Was Sie bei der Einbindung eines Facebook Logins wissen sollten

Wie lässt sich ein Facebook Login auf der eigenen Webseite einbauen?

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Wer kennt es nicht: Sie haben eine Frage und suchen bei Google (mobil oder per PC), die Suchmaschine wirft Ihnen eine große Menge an Inhalten aus und Sie finden tatsächlich eine Seite, die Ihnen Ihre Frage, zum Beispiel durch Videos, beantwortet. Doch um die Clips in voller Länge anschauen zu können, müssen Sie sich zunächst registrieren. Das heißt, Sie müssen händisch Ihren Vor- und Nachnamen sowie die E-Mail-Adresse eingeben. Ganz abgesehen von der Mühe, sich ein Passwort mit Groß- und Kleinschreibung inklusive Zahlen zu überlegen, das man sehr wahrscheinlich irgendwann vergisst.

Dieser Aufwand kann viele Website-Besucher abschrecken, weshalb auf zahlreichen Websites eine Alternativmethode zur eigenen Anmeldung erscheint: Ein Facebook Login. Mit dieser Variante soll das geboten werden, was ein Konto bei Google ermöglicht: Einmal registrieren und auf eine Vielzahl an Tools Zugriff haben.

Alles rund zu der Frage, ob sich ein Facebook Login auf der eigenen Seite lohnt und was Sie unbedingt zu beachten haben, erklärt der folgende Artikel:

Kurz & Knapp: Wie der Facebook-Login auf der eigenen Seite funktioniert

Kurz erklärt, funktioniert das Ganze über eine Verknüpfung der Website mit dem sogenannten Facebook Connect. Dabei meldet man sich mit seinen entsprechenden Daten an, die dann von der Social Media-Plattform verarbeitet und bei positiver Authentifizierung zurück an den Website-Betreiber gesendet werden. Während dieses Login-Dialoges (also dem Anmeldeprozess) wird der User zudem nach der Erlaubnis gefragt, ob bestimmte Daten seines Facebook Profils an den Anbieter übermittelt werden dürfen. Nach positiver Zustimmung kann man die Anwendung nutzen und der Website-Betreiber hat die Gewährleistung, dass es sich um eine real existierende Person handelt. Das Nutzerverhalten wird wiederum an Facebook übermittelt.

Philipp Roth von allfacebook.de nennt zudem die wesentlichen Merkmale und Vorteile , die ein Facebook Login auf der eigenen Website besitzt. Hier ein kurzer Überblick:

  • Über die Anwendung können sich auch User anmelden, die keinen Facebook-Account haben. Das Profil ist dann nur für die Website oder die App angelegt, nicht für den Social Media-Kanal.
  • Es können spezifische Felder hinzugefügt werden, die der Anbieter ausgefüllt haben möchte. (ABER: Es dürfen nicht nach Belieben viele Daten erhoben werden; dazu den Punkt beachten “Welche Nutzerdaten dürfen erhoben werden?”)
  • Das Tool kann nur für die Anmeldung über einen Facebook-Login verwendet werden (Punkt 1 ist dann nicht verfügbar)
  • Die Anwendung bietet die Möglichkeit vor Spam-Schutz an.
  • Beim Registrieren mit dem Facebook-Account kann auch ein eigenes Passwort speziell für die App oder Website vergeben werden (also statt dem FB-Passwort)
  • Der Website-Betreiber erhält Daten des Nutzers von Facebook.

Soweit die Theorie. Doch wie genau und wann setzt man dieses System auf der eigenen Seite ein?

Was Sie bei der Implementierung eines Facebook Logins auf Ihrer Seite beachten müssen: Jetzt hier zur Checkliste!

