Caitlin Burgess zeigt 7 Möglichkeiten, mit denen Unternehmen sich auf Pinterest wirksam präsentieren

Wie B2B-Marken Pinterest für sich nutzen können

Pinterest

Im Gegensatz zu Instagram scheint Pinterest für viele Unternehmen als Touchpoint zur Zielgruppe zweitrangig zu sein.

Nicht zuletzt deshalb, weil stetig wachsende Nutzer-Zahlen die Bedeutung von Instagram für das eigene Social Media-Marketing steigen lassen. Dagegen ist Pinterest eher weniger präsent in vielen Social Media-Baukasten. Aber warum eigentlich?

Empfehlung: Pinterest oder Instagram?

Denn die Foto-Sharing-Plattform bietet gerade für Unternehmen im Business-to-Business-Bereich eine gute Möglichkeit, den eigenen Traffic auszubauen. Es ist somit ein weiterer Kanal bzw. Touchpoint, über den Sie bis dahin noch unerreichte Teile Ihrer Zielgruppe anzusprechen ansprechen können. Warum wird dieses Potenzial nicht genutzt?

Mit diesem Thema beschäftigt sich Caitlin Burgess auf toprankblog.com. Sie nennt zum einem Gründe, weshalb Pinterest im Social Media-Marketing vieler B2B-Unternehmen vernachlässigt wird. Zum anderen gibt sie gleichzeitig 7 Tipps, wie Sie die Plattform für sich ideal einsetzen können.

Warum das Potenzial von Pinterest häufig nicht genutzt wird

Gerade einmal 14 Prozent der B2B-Unternehmen setzen Pinterest ein. Zu diesem Ergebnis kommt die B2B Content Marketing 2017: Benchmarks, Budgets, and Trends  vom Content Marketing Institute und Marketing Profs. Bezogen auf Deutschland zeichnet ein noch extremeres Bild ab: Hier wird Pinterest bei einer Umfrage von Boniversum auf statista.com für die Jahre 2015 und 2016  als verwendeter Social Media-Kanal nicht genannt:

Die Grafik von Statista zeigt, welche Social Media-Kanäle von Unternehmen in Deutschland genutzt werden. Pinterest spielt dabei keine Rolle.
Die Grafik von Statista zeigt, welche Social Media-Kanäle von Unternehmen in Deutschland genutzt werden. Pinterest spielt dabei keine Rolle.

Den entscheidenden Grund in diesem Ergebnis sieht Caitlin darin, dass die Art und Weise, wie man Pinterest für sich einsetzen kann, nicht klar ist. Besonders dann, wenn die eigenen Angebote komplex, nicht “haptisch” greifbar (also kein “klassisches” Produkt, wie Kosmetikartikel oder Kleidung) und im hohen Maße erklärungsbedürftig sind.

Dabei bietet Pinterest gerade Unternehmen in Nischen einen idealen Weg, um für solche komplexen Produkte Interesse und Reichweite zu generieren.

Empfehlung: Alle 7 Tipps von Caitlin finden Sie als kompakte Form in dieser Infografik!

Wie genau das funktioniert, zeigt Caitlin anhand von 7 Tipps:

7 Tipps zur Nutzung von Pinterest

Tipp 1: Erstellen Sie Infografiken und Bilder aus bestehenden Infomaterial

Ihr erster Tipp besteht darin, vorhandenen Content zu visualisieren. Indem Sie Zusammenhänge oder auch Zahlen und Fakten aus Ihren Beiträgen beispielsweise in einer Infografik zusammentragen, entsteht einerseits neuer Inhalt für Pinterest. Andererseits bieten Sie Ihren Nutzern einen zusätzlichen Mehrwert, denn die Grafik können Sie ebenso auf Ihrer Website einbinden und über andere Social Webs verbreiten.

Weiterhin ist es möglich, einzelne in sich logische Einheiten aus einer Gesamtgrafik zu lösen und diese als Bild extra in Pinterest einzustellen. Auch diese können dann wieder auf einen Blog-Post verweisen und so den Trafficstrom erhöhen.

Tipp 2: Posten Sie Zitate und Tipps von Ihnen bekannten Influencern

Wie auch ín jedem anderen Social Web bietet Pinterest ebenfalls die Chance, Influencer zu treffen und sich mit diesen zu vernetzen. Bestehende Verbindungen mit Meinungsführern können Sie nutzen, um deren Zitate oder Tipps in eigenen kleinen visuellen Bilder auf der Plattform zu teilen. Dadurch vertiefen Sie das Verhältnis zum Influencer und stärken zudem die Glaubwürdigkeit sowie Kompetenz Ihrer Marke gegenüber der Community.

Tipp 3: Planen Sie von Beginn an Grafik- und Bildeinheiten

Caitlins dritter Punkt knüpft an Tipp eins an: Versuchen Sie, möglichst weite Teile Ihres bestehenden Inhalts auf Pinterest wiederzuverwerten und ihm so eine “zweite Heimat” zu geben. Als Beispiel nennt sie ein Ebook: Dieses bieten Sie zum Download gegen Email-Adresse auf Ihrer Seite an. Sie können dessen Reichweite (und die Anzahl der Leads) mit Hilfe von Pinterest vergrößern: Gestalten Sie eine Grafik mit den wichtigsten Aussagen und/oder Tipps aus den Ebook. Diesen Inhalt posten Sie auf der Plattform und verlinken auf die Landingpage des Downloads.

