Wie uns Google Analytics und Google Developer PageSpeedInsights wertvolle Hinweise liefern

Site Speed Optimization – Oh, du liebe Ladezeit!

Titelbild Website

Als ambitionierter Content Marketer fällt nicht nur die tägliche Content-Produktion und -Distribution in Ihren Aufgabenbereich, sondern Sie müssen sich ebenso mit Google-Keywords, Suchvolumen und Optimierung beschäftigen. Denn das sind ebenso wichtige Schritte, um möglichst schnell im Fokus Ihrer Zielgruppe zu erscheinen, sprich: Zu den gesuchten Begriffe im Netz auf der ersten Search Engine Result Page (kurz: SERP) zu landen.

Aber was passiert, wenn Ihre User gar nicht erst in den Genuss Ihres wohlrecherchierten und optimierten Inhalts kommen? Beispielsweise, weil Ihre Website zu lange lädt und somit der Großteil der Nutzer den Vorgang abbricht.

Lange bzw. zu lange Ladezeiten sind ein Thema, das die Performance Ihrer Seite erheblich beeinflusst. Und zwar in zweierlei Hinsicht: Erstens, und gleichzeitig am wichtigsten, verschlechtert eine niedrige Website Geschwindigkeit das Nutzer-Erlebnis, also die sogenannte User Experience (UX). Das führt wiederum führt zu höheren Absprungraten. Weil der User beim Aufrufen der Seite erheblich behindert wird, rankt Google zweitens wiederum solche Webseiten schlechter, egal, wie spannend da Ihr Inhalt ist. Somit ist die  Seiten-Geschwindigkeit ein wichtiger Faktor in der Search Engine Optimization (SEO).

Stellt sich die Frage: Wie vermeidet man niedrigen Website Speed und wie kann man diesen Faktor optimieren?

In diesem Artikel finden Sie

Wie lang sind lange Ladezeiten einer Webseite?

In der Regel erwarten wir von einer Website, dass sie innerhalb von 2 Sekunden auf den verschiedenen Devices vollständig aufgebaut ist. Unsere Toleranz ist bei mobilen Devices noch weniger ausgeprägt als am Desktop. Dieser Punkt ist besonders brisant, da die Nutzung über mobile Geräte stetig steigt: So nutzen aktuell nach einer Umfrage vom Digitalverband Bitkomon 78 Prozent aller Deutschen ab 14 Jahren ein Smartphone. Im Vergleich: 20156 waren es 74 Prozent. Seit 2012 hat sich der Anteil sogar mehr als verdoppelt.

Somit gilt:

User erwarten gerade mobil schnelle Ladezeiten – ansonsten ist das ein K.O.-Kriterium für jede Website!

Wenn wir von einer Ladezeit von über 10 Sekunden sprechen, ist dies definitiv ein schweres Manko! Insbesondere wenn der Wettbewerb im wahrsten Sinne des Wortes schneller ist als wir. Spätestens seit Google die Ladezeit als einen ihrer Ranking-Faktoren bestimmt hat, geht es uns an den Kragen und wir müssen handeln, denn: „Besser rankende Seiten laden schneller. Seitenladezeit ist ein wichtiger Ranking-Faktor und beeinflusst das Userverhalten.“  (Siehe auch: Searchmetrics-Ranking-Faktoren 2015 Whitepaper (dt.), S. 21). Sprich: Indem unser Pagespeed zu schlecht ist, verlieren wir an Sichtbarkeit, damit an Besucher und letztlich kostet uns das Kunden.

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Was hat Einfluss auf den Site Speed?

Es gibt eine Reihe von Faktoren, die sich auf den Pagespeed Ihrer Seite auswirken. Das fängt bereits beim technischen Aufbau an. So sollte beispielsweise sichergestellt sein, dass bei der Programmierung ein “sauberer” Code geschrieben wird. Das ist laut Gino Cremer von pixelbar.com die Voraussetzung für alle weiteren Optimierungen.

Auch die Verwendung von Java-Script beeinflusst die Website Geschwindigkeit. Hier gibt es auch verschiedenen Möglichkeiten, wie Sie das Script einbinden sollten, um keine unnötige Zeiten zu erzeugen.

Ebenso kann sich die Anzahl sowie die fehlerhafte Implementierung von PlugIns negativ auswirken. Oft werden sie genutzt, um Prozesse im Content Management-System (CMS) zu vereinfachen oder auch dem Nutzer noch mehr Features zu bieten. Dabei sollte jedoch immer darauf geachtet werden, wie sie das Ergebnis Ihrer Website Geschwindigkeit beeinflussen. Somit sollten Sie im Vorfeld abwägen:

  • Ist es für den weiteren Workflow unbedingt erforderlich?
  • Hat es einen exorbitante Nutzen für die User?
  • Verbessert es die Performance?

Ein weiterer “Ladezeiten-Killer” sind zu große Grafiken und Bilder. Dass Fotos, Infografiken und Videos mittlerweile aus Blogs und Websites nicht mehr wegzudenken sind, ist bekannt. Doch diese Art von Inhalten kann die Performance extrem verschlechtern: Je größe die Datei, desto mehr muss Ihre Seite laden – und desto länger kann es dauern. Deshalb: Achten Sie bereits beim Hochladen immer auf eine optimale Dateigröße (meist 72 Pixel/Zoll) und ebenso auf das Format.

Letztlich ist es möglich, dass Probleme mit dem Webserver zu schlechter Site Speed beitragen.

Doch auch diese Herausforderung ist lösbar.

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Wie kann ich meine Website Geschwindigkeit optimieren?

Um überhaupt optimieren zu können, müssen Sie zunächst wissen, wo die Schwachstellen Ihrer Site Speed liegen. Was also führt zu einer zu hohen Ladezeit?

