Was Sie beachten sollten, um bei der Vielfalt an Möglichkeiten, die Social Media bietet, für Ihr Content Marketing das Beste herauszuholen

5 Regeln für wirksames Social Media-Marketing

Das Content Marketing Institute kann das eine oder andere zum Thema “erfolgreiches Social Media-Marketing” beitragen. Der Erfolg der weltweit führenden Fach-Events “Content Marketing World” spricht für sich und beruht zu einem großen Teil auf clever durchdachten Social Media-Aktivitäten, bei denen die Zielgruppe bereits lange im Vorfeld des eigentlichen Events über die relevanten Themen angesprochen wird. Als Speaker gesetzte Influencer tragen das Ihre zur Präsenz des Events und der Marke CMI bei. Heute sind das Thema Content Marketing und
Joe Pulizzis CMI in weiten Teilen eine Symbiose eingegangen.

Müßig zu sagen, dass dieser Erfolg nicht aus dem Nichts kommt, sondern über Jahre hart erarbeitet wurde – auch und gerade über die sozialen Medien. Auch das CMI glaubt an Transparenz und die Macht des Teilens.

Jodi Harris, Director of Editorial Content & Curation am CMI, plaudert daher freundlicherweise ein wenig aus dem Nähkästchen und erklärt, welche Zutaten für langfristigen Social Media-Erfolg unbedingt notwendig sind.

Sie finden hier:

Die 5 Regeln richtig gutes Social Media-Marketing

Natürlich hat das Content Marketing Institute auch zum Thema Social Media-Marketing einen Experten: Jonathan Crossfield. Er weiß, wie Sie vorgehen sollten, um in Facebook, YouTube, Twitter, Instagram, Snapchat und den vielen anderen sozialen Netzwerken Ihre Ziele zu erfüllen. Und noch viel wichtiger: Jonathan weiß ebenfalls, was Sie definitiv lieber bleiben lassen sollten, um einen Misserfolg zu vermeiden.

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Seine Tipps lassen sich in 5 hilfreiche Regeln zusammenfassen:

Regel 1: Konzentrieren Sie sich auf die wirklich relevanten Kanäle!

Möglichst überall mit einem Account vertreten sein, um keine Chance zu verpassen, die User zu erreichen. Kommt Ihnen dieser Plan bekannt vor? Wenn ja, dann sollten Sie ihn dringend überdenken. Denn das Mantra “viel hilft viel” gilt nicht im Social Media-Marketing.

Denn Jonathan stellt klar: Je mehr Plattformen Sie mit Inhalten bespielen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, ineffektiv zu werden. Der Grund: Es braucht Zeit, sich systematisch eine qualitative Community auf jedem Kanal aufzubauen, die dann regelmäßig Ihren Content teilt, kommentiert oder liked.

Nennenswertes Engagement entsteht erst, wenn Sie sich als vertrauenswürdige und nützliche Marke etabliert haben – und das ist ein Prozess, der bekanntlich Zeit erfordert.

Wenn Sie also von Anfang überall präsent sein wollen, können Sie nicht den notwendigen Aufwand investieren,um letztlich Ihre Ziele (mehr Reichweite, mehr Interaktionen) zu erreichen.

Deshalb empfiehlt Jonathan, sich noch vor dem Start Ihrer Social Media-Maßnahmen folgende Fragen bei der Wahl eines Kanals zu stellen:

  • WEN wollen Sie eigentlich erreichen? (Stichwort Zielgruppen-Analyse!)
  • WIE verwenden Ihre Nutzer Social Media?
  • WELCHEN CONTENT wollen Sie verbreiten?
  • Ist die Plattform am BESTEN GEEIGNET für diese Art von Inhalt? Gibt es effektivere Kanäle?
  • WAS sollen die User mit Ihrem Content auf dem Netzwerk machen? Welche CONVERSIONS sind vorstellbar?

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Regel 2: Seien Sie auf Ihren Accounts aktiv!

Gerade beim letzten Punkt entscheidet sich, ob Social Media-Marketing in Ihrem Online-Marketing eine strategische Bedeutung hat (und wenn ja, welche). Konkret bedeutet das: Geht es Ihnen lediglich darum, Ihre Inhalte zu verbreiten und “Gefällt mir”-Angaben zu erzeugen, dann sind das laut Jonathan sehr niedrige Ziele.

Soll Ihr Auftritt auf Facebook, Instagram & Co. hingegen Ihr Marken-Image stärken und sich im besten Fall auch auf Conversions positiv auswirken, dann Ihre Social Media-Aktivitäten wichtig für den Gesamterfolg.

