Wie Sie Facebook-Gruppen finden, erstellen und bestmöglich für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen einsetzen können

Facebook-Gruppen: Tipps & Tricks für jedermann

Die Möglichkeit, Facebook Gruppen zu erstellen, gehört von Anfang zum “Inventar” von Facebook. Denn durch diese Funktion ist man in der Lage in einer “Gemeinschaft” mit anderen Menschen einzutreten, die beispielsweise das gleiche Hobby, den gleichen Beruf oder auch die gleichen Interessen haben. Man kann sich also mit anderen Nutzern zu bestimmten Themen austauschen.

Diesen “Gemeinschafts-Gedanken” will Facebook weiter vertiefen. Das geht zumindest aus der Ankündigung von Mark Zuckerberg auf der Facebook Communities Summit in Chicago hervor: Denn das neue Credo lautet: “Bringing the World Closer Together”. Und deshalb erleb die Gruppen-Funktion gerade eine Art “Renaissance”.

Aber was genau heißt das jetzt für Ihr Facebook-Marketing? Und sollten Sie jetzt ebenfalls eine Facebook-Gruppe gründen? Höchste Zeit also, sich die Funktion genauer zu betrachten.

In diesem Artikel finden Sie

Welchen Zweck haben Facebook-Gruppen?

Im Mittelpunkt von Facebook-Gruppen steht der Austausch mit “Gleichgesinnten” über ein Thema. Das kann sich auf den Beruf, auf ein Hobby, auf Politik oder auf ein anderes Interesse (Rezepte, Mittelalter, Verbraucherthemen, etc.) beziehen.

Nutzer, die Gruppen beitreten, werden als Mitglieder bezeichnet. Sie können dann Erfahrungen teilen, Schwierigkeiten schildern und nach Lösungen fragen, ohne dass sie miteinander befreundet sind.

Gerade wenn es sich um sogenannte “geschlossene” Gruppen handelt, können die Mitglieder sicher sein, nur mit Personen Inhalte teilen, die sich auch tatsächlich für das Thema interessieren. Denn “geschlossen” bedeutet, dass nicht jeder der Gruppe beitreten darf; die Anfrage wird zunächst vom Administratoren geprüft und danach genehmigt. Erst dann erhalten Nutzer Zugang zu der Gruppe.

Facebook-Gruppen sind also eine “persönlichere” Kommunikationsform, als es beispielsweise bei den Fanpages der Fall ist. Denn diese ist für jeden User auf dem Social Media-Netzwerk öffenlicht zugänglich.

Der Zweck von Facebook-Gruppen besteht somit darin, den Dialog zwischen mehreren Personen mit gleichen Berufen, Hobbies oder anderen Interessen zu ermöglichen und zu fördern.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Das ist neu bei Facebook-Gruppen

Weil also Gruppen an Bedeutung bei Facebook gewinnen, gibt es auch einige neue Features. Damit wird vor allem das Community-Management verbessert:

  • Facebook-Seiten können Gruppen anschließen.
  • Statistiken sind verfügbar.
  • Posts sind planbar (wie bei den Fanpages).
  • Administratoren können Empfehlungen in Form von Links posten.
  • störende Mitglieder können leichter “rausgeworfen” werden.
  • Es kann eine sogenannte Aufnahme-Abfrage für neue Mitglieder erstellt werden.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Wie finde ich Facebook-Gruppen?

Indem Sie im Suchschlitz bei Facebook das Thema eingeben, können Sie Gruppen zum gesuchten Thema finden.

Der Screenshot zeigt, wie man einen Begriff (Beispiel Content Marketing) in den Suchschlitz bei Facebook eingibt.
Indem Sie in der Facebook-Suche einen Begriff eingeben, können Sie Gruppen finden.

Auf der Suchergebnis-Seite müssen Sie lediglich den Reiter “Gruppen” auswählen.

