Warum lohnt es sich, Umfragen zu erstellen und welche Tools gibt es dazu?

Umfrage erstellen mit Tools

Neben dem richtigen Thema und der Qualität der Inhalte im Content Marketing darf ein weiterer Faktor nicht vergessen werden: Das Format. Dieses ist sozusagen die „Verpackung“ Ihres Contents und dadurch mit entscheidend, ob ein Nutzer den Inhalt wahrnimmt oder nicht.

Die Frage, welche Formate bei Ihrer Zielgruppe am besten ankommen, beantwortet Ihnen eine entsprechende Analyse (Stichwort Buyer Personas). Daneben gibt es jedoch Formate, die User „allgemein“ gerne konsumieren. Video, Bilder und GIFs führen dabei die Liste an. Aber es gibt noch eine weitere, vielversprechende Content-Form: Die Umfrage.

Aber warum lohnt es sich, Umfrage zu erstellen und was gibt es für (kostenlose) Tools, die Sie einsetzen können? Das beantwortet Ihnen dieser Artikel:

In diesem Artikel finden Sie

Die 4 Vorteile einer Umfrage als Content-Form

Warum lohnt es sich, innerhalb Ihrer Content-Strategie Umfragen zu erstellen? Weil Sie dadurch in mehrere Hinsicht profitieren:

Vorteil 1: Neue Erkenntnisse über Ihre Zielgruppe

Content, der die Suchanfragen (= sogenannte Keywords) der Nutzer beantwortet, ist das A und O einer erfolgreichen Content Marketing-Strategie. Das setzt voraus, dass Sie wissen, was Ihre User im Netz suchen. Sie müssen also die verwendeten Keywords kennen.

Hier kann eine Umfrage anknüpfen. Oft lassen sich aus den Ergebnissen wertvolle Informationen filtern, welche Inhalte für Ihre Nutzer wichtig sind. Und diese Erkenntnisse können Sie dann in Ihre Content-Produktion einbauen.

Vorteil 2: Mehr Interaktion mit den Nutzern

Eine Umfrage animiert User dazu, eine Handlung durchzuführen. Nämlich das ausfüllen oder ankreuzen des Fragebogens. Sie schaffen dadurch Interaktion, die wiederum erforderlich ist, um die Nutzer weiter in Ihren Marketing-Funnel zu ziehen.

Vorteil 3: Höheres Engagement

Wenn Sie durch eine Umfrage mit Ihrer Zielgruppe interagieren, erzeugen Sie sogenanntes Engagement. Und dieses ist die notwendige Voraussetzung, Ihre Nutzer von Fans oder Website-Besuchern in die nächste Stufe des Marketing-Trichters zu wandeln.

Denn wenn User teilnehmen, steigt die Wahrscheinlichkeit, sie beispielsweise am Ende ebenfalls noch zu animieren, ihre Email-Adresse für das Zusenden der Ergebnisse anzugeben.

Vorteil 4: Steigende Conversion-Rate

Aus den Punkten 2 und 3 ergibt sich automatisch, dass Umfragen ein hohes Potenzial besitzen, die Conversion-Rate zu steigern. Schließlich können Nutzer mit diesem Format leichter von einer Stufe zur nächsten Ebene im Marketing-Funnel gewandelt werden: Also vom Website-Besucher zum Lead und von da zum zahlenden Kunden.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Wo und wie Sie eine Umfrage erstellen können

Sie wollen nun eine Umfrage erstellen. Dazu müssen Sie sich zuerst entscheiden, auf welcher Plattform Sie diese veröffentlichen möchten. Generell gibt es dazu zwei Möglichkeiten:

  1. Sie nutzen die Funktion bei einzelnen Social Media-Kanälen wie Facebook, Facebook-Gruppen oder Twitter.
  2. Sie erstellen eine Online-Umfrage, die Sie auf Ihrer Website einbinden, z.B. mit Hilfe von Google.

