Jenny Prikockis zeigt, welche Fehler Sie für eine erfolgreiche Content Marketing-Strategie unbedingt vermeiden sollten

Die sieben Todsünden des Content Marketing

priest with bible and cross

Die Erwartungen an eine Content Marketing-Strategie sind hoch: Neben der Reichweite und dem Vertrauen, das man durch hochwertigen Inhalt auf- und ausbaut, will man am Ende Geld verdienen. Und dazu muss der generierte ↘Traffic Stück für Stück monetarisiert werden, indem Unternehmen einen entsprechenden
Marketing-Funnel definieren. Soweit die Theorie.

In der Praxis angekommen, stehen viele Unternehmen vor der Herausforderung, die verschiedenen Bausteine des Content Marketings richtig “zusammenzusetzen”. Denn es gibt viele Stolperfallen, die das gesamte Projekt zu Fall bringen können.

7 der absoluten Todsünden im Content Marketing hat freundlicherweise ↘Jenny Pritockis formuliert. Und weil es sich bei dem Artikel mit dem Originaltitel ↘The 7 Deadly Sins of Content Marketingauf streamcompanies.com um viele elementare und häufige Fehler handelt, haben wir von Communicate And Sell Jennys Beitrag kuratiert und übersetzt.

Sie also Jennys Beitrag auf jeden Fall lesen, damit Sie am Ende zu den Gewinnern des Konzepts zählen:

Die sieben Todsünden des Content Marketing

von Jenny Prikockis

Unser von Google regiertes Königreich breitet sich aus, und damit auch die Marketing-Praktiken, die uns dabei helfen, bessere Verbindungen zu unseren Kunden aufzubauen. Begehen Sie vielleicht Content Marketing-Sünden, die schon längst überholt und außerdem kostspielig für Ihr Unternehmen sind, und für die Sie vom großen G gestraft werden können? Lesen Sie weiter, um es herauszufinden.

Content Marketing-Sünde No. 1: Keyword Stuffing

Keyword Stuffing, oder das Ausstaffieren ihres Contents mit einem bestimmten Wort oder einer Wortgruppe, um damit bei Google höher zu ranken, ist eine schon längst veraltete Taktik und meiner Meinung nach die schlimmste Sünde, die Sie begehen können.

Was Sie falsch machen:

Die Methodik des Keyword-Stuffing war in den frühen 2000ern beliebt, als Keywords beim Wettlauf um die Spitzenposition in den Suchergebnissen das A und O waren. Das Problem an der Sache? Niemand, der nach wertvollen Informationen sucht, gibt sich damit zufrieden, einen Artikel zu lesen, in dem einfach nur immer und immer wieder dasselbe Wort aufgelistet wird.

Wenn Sie zu den Eingeweihten gehören und wissen, wonach Google heute eigentlich sucht, nämlich nach qualitativ hochwertigem Content mit organisch oder natürlich fließendem Text (siehe das ↘Hummingbird-Update von 2013), ist es ziemlich logisch, dass Keyword-Stuffing in Ihrer ↘Content Marketing-Strategie keinen Platz haben sollte, weil es Ihr Unternehmen nämlich davon abhält, wirklich mit Ihren Lesern in Verbindung zu treten.

Wie Sie sich davon erlösen können:

Hören Sie auf, alles mit Keywords auszustopfen und fangen Sie an, Content zu schreiben, der Ihren Lesern wirklich weiterhilft. Es ist in Ordnung, wenn Sie sich eine Zielsetzung an Keywords überlegen, die zu Ihrem Thema auftauchen sollen, aber am Ende sollten Sie sicherstellen, dass das, was Sie schreiben, auch sinnvoll ist.

Content Marketing-Sünde No. 2: Posts veröffentlichen, nur damit etwas Neues dasteht

Es tut weh, Ihren Blog oder den Feed auf einer Ihrer Social Media-Websites für einen Monat oder noch länger brachliegen zu sehen – glauben Sie mir, ich weiß das. Aber einfach Posten, nur damit Sie etwas gepostet haben, ist keine so gute Idee.

Was Sie falsch machen:

Google belohnt Websites, die sich bemühen, überzeugenden Content auf Routinebasis zu veröffentlichen, doch mit einem bloß aufgeplusterten Update erreichen oder ködern Sie wahrscheinlich nicht Ihre Kunden. Einfach so etwas zu posten bringt Ihnen wahrscheinlich das gegenteilige Ergebnis von dem ein, was Sie sich erhofft haben.