Der Screenshot zeigt die Suchergebnis-Seite von Facebook für das Keyword "Content Marketing". Indem Sie die Ergebnisse durch die Kategorie "Gruppe" filtern, erhalten Sie alle existierenden Gruppen zu dem eingegebenen Begriff.
Auf der Suchergebnis-Seite von Facebook haben Sie die Möglichkeit, die Ergebnisse auf die Kategorie “Gruppe” zu filtern.

Sie erfahren so, wie viele und was es für Facebook-Gruppen zum gesuchten Begriff gibt. Neben der Mitglieder-Anzahl sehen Sie ebenso, wer der oder die “Gründer” (also die Administratoren) sind. Gleichzeitig wird ersichtlich, ob die Gruppe mit einer Unternehmensseite auf Facebook verknüpft ist.

Weiterhin ist es möglich, die Ergebnisse zu filtern. Und zwar nach folgenden Kriterien:

  • Beliebige, öffentliche oder geschlossene Gruppen
  • Gruppen von Freunden
  • Gruppen, denen Sie beigetreten sind.

Finden Sie in der Übersicht eine Gruppe, die für Sie relevant ist, können Sie über den Button “beitreten” Mitglied werden. Je nachdem, ob es sich um ein öffentliches, geschlossenes oder geheimes Netzwerk handelt, sind Sie entweder sofort beigetreten oder es erscheint der Status “Anfrage versendet”. In diesem Fall muss der Administrator Ihren Beitritt genehmigen.

Neben der aktiven Suche, können Sie von Mitgliedern einer Gruppe eingeladen werden. Nehmen Sie die Einladung an, haben Sie Zugang zu der Community.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Öffentliche, geschlossene oder geheime Gruppen: die Unterschiede

Die Privatsphäre einer Facebook-Gruppe lässt sich in drei Kategorien gliedern: Öffentlich, geschlossen und geheim. Je nachdem, welche Einstellung bei der Erstellung gewählt wurde, sind die Inhalte und die Gruppe selbst unterschiedlich auffindbar. Im Einzelnen bedeutet das:

Öffentliche Gruppen

Hier sind sowohl die Mitglieder als auch die Beiträge in der Gruppe für jeden Nutzer auf Facebook sichtbar. Sobald Sie also einer öffentlichen Gruppen beitreten, werden Sie Mitglied.

Die Gruppe erscheint ebenso in den Suchergebnissen bei Facebook und die Inhalte sind für jeden User, also auch für Nicht-Mitglieder, zugänglich.

Hinweis für Unternehmen: Da alle Inhalte auch für Nicht-Mitglieder einsehbar sind, gibt es keinen Grund für User, einzutreten. Daher eignet sich es nur für Inhalte, die besonders populär und/oder verbreitet sind. Wie zum Bespiel die Facebook-Gruppe “MFG: DHBW Ravensburg nach…

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Geschlossene Gruppen

Diese Funktion zeichnet sich dadurch aus, dass die Beiträge nur für Mitglieder einsehbar. Wer der Gruppe angehört, sieht wiederum jeder User.

Geschlossene Gruppen können zudem über die Sucheinstellung gefunden werden. Will man beitreten, muss die Anfrage allerdings zunächst vom Administrator freigegeben werden. Erst nach positiver Zustimmung kann man aufgenommen werden.

Hinweis für Unternehmen: In “geschlossene Gruppen” sind User “unter sich” und fühlen sich dadurch sicherer sowie “geborgener”. Deshalb ist die Interaktionsrate hier auch um ein vielfaches höher als auf Fanpages. Da Nutzer Mitglied sein müssen, um Beiträge lesen zu können, bauen Sie einen gewissen “Druck” auf die User aus. Denn sie müssen eingeladen werden oder beitreten, um Inhalte zu sehen.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Geheime Gruppen

Als (fast) “unauffindbar” sind geheime Gruppen. Nur ein Mitglied oder der Administrator kann Sie durch eine Einladung hinzufügen. Weder die Inhalte noch die Gruppe selbst lässt sich über die Facebook-Suche finden.

