So können Sie analysieren, welche der sozialen Medien für Sie das größte Reichweitenpotenzial besitzt

Wie Unternehmen ihre passenden Social Media-Kanäle finden

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Stehen Sie vor den Fragen: Welche der zahlreichen Social Media-Kanäle sind eigentlich für mein Unternehmen relevant? Und wie finde ich diese?

Wenn ja, dann benötigen Sie einen Plan, um die wirklich wichtigen sozialen Netzwerke für sich zu identifizieren. Und den erhalten Sie hier.

Zwar gehören Facebook, Twitter, LinkedIn, YouTube und XING bei vielen Unternehmen fast schon zum Standard-Repertoire. Aber was ist z.B. mit Snapchat, Vimeo, Instagram und Pinterest? Immer auf dem aktuellen Stand zu sein, welches Social Web noch existiert oder neu hinzukommt, ist eine Herausforderung. Und vor allem, deren Bedeutung für Ihr eigenes Marketing bzw. Content Marketing  zu bewerten.

Social Media ist schließlich ein wichtiger Kommunikationskanal zur Zielgruppe. Allein deshalb ist es wichtig zu wissen: Wo treffen Sie einen Großteil Ihrer Nutzer?

Schritt für Schritt zu den relevanten Social Media-Kanälen: Jetzt hier Infografik sichern!

Wie Sie die unterschiedlichen Social Media-Kanäle auf ihre Relevanz hin prüfen und welche Kriterien dabei helfen können, zeigt Ihnen diese Anleitung:

Die Social Media-Analyse in Kürze

Ihre Social Media-Analyse teilt sich in zwei wesentliche Bereiche: Die “Vorarbeit” und die eigentliche Analyse. Zusammengefasst sieht der Ablauf wie folgt aus:

Die Vorarbeit

Schritt 1: Sie identifizieren anhand Ihrer Zielgruppen-Analyse, welche Kanäle Ihre Nutzer besonders gerne bzw. häufig verwenden.

Schritt 2: Sie analysieren die Keywords, welche Ihre für Suchanfragen einsetzen.

  • Dabei hilft es, eine Übersicht mit allen relevanten Suchbegriffen in Ihrer Zielgruppe zu erstellen (sogenanntes Keyword Universe)
  • Weiterhin wird aus dieser Liste die 10 wichtigsten Keywords extrahiert, die Ihr Themenspektrum umfassend abdecken.

Die eigentliche Social Media-Analyse

Schritt 3: Sämtliche Social Netzworks werden mit Hilfe der 10 relevantesten Keywords aus Schritt 2 gefiltert:

  • Suchbegriffe werden in den Suchschlitz der Social Media-Kanäle eingetippt.
  • Ergebnisse werden z.B. anhand folgender Kennzahlen geprüft:
    • Welche Marken posten zu den Themen?
    • Anzahl der “Treffer”
    • Anzahl der Follower
    • Gibt es Gruppen?
    • Shares
    • Retweets
    • Likes
    • Formate
    • Interaktionsrate
    • Aktualität der Beiträge

Schritt 4: Erstellen Sie eine Übersicht Ihrer Ergebnisse und bewerten Sie diese.

  • Excel-Sheet mit Netzwerken und jeweiligen Metriken
  • Individuelle Definition, anhand welcher Kennzahl Sie die Plattformen primär bewerten wollen.

Im folgenden werden die einzelnen Schritte detailliert erklärt.

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Die Vorarbeit

Schritt 1: Wo treffen Sie Ihre Zielgruppe?

Entscheidender Erfolgsfaktor ist in Social Media, möglichst spezifisch die Zielgruppe Ihres Unternehmens anzusprechen. Und dazu benötigen Sie einige elementare Informationen, die Sie stetig aktualisieren sollten: Wie kommunizieren Ihre Nutzer, wie verhalten sie sich im Internet und gibt es präferierte Plattformen? Damit Sie davon ein klares Bild erhalten, ist der Einsatz des Konzepts der Buyer Personas hilfreich. Kurz erklärt handelt es sich dabei um einen qualitativen Ansatz, bei dem Sie die Zielgruppe in homogene Segmente aufteilen. Kriterien für eine Clusterung können Informationsverhalten, Kanalpräferenzen, Position im Unternehmen, Tätigkeitsbereiche oder berufliche Herausforderungen sein. Diese Details werden verdichtet und daraus entstehen dann einzelne, bildliche Personas, die als Leitfaden für die Ausrichtung Ihrer Strategie dienen.

