Was sich hinter dem Raute-Zeichen verbirgt und wie Sie dieses für Ihr Social Media-Marketing sinnvoll einsetzen 

Was ist eigentlich ein Hashtag?

Hashtag 2

Wenn Sie in Social Media aktiv sind, dann ist es Ihnen bestimmt schon aufgefallen: Vor bestimmten Begriffen verwenden Nutzer das Raute-Zeichen. Diese sogenannten “Hashtags” sind zwar bekannt. Aber nicht alle wissen, um was sich dabei genau handelt und welchen Nutzen diese Markierung hat.

Deshalb finden Sie hier einige Informationen zu folgenden Themen:

  1. Wie lautet die Definition eines Hashtags (#)?
  2. Welche Bedeutung hat der englische Begriff?
  3. Wo, also auf welchen Kanälen, und wie setzt man # sinnvoll und effektiv ein?

Anmerkung: Das #-Zeichen ist im unten stehenden Text gleichbedeutend mit “Hashtag”.

Die Definition

Ein Hashtag verknüpft einen Social-Post mit anderen Einträgen auf einer Plattform. Ein Inhalt steht somit nicht isoliert auf dem jeweiligen Netzwerk, sondern ist mit einem thematischen Strom oder einer Diskussion verbunden.

Oder einfacher: Mit Hilfe eines Hashtags verbinden Sie einen einzelnen Post, beispielsweise auf Instagram, mit einem anderen Post innerhalb desselben Netzwerks. Diese „Verbindung“ entsteht, da beide Einträge den gleichen markierten Begriff (nämlich #) beinhalten.

Verwenden Sie beispielsweise einen # in einem Tweet auf Twitter oder in einem Bild auf Instagram, so verzahnen Sie diesen mit anderen Tweets und Fotos. Wenn Sie dann auf diesen Hashtag klicken, erhalten Sie alle dazu veröffentlichten Posts auf dem Kanal.

Beispiel:

In Ihrem Post auf Twitter erscheint das Wort “Content Marketing”(rot umrandet)

Beispiel Hashtag Twitter

Mit dem #-Zeichen kennzeichnen Sie den Begriff als Hashtag. Wenn Sie nun z.B. auf Twitter auf #ContentMarketing klicken, dann erscheinen sämtliche Tweets, die dieses Schlagwort beinhalten. So sehen Sie also, welche anderen Inhalte rund um das Thema Content Marketing dort erscheinen und diskutiert werden.

Die Bedeutung

So weit, so gut. Aber warum macht es Sinn diese Markierungen zu nutzen?

Die Antwort darauf deckt verschiedene Aspekte ab:

Zunächst ist es mittlerweile von vielen Usern „gelernt“, Hashtags in Social-Posts zu verwenden und ebenso vorzufinden. Sie dienen als eine Art Orientierung, um leichter Inhalte, zum Beispiel zu bestimmten Themen oder Marken zu finden. Fehlen diese, dann generieren Sie weniger Aufmerksamkeit beim Nutzer.

Weiterhin steigern Sie durch den Einsatz von für Sie relevanten Hashtags Ihre Sichtbarkeit und somit auch Ihre Reichweite.

Denn, wie es bereits beschrieben wurde, können Sie mit Hilfe von diesen Stichwörtern Inhalte einem oder mehreren Themen zuordnen. Und somit fungieren diese Schlagworte als eine Art Suchbegriff, der es dem Nutzer vereinfacht, seinen Content im Social Web zu finden. Sie erhöhen also Ihre Sichtbarkeit, wodurch Sie gleichzeitig mehr Traffic erzeugen können.

Andersherum bedeutet das: Verwenden Sie in einschlägigen Netzwerken keinen #, dann stehen Ihre Posts in keinem Zusammenhang und werden allenfalls zufällig gefunden. Und da sie nicht sichtbar sind, bauen Sie auch keine Reichweite auf. Aber das wichtigste ist: Sie sind für den Nutzer irrelevant, da Sie nicht gefunden werden.

Daher gilt:

Posts ohne Hashtag stehen isoliert und ohne Bezug zu einem thematischen Kontext oder einer Diskussion!


Das heißt: Weniger Relevanz für den Nutzer, dadurch weniger Reichweite und das bedeutet weniger Sichtbarkeit!


Neben diesen wesentlichen Faktoren, ist es Ihnen ebenso möglich, mit # Themen zu analysieren. So wie Nutzer mit Hilfe der Stichwörter nach Inhalten suchen, können Sie das gleiche Prinzip verwenden, um die Wettbewerbssituation zu untersuchen:

  • Gibt es überhaupt einschlägige Hashtags in Ihrer Nische?
  • Welche Beiträge erscheinen?
  • Gegen welche bekannte und unbekannte Konkurrenz kämpft man um die Aufmerksamkeit der Community?

Die Einsatzmöglichkeiten

Hashtags finden Sie in den meisten Fällen auf diversen Social Media-Plattformen. Doch nicht auf allen Kanälen ist der Gebrauch sinnvoll. Die genannten Vorteile und Gründe, warum Sie sie einsetzen sollen, gelten nicht für alle sozialen Medien.

