Caitlin Burgess zeigt, welche Fallstricke Ihre Maßnahmen in den sozialen Netzwerken scheitern lassen

16 typische Fehler im Social Media-Marketing

Help Avoiding Mistakes

Social Media ist längst in den meisten Unternehmen ein fester Bestandteil der Marketingstrategie. Denn statt wie früher „nur“ über bezahlte Kanäle
(Stichwort Paid Media) Inhalte zu verbreiten, um die Zielgruppe zu erreichen, ist das heute verstärkt über eigene Kanäle (also Owned Media) möglich. Und dazu gehören, neben der eigenen Website, eben auch die sozialen Medien.

Nur: Das Potenzial von Facebook, Twitter, LinkedIn, Xing & Co. haben sehr viele Betrieben für sich erkannt und entsprechend steigt die Konkurrenz. Es wird folglich immer schwieriger, in dem zunehmenden Content-Strom die Aufmerksamkeit der User auf die eigene Seite zu lenken.

So tritt immer wieder der Fall ein, dass das eigene Social Media-Marketing entgegen der Erwartungen keine positiven Effekte auf Markenimage, Bekanntheit sowie
Traffic und Leads auslöst. Ein Grund kann die Wettbewerbssituation sein; es gibt jedoch weitere häufig auftretende Gründe, warum Social Media bei Ihnen nicht funktioniert. Und auf 16 davon weist Caitlin Burgess auf toprankblog.com freundlicherweise hin:

Fehler 1: Sie haben keine Social Media-Strategie

Dass die sozialen Medien wachstumsstarke Netzwerke sind, von denen Sie für Ihre eigene Reichweite profitieren können, ist unbestritten. Um dieses Potenzial zu bergen benötigen Sie jedoch eine Strategie. Denn nur mit einem klaren „Fahrplan“, was Sie erreichen wollen (und vor allem wen), sind Sie in der Lage, letztlich erfolgreich zu sein. Daher sollten Sie am Anfang unter anderem folgende Fragen klären:

  • Wen wollen Sie erreichen? (Stichwort Buyer Personas!)
  • Was sind die relevanten Kanäle Ihrer Zielgruppe?
  • Welche Inhalte interessiert Ihre Nutzer am meisten?
  • Was wollen Sie erreichen?
  • Wie messen Sie Ihren Erfolg?
  • Welche Markenimage wollen Sie vermitteln?

Fehler 2: Ein einziger Post für jede Plattform

Zeit ist ein oft sehr knappes Gut in der täglichen Arbeit. Trotzdem sollten Sie sich beim Social Media-Marketing eine gewisse Zeit einplanen, um Ihre Inhalte an die Spezifikationen Ihrer wichtigen Netzwerke anzupassen. Statt also einen Post beispielsweise zu Ihrem neuen Blog-Post eins zu eins auf jeder Plattform gleichermaßen zu verbreiten, sollten Sie diesen an die Besonderheiten von z.B. Facebook, Xing. Instagram oder Twitter angleichen. Zum einen spielt hierbei das Content-Format eine Rolle, zum anderen die Tonalität. Also wie Ihre Zielgruppe gerne angesprochen werden würde.

Fehler 3: Sie posten nur Links zu Ihrer Website

Natürlich ist es meistens ein Ziel über das Posten von Links in den sozialen Medien Nutzer auf die eigene Website zu lenken. Allerdings sollte das nicht die einzige Absicht sein laut Caitlin. Denn Social Media ist keine „Einbahnstraße“, in der nur Sie Inhalte verbreiten. Vielmehr teht die Kommunikation im Mittelpunkt, deshalb: Versuchen Sie, Diskussionen und Interaktionen mit Ihren Nutzer zu starten und so deren Vertrauen zu gewinnen.

Fehler 4: Ihre Posts sind zu lang

Twitter begrenzt die Zeichenanzahl pro Post im Vornhinein auf 140 Zeichen. Bei anderen Netzwerken haben Sie mehr „Platz“ zu Verfügung. Viele Studien haben jedoch ergeben, das „mehr“ nicht gleichzeitig „besser“ ist, sprich: kürzere und prägnante Posts sind wirksamer, werden also von mehr User wahrgenommen, als lange Nachrichten. Caitlin gibt daher folgenden Tipp:

  • Twitter, Facebook, LinkedIn, Google+: 90 bis 100 Zeichen
  • Pinterest und Instagram: 175 bis 200 Zeichen
  • Sprechen Sie Ihre User aktiv an!

Fehler 5: Falscher Gebrauch von Hashtags

In einigen Netzwerken dienen Hashtags für User als Mittel, Themen zu finden, z.B. auf Twitter oder Instagram. Daher ist es sinnvoll, Hashtags in Posts auf diesen Plattformen einzubinden und so auffindbar zu sein. Für eine maximale Wirkung ist es jedoch ratsam sich im Vorfeld zu informieren, wo und wie viele Hashtags einzusetzen sind. Ansonsten entsteht eher ein negativer Effekt.

Fehler 6: Fehlende Handles und Mentions bei kuratierten Inhalten

Handles sind ein weiteres Mittel, damit Sie in Social Media mehr Aufmerksamkeit erzeugen. Gerade bei kuratierten Content, also Fremdinhalten, sollten Sie auf den entsprechenden Kanälen Handles (=Nutzernamen) einbinden. So erhält dieser User eine Benachrichtigung und empfiehlt im besten Fall den Post an seine Fans weiter. Dadurch generieren Sie folglich mehr Reichweite (Stichwort Earned Media).

