Wie Sie Ihre Bilder so optimieren, damit Sie in der Google-Bilder-Suche oben ranken

Bilder in der SEO-Welt

Zwei weiße Bilderrahmen plus Foto auf sandigen Hintergrund inklusive Schriftzug SEO

Eines ist bekannt: bei der Verteilung der Suchanfragen ist Google eindeutig der Gewinner. Mit knapp 60 Prozent liegt die bekannteste Suchmaschine mit weitem Abstand an erster Stelle. Was allerdings nur Wenige wissen: auch der zweite Platz wird von Google belegt. Dieses Mal von der Google-Bildersuche.

Eine Analyse Rand Fishkins hat gezeigt, dass die Bildersuche häufiger genutzt wird als die restlichen in der Top 10 vertretenen Plattformen zusammen. Dies bedeutet, dass Sie Top-Positionen für über ein Viertel aller getätigten Suchanfragen vergeben, wenn Sie nicht einige SEO-Aspekte bei der Einbindung von Bildern in Artikel berücksichtigen.

Bilder optimieren = Traffic erzeugen

Neben der Suchmaschinenoptimierung von Texten sollten Sie auch ein Augenmerk auf die Optimierung unserer Bilder und damit auf die Bildersuche legen. Im besten Fall sorgt eine gute Bilder-SEO Strategie für einen deutlichen Zuwachs an Traffic auf der Webseite.

Im Folgenden erfahren Sie, welche Dinge bei der Bildoptimierung zu beachten sind. Berücksichtigt man die folgenden Hinweise, lässt sich die User Experience verbessern, die Ladezeit der Seite verkürzen und die Indexierung der Bilder beschleunigen. Sie steigern die Wahrscheinlichkeit, Top-Positionen bei der traditionellen Google-Suche als auch bei der Google-Bildersuche zu besetzen. Es profitieren also nicht nur die Bilder innerhalb der Google-Bildersuche von diesen Maßnahmen, sondern auch die Beiträge bei der organischen Suche, in welche die Bilder eingebettet sind.

In diesem Artikel finden Sie

Der Dateiname

Der Dateiname ist die grundlegendste Beschreibung des Bildes, die gesucht werden kann. Zugleich kann Google über den von Ihnen vergebenen Dateinamen den Inhalt des Bildes erfassen.

Die Bilder sollten passend zum Thema bzw. zum jeweiligen Kontext benannt werden. Dateinamen wie „img_20134“ sind unbedingt zu vermeiden. Auch generische Keywords und Abkürzungen sind nicht ideal. Ist der Dateiname aus mehreren Worten zusammengesetzt, sollten diese mit einem “-” voneinander getrennt werden.

Wird beispielsweise für einen Artikel über das Aufziehen neuer Bassgitarren-Saiten ein Bild gewählt, das einen Fender Precision Bass zeigt, sollte das Bild nicht „Bass“, „FPB“ oder „Fender_Precision_Bass“ genannt werden. Idealerweise lautet der Dateinamen „Saitenwechsel-Fender-Precision-Bass“ und fungiert damit als deutliche und eindeutige Beschreibung des ausgespielten Bildes.

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Das Alt-Attribut bzw. das Alt-Tag

Das Alt-Attribut bzw. der Alt-Tag ermöglicht eine genaue Beschreibung des Bildinhaltes. Hierdurch kann der Bildinhalt auch ohne Bild von Usern und Suchmaschinen wahrgenommen werden, wie hier zu sehen.
Das Alt-Attribut wird angezeigt, wenn das Bild nicht zur Verfügung steht

Das Alt-Attribut wird zur Beschreibung des Contents einer Bilddatei verwendet. Suchmaschinen benutzen dieses Attribut, um den Inhalt zu erkennen, da Bilddateien in der Regel nicht direkt ausgelesen werden können. Der Googlebot benötigt Zusatzinformationen, um den Inhalt zu identifizieren. Ist kein Alt-Attribut hinterlegt, ist das Bild für Google (inhaltlich) nahezu unsichtbar. Ein optimierter Alt-Tag, der u.a. auch relevante Keywords enthält, ist demnach für ein gutes Ranking unabdingbar.

