Welche Fehler Sie mit Sicherheit mit Ihrer Content Marketing-Strategie scheitern lassen

10 No-Gos im Content Marketing

Fehler

Eigentlich wissen Sie, welche Fehler Sie im Content Marketing vermeiden sollten. Schließlich finden sich fast täglich neue Blog-Posts, die erklären, was Sie keinesfalls tun sollten. Und eigentlich handelt es sich dabei um offensichtliche Dinge. Aber “eigentlich” beinhaltet auch immer, dass die Fehler häufig trotzdem gemacht werden.

Deshalb lohnt es sich durchaus, sich regelmäßigen diese Fehlerlisten anschauen. Und heute liefert uns Pam Neely  hat auf scoop.it eine 10 No-Go-Liste. Nutzen Sie diese Aufzählung als Checkliste für die Erarbeitung oder Überprüfung Ihrer eigene Content Marketing-Strategie:

No-Go 1: Sie kennen Ihr Publikum nicht

Natürlich wissen Sie, wer Ihre Kunden sind. Schließlich verkaufen Sie seit Jahren erfolgreich Ihre Produkte oder Dienstleistungen. Doch haben Sie ein wirkliches Bildderer, die bei Ihnen kaufen und von denjenigen, die noch zu Käufern werden sollen? Oft sind es eher rudimentäre oder sehr abstrakte Informationen über die Zielgruppe, mit denen man entsprechend weniger gut arbeiten kann. Im Zentrum jeder erfolgreichen Content Marketing-Strategie müssen jedoch Ihre User stehen. Denn nur, wenn Ihren Nutzern auf sie angepasste Inhalte zur richtigen Zeit am richtigen Ort liefern, haben Sie eine Chance, wahrgenommen zu werden und
Traffic (also Reichweite) zu erzeugen. Und dazu benötigen Sie ein detailliertes Bild Ihrer Zielgruppe, das Sie auch in der täglichen Arbeit einsetzen können. Ein Konzept, das sich dazu sehr gut eignet, ist das der Buyer Personas.

No-Go 2: Sie haben keinen Überblick zu den Content-Produzenten Ihrer Nische

Bevor Sie mit der eigene Content-Erstellung starten, sollten Sie eine klassische Marktübersicht erarbeiten. Sie müssen nämlich wissen, welcher Ihrer Konkurrenten zu Ihren Themen bereits Inhalte wo (also auf welchen Kanälen) anbietet. Zudem kann es durchaus der Fall sein, dass Sie auf Wettbewerber stoßen, die Sie bis dato noch nicht als solche wahrgenommen haben, weil sie eher branchenfremd sind. Da diese aber Themen Ihrer Nische besetzen, konkurrieren Sie um die gleiche Reichweite.

No-Go 3: Sie verwenden zuwenig Ressourcen für Ihr Content Marketing

Große Werbebudgets sind für eine erfolgreiche digitale Reichweitenstrategie nicht unbedingt nötig, auch wenn sie das Leben sicherlich leichter machen. Doch eben gerade kleine und mittelständische Firmen verfügen nicht über riesige Budgets und können trotzdem erfolgreich sein. Allerdings ist eine wichtige Voraussetzung dazu, genügend Ressourcen für den Ansatz bereitzustellen und insbesondere Committment mit der Strategie in den benötigten Abteilungen zu schaffen.

No-Go 4: Sie warten auf “virale Effekte” ohne viel Promotion zu betreiben

Die richtigen Inhalte zu erstellen und zu gestalten, ist ein wesentliches Element in einer Content Marketing-Strategie. Die erwartete Wirkung – also Traffic, Leads oder Käufer – tritt aber nicht automatisch ein, sobald Sie den Content auf Ihrer Website veröffentlicht haben. Und auch virale Effekte stellen sich nicht mit lediglich einem Post in Social Media ein. Deshalb ist es erforderlich, mindestens soviel Aufwand für in Ihre Distribution wie Sie in Ihre Content-Produktion zu investieren. Das heißt: Sie müssen stets an den für Ihre User relevanten Touchpoints auffindbar sein.