Hinweis für Unternehmen: Als Unternehmen mit dem Ziel, die eigene Reichweite zu steigern, ist diese Option selten sinnvoll. Denn Sie erscheinen nicht den Suchergebnissen des Social Media-Kanals und können daher von Nutzern nicht gefunden werden.

Wichtig: Die Privatsphäre lässt sich bis 250 Mitglieder jederzeit ändern. Danach ist dies allerdings nicht mehr möglich. Generell sollten Sie bereits der Erstellung festlegen, welche der drei Möglichkeiten Sie wählen wollen. Dabei spielt die Zielsetzung Ihrer Gruppe eine entscheidende Rolle.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Wie erstelle ich eine Facebook-Gruppe?

Erstens: Wenn Sie eine eigene Facebook-Gruppe erstellen wollen, gibt es zwei Optionen: Entweder Sie klicken in Ihrem persönlichen Profil unter “Einstellungen” auf “Gruppe erstellen“.

Der Screenshot zeigt, wie Sie in Ihrem privaten Profil eine Facebook-Gruppe gründen können. Dazu rechts in den Einstellungen auf "Gruppe erstellen" klicken.
Sie können eine Facebook-Gruppe entweder über Ihr eigenes Profil erstellen. Dazu rechts auf “Gruppe erstellen” klicken.

Oder Sie verwenden den gleichen Button auf Ihrer Facebook-Seite neben dem “Teilen“-Button

Der Screenhot zeigt, wie Sie über Ihre Facebook-Seite eine Gruppe können. Dazu klicken Sie neben den Button "Teilen" auf "Gruppe erstellen".
Auf Ihrer Facebook-Seite finden Sie neben dem Button “Teilen” in der oberen Navigationsleiste den Reiter “Gruppe erstellen”.

Wenn Sie eine Fanpage für Ihre Marke oder Ihr Unternehmen haben, dann können Sie somit diese mit der neuen Gruppe verknüpfen.

WICHTIG: In jedem Fall lässt sich eine Gruppe nur durch einen persönlichen Account bei Facebook erstellen.

Mit einem klick auf “Gruppe erstellen” öffnet sich ein neues Fenster. Je nachdem, ob Sie die Funktion auf Ihrer Facebook-Seite oder in Ihrem persönlichem Profil gewählt haben, unterscheidet sich das neue Fenster:

Der Screenshot zeigt, wie das Fenster aussieht, in der Sie eine Gruppe erstellen können.
Sobald Sie eine Gruppe von Ihrer Facebook-Seite aus gründen, erscheint ein vorgeschlagener Name.

 

Der Screenshot zeigt, wie das Fenster aussieht, wenn Sie über Ihr privates Profil eine Gruppe gründen wollen. Es wird kein Name und keine Personen vorgeschlagen.
Gründen Sie eine Gruppe über Ihr privates Profil, wird kein Name und keine Personen vorgeschlagen.

Zweitens: In beiden Fällen müssen Sie einen Namen eingeben. Bei der Fanpage erhalten Sie bereits einen Vorschlag: Nämlich den Namen Ihrer Seite.

Die Wahl des Namens ist sehr wichtig, da er über den Erfolg oder Misserfolg der Gruppe entscheiden kann. Deshalb ist es ratsam, im Vorfeld verschiedenen Bezeichnungen gegeneinander abzuwägen.

Sie können – wie auf Ihrer Facebook-Seite automatisch angegeben – eine Gruppe mit einem Namen zu Ihrer Fanpage gründen. Wenn Sie sich dagegen auf ein bestimmtes Thema, einen Beruf oder auf ein anderes Anliegen konzentrieren wollen, sollten Sie eine prägnante und vor allem aussagekräftige Bezeichnung wählen.