Wie Sie sich davon erlösen können:

Es gibt so viele Wege, wie Sie einen Post aufbauen können, der Ihrem Lesepublikum etwas bringt, aber es ist enorm wichtig, sich die Zeit für ein bisschen Brainstorming zu nehmen. Ein paar Starthilfen: Machen Sie sich die Probleme, die Ihre Kunden vielleicht haben, zu Nutze, oder recherchieren Sie, worüber die Großen in Ihrer Branche sich gerade unterhalten.

Bonus: Wenn Sie sich an einen Redaktionsplan halten (siehe Erlösung von Sünde No. 5), können Sie neuen, qualitativ hochwertigen Content immer schon im Voraus geplant und in Petto haben.

Content Marketing-Sünde No. 3: Link-Farming mit irrelevanten Websites

Link-Scheming beinhaltet den Verkauf von Links an andere Websites, um Links zurück auf Ihre eigene Seite zu bekommen. Zum einen laufen Sie große Gefahr, dafür von Google bestraft zu werden, aber nicht nur das: Es handelt sich dabei auch um einen groben Schnitzer im Bereich Content Marketing.

Was Sie falsch machen:

Über die Jahre hinweg hat sich Googles Methodik für den Link-Ranking-Prozess hin zu „Qualität statt Quantität” entwickelt. Links haben zwar immer noch Gewicht, wenn es um die Auflistung Ihres Content in Suchergebnissen geht, aber für Links auf Ihren Content von irrelevanten Websites aus zu bezahlen ist gleich ein doppelter Patzer, den Sie auf jeden Fall vermeiden sollten.

Wie Sie sich davon erlösen können:

Die richtige Methode um Ihren Content zu teilen? ↘Nutzen Sie Links als Gelegenheit, sich Beziehungen zu den relevanten Bloggern und Unternehmen in Ihrer Branche aufzubauen.

Content Marketing-Sünde No. 4: Blog-Kategorien, was ist das?

Wenn Ihr Blog nicht irgendeine Art von Strukturierung in Kategorien aufweist, präsentieren Sie damit Ihren Besuchern wahrscheinlich nicht alles, was Sie zu bieten haben.

Was Sie falsch machen:

Sobald Leser auf Ihren Blog kommen, egal, ob über Google oder über einen anderen Teil Ihrer Website, sollten Sie es Ihnen so leicht wie möglich machen, schnell den herausragenden Content, den Sie erstellt haben, zu finden. Dabei geht es um mehr als nur die Seite 1. Wenn Ihr Blog eine unendliche Kette an nicht-kategorisierten Posts ist, erschwert das die weitere Interaktion von Suchenden mit Ihrer Website.

Wie Sie sich davon erlösen können:

Auch Kategorie-Boxen auf einer übergeordneten Ebene können schon einen gigantischen Unterschied machen. Um ein paar relevante Kategorien oder Unterkategorien für Ihr Unternehmen zu finden, schlüpfen Sie am besten zum Brainstormen wieder in die Schuhe Ihrer Kunden.

Content Marketing-Sünde No. 5: Sie verwenden keinen Redaktionsplan

Wenn Sie bislang keinen Redaktionsplan als Teil Ihres Content Marketing-Prozesses nutzen, dann wird Ihr Leben jetzt vielleicht ein ganzes Stück leichter.

Was Sie falsch machen:

Ein Redaktionsplan oder –kalender ist ein einfaches, aber trotzdem wirkungsvolles Organisationswerkzeug, das Ihnen dabei helfen kann, Ihre ↘Content-Strategie, was Themen anbetrifft, in erfolgreiche, pünktlich veröffentlichte Posts zu verwandeln, die Sie gleich teilen können. Wenn Sie die Vorteile eines Redaktionsplans bisher noch nicht genutzt haben, heißt das wahrscheinlich, dass Sie Zeit verplempern, wo das gar nicht nötig ist.