Wo Sie Hashtags nicht verwenden sollten

Viele Studien haben ergeben, dass auf folgenden Kanälen keine # eingesetzt werden sollten:

  • LinkedIn
  • Xing
  • Zum Teil in Facebook

Auf Facebook ist immer wieder zu sehen, dass User unter Posts diverse Stichwörter einsetzen. Allerdings verfehlen diese die oben genannten Wirkungen: Erstens sind es meistens zu viele und zweitens ist ihre Funktion als “Themenfinder” auf diesem Portal nicht sehr relevant.

Außerdem darf nicht unterschätzt werden, dass das “Raute”-Zeichen vor einem Wort zunächst wie eine Art Abkürzung wirkt. Dadurch wird es dem Nutzer erschwert, den Kontext einfach und schnell zu verfassen. Es kann folglich passieren, dass dieser über das Stichwort “stolpert”. Das ist selbstverständlich gerade dann der Fall, wenn die Verwendung auf dem Kanal nicht so weit verbreitet und eher ungewöhnlich ist.

Wollen Sie also auf Facebook # verwenden, dann sollten Sie diese sehr sorgfältig wählen. Handelt es sich beispielsweise um bekannte Events und Kongresse, ist der Einsatz sinnvoll. Ansonsten sollte eher darauf verzichtet werden.

Bei LinkedIn und Xing hingegen besitzen # keine nennenswerte bis gar keine Bedeutung für die Gewinnung von Sichtbarkeit oder Reichweite.

Wo Sie Hashtags einsetzen sollten

Dagegen gibt es natürlich einige soziale Medien, in denen Sie das #-Zeichen in Ihre Posts einbinden sollten. Die wohl bekanntesten sind:

  • Twitter
  • Instagram
  • Pinterest

Gerade bei Instagram ist das Raute-Zeichen neben den Bildern und Videos sehr wichtig. Denn damit haben Sie die (einzige) Möglichkeit, Ihren Content bestimmten Themengebieten zuzuordnen. Auch die Nutzer sind daran gewohnt und suchen entsprechend mit dem #. Das ist besonders wichtig vor dem Hintergrund, dass die sozialen Medien zunehmend als Suchmaschinen genutzt werden.

Auf Pinterest können Sie jedem Ihrer Pins entsprechende Beschreibungen hinzufügen. Das #-Zeichen ist hier nicht so relevant, wie es bei Instagram der Fall ist. Insgesamt werden auf Pinterest eher weniger # verwendet.

Wenn doch, dann sollten Sie folgendes beachten, was zugleich allgemein zur Verwendung von # gilt:

Prüfen Sie zunächst, welches Suchvolumen ein Hashtag besitzt. Das zeigt, wie „gefragt“ der Begriff ist. Bei zu hohen Suchvolumina besteht jedoch dann die Gefahr der sogenannten Verwässerung. Das bedeutet, der eigene Post geht innerhalb der Suchergebnisse für einen # unter und wird somit nicht wahrgenommen. Daher empfiehlt es sich, einen Mix aus häufigen und spezifischen Hashtags zu nutzen. Zudem kann es sinnvoll sein, die eigenen Beiträge durch Wasserzeichen und/oder Logo zu markieren und so den Wiedererkerkennungsfaktor zu stärken.

Auch auf Twitter clustern Sie mit den durch # gekennzeichneten Keywords Inhalte, wodurch Sie Ihre Visibility und die Chance erhöhen, mehr Traffic zu erzeugen.

Allgemeine Tipps für Hashtags

Die positiven Effekte, also Relevanz, Sichtbarkeit und Reichweite, erzielen Sie nur, wenn Sie die Spezifikationen der einzelnen Social Media-Kanäle kennen. Dazu sollten Sie folgendes beachten:

  1. Nutzen Sie #-Zeichen lediglich auf Social Media, wo es auch sinnvoll und gewohnt ist für die User!
  2. “Spammen” Sie nicht – weniger ist mehr!
  3. Analysieren Sie die Netzwerke nach für Sie relevanten Begriffen, um so auf die richtigen Keywords zu verweisen.

Heruntergebrochen auf die einzelnen Social Media-Kanäle bedeutet das:

Facebook

  • Hier ist es nur sinnvoll, wenn es sich um bekannte Veranstaltungen oder besondere Trends handelt
  • maximal 2 Begriffe

Twitter

  • jeder Post sollte #  beinhalten
  • ca. 1 bis 3 Wörter

Instagram

  • Sie können bis zu 30 # pro Bild oder Video einfügen.
  • Empfehlenswert ist jedoch zwischen 3 und 5 Begriffen

Pinterest

  • besonders auf unique # konzentrieren
  • maximal 2 Begriffe pro Post

Es zeigt sich also: Das #-Zeichen hat ein großes Potenzial, um die Bekanntheit und die Followerschaft der eigenen Marke voranzutreiben. Gleichzeitig sollten Hashtags mit Sorgfalt gebraucht werden. Ansonsten beeinflusst es Ihre Social Media-Aktivitäten mehr negativ als positiv.

Das könnte Sie auch interessieren