Dabei hilft es, sich den Wettbewerb anzusehen (über die Facebook-Suche) und das Angebot nach verschiedenen Suchbegriffen zu analysieren. Besonders entscheidend ist dabei, wie die User nach dem Thema suchen, also welche Suchworte sie verwenden. Dieses Vorgehen sollte helfen, einen passenden Namen zu finden. Zudem sollen Sie darauf achten, dass für die Nutzer sofort ersichtlich ist, für was Ihre Community steht.

Drittens: Dann können Sie bereits Personen, zum Beispiel Freunde, einladen. Hier müssen Sie mindestens einen Freund eingeben, ansonsten können Sie Ihre Gruppe nicht gründen.

Bei der Facebook-Seite wiederum erscheinen wieder Vorschläge: Die Seite selbst genauso wie Ihr verknüpftes Profil. Hier sollten Sie zunächst nur einen Freund einladen – denn zu Anfang müssen Sie noch verschiedene Einstellungen vornehmen. Über diese wird jeder hinzugefügter User benachrichtigt. Daher ist es besser, erst nach Fertigstellung Personen hinzufügen.

Viertens: Im viertem Schritt legen Sie die Privatsphäre fest: Öffentlich, geschlossen oder geheim.

Hier empfiehlt es sich, zunächst die Privatsphäre auf “geheim” zu stellen. Der Grund ist einfach: Sie können so die Facebook-Gruppe “in Ruhe” einrichten, ohne dass Mitglieder bereits stets eine Benachrichtigung erhalten. Sobald Sie fertig sind, ändern Sie den Status (oder lassen ihn bestehen, je nach Absicht).

Der Screenhot zeigt die Privatsphäre-Einstellungen für Facebook-Gruppen: Öffentlich, geschlossen oder geheim. Bis Sie die Gruppe vollständig eingerichtet haben, sollten Sie diese auf "geheim" stellen.
Sie müssen die Privatsphäre-Einstellung vornehmen. Bevor die Gruppe nicht vollständig eingerichtet ist, sollten sie diese auf “geheim” setzen.

Mit einem Klick auf “Erstellen” haben Sie Ihre Gruppe gegründet.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Und hier noch einmal alle wichtigen Punkte, wie Sie eine Facebook-Gruppe gründen im handlichen Cheat-Sheet:

Das Cheat-Sheet zeigt die 5 wesentlichen Schritten, wie Sie eine Facebook-Gruppe gründen können.
Wie Sie in nur 5 Schritten Ihre eigene Facebook-Gruppe gründen können, zeigt Ihnen dieses Cheat-Sheet.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Wichtige Grundeinstellungen

Eines vorweg: Alle Einstellungen, die Sie bei der Erstellung einer Gruppe vornehmen, können Sie jederzeit wieder ändern.

Als erstes müssen Sie die sogenannte Gruppenart auswählen: Dazu schlägt Ihnen Facebook eine ganze Reihe von Kategorien vor, wie zum Beispiel:

  • Reisen
  • Hilfe und Unterstützung
  • Nachbarn
  • Club
  • Benutzerdefiniert
  • Team
  • Veranstaltungen und Pläne
  • Kauf und Verkauf

Der letztgenannte Punkt, Kauf und Verkauf, ist besonders dann geeignet, wenn Sie Produkte vertreiben wollen. Dann stellt Facebook Ihnen nämlich eine spezielle “Verkaufsmaske” für jeden Post zu Verfügung: Sie können so die Artikelnummer, den Preis, eine Beschreibung und auch den Standort angeben.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Um neue Mitglieder zu gewinnen, muss sich Ihr Netzwerk entsprechend präsentieren. Und dazu gehört, dass Sie Bilder und Beschreibungen einfügen:

Das Titelbild und der Name

Natürlich sollten Sie zunächst ein passendes Bild hochladen. Ansonsten erzeugen Sie schnell eine unprofessionellen und wenig ansprechenden Eindruck. Das kann es erschweren, neue Mitglieder zu gewinnen.

Der Screenshot zeigt das Titelbild und den Namen der Facebook-Gruppe "Nähen mit FASHIONMARKERY". Das soll als Beispiel dienen.
Anhand der Facebook-Gruppe “Nähen mit FASHIONMAKERY” ist zu sehen, wie ein Titelbild und ein Name aussehen kann.