Die positive Nachricht ist: Es gibt verschiedene Tools, die uns dabei helfen, den Problemen auf die Spur zu kommen. Zudem sind es häufig kleine Lösungsansätze, mit denen wir die Website Geschwindigkeit in wenigen Schritten optimieren und so letztlich mehr Besucher halten können.

Die entsprechenden Ergebnisse liefern uns diverse Tools. Eines davon ist Google Analytics sowie die PageSpeedInsights. Wie Sie vorgehen müssen, um zu erkennen, was auf Ihrer Seite funktioniert und was nicht, zeigt Ihnen die folgende Anleitung:

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Die Helferlein: Google Analytics und Google Developer PageSpeedInsights

Dafür eignet sich zunächst ein Blick in Google Analytics: Einfach dem Pfad „Verhalten“ -> „Websitegeschwindigkeit“ folgen. Hier erhalten Sie zunächst einen Überblick, wie Ihre Website durchschnittlich im ausgewählten Zeitraum performed. Außerdem finden Sie eine Aufschlüsselung aller verwendeter Browser mit den entsprechenden Ladezeiten.

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Für eine wirksame Optimierung Ihrer Webseite sehen Sie dann unter dem Button Seiten-Timings eine genaue Übersicht, wie einzelne Seiten im Verhältnis zur gesamten Domain stehen.

02_Seitenlade Timings_844

Wirklich interessant und hilfreich wird der nächste Menüpunkt „Empfehlungen zur schnellen Anzeige“ (unter “Seiten-Timings”). Auch hier sind einzelne Seiten aufgelistet, doch gleichzeitig gibt Ihnen Google unter „PageSpeedEmpfehlungen“ eine gewisse Anzahl an Hinweisen, die Sie mit einem einfachen Klick verfolgen können.

Ladezeit 3

Durch das Öffnen der Empfehlungen gelangen Sie automatisch zu einem nächsten Google-Service „PageSpeedInsights“, der zu den Google Developer Tools gehört. Es wird zwischen Mobile und Desktop unterteilt, da sich je nachdem die Möglichkeiten zur Optimierung unterscheiden.

PageSpeedInsights Mobil
PageSpeedInsights Desktop

Das Schöne an diesem Google-Dienst ist, dass Sie gleich eine Handlungsanweisung mitgeliefert bekommen. Unter „Übersicht der Vorschläge“ wird zwischen „Behebung erforderlich“ und „Behebung empfohlen“ unterschieden. Diese Anweisungen, wie zum Beispiel „Bilder optimieren“, können Sie entweder selber vornehmen, oder als Liste an Ihre Webagentur bzw. Ihren Webmaster bequem weiterleiten.

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Tipp

Sie können sich optimierte Bilddateien oder auch Java-Script genauso wie CSS-Ressourcen direkt herunterladen.

Am Ende der Seite Ihrer PageSpeed Insight finden Sie den entsprechenden Link:

Optimierte Bilder_Link

Entweder leiten Sie diese erhaltene Daten direkt an Ihren Webdesigner weiter oder verbessern Ihre Seite selbs


PageSpeedInsight liefert für jedes Device einen Score zu besseren Einordnung mit. Es kann ein maximaler Score von 100 erreicht werden. Dieser KPI (Key Perfomrance Indicator) wird zudem in den bekannten Ampel-Farben unterschieden. Grün steht für „gut“, Gelb für „Handlungsempfehlungen“ und Rot für „dringenden Handlungsbedarf“.

Übrigens, das Tool PageSpeedInsight lässt sich natürlich auch direkt ansteuern und eignet sich hervorragend dafür, auch den Wettbewerb zu beobachten: https://developers.google.com/speed/pagespeed/insights/. Einfach in das Eingabefeld jede beliebige Website eingeben und auf „analysieren“ klicken.

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4 kostenlose Tools für den Speedtest

Neben Google Analytics gibt es noch weitere kostenfreie “Helferlein”, mit denen Sie die Ihren Site Speed messen und “Übeltäter” ermitteln können. Welches sich davon für Sie am besten eignet, wissen Sie, wenn Sie sie jeweils vergleichen:

Uptrends

Die Handhabung ist einfach: Geben Sie Ihre URL sowie eine Stadt ein (z.B. Berlin). Mit einem Klick auf “Start” erhalten Sie das Ergebnis.

WebPageTest

Auch bei diesem Tool müssen Sie lediglich Ihre URL, Ihre “Test Location” und einen Browser auswählen.

GTmetrix

Hier tippen Sie nur Ihre Domain ein, Browser und Location wählt das Tool selbst aus.

PingDom

Auch mit PingDom ist es möglich, die Schnelligkeit Ihrer Website zu ermitteln. Einfach die URL angeben und eine “Location” auswählen – schon werden Ihnen die ermittelten Ergebnisse angezeigt.

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Fazit: Ohne Speedtest geht es nicht!

Gerade weil die Geschwindigkeit Ihrer Seite einen erheblichen Einfluss auf die Performance Ihrer Website hat, sollten Sie diese regelmäßig prüfen. Oft können kleine Handgriffe ausreichen, um bereits nennenswerte Erfolge zu erzielen.

Ein regelmäßiger Blick in Google-Analytics oder die Nutzung einer der anderen genannten Tools kann folglich aufschlussreiche Erkenntnisse bringen, mit denen Sie die Verweildauer und letztlich auch die Anzahl Ihrer Besucher steigern können.

Denn die User Experience Ihrer Webseite ist genauso ausschlaggebend für den Erfolg Ihrer Online- und Content Marketing-Strategie, wie guter und hilfreicher Content. In diesem Sinne: Ladezeit olé!

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