Michael Hoffman erklärt, welche Vorteile das Tool "Answer the Public" für passgenauen Inhalt bietet

Content-Produktion für User – mit Tools? Mit Tools!

Viele verschiedene Ansprüche werden an den von uns produzierten Content gestellt. Er soll Qualität haben, darüber hinaus muss er unique sein, gleichzeitig ein Thema holistisches abbilden. Für all diese Anforderungen haben wir Tools, die uns dabei helfen, den Ansprüchen gerecht zu werden. Jedoch scheint es so, dass dabei eine ganz wesentliche Perspektive außer Acht gelassen wird. Nämlich die der Zielgruppe bzw. unseres Users. Nun, auch wenn mit ziemlicher Sicherheit jeder User die oben formulierten Ansprüche ebenfalls an den Content stellt, kommt mit dem Nutzer eine weitere Variable hinzu, die nicht sofort mit einer eigenen Metrik ausgedrückt werden kann. Wie können wir uns dennoch dieser Variablen X annähern?

Eine ehemals verbreitete Methode war es, über das zu schreiben, was einen selbst interessiert. Zielgruppen-Orientierung = 0. Kann man machen, muss man aber nicht. Eine weitere Möglichkeit ist die Erstellung von Buyer Personas. Personas helfen, das Abstraktum Zielgruppe in einzelne, greifbare Elemente zu gliedern. Personas sind konkret. Mit ganz eigenen Zielen, Wünschen und Vorstellungen, auch in Bezug auf den Content, den sie konsumieren. Über die Erstellung eines Keyword-Universes kann man sich den Erwartungen der Personas annähern. Damit wissen wir, über was wir schreiben. Das Wie bleibt allerdings noch etwas unbestimmt.

Aber tatsächlich geht es noch genauer. Das Internet ist ein nicht enden wollender Strom an Daten. Daten, die auch unsere User über sich preisgeben. Schon mit der ersten Anfrage an eine Suchmaschine offenbart sich der Nutzer. Er offenbart, was er sucht, seine Intention das Internet zu nutzen, das, was ihn gerade beschäftigt. Rechnet man dies auf die Vielzahl an täglichen Nutzern hoch, steht eine beachtliche Menge an Daten zur Verfügung. Informationen über Wünsche, Interessen, Ziele usw. auf die wir mit unserem Inhalt Antworten liefern können. Im Folgenden soll ein Tool vorgestellt werden, mit dessen Hilfe man sich dieser Daten bedienen kann.

Answer the Public – Fragen beantworten und Punkten

Wenn Sie answerthepublic.com eintippen, erwartet Sie ein älterer Herr mit Bart, Brille sowie einem Wollpulli und will Fragen beantwortet haben. Der Einstieg in die Nutzung ist tatsächlich so einfach. Sie müssen lediglich Ihre präferierte Sprache auswählen und den entsprechenden Suchbegriff bzw. das zu bearbeitende Thema eingeben. Schon liefert Ihnen das Tool eine Vielzahl an Fragen bzw. Suchen, die User beantwortet haben möchten. Consumer Insights pur! Neben dem „Questions“-Reiter können Sie noch den „Prepositions“-Reiter auswählen. Zudem finden Sie das Feature, Ihre Ergebnisse zu speichern oder als .csv herunterzuladen. Neben den so gewonnen Insights eignet sich das Tool darüber hinaus wunderbar zur Themenplanung sowie Ideenfindung.

Entwickelt wurde answerthepublic.com von dem britischen Unternehmen coveragebook.com und ist gänzlich kostenfrei. Mittels API greift das Tool auf Google-Daten zu und stellt diese aufbereitet zur Verfügung. Durch die so erfolgte Anreicherung von Keywords mit Fragewörtern oder auch Präpositionen sind Sie in der Position, automatisch stärker long-tail-Keywords zu bearbeiten. Der eigentliche Vorteil liegt aber darin, ein wesentlich besseres Verständnis für die User-Intention hinter den Keywords entwickeln zu können. Fortan wissen Sie also nicht mehr nur, worüber Sie schreiben sollten, sondern auch, in welche Richtung die User-Intention geht, also wie Sie die Themen aufbereiten müssen.

Nicht alle Fragen lohnen sich!

Allerdings lohnen sich nicht aller Fragen gleichermaßen. Sie sollten recherchieren, ob und wie die für Sie relevanten Fragen beantwortet werden. Dazu einfach die Query, also Suchanfrage, in Google (am besten mit einem unbelasteten Browser) eingeben und ein bisschen durch die Rankings stöbern. Natürlich ist es schwieriger, bei schon gut beantworteten Fragen eigenen Antworten weit oben zu positionieren. Auch hier kann es hilfreich sein, die Nische zu finden bzw. noch unzureichend oder gar nicht beantwortete Fragen zu bearbeiten.

… und ab ins Featured Snippet!

Neben dem Effekt durch die gezielte Beantwortung von Fragen dem User einen Mehrwert zu bieten, der sich wiederum durch positive User-Signale, bspw. eine längere Seitenverweildauer und niedrigere Absprungrate, positiv auf das Ranking auswirkt, erhöhen wir unsere Chance in den Google Featured Snippets aufzutauchen. In die Featured Snippets, oder auch Google Direct Answers, schaffen es die Seiten, die hilfreiche Antworten bieten. Auch wenn für Featured Snippets nicht direkt optimiert werden kann, gibt es einige Dinge, die Sie bei der Beantwortung von Fragen beachten können. Hilfreich ist es bspw. die Zwischenüberschriften direkt als Frage zu formulieren, um dann im darauffolgenden Absatz eine Antwort mit zirka 40 bis 50 Wörtern zu liefern. Am Ende entscheidet aber der Algorithmus, ob ihr für Google eine hilfreiche Antwort verfasst habt.

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