Um diesen zu erreichen, sollten laut Jonathan folgende Tipps fester Bestandteil Ihrer täglichen Arbeit sein:

  • Checken Sie täglich Ihrer Social Media-Profile.
  • Kommunizieren und posten Sie in einem verständlichen Stil.
  • Verwenden Sie die Tonalität Ihrer Zielgruppe und signalisieren Sie gleichzeitig Professionalität.
  • Achten Sie auf Grammatik und Rechtschreibung.
  • Probieren Sie neue Features der Social Media-Plattformen aus und “experimentieren” Sie.

Es zeigt sich also: Sie können Ihre Community nur dann zu mehr Handlungen animieren, wenn Sie wirklich aktiv auf Ihren Accounts sind. Ist das nicht der Fall, bleiben auch die Interaktionen Ihrer User aus.

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Regel 3: Planen Sie die Distribution systematisch!

Sie wollen mit Ihren Inhalten nicht das Interesse von “irgendwelchen” Personen wecken. Sondern die Aufmerksamkeit von Usern gewinnen, die speziell Ihre Themen suchen. Das schaffen Sie, indem Sie laut Jonathan folgende Tipps befolgen:

  • Starten Sie mit Content, der einen echten Mehrwert für die Nutzer hat. Dieser Tipp scheint zwar trivial zu sein; dennoch bildet es die entscheidende Grundlage für den Erfolg. Schließlich wollen Sie Ihre User mit Ihren Inhalten überzeugen. Und das tun Sie nur, wenn Sie Ihnen hilfreiche Informationen anbieten (die sie im besten Fall nirgendwo sonst erhalten!).
  • Passen Sie Ihren Content immer an die Spezifikationen des Netzwerks an. Das heißt: Wollen Sie auf Ihr neues E-Book hinweisen, dann sollten Sie für Ihren YouTube-Kanal ein Video erstellen. Für Pinterest hingegen ist ein Bild oder eine Grafik besser. Indem Sie die “Schwerpunkte” der jeweiligen Plattform einsetzen, erhöhen Sie die Chance, mehr Interesse zu erzeugen.
  • Beschreiben Sie, was Sie posten. Sie sollten folglich keinesfalls nur auf einen Link verweisen. Stattdessen schreiben Sie, was der User beim Klick auf den Link erwarten darf. Ebenfalls ist es sinnvoll (wenn es die Zeichenanzahl erlaubt) einen thematischen Kontext herzustellen.
  • Um eine starke Kundenbindung aufzubauen, sollten Sie auch Inhalte verbreiten, die “unterhalten”. So machen Sie Ihre Marke authentisch. Beispielsweise, indem Sie  geben einen Einblick in Ihre tägliche Arbeit (und derer Ihrer Kollegen) mit “Behind the Scene”-Bildern.
  • Gerade dann, wenn Sie Text-Links verbreiten, sollten Sie stets visuelle Elemente einbauen: Bilder, GIFs oder auch Videos. Das erhöht die Aufmerksamkeit seitens der Nutzer. Gleichzeitig weist Jonathan allerdings daraufhin, auch bei den verwendeten Bildern & Co. auf die Relevanz für die Community zu achten.
  • Verwenden Sie – soweit es üblich und sinnvoll ist – Hashtags. Gerade auf Twitter und Instagram stellen Sie Ihre Inhalte in einen thematischen Zusammenhang und machen sie vor allem für die Nutzer auffindbar.

Empfehlung: Wie Sie Hashtags für Ihr Marketing richtig einsetzen, lesen Sie jetzt hier!

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Regel 4: Verbreiten Sie Ihren Content an klar definierte Communities!

Sie können die Effizienz und Effektivität Ihrer Social Media-Maßnahmen steigern, indem Sie sich auf Nischen-Communities fokussieren. Das bedeutet: Statt Content an die Masse der Social Media-User zu verbreiten und zu hoffen, die “richtigen” Nutzer zu erreichen, sollten Sie die relevanten “Nischen” ansprechen. Darunter fallen folglich die Personen, die ein hohes Interesse an Ihrem Content haben.

In vielen Netzwerken, wie Facebook, XING, Twitter oder LinkedIn, erhalten Sie bereits die Möglichkeiten, zielgenauer User zu erreichen. Zum Beispiel durch Gruppen auf Facebook oder XING. Der Vorteil liegt somit darin, dass Sie Streuverluste minimieren, da Sie sofort die Personen treffen, für die Ihre Informationen interessant sind. Folglich generieren Sie leichter Engagement.

