Was Sie aus dem Scheitern anderer Unternehmen für Ihre Content Marketing-Strategie lernen sollten, zeigt Neil Patel

8 Content Marketing-Cases und ihre Fehler

Scheitern

Es ist immer spannend zu erfahren, wie andere Firmen, egal ob Mittelstand oder Konzerne, mit neuen Strategien und Projekten die Herausforderungen ihrer Branche zu bewältigen versuchen. Und noch interessanter wird es, wenn daraus eine Erfolgsstory wird. Denn aus diesem Fallbeispiel kann man dann für das eigene Unternehmen entsprechende Ansätze finden.

Kein Wunder also, dass auch im Content Marketing Case Studies gern gelesener und gehörter Inhalt sind. Doch um daraus zu lernen, muss es sich nicht immer um Erfolgsgeschichten handeln. Ebenso lohnt es sich, gescheiterte Beispiele zu analysieren, damit man selbst nicht die gleichen Fehler begeht.

Und genau das macht Neil Patel mit gleich 8 Firmen, die mit ihrer Content Marketing-Strategie gescheitert sind. Neben den einzelnen Beschreibungen erklärt er dankenswerterweise zugleich, welches Learning sich daraus ergibt. Lesen also jetzt diesen interessanten und ausführlichen Beitrag, um möglichst viele Stolpersteine auf dem Weg zum optimalen Sales-Funnel zu vermeiden:

Fallbeispiel 1: Malaysia Airlines

Als erstes Negativ-Beispiel nennt Neil die Malaysia Airlines. Die Fluggesellschaft startete 2014 eine Marketing-Aktion in Australien und Neuseeland, in der potenzielle Passagiere eine sogenannte “Bucket Lists” angeben sollten. Darunter versteht sich eine Liste mit Tätigkeiten, die man noch nicht getan hat, aber gerne bevor man stirbt erleben würde. Unter den Einsendungen wurden dann Preise verlost. Das Bizarre: Diese Kampagne wurde beworben, obwohl die Fluglinie in dieser Zeit die beiden Tragödien der MH17 und MH370 zu verzeichnen hatte.

Daher Neils Learning: Beachten Sie stets den Kontext, in der Ihre Inhalte stehen und brechen Sie notfalls Kampagnen ab, die aufgrund eines aktuellen Ereignisses ungünstig sind.

Fallbeispiel 2: Ogilvy India

Ebenfalls negativ zeigte sich eine Anzeigenkampagne von Ogilvy India. Die Werbung des Matratzen-Herstellers basierte unter anderem auf der Attacke der Taliban gegen Malala Yousafza. Der Kopfschuss gegen das 14-jährige Mädchen wird Anlass genommen, das diese auf eine Matratze fällt, von der Sie dann wiederum zum Moment “katapultiert” wird, in dem sie den Friedensnobelpreis erhält. Der Slogan dazu lautet “bounces back”.

Neils Learning: Seien Sie sensibel bei der Auswahl Ihrer Ideen.

Fallbeispiel 3: DiGiorno

Der Anbietet von tiefgekühlter Fertigpizza ist ein Beispiel dafür, Hashtags in Vorfeld auf deren Sinnhaftigkeit für den eigenen Content zu überprüfen. Denn DiGiorno verwendete den Hashtag  “#WhyIStayed”, der sich allerdings auf das Thema Gewalt in der Welt bezieht.

Übrigens: Wie Sie Hashtags richtig verwenden, lesen Sie jetzt hier!

Deshalb Neils dringende Bitte: Recherchieren immer, welche Absicht hinter einem Hashtag steht, bevor Sie ihn in Ihre Tweets einbinden.

Fallbeispiel 4: Carrefour

Die Supermarkt-Kette Carrefour konzentrierte sich zu sehr auf die “klassischen” Werbekanäle, wie z.B. Print. Das Ergebnis war, dass Wettbewerber der Branche das Unternehmen “überholt” haben.

Neils Learning lautet also: Beobachten Sie stetig Ihre Konkurrenz und deren Maßnahmen, um rechtzeitig gegensteuern zu können.

Fallbeispiel 5: Levi’s

Die Marke Levi’s startete eine Kampagne, in der Jeans für “jedes Profil und jede Größe” beworben werden sollten. Der Fehler: Die dazugehörige Print-Anzeige zeigte drei vollkommen gleiche Models, die sich weder in Profil noch Figur unterschieden.

Neils Learning: Planen Sie alle Marketing-Aktivitäten von Anfang bis Ende durch, sodass ein einheitliches Verständnis der Markenbotschaft entsteht und auch die einzelnen Maßnahmen richtig aufeinander abgestimmt werden.

Fallbeispiel 6: Apple

Und auch Apple ist Teil von Neils Negativ-Beispielen. Der Technologie-Konzern verbreitete an all seine Nutzer kostenlose Musik. Allerdings ohne jegliche Berücksichtigung, was die User präferieren.

Somit also Neils Learning: Bieten Sie Content zielgruppenspezifisch an.

Fallbeispiel 7: Adelaide

Die Küstenstadt Adelaide in Australien änderte ihr Branding. Das Problem: Keinen der Einwohner überzeugte das neue Design. Es entstand eine hohe negative Resonanz, sodass die Stadt Ihr Branding – diesmal unter Beachtung der Anmerkung seitens der Bewohner – ein weiteres Mal ändern musste.

Neils Learning: Führen Sie Zielgruppenanalysen und Tests durch, bevor Sie an den Markt gehen.

Fallbeispiel 8: Nesquik

Als letztes Beispiel stellt Neil das Unternehmen Nesquik dar. Dieses startete eine sehr teure Kampagne, um Nutzer mit Hilfe einer App für einen “National Bunny Ears Day” zu begeistern. Allerdings waren die gesamten Anstrengungen ein Flop.

Das Problem: Die Zielgruppe interessierte die Idee nicht und kannte zudem auch den erfundenen “National Bunny Ears Day” nicht. Dadurch konnte kein Impuls gegeben werden, sich an den Aktionen (nämlich dem Download der App) zu beteiligen.

Neils abschließendes Learning lautet somit: Kreieren Sie Content, der sich an der Realität Ihrer Zielgruppe orientiert.

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