Facebook kreiert aus Ihrem Titelfoto ein Vorschaubild, welches dann in den Suchergebnisse erscheint. Dazu wird die Mitte des Bildes genommen. Wenn Sie also ein Logo eingebunden haben, sollten Sie dieses mittig platzieren.

Auch den Namen können Sie gegebenenfalls noch anpassen. Allerdings sollte dieser nicht ständig geändert werden. Sinnvoller ist es, diesen möglichst nie zu ändern, um so auffindbar zu bleiben in der Facebook-Suche.

Die Wahl des richtigen Namens ist ein wichtiger Baustein bei Ihrem Facebook-Marketing. Er sollte prägnant und gleichzeitig aussagekräftig sein. Hilfestellung können folgende zwei Fragen geben:

  • Interessieren sich Ihre Fans für die Marke?
  • Oder eher für das Thema?
  • Je nach Antwort sollten Sie eine Bezeichnung wählen.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Die Beschreibung

Um Nutzer auf einen Blick zu zeigen, was Sie als Mitglieder in der Gruppe erwartet, dient Ihnen (neben dem Namen) die Beschreibung.

Hier sind Sie in der Lage, sich als “Gründer” kurz vorzustellen und natürlich Themen und Aspekte darzustellen, die besonders wichtig sind:

Der Screenhot zeigt exemplarisch, wie eine Beschreibung einer Facebook-Gruppe aussehen kann. Als Beispiel dient die Gruppe "Nähen mit FASHIONMAKERY"
Wie eine Beschreibung einer Facebook-Gruppe aussehen kann, veranschaulicht die Beschreibung der Gruppe “Nähen mit FASHIONMARKERY”.

Geht es beispielsweise darum, Best-Practice-Beispiele vorzustellen? Oder liegt der Schwerpunkt auf Erfahrungsaustausch? Oder sollen eigene Arbeiten (z.B. selbstgenähte Kleider) präsentiert werden? Das können Anregungen für die eigene Ausrichtung sein.

Oft wird die Beschreibung auch dazu verwendet, die “Gruppenregeln” zu nennen: Das zeigt, welche Umgang miteinander gepflegt werden soll. Diese Regeln stellen sofort klar, dass unangebrachtes Verhalten nicht geduldet wird und bei Nichtbeachtung ein Mitglied auch entfernt werden kann.

Beitragsregelungen, Posten, Freunde einladen

Ähnlich wie bei Facebook-Seiten, gibt es auch in Gruppen verschiedene Rollen:

  • Administratoren: Zugriff auf alle Funktionen
  • Moderatoren: voller oder eingeschränkter Zugriff – je nach Rechten, die der Administrator freigeschaltet hat.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Regelungen für Beiträge

Als Administrator der Gruppe können Sie einstellen, ob und wer Beiträge freigegeben werden müssen und wer neue Mitglieder einladen und hinzufügen darf.

Für das Posten von Beiträgen gibt es drei Optionen:

  • Nur Administratoren können Beiträge posten
  • Jeder Post erscheint automatisch, egal ob von Mitglied, Administrator oder Moderator.
  • Bevor ein Beitrag erscheinen kann, muss dieser vom Administrator oder vom Moderator bestätigt werden. Erst dann sind die Inhalte für alle anderen Mitglieder sichtbar.

Welche der Varianten Sie wählen, hängt davon ab, wie stark Sie Kommunikation regeln wollen. Beides hat Vor- und Nachteile:

Variante eins ist möglich, aber wenig empfehlenswert. Denn dadurch entsteht die gleiche Konstellation wie bei einer Facebook-Seite: Nur die Marke und/oder das Unternehmen posten und die Fans können lediglich kommentieren. Da Facebook-Gruppen eine Art “Forum” sind, ist die erste Möglichkeit kontraproduktiv.

