Was sich hinter dem Raute-Zeichen verbirgt und wie Sie dieses für Ihr Social Media-Marketing sinnvoll einsetzen 

Was ist eigentlich ein Hashtag?

Hashtag 2

Wenn Sie in Social Media aktiv sind, dann ist es Ihnen bestimmt schon aufgefallen: Vor bestimmten Begriffen verwenden Nutzer das Raute-Zeichen (#). Diese sogenannten “Hashtags” sind zwar auffallend. Aber nicht alle wissen, um was sich dabei genau handelt und welchen Nutzen diese Markierung hat.

Deshalb finden Sie hier einige Informationen zu folgenden Themen

Anmerkung: Das Doppelkreuz-Zeichen ist im unten stehenden Text gleichbedeutend mit “Hashtag”.

Die Definition: Wer oder Was ist ein Hashtag?

Das Wort “Hashtag” umfasst die beiden englischen Begriffe “hash” und “tag“: Hash bezeichnet das Doppelkreuz (#), tag wiederum ein Schlagwort.

Ein Hashtag ist also ein Stichwort oder eine Reihe an Wörtern, die durch das #-Zeichen markiert werden.

Durch diese “Verschlagwortung” wird ein Social-Post mit anderen Einträgen auf einer Plattform verknüpft. Ein Inhalt steht somit nicht isoliert auf dem jeweiligen Netzwerk, sondern ist mit einem thematischen Strom oder einer Diskussion verbunden.

Oder einfacher: Mit Hilfe eines Hashtags verbinden Sie einen einzelnen Post, beispielsweise auf Instagram, mit einem anderen Post innerhalb desselben Netzwerks. Diese „Verbindung“ entsteht, da beide Einträge den gleichen markierten Begriff (nämlich #) beinhalten.

Verwenden Sie beispielsweise einen # in einem Tweet auf Twitter oder in einem Bild auf Instagram, so verzahnen Sie diesen mit anderen Tweets und Fotos. Wenn Sie dann auf diesen Hashtag klicken, erhalten Sie alle dazu veröffentlichten Posts auf dem Kanal.

Beispiel:

In Ihrem Post auf Twitter erscheint das Wort “Content Marketing”(rot umrandet)

Beispiel Hashtag Twitter

Mit dem #-Zeichen kennzeichnen Sie den Begriff als Hashtag. Wenn Sie nun z.B. auf Twitter auf #ContentMarketing klicken, dann erscheinen sämtliche Tweets, die dieses Schlagwort beinhalten. So sehen Sie also, welche anderen Inhalte rund um das Thema Content Marketing dort erscheinen und diskutiert werden.

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Die Bedeutung: Wozu ist ein Hashtag gut?

So weit, so gut. Aber warum macht es Sinn diese Markierungen zu nutzen?

Die Antwort darauf deckt verschiedene Aspekte ab:

Zunächst ist es mittlerweile von vielen Usern „gelernt“, Hashtags in Social-Posts zu verwenden und ebenso vorzufinden. Sie dienen als eine Art Orientierung, um leichter Inhalte, zum Beispiel zu bestimmten Themen oder Marken zu finden. Fehlen diese, dann generieren Sie weniger Aufmerksamkeit beim Nutzer.

Weiterhin steigern Sie durch den Einsatz von für Sie relevanten Hashtags Ihre Sichtbarkeit und somit auch Ihre Reichweite.

Denn, wie es bereits beschrieben wurde, können Sie mit Hilfe von diesen Stichwörtern Inhalte einem oder mehreren Themen zuordnen. Und somit fungieren diese Schlagworte als eine Art Suchbegriff, der es dem Nutzer vereinfacht, seinen Content im Social Web zu finden. Sie erhöhen also Ihre Sichtbarkeit, wodurch Sie gleichzeitig mehr Traffic erzeugen können.

Andersherum bedeutet das: Verwenden Sie in einschlägigen Netzwerken keinen #, dann stehen Ihre Posts in keinem Zusammenhang und werden allenfalls zufällig gefunden. Und da sie nicht sichtbar sind, bauen Sie auch keine Reichweite auf. Aber das wichtigste ist: Sie sind für den Nutzer irrelevant, da Sie nicht gefunden werden.

Daher gilt:

Posts ohne Hashtag stehen isoliert und ohne Bezug zu einem thematischen Kontext oder einer Diskussion!


Das heißt: Weniger Relevanz für den Nutzer, dadurch weniger Reichweite und das bedeutet weniger Sichtbarkeit!

Oder einfacher: Sie haben keine Bedeutung für die Nutzer, da Ihre Inhalte nicht auffindbar und thematisch zuordbar sind.


Außerdem bietet das Doppelkreuz (#) die Möglichkeit, die geposteten Inhalte zu “kategorisieren”. Dazu können Sie entweder eigene Hashtags kreieren oder allgemein bekannte Stichwörter nutzen. Somit ist es für die Nutzer noch leichter, Ihr Content-Angebot schnell zu entdecken.