Für dieses Ziel liefert uns Jonathan wiederum einige Hinweise, die Sie beachten sollten, wenn Sie beispielsweise die “Gruppen”-Funktion bei Facebook für sich nutzen wollen:

  • Machen Sie sich “interessant”: Selbst wenn Sie bereits eine bekannte Marke sind, müssen Sie dennoch im ersten Schritt die Aufmerksamkeit der User gewinnen. Das gilt ebenso, wenn Sie schon zahlreiche Fans haben. Denn in einer Gruppe starten Sie “von null”.
  • Erst zuhören, dann posten: Eine Gruppe sollte keine Werbeplattform von Ihnen sein. Investieren Sie stattdessen Zeit, die Konversationen zwischen den Nutzern zu sichten und Ihre Zielgruppe dadurch noch besser kennen zu lernen. Erst dann ist es empfehlenswert, Inhalte zu posten – natürlich nur solchen, die Mehrwert haben oder eine Frage des Users beantworten.
  • Seien Sie authentisch: Sie können lediglich als Person, nicht als Marke, einer Gruppe beitreten. Als “Vertretet” Ihres Unternehmens sollten Sie daher authentisch auftreten. Ansonsten schadet es Ihrem Markenimage.

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Regel 5: Das “social” muss stets im Mittelpunkt stehen!

Twitter, Pinterest, Snapchat & Co. sind kein Selbstzweck; am Ende wollen Sie einen Output erzielen, der wiederum auf Ihren gesamten (Content) Marketing-Erfolg einzahlt. Für eine stetige Optimierung dieser Prozesse gibt es Tools. Mit diesen können Sie Arbeiten automatisieren und sparen somit Zeit. Andere Anwendungen helfen dabei, die Inhalte auf die Algorithmen der Social Media-Kanäle besser anzupassen oder Interaktionen schneller auszuwerten, um letztlich mehr Reichweite zu generieren.

In Hinblick auf die geplanten Ziele sind diese Maßnahmen für viele Unternehmen wichtig. Allerdings besteht das Risiko, den “Sinn” der Social Media-Netzwerke zu vernachlässigen: Nämlich die direkte Kommunikation mit der Zielgruppe. Sämtliche Plattformen sind darauf ausgelegt, dass Personen sich austauschen können, um so Fragen auf Antworten zu erhalten oder hilfreiche Informationen zu teilen.

Und das sollte laut Jonathan auch im Mittelpunkt Ihrer Social Media-Strategie stehen. Denn je mehr Sie sich auf die Algorithmen und Funktionsweisen der Netzwerke konzentrieren, desto mehr lassen Sie Ihre Nutzer unberücksichtigt. Dadurch wiederum wird auch Ihr Erfolg ausbleiben.

Denn wie bei SEO heißt es auch im Social Media-Marketing: Sie schreiben Ihren Content nicht für das Netzwerk, sondern für die User!

Deshalb: Wägen Sie Automatisierungen, neue Entwicklungen und vermeintliche All-in-One-Lösungen sehr sorgfältig ab!

Und hier noch mal alle 5 Regeln auf einen Blick: Als praktische Infografik:

Die Infografik zeigt 5 Regeln, die Sie für Ihr Social Media-Marketing einhalten sollten. Erstens: Fokussieren Sie sich nur auf die Netzwerke, die Ihre Zielgruppe verwendet. Zweitens: Seien Sie auf Ihren Accounts aktiv! Drittens: Erstellen Sie einen Plan, wann Sie welchen Inhalt wo verbreiten. Viertens: Nutzen Sie Gruppen, um Ihre Nutzer noch besser zu erreichen. Fünftens: Sie schreiben für den User, nicht für den Social Media-Kanal!
In der Infografik finden Sie alle 5 Regeln für ein erfolgreiches Social Media-Marketing.

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Fazit: Erfolgreiches Social Media-Marketing erfordert Zeit!

Jodis Artikel zeigt deutlich, dass erfolgreiches Social Media-Marketing mit Aufwand verbunden ist: Zunächst müssen Sie die richtigen Kanäle finden, wobei es weniger darum geht, omnipräsent zu sein, sondern vielmehr auf den relevanten Plattformen zu agieren. Anschließend müssen Sie regelmäßig neue Inhalte poste, die wiederum einen echten Mehrwert für Ihre Zielgruppe besitzen sollten. Genauso wichtig ist es, mit Ihrer Community zu interagieren und Vertrauen aufzubauen. Erst so ist es möglich, letztlich einen nennenswerten Beitrag zu Ihrer gesamten Content Marketing-Strategie zu leisten.

Den wohl wichtigsten Tipp gibt Jodi zum Schluss: Nämlich, dass Sie trotz aller Optimierung immer der User und nicht das Netzwerk selbst bei Ihren Maßnahmen im Mittelpunkt stehen muss.

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