Die Gestaltung einer Umfrage auf den Social Media-Netzwerken hat viele Vorteile, allerdings auch einige Nachteile:

Vorteile:

  • Meist sehr einfache und schnelle Erstellung
  • Automatische Auswertung
  • Sofort nach Erstellung verfügbar
  • Verbreitung an eine bestehende Fanbasis und damit hohe Wahrscheinlichkeit einer regen Teilnahme

Nachteile:

  • Komplexe Fragestellungen sind nicht überall möglich
  • Teilnahme ist meist auf den Nutzerkreis der Plattform begrenzt (außer Sie können diese auf Ihre Website einbinden. Nutzer anderer Kanäle erreichen Sie dennoch nicht).
  • Es können datenschutzrechtliche Schwierigkeiten auftreten.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Für beide Varianten – also Social Media-Umfragen und “klassische” Abstimmungen mit Hilfe diverser Tools – finden Sie im Folgenden unsere Tool-Liste:

Die ultimativen Umfrage-Tools

Was gibt es für Tools, mit denen Sie eine Umfrage erstellen können? Wir haben für Sie eine Reihe von “Helferlein” zusammengestellt:

1. Survey Monkey

  • kostenlose Version verfügbar
  • eines der bekanntesten und meistgenutzten Tools
  • ausführliche Analyse-Möglichkeiten

2. Umfrage Online

  • kostenlose Version verfügbar
  • Umfrage automatisch mobil-optimiert

3. Survio

  • kostenlos
  • zahlreiche Umfrage-Vorlagen

4. Doodle

  • kostenlos
  • spezialisiert auf Termin-Abfragen

5. Polldaddy

  • kostenlose Version verfügbar
  • umfangreiche Umfragen möglich
  • Medien-Inhalte, wie Videos, Bilder etc. können integriert werden

6. Freesurveycreator

  • kostenlose Version
  • Umfrage als Widget, als HTMl-Code oder als Link möglich

7. Twtpoll

  • kostenlos
  • spezialisiert auf Social Media-Umfragen

8. Google Formular

  • kostenlos
  • umfangreiche Umfragen möglich

Für Social Media bieten auch einzelne Kanäle direkt Möglichkeiten, Umfragen zu erstellen:

9. Facebook

  • kostenlos
  • auf Facebook-Seite integrierbar

10. Facebook-Gruppen

  • kostenlos

11. Twitter

  • kostenlos
  • schnell & einfach zu erstellen

12. One-Click Quiz Maker

  • kostenlos
  • generiert aus einem Schlagwort automatisch ein Quiz
  • nur in englischer Sprache verfügbar

Welches der genannten Tools für Sie am wirksamsten ist, wissen Sie erst, wenn Sie es testen. Zudem ist die Auswahl immer davon abhängig, welches Ziel Sie mit Ihrer Umfrage erreichen wollen.

Natürlich gibt es noch mehr – und wir erweitern diese Liste stetig.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Der Datenschutz

Ein wichtiger Aspekt, den Sie beachten sollten, ist der Datenschutz. Insbesondere dann, wenn Sie personenbezogene Daten erheben wollen. Es gibt allerdings kein allgemein gültiges Vorgehen:

Europäische oder deutsche Dienste sind laut Peer Wandiger auf selbstständig-im-netz.de im Zweifel sicherer als US-Angebote. Bei Google wiederum sieht er weniger Probleme, da das Unternehmen nach eigenen Angaben die EU-Richtlinien zum Datenschutz einhält

Inwieweit Datenschutz die Erstellung von Umfrage beeinflusst, ist folglich in erster Linie davon abhängig, welche Angaben Sie von Nutzern abfragen.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Tipps & Tricks bei Social Media-Umfragen

Egal, ob Sie auf den Social Media-Kanälen wie Twitter und Facebook direkt eine Umfrage erstellen, oder ob Sie dort eine Abstimmung verlinken: Es gibt einige Tricks, damit Ihre in jedem Fall Teilnehmer anzieht:

Tipp 1: Setzen Sie ein klares Ziel

Auch bei einem Quiz steht am Anfang immer die Frage: Was wollen Sie damit erreichen? Wollen Sie beispielsweise mehr Interesse erzeugen, so muss die Anschluss-Frage lauten: Was soll mit der entstehenden Aufmerksamkeit passieren? Denn ansonsten investieren Sie Zeit und Aufwand in ein Format, das zwar zu “Aufmerksamkeits-Spitzen” führen kann; wenn Sie aber nicht im Vorfeld planen, wie Sie diesen Vorteil für sich weitere nutzen wollen, dann ist nichts gewonnen.

Tipp 2: Bieten Sie einen Anreiz

Warum soll ein Nutzer seine Zeit darauf investieren, sich an Ihre Umfrage zu beteiligen? Genau diese Frage müssen Sie beantworten können. Verlosen Sie beispielsweise einen Preis unter allen Teilnehmern. Es kann auch für die User interessant sein, die Ergebnisse Ihrer Umfrage einzusehen. Natürlich dann in einer entsprechenden Aufbereitung (z.B. als Präsentation oder auch als kleines Ebook).

Tipp 3: Geben Sie eine Zeitdauer an – und halten Sie diese auch ein!