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Kai Kommunikator – ein Beispiel für eine “Buyer Persona” im Bereich Event- und Live-Kommunikation

Gleichzeitig gibt es jedoch noch eine weitere Möglichkeit, um die Vielzahl an sozialen Netzwerken nach der Bedeutung für Ihre Themen zu filtern.

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Schritt 2: Nach welchen Themen (=Keywords) wird gesucht?

Wenn Sie eine Frage haben, dann geben Sie diese in Google ein und einige Sekunden später erhalten Sie die Antwort. Auch wenn über diese Suchmaschine in Deutschland fast 96% der Anfragen kommen, so ist doch ein weiterer Trend zu beobachten: Auch die sozialen Plattformen und ebenso E-Commerce-Shops werden immer mehr zur Suche eingesetzt.

YouTube beispielsweise nimmt weltweit bereits Platz 2 und Amazon Platz 3 ein. Kein Wunder, denn Facebook & Co. sind ebenso Datenbanken, in denen nach Keywords gesucht werden kann.

Social Media kann daher ebenso als Suchmaschine, ähnlich wie Google oder Bing, angesehen werden.

Für die Analyse des passenden Social Webs heißt das folglich: Sie müssen prüfen, ob Ihre Themen dort gesucht und diskutiert werden. Aber dazu ist es nötig, dass Sie zunächst die relevanten Begriffe, die Ihre User einsetzen, auch kennen.

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Keyword Universe: Die Nachfrage Ihrer Nutzer

Für Ihre Social Media-Analyse gilt das gleiche wie bei Ihrer Content Marketing-Strategie: Sie müssen für die Themen-Auswahl wissen, nach welchen Keywords Ihre Zielgruppe im Netz sucht.

Und um das zu ermitteln, eignet sich das sogenannte Keyword Universe. Dieses bündelt die digitale Nachfrage Ihrer User und basiert hauptsächlich auf deren Suchverhalten in Google (da dieses in Deutschland die meistgenutzte Suchmaschine ist). Die Erkenntnisse aus diesem Universum können dazu eingesetzt werden, um auch die sozialen Medien zu durchleuchten.

Es empfiehlt sich also zunächst, ein Keyword Universe für Ihre Nische zu erstellen. Dazu sollten Sie wie folgt vorgehen (die detaillierte Anleitung finden Sie hier):

1. Primary Keywords

Der erste Schritt besteht darin, mit Hilfe eines Brainstormings ca. 80-100 Schlagworte zu überlegen, die Ihre Nutzer zur Suche verwenden. Bei diesen “Primaries” handelt es sich sozusagen um Oberbegriffe. Ob ein vorgeschlagenes Primary sinnvoll ist, können Sie anhand des Suchvolumens überprüfen. Dazu geben Sie dieses entweder in den Google-Keyword-Planner (eigentlich dafür gedacht, um Google AdWords zu schalten) ein oder bei Tools wie Searchmetrics oder Keywordfinder.com.


Hinweis: Der Google-Keyword-Planner war lange Zeit kostenlos nutzbar. Der Zugang ist weiterhin kostenfrei, allerdings erhalten Sie keine detaillierten Angaben zu den Suchvolumina mehr. Stattdessen handelt es sich um ungefähre Werten, die jedoch sehr wenig aussagekräftig sind und sich daher nicht für eine Recherche eignen. Deutliche Informationen erhalten Sie lediglich, wenn Sie bereits eine AdWords-Kampagne gebucht oder aktuell laufen haben. Die Höhe der Werbeausgaben, ab denen man ungehindert auf das Tool Zugriff hat, ist nicht bekannt.

Aus diesem Grund lohnt es sich, auf andere Keyword-Tools zurückzugreifen.


In allen drei Fällen wird anzeigt, wie häufig der Begriff tatsächlich im Monat durchschnittlich gesucht wird. Als Richtlinie gilt: Je höher das Suchvolumen hinter dem Keyword, desto mehr eignet es sich als “Primary”.

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2. Ergänzung der semantisch verwandte Begriffe

Wenn Sie Ihre „Primaries“ eingeben, erhalten Sie automatisch semantisch verwandte Begriffe, ebenfalls unter Angabe der Suchvolumina. Diese stehen Ihnen als Excel-File zum Download zur Verfügung. Nun laden Sie zu jedem von Ihnen festgelegten Primary die entsprechende Liste herunter.