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Was Sie über die Anforderung des Facebook Logins wissen sollten

Zunächst ist es sinnvoll, sich einen Überblick zu den Anforderungen zu verschaffen, den das Social Network in seinen „Richtlinien“  zeigt. Sechs Kernpunkte gibt es, die Ihr Login erfüllen muss:

  1. Die korrekte Funktionsweise des Logins muss vom Betreiber gewährleistet sein.
  2. Bei IOS und Android-Apps muss für die Implementierung das offizielle Facebook-eigene SDK (Server Developement Kit) für Logins verwendet werden.
  3. Es muss klar erkennbar der offizielle Login Button eingesetzt werden, der auch den Facebook Markenrichtlinien entsprechen muss.
  4. Es dürfen nur Zugriffsrechte auf Daten abgefragt werden, die unmittelbar für ein besseres Nutzererlebnis der Anwendung relevant sind.
  5. Wenn ein Nutzer eine Anfrage nach dem Zugriffsrecht abgelehnt hat, darf dieser noch einmal nach seiner Zustimmung gefragt werden, sobald er die Absicht zeigt, diese nun doch zu bewilligen (Bsp.: Ein Nutzer möchte eine bestimmte Funktion, z.B. die „Share“-Funktion in der Anwendung nutzen, allerdings hat er zuvor die Freigabe der Daten für den Betreiber, die für die Ausführung der Funktion nötig sind, abgelehnt. Da er nun die Funktion verwenden will, zeigt er die Bereitschaft, evtl. doch seine Zustimmung zu geben.).
  6. Der Logout-Button muss deutlich erkennbar und funktionsfähig sein.

Neben diesen sechs Aspekte gibt es noch eine Reihe technischer Fragen, die berücksichtigt werden müssen.

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Technische Details zum Login: Web & Co.

Wenn Sie einen Login in einer Anwendung integrieren wollen, bietet Ihnen das Social Network dies für iOS, Android, Web (auch mobil), Windows Phone, Desktop Apps sowie für Smart TVs an. Je nachdem, was Sie wählen, gibt es verschiedene Vorgehensweisen, die Ihnen auf der Facebook Developer Seite angezeigt werden (allerdings ist dieser Inhalt derzeit nur auf Englisch verfügbar).

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Die Implementierung sollte ein Webentwickler vornehmen, da es verschiedene Verfahren gibt, die Sie verwenden können. Diese richten sich einerseits danach, ob Sie die Anwendung für

  • Web
  • IOS
  • Android oder
  • weitere Plattformen (z.B. SmartTV) anbieten möchten.

Andererseits ist zu entscheiden, ob Sie den Login manuell einbauen wollen, das heißt ohne die Facebook-SDKs (Software Development Kit) für JavaScript, was bei Anwendungen wie bei nativen mobilen oder Serverseitigen Apps sowie Browsern, die kein JavaScript unterstützen, zum Tragen kommt.

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Wichtige Entscheidungsfaktoren zum Facebook Login auf der eigenen Seite

Wie reagieren die Nutzer?

Zunächst muss die grundlegende Frage geklärt werden: Soll der Login die einzige Option der Anmeldung sein oder dient er als weitere Variante neben dem bereits existierenden eigenen Verfahren?

  • Variante 1 stellt Sie vor keine weiteren Schwierigkeiten, denn als einzige Anmeldeform muss der Login nicht auf Kompatibilität mit einem bestehenden System geprüft werden. Natürlich sollten Sie bei dieser Variante die Haltung der Zielgruppe bewusst hinterfragen. Wie ausgeprägt ist die Verwendung von Facebook bei meinen Kunden? Würden sie sich automatisch mit den Login anmelden oder doch eher eine „klassische“ Registrierung bevorzugen? Wie sensibel ist meine Zielgruppe im Bereich Datenschutz? Denn, wie bereits erwähnt, findet ein Datenaustausch zwischen Facebook und dem Betreiber statt, wogegen manche Menschen Vorbehalte hegen (Stichwort Datenschutzerklärung!).
  • Variante 2: Sie bieten den Login als weitere Option an. Damit entsteht für diejenigen ein Vorteil, die bereits einen Facebook Account haben und diesen auch für den Login nutzen wollen. Gleichzeitig können sich auch Nicht-Facebook-User und Skeptiker (zum Beispiel weil ihrer Meinung nach der Datenschutz nicht gewährt ist) anmelden. Gleiches gilt für Personen, denen der Aufwand zu hoch ist, ein weiteres Konto zu erstellen und zu verwalten. Der Vorteil liegt hier auf der Hand: Bei einem zusätzlich unternehmenseigenen Anmeldeverfahren verfügen Sie über die Erlaubnis (die Sie beim User per Double-Opt-In-Verfahren schriftlich eingeholt haben, ähnlich wie beim Newsletter) sowohl für den Zugang zu seinen Daten als auch für deren Verarbeitung. Letzteres ist beim Social Media-Login nicht zwangsläufig gegeben.

