Brielle Yang erklärt, was jeder Marketer über die Farbenlehre wissen sollte

Der Einfluss der Farben

Täglich werden wir von tausenden Reizen überflutet, nehmen verschiedene Eindrücke wahr, sortieren diese im Kopf bewusst und unterbewusst. Welchen Einfluss manche Details dabei auf uns und unsere Psyche haben, ist uns teilweise gar nicht klar. Ein Beispiel hierfür sind Farben. Sie beeinflussen unseren Blickverlauf beim Betrachten eines Plakats oder sie wirken unterschwellig bei unseren Entscheidungen mit.

Viele Marketer beschäftigen sich intensiv mit dem Thema der Farblehre und führen zahlreiche Tests dazu durch. Wer die Wirkung der Farben kennt, kann dieses Wissen zu seinem Vorteil nutzen – sprich optimale Werbekampagnen planen und ausspielen. Oder auch die Effektivität des eigenen Social Media-Marketings verbessern.

Speziell dem Thema Farbenlehre und Social Media-Marketing widmet sich auf convinceandconverte.com Brielle Yang. Darin zeigt sie auf, welche Relevanz Farben auf den Erfolg (oder eben auch Misserfolg) bei Facebook, Twitter, Instagram & Co. haben können:

So wirken Farben

Zunächst geht Brielle auf die generelle psychologische Wirkung bei Farben ein:

Treffen die Augen eines Menschen auf eine spezielle Farbe, senden sie eine Nachricht an das Gehirn. Nach nur einer Nanosekunde Verarbeitungszeit, fällt die Person ein Urteil über das, war er sieht. Die Reaktionen darauf können sehr vielfältig ausfallen: Von Langeweile über Interesse bis hin zu Trauer können verschiedenste Emotionen geweckt werden.

Farben beeinflussen die Psyche der Kunden

Unter Einsatz von strategischem Design lassen sich die Augen des potenziellen Kunden lenken und auf einen bestimmten Punkt fokussieren. In diesem Zusammenhang spielen auch Farben eine entscheidende Rolle: Verwendet man harmonische Farben wird beispielsweise die Logik-Reihenfolge beeinflusst und die Person betrachtet die Werbeanzeige oder den visuellen Inhalt auf andere Weise. Komplementärfarben haben laut Brielle einen irritierenden Effekt auf den Zuschauer, während analoge Farben ein Gefühl der Ruhe vermitteln. Mit diesem Wissen ist es folglich möglich, die Reaktionen und Emotionen der User zu steuern.

Farbliche Kontraste steigern die Konversionen

Eine weitere wichtige Erkenntnis im Bereich der Farblehre ist, dass mit bestimmten Farben auch die Conversions gesteigert werden können. Entwirft man eine Werbeanzeige oder ein Plakat, ist das Ziel, dass der User sein Augenmerk auf wichtige Elemente wie das Verkaufsargument oder den Call-to-Action legt. Auch hier kann man sich der Lehre der Farben bedienen: Mit auffälligen Farbkontrasten lassen sich Brennpunkte erzeugen, die die Augen magnetisch anziehen. In der Regel sind es die Signalfarben Rot und Gelb, die hier gut funktionieren. Aber natürlich gilt auch hier: Testen und optimieren Sie, was bei der jeweiligen Zielgruppe am besten wirkt.

Die Wahrnehmung von Farben unterscheidet sich von Mensch zu Mensch

Kreiert man eine neue Kampagne, sollten Sie die Faktoren Zielgruppe und „Stimmung“ stark berücksichtigen. Denn je nachdem, wen Sie erreichen und welche Emotionen Sie wecken möchten, muss Ihre Kampagne anders gestaltet sein. Spricht man beispielsweise Männer an, sind plakative, helle Farben effizienter, die Farbe Lila dagegen sollte komplett vermieden werden. Frauen hingegen erreicht man mit weicheren Pastelltönen.
Somit wird deutlich: Farben können nur effektiv eingesetzt werden, wenn Sie Ihre Zielgruppe detailliert kennen. Nur dann lassen sich geplante, positive Effekte auslösen.

Farben lösen Gefühlen aus

Jeder Mensch assoziiert bestimmte Farben mit bestimmten Gefühlen. In vielen Fällen geschieht dies auf Basis von Erlebnissen und Erfahrungen. In manchen Fällen jedoch lässt sich ein allgemein gültiges Schema erkennen. So ruft die Farbe Blau beispielsweise ein Gefühl von Vertrautheit hervor, Grün steht für Wachstum und Silber und Gold vermitteln ein Gefühl von Eleganz und Raffinesse. Farben können somit die Stimmung von Menschen anheben, sie dazu bewegen Entscheidungen zu treffen oder sogar zu einer Handlung animieren. Diese Tatsache verdeutlicht, wie viel Potenzial Farben besitzen, um den eigenen Marketing-Erfolg weiter auszubauen.

Farben sind für die Markenpflege förderlich

Die Pflege der eigenen Marke ist für die Wahrnehmung eines Unternehmens oder einer Kampagne entscheidend. Laut Brielle sind 80 Prozent der Verbraucher der Meinung, dass Farben die Wahrnehmung einer Marke erhöhen.

Will man eine Marke so aufbauen, dass sie mit einer bestimmten Farbe assoziiert wird, gilt es zwei Punkte zu beachten:

  1. Farbe wählen, die zu der gewünschten Assoziation passt
  2. Die Farbe konsequent für Logo, Werbung, Website und anderes verwenden

Fazit

Letztlich basiert das „Erfolgsrezept“ bei der Verwendung von Farben in den sozialen Medien darauf, dass Sie einerseits Ihre Zielgruppe und andererseits das Potenzial der Farblehre kennen. Die besten Ergebnisse werden Sie jedoch dann haben, wenn Sie stets testen und optimieren.

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