Keine Überprüfung von Beiträgen:

Jeder in der Gruppe kann posten und der Beitrag, zum Beispiel in Form eines Videos, Fotos oder Links, erscheint sofort. Dadurch ist eine unkomplizierte Kommunikation zwischen den Personen möglich. Zudem fördert dieses Vorgehen die Absicht, dass der Content vorwiegend von den Usern kommen soll.

Allerdings können so auch Beiträge veröffentlicht werden, die den Gruppen-Richtlinien widersprechen, nicht qualitativ, beleidigend oder auch nur reine Werbung sind. Es ist jedoch möglich, diesen Content auch im Nachgang als Administrator zu entfernen. (Einfach auf den Pfeil beim Beitrag und auf “löschen” klicken).

Bestätigen von Beiträgen vor Veröffentlichung:

Der Vorteil hier liegt auf der Hand: Beiträge, die nicht Ihren Anforderungen entsprechend oder gegen Ihre Regeln verstoßen, werden nicht freigegeben und dadurch auch nicht veröffentlicht.

Der Prozess erfordert jedoch ebenso, dass Sie als Administrator oder Moderator zeitnah Content prüfen und freigeben. Zudem besteht das Risiko, die Diskussionen und die Beiträge zu stark in Ihre Richtung zu steuern.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Und was postet man in Facebook-Gruppen?

Eine wichtige Regel lautet: Der Content sollte von den Mitgliedern selbst kommen! Das heißt: Duplizieren Sie nicht einfach die Beiträge Ihrer Seite in die Facebook-Gruppe. Vielmehr sollten User Ideen, Videos, Bilder oder andere hilfreiche Links zu Themen posten. Dabei kann es durchaus vorkommen, dass es sich auch im Content des Wettbewerbs handelt. Auch das sollten Sie zulassen, wenn es einen Mehrwert bietet. Haben Sie selbst zu einer Diskussion oder einer Frage einen hilfreichen Artikel, dann kann selbstverständlich auch dieser veröffentlicht werden. Aufgrund der hohen Relevanz des Inhalts, steigen dann die Chancen, viele der Gruppenmitglieder als Website-Besucher zu gewinnen. Ihr Traffic steigt also.

Empfehlung: Wie Sie eine Facebook-Seite erstellen, erfahren Sie hier. Jetzt lesen!

Die Herausforderung besteht folglich darin, dass Mitglieder aktive und regelmäßig aufgrund des gemeinsamen Interesses Content veröffentlichen. Nur so kann Interaktion und letztlich auch mehr Reichweite entsteht. Vermeiden müssen auf jeden Fall, die Facebook-Gruppe als reine Werbeplattform zu nutzen. Denn dann bleiben die positiven Effekte mit Sicherheit aus.

Freunde einladen als neue Mitglieder

Ihre neue Gruppe benötigt Mitglieder. Wie und wen Sie hinzufügen, können Sie ebenso festlegen. Denn auch hier haben Sie verschiedene Möglichkeiten:

  • andere Mitglieder können Freunde hinzufügen.
  • Jede Anfrage wird vom Moderator oder vom Administrator zunächst geprüft und dann freigegeben.

Mit der ersten Variante erhöhen Sie selbstverständlich die Wahrscheinlichkeit, in kurzer Zeit die Zahl Ihrer Gruppenmitglieder zu vergrößern. Andererseits haben Sie eine geringere Kontrolle darüber, welche Personen hinzugefügt werden.

Das wiederum ist mit der zweiten Optionen auf jeden Fall gegeben. So sind Sie in der Lage leichter sicherzustellen, dass nur wirklich interessierte Personen Zugang erhalten. So lässt sich ebenfalls einfacher verhindern, störende User von Anfang auszuschließen.