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Kompatibilität zwischen Facebook Login und firmeneigene Registrierung

Wenn Sie sich für beide Anmelde-Optionen entscheiden, zeigt das Social Network auf, welche unterschiedlichen Szenarien hier entstehen können. Denn Ihr bereits existierendes Login-System sollte für folgende Fälle gerüstet sein:

1. Wie lassen sich Inhalte aus einem Facebook-Konto zu bereits bestehende Login-Daten hinzufügen?
Ein Beispiel des Social Networks ist hier Spotify, wo ebenfalls beide Login-Optionen angeboten werden: Die Person hat sich über die Spotify-eigene Anmeldung eingeloggt und möchte während der Sitzung nun auf Content aus seinem Facebook-Login zugreifen und so eine Verbindung zu seinem entsprechenden Account aufbauen, um zum Beispiel die gerade angehörte Musik in der Chronik zu veröffentlichen.

2. Wie lassen sich separate Accounts –nämlich der systemeigene und derjenige von Facebook – zusammenführen?
Hier ist der Fall beschrieben, dass ein neues Konto erstell wird. Zu einem späteren Zeitpunkt, nachdem er oder sie sich ausgeloggt hat, meldet er/sie sich erneut an, diesmal aber über den Facebook Login. Nun entstehen zwei Accounts für dieselbe Person, die zu einem verschmolzen werden sollten.

3. Wie können Inhalte aus einem manuellen Account zu einem Facebook-Login-Konto hinzugefügt werden?
Diese Option ist die umgekehrte Variante von Nr.1. Der Nutzer ist über den Social Media Kanal angemeldet und erstellt zu einem späteren Zeitpunkt zusätzlich einen „klassischen“ Account. Nun sind die Infos aus beiden Konten abzugleichen bzw. zusammenzuführen. Als Beispiel wird hier Netflix aufgeführt, deren Web-App beide Login-Möglichkeiten beinhaltet. Allerdings kann ihre Xbox 360 App nur durch eine Registrierung im eigenen System genutzt werden. Hier sind dann die Daten gegeneinander zu prüfen und danach zu verbinden.

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Mögliche Nachteile

Ob es für Sie sinnvoll ist, einen Facebook Login auf Ihrer Website zu integrieren, hängt auch von den Nachteil der Option ab:

1. Ihre Zielgruppe
Wie bereits erwähnt, muss in aller erster Linie abgewägt werden, wie Ihre User auf die neue Anmeldeform reagieren. Denn gerade datenschutzrechtlich ist Facebook immer wieder umstritten – und wenn Ihre Zielgruppe oder Teile davon in diesem Bereich “sensibel” sind, dann ist die Option, sich über das Social Network anzumelden, sicherlich wenig attraktiv für sie. Im schlimmsten Fall führt das sogar zu negativen Feedback und zu einer geringeren Anzahl an Leads und/oder Website-Besuchern. Insbesondere dann, wenn Sie den Facebook-Login als einzige Variante anbieten.

2. Der Aufwand
Ein Punkt, der bei der Entscheidung ebenfalls eine Rolle spielt, ist der Aufwand der Implementierung. Dazu benötigen Sie einen Webentwickler, was wiederum verursacht Kosten verursacht. Und diese können dauerhaft Ihr Budget belasten, da Sie erstens einen dauerhaften Support für Ihre Nutzer anzubieten haben. Zweitens müssen Sie Änderungen seitens Facebook schnell umsetzen können.

