der Regel einen oder zwei Links zurück auf Ihre Website einbinden.

18.1_Conclusion

Diese Links werden Ihnen nicht nur direkten Traffic, sondern auch höhere Keyword Rankings bescheren – vorausgesetzt, Sie schreiben Ihre Gastbeiträge für sehr einflussreiche Seiten (also für diejenigen mit hohen Traffic-Raten). Zusätzlich können Sie manchmal noch Extra-Links zu weiterem Content, den Sie erstellt haben, im Hauptteil des Gastbeitrags einbinden.

  1. Kontextbezogene Links Wenn es um SEO geht, sind kontextbezogene Links auf einflussreichen Seiten ein unschlagbares Hilfsmittel.

Diese Links sind als Teil eines Satzes auf so natürliche Art und Weise eingebunden, wie nur möglich.

18.2_Conclusion

Je besser Ihr Content Marketing ist, umso mehr von diesen Links werden Sie mit der Zeit einbinden können. Das wird Ihnen nicht nur direkt Traffic zukommen lassen, sondern auch den Traffic, den Sie aus Suchen gewinnen, mit der Zeit erhöhen.

  1. Zwei Gründe für Interne Links

Die meisten Leute binden nur deshalb interne Links in Ihren Content mit ein, weil Blogger sie dazu anhalten. Doch es ist wichtig, dass Sie verstehen, wie Sie dadurch sowohl Ihre Content Marketing- als auch Ihre SEO-Ergebnisse beeinflussen können. Sie dürfen außerdem nicht vergessen, dass interne Links auf alles verlinken können – nicht nur auf bestimmte Content-Seiten, sondern auch auf Navigationselemente Ihrer Website. Das alles beeinflusst Ihre Ergebnisse.

20_InterneLinks

Genaugenommen gibt es dabei zwei große Vorteile:

  1. Vorteil: Schicken Sie Link-Juice zu anderem Content, um SEO anzukurbeln Wenn Ihre Website bislang noch nicht zu den Großen gehört, wird das noch keine gravierenden Auswirkungen haben, doch interne Links können trotzdem zu besseren Rankings beitragen.

Das geschieht auf zwei Arten:

  1. Erhöhung der Relevanz – Google sieht sich den Verweistext und den Content in der Umgebung des internen Links an und versucht zu verstehen, worum es auf Ihrer Seite geht, um sie dann entsprechend für Suchanfragen einzustufen.
  2. Weitergabe von Autorität (bzw. „Link-Juice“) – Viele SEOs fokussieren sich voll und ganz darauf, mit einer Seite zu ranken, indem sie externe Link-Klicks (von anderen Websites) bekommen. Wenn Sie eine starke Domain haben, können Sie oftmals schnell Rankings für einfache Keywords mit neuem Content erzielen, indem Sie eine Handvoll interne Links auf dieser Seite einstreuen.

Jedes Mal, wenn Sie einen Post veröffentlichen, wäre es gut, wenn Sie etwas Zeit einplanen, um in ältere (relevante) Posts auf der Website ein paar interne Links, die auf Ihre neue Seite verweisen, zu verpacken.

21.2_InterneLinksSie brauchen dafür nur ein paar Minuten, und Ihre Rankings werden sich dadurch bedeutend verbessern. Nutzen Sie nicht den gleichen Ankertext für alle internen Links zum selben Post – erfinden Sie mehrere verschiedene, passende Texte. Um die bereits genannten alten relevanten Posts aufzustöbern, können Sie diesen Suchstring nutzen:

(Thema des neuen Artikels) site:(Name Ihrer Website)

Wenn ich beispielsweise einen neuen Artikel darüber verfasst habe, wie man lustige E-Mail Betreffzeilen erfindet, würde ich nach Folgendem suchen:

Writing funny email lines site:quicksprout.com

22_Headlines

Diese Suche wird Ihnen die Posts ausspucken, von denen Google denkt, dass Sie für Ihren neuen Post am relevantesten sind.

  1. Vorteil – Bringen Sie mehr Content an Ihre Zielgruppe: Erinnern Sie sich noch an die vorhin erwähnten Messgrößen für Engagement?

Zwei davon sind aller Wahrscheinlichkeit nach wichtiger als die anderen:

  • angesehene Seiten pro Besuch
  • Besuchshäufigkeit (wie oft die Besucher auf Ihre Website zurückkehren)

Der Grund dafür, warum diese beiden wichtiger und nützlicher sind als die anderen, ist, dass beide dieser Größen sich mit der Zeit steigern sollten, wenn Sie guten Content erstellen. Diese Maße werden außerdem weniger von großen Schwankungen beeinflusst, wie z.B. der Zahl an Kommentaren (wobei es sehr aufs Thema ankommt), oder der auf der Seite verbrachten Zeit (was stark von der Länge des Contents abhängig ist).

Oft wird ein Teil Ihres Publikums beim Lesen eines bestimmten Posts mehr über das Thema wissen wollen. Durch einen gutplatzierten Link können Sie eine Click-Through-Rate von 1-5% erhalten. Wenn man bedenkt, dass Sie mehrere interne Links auf einer einzelnen Content-Seite haben können, kann man fast garantieren, dass die meisten Leser, denen Ihr Content gefällt, weitere lesenswerte Themen auf Ihrer Website finden werden.

23.1_Emails

Je nützlicher Ihre internen Links sind, desto mehr Zeit werden Ihre Besucher auf Ihrer Website verbringen (wenn ihnen Ihr Content gefällt). Außerdem – wenn den Lesern die Zeit ausgehen sollte, bevor sie sich alle Ihre Inhalte ansehen konnten, weil sie über interne Links so viel finden, werden sie zurückkommen, um weiterzulesen.

Zu guter Letzt: Wie viele Posts sehen Ihre neuen Leser, abgesehen von den 5-10 Posts auf Ihrer Homepage? In den meisten Fällen nicht viele. Das ist alles andere als ideal – insbesondere wenn Sie schon Hunderte von Posts verfasst haben. Natürlich wollen Sie, dass die Leser jetzt gleich so viel Content wie möglich, der für ihre Situation gerade relevant ist, finden. Dazu müssen sie eben ältere Posts finden. Interne Links stellen den perfekten Weg dar, wie Sie ihnen diese älteren Posts zeigen können.

Fazit

Sowohl SEO als auch Content Marketing sind für die große Mehrheit der
Unternehmen im Online-Bereich höchst effektive Mittel, um Traffic, Conversion Rates und Gewinn voranzutreiben. Doch Sie müssen sich keineswegs zwischen der einen oder der anderen Technik entscheiden. Sie können sämtliche Vorteile von beiden gleichzeitig mitnehmen. Tatsächlich verbessern sich, wenn man sich auf den einen Bereich fokussiert, die Ergebnisse des anderen Bereichs.

Ich bin fünf Hauptaspekte durchgegangen, die entweder SEO und Content Marketing beeinflussen oder die durch SEO und Content Marketing beeinflusst werden können. Wenn Sie alle fünf Ideen verstanden haben, sollten Sie jetzt bestens darauf vorbereitet sein, beide Seiten zukünftig in Ihrem Marketing zu berücksichtigen. Einige dieser Konzepte sind freilich schwieriger zu verstehen als andere.

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