Das Alt-Attribut ist aus mehreren Gründen wichtig:
Wie bereits gesagt, erhält Google durch den Alternativtext nützliche Informationen zum Gegenstand des Bildes. Anhand dieser Informationen wird das beste Bild als Ergebnis für die Suchanfrage eines Nutzers ermittelt.

Zudem können manchen Nutzer – beispielsweise Nutzer mit Sehbeeinträchtigungen oder Nutzer, die Sprachausgabeprogramme verwenden oder über Verbindungen mit geringer Bandbreite verfügen – möglicherweise auf den Webseiten keine Bilder anzeigen. Ein aussagekräftiger Alternativtext vermittelt diesen Nutzern wichtige Informationen und steigert somit die Relevanz bei spezifischen Nutzergruppen. Ein hinsichtlich Alt-Text optimiertes Bild ist demnach sowohl aus User-Sicht als auch aus der SEO-Perspektive gewinnbringend.

Nehmen wir eine Website zum Thema (Luxus-)Uhren als Beispiel. Wird das Bild einer Rolex Submariner 6538 in einen Artikel eingebunden, sollte der Alt-Tag folgendermaßen lauten: „Das Bild zeigt die Vorderseite einer Rolex Submariner mit der Referenz 6538“.

Es wird allgemein empfohlen, das Hauptkeyword des Bildes im ALT-Attribut zu hinterlegen. Zugleich sollte der Text eine präzise und knappe Beschreibung des Bildinhalts liefern. Vermeiden sollten Sie jegliche Form von Keyword Stuffing, da Google und andere Suchmaschinen diese Technik als Spam bewerten. Ein optimiertes Alt-Attribut erhöht die Relevanz sowohl für den User als auch für Google.

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Die Bildunterschrift

Beispiel einer Bildunterschrift eines Uhrenfachmagazins. Der Nutzer bekommt den Bildinhalt näher erläutert.
Die Bildunterschrift erläutert dem Nutzer das Bild näher

Die Bildunterschrift ist ein für Besucher der Seite sofort sichtbares Bild-Element. In der Regel werden sie 300% häufiger gelesen als der Haupttext der Seite, wie KissMetrics in einer Studie herausfand. Ziel der Bildunterschrift sollte es sein, das Bild näher zu erläutern, ohne mit dem Alt-Attribut identisch zu sein. Sie sollten Bildunterschriften dort hinzufügen, wo diese für den Leser einen konkreten Mehrwert an Information bzgl. des ausgespielten Bilds erzielen.

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Das Title-Attribut bzw. das Title-Tag

Das Title-Attribut bietet beispielsweise die Möglichkeit, für die Nutzer eine Lesehilfe eines Diagramms bereitszustellen, wie es in diesem Beispiel der Fall ist.
Das Title-Tag schafft eine Interaktionsmöglichkeit für den Nutzter

Das Title-Tag hat keine unmittelbare Auswirkung auf das Ergebnis in den Suchmaschinen. Trotzdem zahlt es indirekt auf Ihre Position in den Suchergebnisseiten ein, da mit einem gut gewählten Title-Attribut die User-Experience ihrer Seite gesteigert werden können und generell lässt sich sagen: “Ist der User mit dem Suchergebnis zufrieden, ist es Google auch”. Alles, was bei WordPress in das Feld “Bild Title-Attribut” eingegeben wird, erscheint als Tooltip, wenn man mit dem Mauszeiger über dem Bild stehenbleibt. Das Title-Attribut eignet sich vor allem dafür, eine Interaktionsmöglichkeit für den User mit der Seite zu schaffen. Inhaltlich lässt sich an dieser Stelle beispielsweise die Kernaussage einer Statistik einbauen. Auch hier gilt, dass sich der Title nicht mit dem Alt-Attribut oder der Bildunterschrift doppeln sollte.