Insgesamt ist es empfehlenswert, innerhalb Ihrer Content-Strategie zu jedem Thema von Anfang an inhaltliche Einheiten bilden, die Sie für das Bild-Netzwerk verwenden können.

Tipp 4: Erstellen Sie eine “Unternehmens”-Pinnwand

Auf Pinterest haben Sie die Möglichkeit mit den “Pinnwänden” verschiedene Themenwelten darzustellen. Und eine davon sollte Ihrem Publikum Einblick in Ihr Unternehmen geben, lautet Caitlins Empfehlung. Somit erfährt der Nutzer, wer sich hinter Ihrer Marke verbirgt und für was Sie stehen. So wirkt Ihr Auftritt emotionaler und “menschlicher”, wodurch die Chance steigt, mehr Interesse und Engagement zu erzeugen.

Tipp 5: Kreieren Sie Pinnwände zu angrenzenden Themen

Um Follower zu generieren, ist es sinnvoll, auch andere Interessen Ihrer potenziellen Fans anzusprechen. Sie kennen die Pain Points Ihrer Zielgruppe (z.B. durch eine Zielgruppen-Analyse mit Hilfe des Konzepts der Buyer Personas). Somit sind Sie in der Lage, diese Themen anzusprechen und auf entsprechende Lösungen zu verweisen.

Gleichtzeitig sollten Sie laut Caitlin ebenso angrenzende Themen aufgreifen. Dadurch signalisieren Sie wirklich alle Themen zu kennen, die für Ihre Nutzer eine Rolle spielen. Darstellen lässt sich das durch Pinnwände mit passenden Inhalten. Statt dafür stets eigenen Content zu kreieren ist es ebenfalls ratsam, Inhalte anderer User zu kuratieren (soweit diese einen echten Mehrwert für Ihre Community haben). Mit dieser Strategie erhöhen Sie die Chancen, Ihre Relevanz zu steigern.

Tipp 6: “Highlighten” Sie Interaktionen seitens Ihrer Follower

Sobald Sie einige Followers gewonnen haben, sollten Sie deren Handlungen Ihrer Marke gegenüber, wie z.B. Likes oder Shares, “highlighten”. Das bedeutet, dass Sie beispielsweise eine “Gefällt mir”-Angabe entweder mit einem “Danke” kommentieren oder Ihrerseits wieder auf den Like-Button klicken. So zeigen Sie, dass Sie deren Aktionen wahrnehmen und vor allem wertschätzen. Gleichzeitig wird dadurch das Vertrauen in Ihrer Marke für andere Nutzer noch sichtbarer.

Tipp 7: Erstellen Sie sogenannte Gruppen-Pinnwände

Zuletzt weist Caitlin noch auf die Option einer “Gruppen-Pinnwand” hin. Hier können verschiedene Personen zeitgleich Ideen pinnen und sich so zu einem oder mehrere Themen austauschen. Das ist folglich eine ideale Möglichkeit, mit Influencern zusammenzuarbeiten oder auch Mitarbeiter miteinzubeziehen. Gleiches gilt natürlich auch für bestimmte Nutzer.

Durch diese Funktion stärken Sie die (Marken) Bindung zu Ihren Zielgruppen. Durch den Austausch können Sie zudem in zweierlei Hinsicht profitieren: Sie interagieren aktiv mit den Usern und gleichzeitig können Sie aus deren Ideen wieder eigene Inhalte erstellen (Stichwort User Generated Content).

Damit Sie Caitlins Tipps immer griffbereit haben, haben wir für Sie alle 7 Tipps in einer praktischen Infografik zusammengefasst:

Mit welchen 7 Tipps Sie gerade als B2B-Unternehmen Pinterest für mehr Reichweite für sich einsetzen können, zeigt Ihnen diese Infografik.
Mit welchen 7 Tipps Sie gerade als B2B-Unternehmen Pinterest für mehr Reichweite für sich einsetzen können, zeigt Ihnen diese Infografik.

Fazit: Pinterest wird unterschätzt

Der kompakte und übersichtliche Beitrag von Caitlin zeigt, dass Pinterest auch für Unternehmen in Nischenmärkten Potenzial besitzt, um zusätzliche Reichweite zu generieren. im Gegensatz zu Instagram kann das Netzwerk nämlich als wertvolle Traffic-Quelle dienen. Schließlich besitzen Sie die Möglichkeit, jede Grafik und jedes Bild mit Ihrer Website zu verlinken (Instagram hingegen ist eine “geschlossenes” Plattform).

Natürlich eignet sich Pinterest dennoch nicht für jedes Angebot und jedes Unternehmen. Um das zu beurteilen, müssen Sie im aller ersten Schritt analysieren, ob Sie dort überhaupt einen nenenswerten Tiel Ihrer Zielgruppe treffen.

Empfehlung: Wie Sie als Unternehmen ihre passenden Social Media-Kanäle finden

Ist das nicht der Fall, wäre der Aufwand für die Pflege eines Pinterest-Profils reine Zeit- und Ressourcenverschwendung.

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