Sicherlich kennen Sie diesen Fall: Sie nehmen an einer Umfrage teil und die maximale Dauer wird mit ca. 5 Minuten angegeben (wobei das bereits sehr lang ist). Nach 10 Minuten haben Sie noch nicht einmal die Hälfte der Fragen beantwortet. Das erhöht die Wahrscheinlichkeit enorm, hohe Abbruchquoten zu erzeugen. Deshalb: Geben Sie eine realistische Zeitdauer an und testen Sie diese Angabe unbedingt! Ansonsten riskieren Sie, Ihre Nutzer zu verärgern.

Tipp 4: Formulieren Sie klare Fragestellungen

Sie sollten es Ihren Usern so einfach wie möglich machen, sprich: Formulieren Sie klar und deutlich, wie jede Frage zu verstehen ist: Sind beispielsweise Mehrfachantworten möglich? Wie ist die angegebene Bewertungsskala zu lesen? Zum einen ist das nutzerfreundlicher, zum anderen erhöhen Sie die Qualität der Antworten.

Tipp 5: Setzen Sie auf “geschlossene” Fragen

Natürlich wollen Sie möglichst viele Infos von Ihren Usern erhalten. Um es Ihnen jedoch so einfach wie möglich zu machen ist es sinnvoll, eher sogenannte “geschlossene” Fragen zu stellen. Das heißt: Statt zu fragen “Was finden Sie an Ihrem Unternehmen besonders gut” lieber “Welche der folgenden Aussagen treffen Ihrer Meinung nach auf Ihr Unternehmen zu”. Dann folgt eine Reihe von Aussagen, bei denen der Teilnehmer anhand einer Skala seine Zustimmung oder Ablehnung ankreuzen muss.

Mit dieser Strategie steigern Sie Wahrscheinlichkeit, dass Nutzer die Abstimmung bis zum Schluss ausfüllen. Den “offene” Fragen erfordern wiederum mehr Aufwand seitens der User – was ihnen häufig zu anstrengend ist und daher zum Abbruch führt.

Tipp 6: Planen Sie die Verbreitung Ihrer Umfrage

Damit Sie genügend Teilnehmer animieren, sollten Sie im Vorfeld die Distribution Ihrer Umfrage planen. Das heißt: Verweisen Sie auf jedem sinnvollem Kanal auf Ihre Umfrage und nutzen Sei auch das Enddatum als “Last-Chance”-Aktion. Je nachdem, wie lange Sie Ihre Abstimmung laufen lassen wollen, sollten Sie regelmäßig Impulse setzen, um Nutzer für die Teilnahme  zu überzeugen.

Tipp 7: Fordern Sie Nutzer auf, Ihre Umfrage zu teilen

Gerade auf Social Media bietet es sich an, Ihre Nutzer zum Teilen der Umfrage an deren Freunde aufzufordern. Damit erhöhen Sie die Reichweite und gleichzeitig können Sie so neue Fans generieren.

Tipp 8: Achten Sie auf den richtigen Zeitpunkt

Für Ihre Umfrage wollen Sie möglichst viele Nutzer gewinnen. Daher ist es ratsam, den richtigen Zeitpunkt pro Social Media-Kanal zu wählen, um auf Ihren Post aufmerksam zu machen. Ansonsten verschenken Sie wertvolles Potenzial, mehr Personen zu erreichen.

Und hier noch mal alle 6 Tipps als praktische Checkliste, die Sie bei Ihrer nächsten Umfrage auf jeden Fall griffbereit haben sollten:

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Die Infografik zeigt 8 Tipps, wie man Umfragen gerade in Social Media, wie auf Facebook, Twitter, oder auch Google, aussehen sollten.
8 Tipps, die Sie bei der Erstellung von Umfragen auf Facebook, Twitter und Google unbedingt berücksichtigen sollten.

Fazit: Umfrage-Tools für jede Gelegenheit

Die verschiedenen Varianten, auf welchen Plattformen und wie Sie Umfragen erstellen können, sind vielfältig. Welches der Tools Sie nutzen, hängt von Ihrem Inhalt und der Intension ab; für schnelle Abstimmungen oder Umfragen speziell in Social Media eignen sich vor allem Twitter sowie Facebook. Möchten Sie hingegen komplexeren Content abfragen, dann liefert Ihnen unsere Liste eine Reihe an kostenlosen Tools, wie beispielsweise Google. Nicht zuletzt deshalb, weil Sie die Umfrage sehr gut auf sämtlichen Kanälen einbinden können.

Sie haben also die Auswahl. Viel Erfolg!

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

[336]

Das könnte Sie auch interessieren