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Bildgröße, Bilddimension und Dateigröße

In Zeiten von Mobile First spielt die Ladezeit der Website eine wichtige Rolle, wenn sie auf den Top-Positionen ranken wollen. Vor allem die Bildgröße und die Dateigröße der Bilder haben einen erheblichen Einfluss auf die Ladegeschwindigkeit der Seite, ganz unabhängig von zahlreichen technischen Faktoren.

Machen Sie die Bildgröße von der Verwendung abhängig. Es ergibt keinen Sinn, ein Bild mit 4000×3000 Pixel einzufügen, wenn es letztlich mit 400×300 Pixel im Beitrag ausgespielt wird. Anders verhält es sich, wenn Sie ein Wallpaper für Ihre Nutzer bereitstellen wollen. Google wird hier große Bilder deutlich besser Ranken, da diese der Suchintention entsprechen. Achten Sie also auch bei der Bildgröße auf die Suchintension Ihrer Nutzer.

Bildgröße und Dateigröße sind eng miteinander verknüpft. Wollen Sie ein und dasselbe Bild in der gleichen Qualität in unterschiedlichen Auflösungen anbieten, wird parallel zur Auflösung auch die Dateigröße ansteigen. Es dauert also länger, bis dem Nutzer das jeweilige Bild angezeigt wird. Häufig lässt sich durch die Kompression der Bilder einiges an Dateigröße einsparen und das, ohne dass hierbei die Qualität der Bilder sichtbar leidet. Die Bildkompression kann auf unterschiedlichen Wegen stattfinden: Offline oder automatisiert durch ein Plug-In.

  • Manuelle Kompression: Die manuelle Kompression eignet sich vor allem dann, wenn Sie täglich nur eine geringe Menge an Bildern verarbeiten. Die Seite compressor.io bietet beispielsweise die Kompression von Bilddateien bis zu einer Größe von 10MB an. Zusätzlich steht zur Auswahl, ob verlustfrei oder mit Verlusten in der Bildqualität komprimiert werden soll, was eine höhere Reduktion der Dateigröße zur Folge hat. Das Beste: Das Tool steht kostenfrei zur Verfügung.
  • Automatische Kompression: Dies bietet sich vor allem an, wenn täglich mehrere Bilder hochgeladen werden und diese nicht händisch angefasst werden sollen. Je nach Anzahl der täglich hochgeladenen Bilder bietet die Automatisierung einen deutlichen Zeitgewinn. Für WordPress kann hierfür beispielsweise das kostenlose Plugin EWWW Image Optimizer genutzt werden. Allerdings muss für das Tool ein Setup auf dem eigenen Server erfolgen, welches unerfahrene Nutzer in Schwierigkeiten bringen könnte. Dies lässt sich mit der kostenpflichtigen Version umgehen, die an einen externen Server angebunden ist.

Nicht nur die Dateigröße und die Bildgröße spielen hinsichtlich des Suchmaschinenrankings eine wichtige Rolle. Sie sollten auch darauf achten, kein exotisches Bildformat zu verwenden. Die Google-Bildersuche zeigt nur sehr selten Bilder, die ungewöhnliche Formate aufweisen. Bevorzugt werden Bilder im 4:3, 16:9 oder 1:1 Format.

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Der Bildkontext bzw. der umgebende Text

Auch der Kontext, in den das Bild eingebettet ist, bei den Rankings in den Suchmaschinen eine Rolle. Um die Suchergebnisse für den User so relevant wie möglich zu gestalten, bezieht Google den Text, in den das Bild eingebettet ist, in die Bewertung der kontextuelle Relevanz mit ein. Auch sollte der Page-Title in kontextueller Relevanz zum Bild stehen.

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Sitemaps

Durch die Aufnahme von Bildern in die Sitemap unterstützen Sie Google bei der Indexierung dieser. Sie können entweder die Bilder in die bereits bestehende Sitemap integrieren oder eine separate Image-Sitemap verwenden. Egal wie sie sich entscheiden, Google findet hierdurch schneller die Bilder auf Ihrer Website um diese in den Index aufzunehmen.