3. Die Datenübertragung an Facebook
Zwar bietet der Login die Möglichkeit, neue Daten über Nutzer zu sammeln. Gleichzeitig jedoch liefern Sie ebenso Informationen über Ihre User an die Plattform. Hier stellt sich die Frage, um welche Inhalte es sich dabei handelt und wie “sensibel” diese sind. Schließlich sind Nutzerdaten in der Regel sehr wertvoll und wichtig für ein erfolgreiches Agieren am Markt.

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Möglich Vorteile

Ein schlagendes Argument, das für einen Facebook-Login auf der eigenen Seite spricht, liefert der Kanal selbst: Nämlich, dass ein idealer Einstieg durch diese Methode im besten Fall Ihre Conversion-Rate um bis zu 80% steigern kann. Weitere Vorteile können zudem sein:

1. Mehr Leads
Facebook Connect kann zum einen alternativ zum eigenem, etablierten Anmeldeverfahren genutzt werden. Es dient also auch als „zweites Standbein“. Die zwei Möglichkeiten für den Nutzer, sich einzuloggen, erhöht die Wahrscheinlichkeit auf eine steigende Lead-Generierung (in Form von Anmeldungen), wodurch wiederum mehr Kontakte in zahlende Kunden gewandelt werden können.

2. Mehr Nutzerdaten
Zum anderen bekommt das Unternehmen durch die Verknüpfung mit Facebook Connect einige Daten vom Nutzer: Emailadresse, Zugriff auf das öffentliche Profil (Alter, Geschlecht, Zeitzone,…) sowie auf die Freundesliste, die bereits die Anwendung im Einsatz haben. Natürlich wird bei der Anmeldung für die App / Webseite darauf hingewiesen, dass er den Zugriff auf die aufgeführten Daten gewährt. Mit diesen Inhalten bietet sich dem Betreiber die Chance, seine Zielgruppe noch detaillierter zu charakterisieren und somit treffender anzusprechen. Der passgenauere Content (zum Beispiel ein entsprechender Beitrag auf Ihrer Facebook-Seite) kann wiederum den Traffic und damit die Google-Sichtbarkeit steigern, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, Besucher in langfristige Kunden zu wandeln.

Bei Punkt 2 ist allerdings Vorsicht geboten: Denn Sie fragen während des Login-Dialoges lediglich nach der Zugriffserlaubnis auf die Daten, nicht ausdrücklich nach der Verwendung der Informationen. Daher ist es für das Unternehmen wichtig, sich bei der Einbindung von Facebook Connect datenschutzrechtlich abzusichern.

Das ist vergleichbar mit dem Einsatz von Cookies: Sobald Sie eine Seite aufrufen, die Cookies verwendet, werden Sie darüber informiert und um Einverständnis gebeten. Die Cookies dienen dafür, Ihnen aufgrund Ihres Verhaltens auf der Website entsprechend passende Angebote zu zeigen, worauf Sie auch hingewiesen werden. Die so erhaltenen Daten können wieder für eine verbesserte Kunden-Kommunikation verwendet werden.

Es zeigt sich also: Gerade das Thema „Nutzerdaten sammeln“ scheint ein wesentlicher Vorteil zur sein. Es stellt sich nun die Frage, welche Daten der Anbieter abfragen und vor allem verarbeiten darf.