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3. Wettbewerb

Der Vollständigkeit wegen lohnt es sich noch, auch die Keywords Ihrer Wettbewerber zu analysieren. Dazu eignen das bereits genannte System. Searchmetrics. Sie erhalten einen Überblick, wer im Netz in hoher Konkurrenz zu Ihnen steht, sprich: Mit welchen anderen Seiten Sie um die gleichen Schlagworte “kämpfen”. Dabei kann es sich um Marktteilnehmer handeln, die eher branchenfremd sind und dennoch Ihre Reichweite beeinträchtigen.

Sowohl die angegebenen Konkurrenten als auch deren Schlagwörter können Sie sich herunterladen.

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4. Das fertige Keyword Universe

Für das gesamte Universe kopieren Sie nun alle Keyword-Listen aus Schritt 2 in ein einziges Excel-Sheet, wobei es wichtig ist, vor den einzelnen Begriffen zusätzlich das betreffende Primary zu vermerken. So wissen Sie immer, welche Schlagworte welchem Oberbegriff zugeordnet sind (daraus ergeben sich wiederum einzelne Themenfelder, die Sie für die Erstellung Ihrer Inhalte nutzen können). Zum Schluss fügen Sie noch die Keywords Ihrer Wettbewerber hinzu. Nun haben Sie zunächst eine Sammlung von mehreren tausend Keywords, unter Angabe des Suchvolumens, die zeigen, was Ihre Nutzer interessiert. Es empfiehlt sich zuletzt noch die Funktion „Duplikate entfernen“ zu verwenden, allerdings nur für die Spalte mit Ihren Keywords (und nicht für die Spalte „Primaries“ und Suchvolumen!).

Fazit: Das Keyword Universe bündelt die digitale Nachfrage Ihrer Nutzer und dient somit zur Themen- und Contentplanung.

Nun haben Sie einen Überblick geschaffen, der zeigt, welche Themen Ihre Zielgruppe interessieren und wie sie danach sucht. Neben der Erstellung von Inhalten, hilft Ihnen dieses Instrument jetzt ebenso dabei, Social Media zu analysieren.

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Die 10 relevantesten Keywords Ihrer Nische

Nachdem nun das Keyword Universe steht, müssen Sie daraus die 10 für Ihre Nische am wichtigsten Keywords filtern.

Dabei kann das Suchvolumen als Hilfe dienen (denn je höher das Suchvolumen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass dieses Schlagwort Relevanz besitzt). Allerdings sollte bei der Auswahl der 10 Begriffe darauf geachtet werden, dass sie möglichst alle wesentlichen Aspekte Ihrer Branche abdecken und nicht nur einen Teilbereich.

Beispiel: Das Keyword Universe zum Thema Content Marketing selbst umfasst knapp 2000 Begriffe. Wenn Sie die 10 relevantesten Keywords identifizieren müssten, wären das beispielsweise folgende Schlagworte: Content Marketing, Zielgruppe, Content, Social Media, Social Media-Marketing, SEO, KPI, Google, Keywords.

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Die eigentliche Social Media-Analyse

Schritt 3: Analyse der sozialen Netzwerke anhand der 10 relevantesten Keywords

Wenn Sie Ihre 10 relevantesten Keywords bestimmt haben, startet die eigentliche Analyse. Dazu listen Sie zunächst alle momentan existierende Kanäle auf, die es Im Bereich Social Media gibt. Dazu gehören unter anderem:

  • Facebook
  • Twitter
  • Instagram
  • Pinterest
  • LinkedIn
  • XING
  • Snapchat
  • YouTube
  • Slideshare

Diese Aufzählung kann natürlich beliebig fortgesetzt werden, da regelmäßig neue soziale Netzwerke hinzukommen oder auch wegfallen.

Selbstverständlich sind die sozialen Plattformen, die Sie aus Ihrer Zielgruppenanalyse extrahiert haben, “gesetzt” für Ihr künftiges Social Media-Marketing. Aber auch bei diesen Kanälen sollten Sie das folgende Vorgehen anwenden. Denn zwar wissen Sie, das Ihre User die Plattform nutzen, aber noch nicht, wie und zu welchen bestimmten Themen!

Ihre vorher festgelegten Keywords dienen also dazu, jedes der gelisteten (und von Ihnen ergänzten) Social Networks nach diesen Begriffen zu durchsuchen.