Übrigens: Seit Juni 2017 lassen sich schwierige Gruppenmitglieder leichter blockieren. Einfach den User in der Gruppe aufrufen und auf “blockieren” klicken.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Die wichtigsten Infos rund um die Erstellung von Facebook-Gruppen

Damit nichts schief geht, wenn Sie eine eigene Facebook-Gruppe gründen, haben wir für Sie die wichtigsten Punkte als Checkliste noch einmal zusammengefasst:

Tipp 1: Richtige Bezeichnung

Verwenden Sie einen Gruppennamen, der in der Zielgruppe ankommt. Nutzen Sie dazu folgende zwei Fragen:

  • Steht Ihre Marke im Mittelpunkt?
  • Oder wollen Sie sich themenspezifisch positionieren?

Tipp 2: Privatsphäre

Stellen Sie Ihre Privatsphäre zunächst auf “geheim”, bis Sie alle Einstellungen vorgenommen haben.

Tipp 3: Freunde einladen

Versenden Sie erst Einladungen an “Freunde”, wenn Bild, Beschreibung und Art vollständig ausgefüllt ist.

Tipp 4: Beitragsregelungen

Legen Sie vorher fest, wer Beiträge posten und User hinzufügen darf (Alle Mitglieder versus nur Administrator oder Moderator).

Tipp 5: Gruppen-Richtlinien

Erstellen Sie Verhaltensregeln.

Tipp 6: Titelbild und Beschreibung

Ergänzen Sie ein Titelbild und eine Beschreibung. Achten Sie beim Bild darauf, dass es sich ein Ausschnitt auch als Vorschaubild eignet.

Tipp 7: Schreiben Sie Ihren ersten Post

Kreieren Sie Ihren ersten Beitrag, in dem Sie sich vorstellen und einen klaren Call-To-Action für die Mitglieder formulieren, sich aktiv einzubringen – mit Videos, Bilder, Fragen oder anderen Formaten. Diesen Post können Sie auch fixieren.

Wie Gruppen-Regeln aussehen können

Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie Ihre Richtlinien formulieren sollten, haben wir für Sie ein paar Vorschläge gesammelt:

Für ein harmonisches Miteinander und Zusammenarbeit, bitten wir euch/Sie, folgende Verhaltensregeln einzuhalten:

  • Bitte postet nur Inhalte, die für die Community wirklich interessant sind.
  • Wir wollen keine Plattform für Beleidigungen und diskriminierende Kommentare sein.
  • Bitte keinen Spam in Form von wiederholenden Beiträgen oder expliziter Werbung.
  • Natürlich ist auch Kritik erwünscht – solange sie konstruktiv formuliert ist.”

Je nachdem, zu welchem Thema oder mit welcher Intension Sie Ihre Facebook-Gruppe gründen, können Sie spezifische Regeln ergänzen. Beispiel: Sie beschäftigen sich mit Schnittmustern und wollen eine Community aufbauen, in der User die Umsetzung (also das Nähen) ihrer Schnitte präsentieren. Hier können Sie die Mitglieder auffordern nur selbstgenähte Kleidung von ihren Schnittmustern zu posten und nicht die ihrer Konkurrenz.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Do’s und Dont’s

Damit Sie mit Ihrer Facebook-Gruppe erfolgreich sind, sollten Sie folgende Punkte unbedingt kennen:

1. Legen Sie im Vorfeld die Zielgruppe fest.

2. Bestimmen Sie, was Sie mit der Gruppe erreichen wollen. Zum Beispiel:

  • Mehr Reichweite
  • Mehr Interaktion
  • Mehr Bekanntheit
  • stärkeres Markenimage