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Die Nutzerdaten

Der Zugang zu Nutzerinformationen

Zur besseren Charakterisierung und Kommunikation seiner Kunden sind entsprechende Infos unerlässlich. Mit Facebook Connect wird eine Möglichkeit geboten, relativ einfach an eine ganze Fülle an wichtigen Inhalten über die Zielgruppe zu gelangen – ein Grund, sich die Prozedere der Datengewinnung genauer zu betrachten:
Die verschiedenen Permissions, also die Anfragen an den Visitor, ob bestimmte Daten vom Betreiber verwendet werden dürfen, können unterschiedliche Ausprägungen haben. Die Plattform stellt insgesamt über 30 unterschiedliche Informationen über den Visitor zur Verfügung, die der Website-Betreiber theoretisch erfragen darf. Es gibt drei Permissions, die „standardmäßig“ während des Login-Dialoges erscheinen: Zugang

  • zur privaten Emailadresse,
  • auf das öffentliche Profil, also auf die Inhalte, die der User öffentlich zugänglich bzw. sichtbar macht, wie Name, Alter, Geschlecht, Facebook-ID,…(Passwort selbstverständlich ausgeschlossen!) und
  • zur Liste der Facebook-Freunde des Users, die ebenfalls die Anwendung nutzen.

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Bei allen anderen Inhalten führt Facebook einen sogenannten Login Review durch. Weiterhin kann man in seinem Account die Einstellungen seiner Privatsphäre steuern, also begrenzen, welche Informationen öffentlich gesehen werden dürfen. Somit ist die Einsicht der Daten abhängig von den Privatsphäre-Einstellungen.

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Login Review – Datenprüfung durch Facebook

Bei diesem Verfahren überprüft der Social Media-Kanal die User-Informationen, die der Betreiber gerne erhalten möchte, auf folgende Eigenschaften:

  1. Nützlichkeit/Nutzwert: Durch die Zustimmung während des Anmeldeverfahrens via Facebook, dass der Betreiber Zugriff auf bestimmte Informationen erhält, muss ein deutlich besseres Nutzungserlebnis der Anwendung gegeben werden als ohne diese Zustimmung.
  2. Sichtbarkeit: Alle eingeholten Zugriffsrechte müssen sichtbar und direkt vom Betreiber bzw. der Anwendung genutzt werden.
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Außerdem werden noch weitere Kriterien geprüft:

  • Sind nur Daten abgefragt worden, die wirklich benötigt werden?
  • Liegt eine ordnungsgemäße schriftliche Erlaubnis vor (Stichwort: Datenschutz!)?
  • Funktioniert die Anwendung auch auf verschiedenen Geräten?

Der Login Review ist zwingend für alle Permissions, die über die drei Standardanfragen hinausgehen. Wenn man seine Anwendung nicht zu einem Login-Review einreicht, wird das System nicht funktionieren.

Die Bearbeitungszeit dieser Überprüfung beträgt – je nach Permission – zwischen 3 und 7 Werktage, kann aber u.U. auch bis zu 14 Werktage dauern.

Einen hilfreichen Tipp gibt das Social Network auch noch: Man sollte maximal vier Permissions abfragen, da sonst erfahrungsgemäß die Abbruchquote beim Login zunimmt. Es besteht ebenso noch die Option, dass die Zugriffsrechte auf Informationen später, also nach bereits erfolgreichem Einloggen, vom Betreiber eingeholt werden,

Ein „einfaches Datensammeln“ seitens der Webseite- bzw. App-Anbieter ist mit diesem Prozedere ausgeschlossen. Denn für das Social Network steht im Vordergrund, den Usern die Hoheit ihrer Daten auch bei anderen Anwendungen zu gewährleisten und ihnen somit Sicherheit zu vermitteln.

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Wichtige Punkte für einen wirksamen Facebook Login auf der eigenen Seite

Sobald Sie sich für die Möglichkeit entschieden haben, folgt die Umsetzung. Damit diese nun einwandfrei verläuft und Sie die genannten Vorteile tatsächlich für sich nutzen können, sollten Sie folgende Punkte unbedingt beachten: (Anmerkung: Die 8 aufgeführten Pukte sind eine Zusammenfassung der detaillierten Beschreibungen auf der Facebook Developer-Seite)

  1. Die Aufforderung zum Login sollte im richtigen kontextuellen Umfeld erscheinen.
  2. Fragen Sie nur Zugriffsrechte ab, die Sie wirklich benötigen.
  3. Erfragen Sie Zugriffsrechte im geeigneten Kontext und erklären Sie immer, warum Sie diese benötigen.
  4. Verwenden Sie den offiziellen Button, der in den SKDs enthalten ist.
  5. Der Log-out Button muss leicht zu finden sein.
  6. Testen und Messen Sie das Login-Verfahren.
  7. Befolgen Sie Plattform Richtlinien.
  8. Reichen Sie Ihre Anwendung beim Login Review ein.