No-Go 5: Sie messen Ihre Strategie nicht

Ob Ihre Anstrengungen am Ende die Ergebnisse bringen, die Sie geplant haben, wissen Sie erste, wenn Sie Ihre Ziele messen. Und dazu benötigen Sie KPIs. Ansonsten betreiben Sie Content Marketing “im Blindflug” und können nicht feststellen, inwieweit die Strategie auf Ihre Umsätze und Gewinne einzahlt.

No-Go 6: Sie erwarten schnelle, gute Ergebnisse

Selbstverständlich will und muss man wissen, ob sich die Investitionen in eine neue Strategie lohnen. Und je schneller die Plan-Zahlen erreicht werden, desto besser. Schließlich bestätigt das dann den angestrebten Kurs. Da Content Marketing jedoch ein langfristiger Ansatz ist, stellt sich der Erfolg nicht gleich nach beispielsweise einigen Wochen ein. Im Gegenteil: Erste konkrete Ergebnisse können Sie laut Pam nach circa 6 bis 18 Monaten erwarten. Und das sollte folglich auch so in die Planungen miteinfließen, um Missverständnisse und Diskussionen im vornherein zu vermeiden.

No-Go 7: Sie nutzen nicht das komplette Potenzial Ihrer bestehenden Inhalte

Stetig neue, interessante Inhalte zu gestalten und zu verbreiten kostet Zeit und ebenso Geld. Um beides zu sparen, können Unternehmen auf einen “Trick” zurückgreifen: Verwerten Sie bereits existierenden Content wieder! Insbesondere Beiträge, die stetig neue Website-Besucher anziehen (Stichwort Evergreens!) eignen sich, regelmäßig aktualisiert zu werden. Zusätzliche Abschnitte können eine Variante sein. Oder Sie verwenden unterschiedliche Formate, um ein Themen möglichst breit zu besetzen und mit Video, Audio und Bild verschiedene Teile Ihrer Zielgruppe anzusprechen.

No-Go 8: Der Verkauf statt der Nutzwert steht im Mittelpunkt Ihres Contents

Der große Unterschied zwischen klassischer Werbung und Content Marketing ist: Statt gewohnter “Kauf mich”-Botschaften liefern Sie Ihren Nutzer hilfreiche, auf deren Probleme zugeschnittene Lösungen. Und das sollte auch das Ziel Ihrer Content Marketing-Strategie sein. Natürlich wollen Sie am Ende Geld verdienen und müssen daher Ihre Produkte oder Dienstleistungen verkaufen. Aber auf den Weg dahin ist es wichtig, den User nicht mit “Lobgesängen” auf die eigene Marke zu informieren, sondern vielmehr mit nützlichen Inhalten. Denn dann steigt auch das Committment seitens der potenziellen Kunden am Schluss bei Ihnen zu investieren.

No-Go 9: Sie decken mit Ihren Inhalten nur eine Phase der Buyer’s Journey ab

Angelehnt an Punkt 5 knüpft dieser Aspekt an. Mit Hilfe von KPIs sehen Sie nicht nur das Gesamtergebnis, sondern auch die Performance Ihrer einzelnen Inhalte. Dabei ist es wesentlich zu erkennen, auf welche Phase des Kaufprozesses jedes Content-Stück einzahlt. Haben Sie beispielsweise viele Informationen, die hauptsächlich Ihre Awareness erhöht? Um die daraus gewonnenen Website-Besucher weiterzuveredeln, benötigen Sie jedoch ebenso Inhalte, die diese in die nächsten Stufe konvertieren. Nur so können Sie am Ende Geld verdienen. Somit sollten Sie stets Ihre Inhalte in Bezug auf die verschiedenen Abschnitte Ihres Marketing-Funnels analysieren.

No-Go 10: Sie haben keine dokumentierte Content Marketing-Strategie

Zuletzt weist Pam auf den wohl häufigsten zitierten Fehler hin: Sie setzen Content Marketing zwar in Ihrem Unternehmen um, aber Sie haben Ihren Plan nicht dokumentiert. Somit haben Sie auch keinen Überblick über sämtliche Aktivitäten, deren Effektivität und können am Ende kein Ergebnis messen.

Pams Aufzählung dient als ideale Checkliste für Ihr eigenes Tun und sollte daher als Gedankenstütze, gerade zu Anfang einer Content Marketing-Strategie, genutzt werden.

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