Worin der Unterschied zwischen den beiden Schlagworten "User Experience" und "Usability" besteht

User Experience versus Usability

Diskutiert oder spricht man über Online-Marketing, dann fallen früher oder später immer zwei Schlagworte: User Experience und Usability. Vielleicht haben Sie eine ungefähre Vorstellung, was mit beiden Begriffen gemeint ist. Aber wissen Sie auch, was sie unterscheidet?

Spätestens, wenn Sie Ihre Website relaunchen mit dem Ziel, mehr Geld  zu verdienen, werden Sie mit den beiden Begriffen konfrontiert: Sie müssen sowohl eine gute Usability als auch eine positive User Experience bieten. Ansonsten lässt sich das Ziel, mehr Website-Besucher zu generieren und daraus am Ende mehr zahlende Kunden zu gewinnen, nicht oder nur sehr bedingt erfolgreich realisieren.

Um jedoch eine gute User Experience sowie Usability zu kreieren, müssen Sie die beiden Begriffe voneinander abgrenzen können.

Daher erfahren Sie in diesem Artikel

In diesem Artikel finden Sie

Zunächst werden beide Begriffe kurz und knapp erklärt:

Was ist User Experience?

Die User Experience, abgekürzt “UX”, bedeutet auf deutsch “Nutzer-Erlebnis” oder “Nutzer-Erfahrung”. Darunter versteht man den Gesamteindruck, den ein User beim Besuch einer Website erlebt.

Es ist vergleichbar mit einer Shoppingtour am Wochenende: Sie sehen im Schaufenster ein Kleidungsstück und betreten den Laden. Die Sie finden das gesuchte Produkt schnell, die Einrichtung sowie die Atmosphäre ist für Sie angenehm, wodurch Sie sich “wohlfühlen”. In dieser Umgebung verbringen Sie gerne Zeit und finden weitere Kleider, die Sie kaufen wollen. Am Ende verlassen Sie den Laden mit einer vollen Einkaufstüte, einem positivem Gefühle und der Absicht, bei der nächsten Shoppingtour wieder zu kommen.

Genau dieses Szenario ist möglich, wenn die User Experience positiv ist. Und das wollen Sie auch bei Ihren Website-Besuchern erreichen.

Sobald der User auf Ihre Website klickt, soll er umfassend ein positives Erlebnis haben. Das heißt: Es geht nicht nur darum, möglichst schnell eine (kostenpflichtige) Transaktion auszulösen. Mindestens genauso wichtig ist es, dass der Besucher auf dem Weg dorthin positive Erfahrungen macht, und zwar bei jedem einzelnen Schritt. Sei es, wenn er Ihre Artikel liest, auf eines Ihrer Angebote klickt oder am Ende ein Produkt kauft. Das “Rund-um-Paket” muss also den Erwartungen der Zielgruppe entsprechen (und am besten natürlich noch übertreffen).

Egal, ob der User sofort etwas kauft oder zunächst hauptsächlich Ihre Inhalte konsumiert: Ziel ist es, dem Besucher immer und überall ein positives “Gefühl” zu vermitteln. Nur so steigt Ihre Chancen, wiederkehrende Nutzer zu gewinnen und daraus langfristige Kundenbeziehungen zu gewinnen.

Eine positive User Experience ist folglich wichtig, damit Sie

  • wiederkehrende Website-Besucher gewinnen,
  • Leads generieren,
  • höhere Conversion-Rates generieren,
  • letztlich mehr Produkte und/oder Dienstleistungen verkaufen,
  • langfristige Kundenbeziehungen aufbauen und
  • Ihre Up-Selling-Rate steigern.

Die User Experience entscheidet somit darüber, ob Sie mit Ihrer Website langfristig Geld verdienen.

Dabei beeinflussen viele Faktoren, ob ein Nutzer den Besuch einer Website bzw. den Kauf eines Produkts als “positiv” wahrnimmt oder nicht:

  • Der Aufbau der Website
  • Die Übersichtlichkeit
  • Die Menü-Führung
  • Die internen Verlinkungen
  • Transparenz von Angeboten
  • Leichtigkeit oder Schwierigkeit, wie schnell und einfach gesuchte Informationen gefunden werden können
  • technische Funktionalität
  • Ladezeit (gerade in Zeiten von mobile first!)
  • Ästhetik
  • Länge des Check-Out-Prozess (Zahlungsablauf)
  • Anzahl der Nutzer-Daten, die abgefragt werden (sowohl bei kostenlosen Produkten, wie Downloads, als auch im und während des Kauf-Prozesses)

Die Liste kann um noch zahlreiche Punkte ergänzt werden. Gleichzeitig ist die Bedeutung und Gewichtung der einzelnen Aspekte im hohen Maße abhängig von den Anforderungen seitens der Zielgruppe. Erst eine Analyse Ihres Ziel-Publikums und vor allem regelmäßiges Testen zeigt Ihnen, was Ihre User erwarten. Das ist dann die Basis, um eine positive User Experience zu bieten.