Fehler 7: Sie „reden“ nur statt zuzuhören

Natürlich wollen Sie über die sozialen Netzwerke Ihre Botschaften verbreiten. Mindestens genauso wichtig ist es jedoch, Ihren User zuzuhören. Mit Diskussionen oder Fragerunden haben Sie die Möglichkeit, direkt mit Ihrer Zielgruppe zu kommunizieren und wertvolle Hinweise über sie zu sammeln. Zudem bauen Sie dadurch Vertrauen auf, welches die Basis für eine langfristige Kundenbeziehung ist.

Fehler 8: Keine Kennzeichnung von Inhalten Dritter

Zwar betrifft dieser Fehler nicht explizit nur Social Media, spielt jedoch auch hier eine Rolle: Sobald Sie Arbeiten oder Inhalte von Dritten über Ihre Kanäle promoten, sollten Sie immer auf die Ursprungsquelle verweisen. Ansonsten kann das zu Image-Schäden und Glaubwürdigkeits-Verlust führen.

Fehler 9: YouTube Links auf Facebook statt direkt eingebundene Videos

Bewegbild, besonders Videos, sind ein beliebtes und sehr wirksames Content-Format gerade in den sozialen Netzwerken. Und in den meisten Fällen werden die Clips über YouTube eingebunden. Bei Facebook sollten Sie statt den Links eher die Funktion nutzen, Videos direkt auf das Netzwerk hochzuladen. So erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine bessere sowie häufigere Darstellung im Newsfeed und mehr Reichweite.

Fehler 10: Zu wenig Bilder

Visuelle Inhalte sind ein weiterer Punkt, der nicht vernachlässigt werden sollte. Denn Bilder & Co. sind für das menschliche Gehirn leichter zu verarbeiten und zu behalten als geschriebene Inhalte. Deswegen ist es ratsam, regelmäßig Bilder auf den verschiedenen Plattformen zu posten. Dabei sollten Sie wiederum die entsprechenden Besonderheiten pro Netzwerk kennen (optimale Bildformate, Dateigrößen), damit Sie tatsächlich eine positive Wirkung erzielen.

Fehler 11: Zu viele Social Media-Accounts

Gerade bei großen Betrieben und Konzernen kann es vorkommen, dass jede Einheit ein eigenes Profil pro Social Media-Kanal anlegt. In diesem Fall sollte beachtet werden, die User nicht zu verwirren. Definieren Sie, welche uniquen Inhalte jede Ihrer Accounts verbreitet, damit es keine Überschneidungen mit anderen Abteilungen gibt. Versuchen Sie zudem klar für die Nutzer zu umreißen, welche Unterschiede die Profile aufweisen.

Fehler 12: Unwirksame Werbung auf den sozialen Netzwerken

Wie bereits erwähnt, steigt der Wettbewerb um die Aufmerksamkeit der Nutzer stetig. Daneben führen Algorithmus-Änderungen bei einigen Netzwerken weiterhin dazu, dass organische Reichweite immer schwieriger zu erreichen ist. Daher greifen viele Unternehmen auf bezahlte Werbeformen, wie Facebook Ads, zurück. Hierbei sollten folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Was ist das Ziel der Werbekampagne?
  • Wie viel wollen Sie ausgeben?
  • Welchen Inhalt, Produkt, Dienstleistung oder sonstiges Angebot wollen Sie bewerben?

Fehler 13: Keine Social Media-Analysen

Ein wichtiger Aspekt für den Erfolg Ihres Social Media-Marketings ist, die Maßnahmen regelmäßig zu messen. Nur so können Sie frühzeitig Fehler oder Probleme erkennen und beheben. Zudem zeigt sich, wo Verbesserungspotenzial besteht.

Tools, die Ihnen dabei helfen können, sind:

  • Google Analytics (Akquise – Soziale Netzwerke – Netzwerkverweise)
  • Twitter Anayltics
  • Facebook Analytics
  • YouTube Analytics
  • Xing Statistik

Fehler 14: Kein Testen von neuen Ideen

Es gibt nicht den „einen“ Weg, wie Sie in Social Media Erfolg haben. Denn es variiert von Branche, Unternehmen und Zielgruppen. Statt also nur den erprobten Maßnahmen zu folgen, kann es sich durchaus lohnen, auch neue Ideen auszuprobieren.

Fehler 15: Sie vernachlässigen SEO

Suchmaschinenoptimierung spielt nicht nur eine Rolle bei Google. Facebook, Twitter, Instagram, Pinterest & Co. sind ebenfalls Suchmaschinen und werden von User auch häufig so genutzt. Somit sollten Sie stets recherchieren, welche Suchbegriffe, also
Keywords, auf den für Sie relevanten Social Media-Kanälen gesucht werden und welche Inhalte dazu bereits vorhanden sind. Aus diesen Erkenntnissen können Sie dann Ihre Content-Produktion anpassen.

Fehler 16: Keine Guideline, wie Sie Ihre Fans/Follower „managen“

Ein großer Vorteil der sozialen Medien besteht darin, direkt mit Ihrer Zielgruppe kommunizieren zu können. So entsteht Engagement und das bedeutet, die User werden leichter zu einer Handlung animiert (z.B. der Klick auf einen Link oder die Teilnahme an einem Gewinnspiel). Voraussetzung ist jedoch, dass Sie auf alle Kommentare und Reaktionen Ihrer User zeitnah reagieren. Nichts wirkt negativer auf Ihre Marke, wenn keinerlei Antwort auf einen User Kommentar folgt.

Um diesen Fehler zu vermeiden, sollten Sie bestimmen, wie Sie Ihre Communities auf den verschiedenen Plattformen managen und sicherstellen, rechtzeitig zu reagieren.

Jetzt Artikel lesen

Das könnte Sie auch interessieren