Alle genannten Punkte finden Sie ebenfalls in der untenstehenden Checkliste – ideal zum Prüfen aller wichtigen Kriterien, sobald Sie einen Facebook Login auf der eigenen Seite integrieren wollen:

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Schritt für Schritt zum Facebook Login auf eigener Seite führt Sie diese Checkliste. (Für eine vergrößerte Ansicht, klicken Sie auf die Grafik.)

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Tipps für eine perfekte User Experience

Weitere Tipps vom Netzwerk selbst für eine möglichst ideale User Experience, sind:

  • Nutzwert
    Sie sollten deutlich und klar ersichtlich herausstellen, welchen Mehrwert Ihre Anwendung für die Person hat. Das ist ein wichtiger Schritt, um das Vertrauen zum Kunden aufzubauen und Hemmschwellen zu verringern. Eine Möglichkeit kann darin bestehen, Inhalte vorab als Demo-Video verfügbar zu machen.
  • Vetrauensbildende Informationen über den Login
    Je nachdem, welche Personen Sie ansprechen, kann es unterstützend wirken, einige Informationen zum Facebook-Login zu geben. Beispielsweise, dass natürlich keine Daten aus Ihrer App ohne die Erlaubnis des Nutzers auf der Plattform veröffentlicht werden. Ist Ihre Zielgruppe weniger kritisch, dann lohnt es sich Aufforderungen in Form von „Spare Zeit und melde dich schnell mit deinem Facebook-Account an“ zu verwenden.
  • Größe des Buttons
    Hier gilt: Je größer, desto besser! Gerade in Hinblick auf die starke mobile Nutzung sollte der Button einfach mit dem Daumen antippbar sein.
  • Call-To-Action-Text
    Facebook empfiehlt folgende Texphrasen, um möglichst viele Nutzer zur Verwendung des Buttons zu animieren: „Weiter mit Facebook“ oder auch „Anmelden mit Facebook“.

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Fazit zum Facebook Login

Indem Sie Facebook Connect auf der eigenen Website oder auch in diversen Apps einbinden, bieten Sie eine Variante an, mit der Sie die Hemmschwelle der User bei der Anmeldung  minimieren und damit mehr Leads erhalten – sofern der Login einen echten Mehrwert für die Zielgruppe darstellt. Andernfalls kann die „gute Absicht“ schnell ins Negative umschlagen (Stichwort: Datenschutz!).

Wenn gewünscht, kann die Authentifizierung des Users komplett an den Social Media Kanal übertragen werden, wodurch ein Aufbau eines eigenen Systems nicht nötig ist. Weiterhin bietet der Datenaustausch die Chance, seine Zielgruppe noch besser zu clustern und damit gezielter anzusprechen. Sie können daher nicht nur für Ihre eigene Homepage, sondern auch für die Gestaltung der Beiträge auf der eigenen Facebook-Seite profitieren. Allerdings impliziert die Zugriffserlaubnis auf bestimmte Informationen nicht automatisch die Erlaubnis zur Verarbeitung und Verwendung der Daten. Weiterhin übertragen auch Sie selbst Daten an das Social Network.

Damit ist die Integration eines Facebook Logins nicht nur in erster Linie eine Frage der technischen Umsetzung (wozu dringend ein Entwickler eingesetzt werden sollte), sondern vor allem geht es darum, wie datenschutzkonform mit den Nutzerinformationen verfahren wird. Letztlich beinhaltet der Login viele, sicherlich positive Aspekte, von denen Sie jedoch nicht ohne einen gewissen rechtlichen und technischen Aufwand profitieren können. Viel Erfolg!

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