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Open Graph

Werden ihre Inhalte auf sozialen Netzwerken geteilt, ist es möglich, neben Title und Description auch die Vorschau-Bilder hierfür zu definieren. Indem Sie Vorschaubild, Title und Description Ihrer Beiträge festlegen, wenn diese in den sozialen Netzwerken geteilt werden, können Sie die Click-Trough-Rate deutlich steigern. Zusätzlich verhindern Sie, dass Elemente wie Werbebanner und Icons als Artikelbild von derjenigen Person, die den Artikel teilt, (zufällig) ausgewählt werden.

Um das Artikelbild für Social Media zu definieren, muss ein HTML-Schnipsel in den Beitrag eingebaut werden. Der Code hierfür lautet: meta property=“og:image“ content=“BILD-URL“.

Idealerweise besitzt das Bild eine Größe von 1200×630 Pixel und das Format 1,91:1. Kleiner als 600×315 Pixel sollte das Bild nicht sein. Praktisch hierbei ist, dass das Bild nicht in den Artikel selbst eingebunden werden muss. Sie sollten sich diesen Vorteil bewusst zu Nutze machen, indem Sie ein Bild auswählen, welches in den sozialen Netzwerken genügend Aufmerksamkeit erzeugt, damit die User den Beitrag wahrnehmen.

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Fazit und Checkliste

Es gibt zahlreiche Dinge, die beachtet werden müssen, wollen Sie das maximale Potential der Bilder in Ihrem Artikel ausschöpfen. Sind die einzelnen Schritte jedoch erstmal in den täglichen Workflow integriert, ist es die investierte Zeit verglichen mit dem Outcome auf alle Fälle wert. Sie steigern Ihren Traffic zum einen durch die Rankings der Bilder innerhalb der Google-Bildersuche und zum anderen dadurch, dass auch Ihre Artikel selbst von den optimierten Bildern innerhalb der organischen Suche profitieren werden. Für Top-Positionen bei der organischen Suche dürfen Bilder innerhalb des textuellen Contents außer Acht lassen gelassen werden. Auch sie sind Content-Pieces und zahlen auf die Qualität mit ein.

Zudem gewinnen gut optimierte Bilder hinsichtlich der stetigen Weiterentwicklung von Universal Search, also der Anreicherung der organischen Suchergebnisse mit Daten der vertikalen Suchmaschinen wie Google Images, immer stärkere Bedeutung im SEO-Universum.

Legen Sie sich die folgende Checkliste neben Ihren Computer und werfen Sie das nächste Mal, wenn sie einen Artikel mit Bildern anreichern, einen Blick darauf. Es wird sich lohnen, versprochen!

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Checkliste

  • Dateiname
    • deutliche und eindeutige Beschreibung des Bildes
    • Enthält das Hauptkeyword des Bildes
  • Alt-Attribut
    • Beschreibt den Bildinhalt präzise und knapp
    • Enthält das Hauptkeyword und wenn möglich weitere Nebenkeywords
  • Bildunterschrift
    • Ist nicht mit dem Alt-Attribut identisch
    • Erläutert das Bild näher
  • Title-Attribut
    • Doppelt sich nicht mit dem Alt-Attribut oder der Bildunterschrift
    • Bietet dem Nutzer durch Interaktion einen Mehrwert
  • Bildgröße
    • Ist der User-Intention angepasst
  • Dateigröße
    • Bildkompression genutzt
  • Bilddimension
    • Format 4:3, 16:9 oder 1:1
  • Bildkontext
    • Bild passt kontextuell zum dem ihn umgebenden Text
  • Sitemaps
    • Bilder sind in der Sitemap aufgenommen
  • Open Graph
    • og:image ist definiert
    • 1200×630 Pixel
    • Format ist 1,91:1

Und hier noch mal alle Punkte in der praktischen Infografik – perfekt zum “Über-den-Schreibtisch-hängen”:

Die Checkliste in Form einer Infografik zeigt insgesamt 18 wesentliche Faktoren, damit ihre Bilder bei Google besser gerankt werden.
Damit Ihre Bilder bei Google weit oben gefunden werden, zeigt diese Checkliste die wichtigsten Faktoren.

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