Einige Einflussfaktoren sind bereits Bestandteil einer anderen Disziplin: Der Usability.

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Definition & Erklärung Usability

Usability bezeichnet die Benutzerfreundlichkeit oder auch Gebrauchstauglichkeit einer Website. Die Absicht besteht also darin, dass der User sich intuitiv auf einer Website bewegt und dadurch die Informationen findet, die er sucht.

Es geht folglich darum, die Seite so zu gestalten, dass die Person stets sofort erkennt, wo sie klicken muss, um einen gewünschten Inhalt aufzurufen. Aufbau und Navigation spielen somit eine große Rolle.

Erst durch eine gute Usability gewährleisten Sie Ihren Benutzern, dass sie sich schnell und leicht (also Stichwort intuitiv) auf Ihrer Seite zurechtfinden. Hierbei sollte auch das “gelernte Verhalten” von Usern berücksichtigt werden, sprich: Es gibt Symbole oder Handlungsabläufe, die der Website-Besucher aus seiner Online-Nutzung kennt. So weiß der Benutzer beispielsweise, dass ein Klick auf den “Einkaufswagen” in einem Online-Shop direkt zum Warenkorb führt.

Solche und andere gelernte Muster müssen unbedingt bei der Gestaltung einer Website beachtet werden.

Obwohl die Usability einen wichtigen Beitrag zum Erfolg einer Website beiträgt, wird sie vom User häufig als “Must”-Kriterium angesehen. Hingegen führt eine schlechte Usability zu einer hohen Unzufriedenheit und damit auch zu höheren Absprungraten. Das wiederum führt zu geringerem Traffic und niedrigen Verweildauern.

Wie User Experience und Usability zusammenhängen

Die beiden Definitionen und Erklärungen zeigen, wie die beiden Schlagworte miteinander verknüpft sind:

Für eine gute UX ist die Benutzerfreundlichkeit einer Website (genauso wie bei einer App oder einer anderen Anwendung) ein wichtiger Faktor. Und damit ist die Usability ein Teil einer positiven User Experience.

Eine möglichst intuitive Nutzung einer Seite oder einer Anwendung durch einen User zahlt auf ein gutes Gesamterlebnis ein. Umgekehrt bedeutet das jedoch auch: Entspricht die Usability dem Verhalten Ihrer Besucher, dann wird die UX wiederum negativ beeinflusst.

Folglich beschreibt die User Experience das Gesamterlebnis, von dem die Usability ein wesentlicher Bestandteil ist.

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User Experience vs. Usability: Der Unterschied

Worin unterscheiden sich nun beide Schlagworte? Auch hier findet man die Antwort in ihrer jeweiligen Definition:

Die User Experience umfasst die gesamte Erfahrung des Users mit einer Seite oder einer Anwendung: Nämlich vom ersten Besuch an über diverse Handlungen bis hin zu wiederholten Käufen. In sie fließen diverse Faktoren ein, die sich zudem je nach Phase der Customer Journey ändern können oder auch eine andere Gewichtung bekommen. So spielt die Frage nach Datensicherheit bei der Zahlungsabwicklung erst beim Kauf eine bedeutende Rolle; davor interessieren andere Themen, wie zum Beispiel, was für (Content-) Angebote Sie weiterhin haben.

Die Usability dagegen beschränkt sich auf Merkmale rund um die Nutzung bzw. die Benutzerfreundlichkeit der Seite oder der Anwendung. Sie ist ein Ausschnitt aus dem gesamten Nutzer-Erlebnis (also der UX).

Somit wird deutlich: Usability und User Experience sind zwar eng miteinander verbunden; sie bedeuten jedoch NICHT dasselbe! Vielmehr ist das eine ein Teil des anderen.

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Alle wesentlichen Merkmale auf einen Blick

Zum Schluss haben wir noch alle wichtigen Merkmale der beiden Schlagworte  – als UX und Usability – für Sie in einer Infografik zusammengefasst. So können Sie auch Kollegen schnell erklären, was das eine und was andere genau bedeutet:

Alle wichtigen Merkmale von User Experience (Abkürzung UX) und Usability zeigt Ihnen diese Infografik.
Alle wichtigen Merkmale von User Experience (UX) und Usability auf einen Blick,

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