3. Duplizieren Sie keinesfalls die Inhalte Ihrer Facebook-Seite in Ihrer Gruppe.

4. Lassen Sie auch gepostete Inhalte vom Wettbewerb zu (wenn er gut ist!).

5. Starten Sie Diskussionen zu exklusiven Themen und moderieren Sie zuverlässig.

6. Reagieren Sie zeitnah auf User-Reaktionen.

7. Wenn Sie selbst posten, nutzen Sie auch Video, Veranstaltungen und Bilder.

8. Wählen Sie einen aussagekräftigen Gruppennamen.

9. Stellen Sie ein passendes Gruppenbild ein.

10. Legen Sie Gruppen-Richtlinien fest und machen Sie sie in der Beschreibung sichtbar.

11. Achten Sie auf die Einhaltung der Verhaltensregel!

12. Nutzen Sie die Gruppe nicht als reine Werbeplattform!

13. Nehmen Sie an Diskussionen teil!

14. Empfehlen Sie auch andere Facebook-Gruppen, wenn diese für Ihre Mitglieder interessant sein könnten.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Statistiken rund um Facebook-Gruppen

Sobald Ihre Gruppe gegründet ist und die ersten Mitglieder hat, wollen Sie natürlich nach und nach sehen, wie sich Ihre Community entwickelt. Und dazu bieten sich die integrierten Statistiken an.

Diese gliedern sich in 3 Bereiche:

  • Wie “wächst” die Gruppe?
  • Wie hoch ist die Interaktions-Rate?
  • Was gibt es für Informationen über die Mitglieder?

Im einzelnen bedeutet das:

Das Wachstum

Hier sehen Sie, genauso wie auf Ihrer Facebook-Seite, wie sich die Anzahl eurer Mitglieder entwickelt hat. Steigt, sinkt oder stagniert sie? Natürlich lässt sich auch feststellen, ob und über welche Kampagnen besonders hohe Wachstumsraten generiert werden konnten.

Weiterhin zeigt sich, wie viele Anfragen Sie an- bzw. abgelehnt haben und ob es “blockierte” Nutzer gibt.

Die Interaktion

Gruppen leben vom Austausch. Deshalb ist Ihr Ziel, diesen zu fördern. Ob das gelingt, zeigen Ihnen die Interaktionsraten:

  • Wie viele Beiträge wurden veröffentlicht?
  • Hat sich deren Volumen verändert?
  • Wie viele User sind besonders aktiv?
  • Was sind besonders beliebte Beiträge?
  • Wann sind die Nutzer größtenteils aktiv?

Durch diese Einblicke in das Nutzerverhalten bekommen Sie wichtige Informationen, mit denen Sie Ihre Inhalte noch besser auf die Bedürfnisse der User abstimmen können.

Die Mitglieder-Infos

Mit dieser Statistik erhalten Sie vertiefte Details speziell zu den Mitgliedern: Wer ist beispielsweise am aktivsten?

Gleichzeitig gibt selbstverständlich einen Überblick zu den demografischen Daten der User. Die Informationen können Sie sich zudem downloaden.

Fazit: Mit der richtigen Analyse zu noch besserem Austausch

Die Statistiken zu Ihrer Facebook-Gruppe sollten Sie in jedem Fall nutzen. Denn hier sehen Sie, ob sich der Aufwand lohnt. Zudem erhalten Sie wichtige Informationen zu Themen und Nutzerverhalten, was Sie beides auch für sonstige Marketing-Maßnahmen verwenden können.

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Fazit: Engere Kundenbindung durch Facebook-Gruppen

Es zeigt sich: Richtig angewendet, sind Gruppen auf Facebook ein ideales Mittel, um einen noch tieferen Einblick in Ihre Community zu erhalten. Denn es bietet die Chance, die Nutzer noch besser kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen. Zudem ist es eine ideale Gelegenheit, sich in der Zielgruppe zu positionieren – solange Sie keine platte Werbung posten und wirklich die Kommunikation durch hilfreiche Inhalte steuern.

Natürlich erfordert diese Art der Kommunikation mehr Aufwand als eine reine Facebook-Seite. Gleichzeitig jedoch ist mehr Reichweite und ein stärkeres Markenimage möglich.

Was sind Ihre Erfahrungen mit Gruppen? Schreiben Sie uns auf https://www.facebook.com/CommunicateAndSell/! Wir freuen uns auf Ihre Kommentare!

Hier geht’s zurück zur Übersicht.

Das könnte Sie auch interessieren