Wie Sie sich erlösen können:

Für diese Sünde brauchen Sie nur ein paar Minuten, um sie umzukehren. Es gibt Unmengen an kostenlosen Templates für Redaktionspläne da draußen, und weil wir die Annehmlichkeit genießen, das Ganze über eine Cloud teilen zu können, können viele verschiedene Leute gleichzeitig am selben Kalender arbeiten. Typische Strukturen in einem solchen Kalender sind Spalten für das Blog-Thema, die Quelle, den Autor, wer für das Posten zuständig ist, und das Fälligkeitsdatum.

Bonus: Es gibt sogar einen Weg, wie Sie ↘Ihren Google Calendar und Ihren Redaktionsplan vereinen können.

Content Marketing-Sünde No. 6: Content veröffentlichen, ohne die Ergebnisse nachzuverfolgen

In dieser schnelllebigen Welt ist es einfach, Content zu veröffentlichen, von dem Sie denken, dass er für Ihre Leser relevant ist, und locker so weiterzumachen. Aber einfach so weiterzumachen, ohne darüber nachzudenken, führt nicht zu Verbesserungen. Treten Sie einen Schritt zurück – wenn Sie Ihre Vorgehensweise überprüfen und anpassen, ist das der Weg zum Erfolg im Content Marketing.

Was Sie falsch machen:

Die meisten Content Marketing-Fachleute würden zustimmen, dass es für Sie ein zweckdienlicher Teil Ihrer Pläne ist, den Erfolg Ihrer Content-Bestrebungen über irgendeine Form des Trackings von Analytics nachzumessen. Wenn Sie sich nicht die Zeit nehmen, um nachzuprüfen, wie sich Ihr Content so macht, ist es viel schwieriger, Ihre Effektivität über all Ihre Content-Angebote hinweg zu verbessern.

Wie Sie sich erlösen können:

Content-Strategien sind nicht dazu da, um in Stein gemeißelt zu werden. Überwachen Sie routinemäßig, wie gut Ihre einzelnen Inhalte funktionieren, damit Sie herausfinden, was performt und was nicht. Dann können Sie Ihre schon existierende Strategie durch die Lehren, die Sie daraus ziehen, verbessern.

Content Marketing-Sünde No. 7: Vergessen, alten Content zu updaten

Content-Praktiken aktualisieren sich ständig, also sollte das auch der Content selbst tun.

Was Sie falsch machen:

Sie wollen doch keine gemischten Signale an Ihre Leser aussenden, stimmt’s? Sagen wir, der Standort Ihres Geschäfts ändert sich, oder die Öffnungszeiten, etc., aber Sie ändern die Informationen nicht konsistent überall auf Ihrer Site. Widersprüchliche Infos zu verbreiten ist nicht der beste Weg, um Vertrauensvoten von Ihren Kunden einzufahren.

Wie Sie sich erlösen können:

Machen Sie mit den Seiten Ihrer Website eine Bestandsaufnahme und kennzeichnen Sie alles, was nicht zu Ihrem Kommunikationston passt, die widersprüchlichen Informationen, oder die Posts, die ein schon abgelaufenes Jahr erwähnen. Halten Sie alles neu und aktuell, und das Nutzungserlebnis Ihrer Website wird sich sicher verbessern!

Wenn eine Vorgehensweise Ihren Lesern nichts bringt, ist sie mehr Pfui als Hui

Der Schlüssel dazu, sich von diesen altmodischen Content-Praktiken zu erlösen, ist ganz eindeutig: Qualitativ hochwertigen Content erstellen, der für Ihre Zielgruppe hilfreich ist. Die alten Methoden sind nicht ausreichend durchdacht (oder teilweise nicht seriös genug) und führen schließlich dazu, dass Ihre Website auf die eine oder andere Art und Weise weniger Leads bekommt.

Je mehr Sie sich die Schmerzpunkte Ihrer Kunden zu Nutze machen und die hilfreichen Informationen, die die Leser suchen, zur Verfügung stellen, desto besser kann Ihnen Ihre Content Marketing-Strategie neue Leads einbringen und die Beziehung zu Ihren Kunden vertiefen.

Wollen Sie mehr Hilfe beim Basteln eines Content Marketing-Plans für Ihr Unternehmen? Schauen Sie sich doch mal Stream’s kostenloses E-Book an:
Content Marketing Secrets Revealed (Die Geheimnisse des Content Marketing).

Jenny Prikockis ist Inbound Marketing-Copywriterin bei Stream Companies, einer Werbeagentur in Philadelphia, USA.

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