Neben diesen wesentlichen Faktoren, ist es Ihnen ebenso möglich, mit # Themen zu analysieren. So wie Nutzer mit Hilfe der Stichwörter nach Inhalten suchen, können Sie das gleiche Prinzip verwenden, um die Wettbewerbssituation zu untersuchen:

  • Gibt es überhaupt einschlägige Hashtags in Ihrer Nische?
  • Welche Beiträge erscheinen?
  • Gegen welche bekannte und unbekannte Konkurrenz kämpft man um die Aufmerksamkeit der Community?

Der Überblick: Was bringen Hashtags?

Die Antwort auf die Frage, wozu Hashtags gut sind, zeigt Ihnen noch einmal diese Übersicht:

  • Sie ordnen Inhalte thematisch zu.
  • Nutzer sind die Verwendung von Hashtags gewohnt.
  • Sie machen Ihren Content auffindbar.
  • Erst durch die Markierung der Stichworte werden Sie im Netzwerk sichtbar.
  • Sie können durch (eigene) Hashtags eine Kategorisierung Ihrer Inhalte vornehmen und es dadurch Ihren Nutzer noch einfacher machen, den Content zu konsumieren.
  • Es lassen sich Themen und Wettbewerber analysieren.

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Wie erstellt man einen Hashtag?

Sie wissen, was man unter dem Symbol-Wort-Kombination versteht. Als nächstes stellt sich die Frage: Wie genau verwendet man Hashtags bzw. wie werden sie kreiert?

Sie haben zwar Möglichkeiten: Entweder Sie verwenden Hashtags, die bereits bestehen (und daher auch schon bekannt sind) oder Sie entwerfen einen eigenen. Denn jedes Wort oder Wortkombination, vor der Sie das Doppelkreuz (#) stellen, wird zum Hashtag.

Eigene versus bestehende Hashtags

Bei der ersten Variante setzen Sie Begriffe ein, die von den Nutzern schon gekannt und daher auch genutzt sowie gesucht werden. Sie profitieren somit von deren Popularität und Reichweite, was Sie beides für Ihr Marketing nutzen können. Natürlich bedeutet das wiederum auch, dass Sie mit eine Vielzahl an anderen Usern konkurrieren. Denn diese verbreiten ebenfalls Content unter diesen Stichwörtern.

Deshalb sollten Sie nicht wahllos bestehende Hashtags verwenden, sondern vorher recherchieren, welche für Sie von Bedeutung sind. Hierbei kann das Suchvolumen ein Auswahlkriterium sein. Viel wichtiger ist jedoch, die Begriffe zu verwenden, die thematisch zu Ihnen passen und auch Ihre Zielgruppe erreichen. Zwar ist ein hohes Suchvolumen nach einem Hashtag zunächst positiv; jedoch heißt das auch, Sie stehen im Wettbewerb mit vielen anderen Anbietern. Das kann Ihre Chancen auf mehr Relevanz in Ihrem Publikum stark minimieren.

Die zweite Variante, das Erstellen von eigenen Hashtags, ist jederzeit und für jeden möglich. Sie müssen lediglich ein oder mehrere Wörter oder auch Zahlen festlegen, die Sie als Hashtag verwenden wollen. Die Groß- und Kleinschreibung ist dabei irrelevant. Bevor Sie jedoch eigene Begriffe definieren, sollten Sie folgende Aspekte berücksichtigen:

Sie müssen für das noch unbekannte Stichwort im ersten Schritt das Interesse erzeugen und sich eine entsprechende Bekanntheit aufbauen. Außerdem besteht das Risiko, dass der neue Begriff von den User nicht wahrgenommen wird. Beispielsweise, weil die Nutzer diesen nicht verstehen und daher auch nicht verwenden. Ihre Inhalte zu dem Hashtag bleiben daraufhin bedeutungslos.

Ob es sinnvoll ist, eigene Hashtags zu entwerfen, ist abhängig von Ihrem Thema bzw. was Sie erreichen wollen. So stellen Veranstaltungen, Events oder Kongresse Formate dar, bei denen eigene Hashtags, nämlich der Name der Veranstaltung, durchaus sehr sinnvoll sein können. Die erste Frage dabei muss jedoch lauten: Teilen Ihre Teilnehmer ihre Inhalte des Events über Kanäle, wo das Doppelkreuz eingesetzt wird?

Denn nicht auf allen Kanälen ist der Gebrauch sinnvoll. Daher spielt das “Wo”, also der Kanal, auf dem Sie Hashtags gebrauchen sollten, eine Schlüsselrolle, um Erfolg zu haben.

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Die Einsatzmöglichkeiten: Wo Sie Hashtags verwenden

Natürlich finden Sie auf diversen Social Media-Plattformen, wie Facebook, Instagram, Twitter & Co. Hashtags. Allerdings macht deren Einsatz nicht überall Sinn:

Wo Sie Hashtags nicht verwenden sollten

Auf folgenden Kanälen sollten Sie keine # einsetzen:

  • LinkedIn
  • Xing
  • Größtenteils Facebook

Auf Facebook ist immer wieder zu sehen, dass User unter Posts diverse Stichwörter einsetzen. Allerdings verfehlen diese die oben genannten Wirkungen: Erstens sind es meistens zu viele und zweitens ist ihre Funktion als “Themenfinder” auf diesem Portal nicht sehr relevant.

