Andrew Warner erläutert, wie Sie erkennen, dass Ihr Inhalt Nutzer "langweilt" und wie Sie die Fehler schnell beheben können

3 Anzeichen für wenig begeisterungsfähigen Content

Sie haben Ihren Blog-Post endlich fertig und bereits auf Ihrer Website veröffentlicht. Zusätzlich spielen Sie den Link natürlich auch auf Ihren relevanten Social Media-Kanälen aus, wie z.B. Ihrer Facebook-Fanpage, auf Instagram, Twitter oder Xing.

Empfehlung: Sie wissen nicht genau, welche Social Media-Kanäle für Sie relevant sind? Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie jetzt hier!

Das Ergebnis: Ernüchternd. Weder generieren Sie nennenswerten Traffic über Ihren Artikel noch eine hohe Anzahl an Shares oder Likes in den sozialen Medien. Natürlich wird nicht jeder Inhalt, der auf Ihrer Seite erscheint, ein Evergreen und damit ein Treiber für regelmäßige Website-Besucher. Nichtsdestotrotz sollte dieses Szenario nicht die Regel in Ihrem Content Marketing sein. Ansonsten ist es ein klares Zeichen dafür, dass Sie Content produzieren, der Ihre Nutzer langweilt.

Diese Ansicht vertritt zumindest Andrew Warner, Gastautor auf jeffbullas.com. Und auch das Argument, man arbeite in einer “langweiligen” Branche, was zwangsläufig zu “langweiligen” Inhalten führt, lässt er nicht gelten. Denn seiner Meinung nach liegt es in 9 von 10 Fällen am unzureichenden Content, nicht an der Nische, in der Sie tätig sind.

Freundlicherweise zeigt Andrew auch gleichzeitig, wie Sie es schaffen, schlechten in guten Content umzuwandeln. Dafür erklärt er zunächst, wie Sie “langweiligen” Inhalt erkennen und mit welchen Maßnahmen Sie interagieren können:

Anzeichen 1: Keine Kommentare seitens Ihrer Nutzer

Ob und inwieweit Ihr Blog-Post für Ihre Zielgruppe interessant ist, zeigt sich laut Andrew an der Anzahl der Kommentare. Allerdings bedeuten keine oder wenig Kommentare nicht automatisch einen Misserfolg. Denn es kann durchaus der Fall eintreten, dass Ihr Content zwar keine Kommentare, dafür aber auf Social Media extrem hohe Interaktionsraten erzeugt.

Trotzdem rät Andrew dazu die Chance zur erhöhen, mehr Kommentare zu erhalten. Das fördert schließlich das Engagement.

Dazu gibt er 3 Tipps:

Tipp 1: Storytelling für “engaging” Content

Um dieses Ziel (und alle weiteren) zu erreichen, muss Ihr Inhalt “engaging” sein. Das schaffen Sie, indem Sie Storytelling anwenden und dadurch den Usern auch vermeintlich unspannende Inhalte in einer einzigartigen Weise präsentieren.

Tipp 2: Bieten Sie echten Nutzwert

Neben der Art und Weise, wie Sie Ihren Content darstellen, spielt der Mehrwert eine entscheidende Rolle. Sie müssen Ihrem Publikum eine hilfreiche Antwort auf deren (Such-)Fragen liefern. Nur so bieten Sie einen Nutzwert und einen Grund, Ihre Seite und nicht die des Wettbewerbs anzuklicken.

Tipp 3: Fordern Sie zu Kommentaren auf

Andrews dritter Tipps ist zwar simpel, aber sehr wirksam: Animieren Sie Ihre Nutzer am Ende Ihres Blog-Posts Kommentare zu schreiben. Somit signalisieren Sie, dass Sie sich auf deren Feedback freuen. Zudem müssen Sie natürlich auch stets darauf reagieren und antworten.