Außerdem darf nicht unterschätzt werden, dass das “Raute”-Zeichen vor einem Wort zunächst wie eine Art Abkürzung wirkt. Dadurch wird es dem Nutzer erschwert, den Kontext einfach und schnell zu verfassen. Es kann folglich passieren, dass dieser über das Stichwort “stolpert”. Das ist selbstverständlich gerade dann der Fall, wenn die Verwendung auf dem Kanal nicht so weit verbreitet und eher ungewöhnlich ist.

Wollen Sie also auf Facebook # verwenden, dann sollten Sie diese sehr sorgfältig wählen. Handelt es sich beispielsweise um bekannte Events und Kongresse, ist der Einsatz sinnvoll. Ansonsten sollte eher darauf verzichtet werden.

Bei LinkedIn und Xing hingegen besitzen # keine nennenswerte bis gar keine Bedeutung für die Gewinnung von Sichtbarkeit oder Reichweite.

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Wo Sie Hashtags einsetzen sollten

Dagegen gibt es natürlich einige soziale Medien, in denen Sie das #-Symbol in Ihre Posts einbinden sollten. Die wohl bekanntesten sind:

  • Twitter
  • Instagram
  • teilweise bei Pinterest

Gerade bei Instagram ist das Raute-Zeichen neben den Bildern und Videos sehr wichtig. Denn damit haben Sie die (einzige) Möglichkeit, Ihren Content bestimmten Themengebieten zuzuordnen. Auch die Nutzer sind daran gewohnt und suchen entsprechend mit dem #. Das ist besonders wichtig vor dem Hintergrund, dass die sozialen Medien zunehmend als Suchmaschinen genutzt werden.

Auf Pinterest können Sie jedem Ihrer Pins entsprechende Beschreibungen hinzufügen. Das #-Zeichen ist hier weitaus weniger relevant, wie es bei Instagram der Fall ist. Insgesamt werden auf Pinterest eher selten # verwendet. Wenn doch, dann sollten Sie folgendes beachten, was zugleich allgemein zur Verwendung von # gilt:

Prüfen Sie zunächst, welches Suchvolumen ein Hashtag besitzt. Das zeigt, wie „gefragt“ der Begriff ist. Bei zu hohen Suchvolumina besteht jedoch dann die Gefahr der sogenannten Verwässerung. Das bedeutet, der eigene Post geht innerhalb der Suchergebnisse für einen # unter und wird somit nicht wahrgenommen. Daher empfiehlt es sich, einen Mix aus häufigen und spezifischen Hashtags zu nutzen. Zudem kann es sinnvoll sein, die eigenen Beiträge durch Wasserzeichen und/oder Logo zu markieren und so den Wiedererkerkennungsfaktor zu stärken.

Auch auf Twitter clustern Sie mit den durch # gekennzeichneten Keywords Inhalte, wodurch Sie Ihre Auffindbarkeit auf dem Netzwerk und die Chance erhöhen, mehr Bekanntheit zu erzeugen.

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Allgemeine Tipps für Hashtags

Die positiven Effekte, also Relevanz, Sichtbarkeit und Reichweite, erzielen Sie nur, wenn Sie die Spezifikationen der einzelnen Social Media-Kanäle kennen. Dazu sollten Sie folgendes beachten:

  1. Nutzen Sie #-Zeichen lediglich auf Social Media, wo es auch sinnvoll und gewohnt ist für die User!
  2. “Spammen” Sie nicht – weniger ist mehr!
  3. Analysieren Sie die Netzwerke nach für Sie relevanten Begriffen, um so auf die richtigen Keywords zu verweisen.

Heruntergebrochen auf die einzelnen Social Media-Kanäle bedeutet das:

Facebook

  • Hier ist es nur sinnvoll, wenn es sich um bekannte Veranstaltungen oder besondere Trends handelt
  • Maximal 2 Begriffe

Twitter

  • Jeder Post sollte #  beinhalten
  • ca. 1 bis 3 Wörter

Instagram

  • Sie können bis zu 30 # pro Bild oder Video einfügen.
  • Empfehlenswert ist jedoch zwischen 3 und 5 Begriffen

Pinterest

  • # sind nicht besonders populär und müssen daher nicht zwingend verwendet werden
  • wenn doch, dann auf unique # konzentrieren
  • Maximal 2 Begriffe pro Post

Es zeigt sich also: Das #-Zeichen hat ein großes Potenzial, um die Bekanntheit und die Followerschaft der eigenen Marke voranzutreiben. Gleichzeitig sollten Hashtags mit Sorgfalt gebraucht werden. Ansonsten beeinflusst es Ihre Social Media-Aktivitäten mehr negativ als positiv.

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Bonus: Alles rund um Hashtags auf einen Blick [Infografik]:

Tipps rund um die richtige Verwendung von Hashtags
Was Sie über Hashtags wissen sollten, um sie wirksam einzusetzen

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