Anzeichen 2: Keine Social Media-Reaktionen

Generieren Ihre Artikel Shares und Likes auf Facebook, Instagram, Twitter  & Co.? Wenn nicht, dann ist das ebenfalls ein Anzeichen für nicht begeisterungsfähigen Content.

Social Media bietet schließlich ein hohes Potenzial, die eigene Bekanntheit und Reichweite zu steigern. Wenn Ihre Inhalte allerdings nicht von den Nutzern wahrgenommen werden, verringern Sie diese Chance.

Auch hier kennt Andrew dankenswerterweise 2 Tipps, mit denen Sie Social Media effektiver für sich einsetzen können:

Tipp 1: Identifizieren und vernetzen Sie Ihren Content mit Influencer

Content, der von glaubwürdigen Personen weiterempfohlen wird, erzeugt wiederum mehr Vertrauen bei den Fans als lediglich der Social-Post von der Marke selbst. Deshalb sollten Sie wissen, welche Influencer es in Ihrer Branche gibt und sich mit diesen vernetzen. Von deren Image und Reichweite können Sie ebenso profitieren, wenn Sie Influencer sinnvoll in Ihre Posts einbinden, z.B. durch das Handle auf Twitter. Dadurch erhalten diese eine Benachrichtigung und teilen Ihren Content bestenfalls an die Community weiter.

Empfehlung: So finden und vernetzen Sie sich mit Influencer – mehr Infos hier!

Tipp 2: Sprechen Sie Meinungsführer direkt an

Eine andere Möglichkeit besteht darin, Personen, die ähnliche Inhalte wie Ihre häufig teilen, direkt anzusprechen. Das können Influencer aber auch “normale” Nutzer sein. Andrew empfiehlt eine Email, in der Sie auf Ihren Content hinweisen mit der Bitte, diesen zu verbreiten. Um die Chance einer Zusage zu erhöhen, sollten Sie eine Gegenleistung anbieten, z.B. ein Ebook oder das Teilen deren Blog-Posts.

Anzeichen 3: Hohe Absprungrate

Ebenfalls ein Hinweis für “langweiligen” Content kann eine hohe Absprungrate sein. Dabei stellt Andrew im Vornherein klar: Schlechter Inhalt stellt einen von mehreren Gründe dar, warum Ihre Bounce Rate sehr hoch ist. Nämlich dann, wenn Sie Erwartungen des Users nicht erfüllen.

Um jedoch den Faktor “langweiligen Content” auszuschließen, führt Andrew 3 Tipps auf:

Tipp 1: Bauen Sie Ihre interne Verlinkung aus

Welche Seiten sind für Ihre Nutzer besonders interessant? Auf diese sollten Sie, immer im kontextuell relevanten Zusammenhang, verlinken.

Tipp 2: Optimieren Sie das Design Ihrer Website

Oft ist auch das Design und die Gestaltung einzelner Blog-Posts ein Grund, warum Nutzer die Seite schnell wieder verlassen. Deshalb sollten Sie auch auf diesen Punkt besonders achten.

Tipp 3: Achten Sie das Nutzenversprechen

Wie bereits erwähnt, hat der User gewisse Erwartungen an Ihre Seite, wenn er diese besucht. Denn schließlich ist er auf der Suche nach der Lösung einer Frage oder eines Problems. Deshalb sollten Sie gerade Seiten mit sehr hoher Bounce Rate dahingehend überprüfen, ob sie das Nutzenversprechen erfüllen, welches sie suggerieren. Wenn nicht, müssen Sie Ihre Inhalte entsprechend anpassen.

Fazit: Schritt für Schritt zu besserem Content

Andrews Ausführungen sind ein sehr guter Leitfaden, um die eigenen Inhalte Schritt für Schritt zu optimieren. Zudem weist er auf einige Kennzahlen hin, die bei der Erfolgsmessung sehr hilfreich sind und frühzeitig Fehler ersichtlich machen.

 

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