Im Einzelnen bedeutet das:

Sie benötigen einen Account, um in der Suchleiste des jeweiligen Kanals jeden Begriff einzugeben.

Die Ergebnisse, wie einzelne Posts, Gruppen oder auch andere Profile, zeigen, ob das Thema eine Relevanz besitzt. Dazu ist es allerdings wichtig, die Trefferliste genauer zu sichten. Einige Anhaltspunkte können sein:

  • Anzahl der Treffer
  • Interaktionsrate bei Beiträge (z.B. Anzahl der Likes, Kommentare, Retweets)
  • Aktualität (wie regelmäßig wird das Thema in Social Media gespielt)
  • identifizierbare Influencer
  • vorhandene Gruppen zum Thema (z.B. bei Facebook oder XING)
  • verwendetes Content-Format (eher text- oder bildlastig?)

Natürlich unterscheiden sich die erhaltenen Ergebnisse je Kanal. So finden Sie auf Facebook neben Beiträgen ebenso Gruppen, in denen Ihr Thema diskutiert werden kann.

Auf Twitter wiederum erhalten Sie sogar einen Überblick zu einzelnen Accounts; deren Follower-Anzahl einen Anhaltspunkt geben kann, ob es sich hierbei um einen „Meinungsmacher“ zu Ihrem Thema handelt. Natürlich ist es dann wichtig nachzuprüfen, ob die Person noch auf anderen Plattformen aktiv ist (z.B. als Moderator einer Gruppe) oder auch, ob es sich beispielsweise um einen Buchautor handelt.

Gerade die Identifizierung von Influencern zeigt deutlich, ob sich das Social Network lohnt, hier aktiv ins Marketing einzusteigen. Denn in der Regel besitzen diese Personen bereits über eine hohe Glaubwürdigkeit und ebenso große Fan- bzw. Follower-Anzahl. Von beiden Aspekten kann Ihr Unternehmen unter Umständen selbst noch profitieren (Stichwort: Influencer-Marketing). Zudem verdeutlicht es: Ihr Thema ist hier relevant.

Tipp: Identifizierte Influencer sind ein wesentlicher Anhaltspunkt, dass das Netzwerk für Ihr Unternehmen bedeutsam ist.

Bei der Recherche sind auch die Spezifikationen der einzelnen Social Media-Plattformen zu beachten. So sollten Sie beispielsweise bei Twitter und Instagram vor jeden Ihrer Schlagwort einen „Hashtag“ (#) setzen, um die besten Ergebnisse zu erhalten. Bei Facebook, LinkedIn und XING ist das weniger wichtig,

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Schritt 4: Die Auswertung

Indem Sie Ihre Ergebnisse dokumentieren, erhalten Sie einen guten Überblick, auf was (also auf welche Kanäle) Sie sich im Social Media konzentrieren sollten. Zudem vereinfacht es die Auswertung, welches Thema wo die höchste Relevanz besitzt.

Dazu eignet sich ein Excel-Sheet, in das Sie einerseits Ihre untersuchten Netzwerke sowie die Keywords eintragen. Als nächstes halten Sie fest, ob und wenn ja, was Sie zu welchem Begriff auf welcher Plattform gefunden haben. Das können Sie wiederum nach den oben genannten Punkten gliedern.

Tipp: Dokumentieren Sie jedes Ihrer Ergebnisse nach den untersuchten Social Media-Kanälen, den eingegebenen Schlagworten sowie den Treffern.

Wie das aussehen kann, zeigt diese exemplarische Übersicht:

Die Grafik zeigt, nach welchen Kriterien Sie die Ergebnisse Ihrer Social Media-Analyse bewerten können. Der Aufbau ist wie folgt (von links nach rechts): In der ersten Spalte tragen Sie die Social Media-Kanäle ab, die Sie untersucht haben. In der zweiten Spalte geben Sie an, ob der Kanal für Ihre Persona relevant ist (Daten aus der Zielgruppenanalyse). Darauf folgen die gefundenen Accounts (inkl. Followerzahlen), Anzahl der Shares/Retweets besonderer Posts, ob es Influencer gibt, welche Formate verwendet werden und letztlich, welche Themen besonders relevant in jedem Netzwerk sind.
Wie eine Auswertung Ihrer Social Media-Analyse aussehen kann, veranschaulicht diese Grafik. (Klicken Sie aufs Bild für eine verbessere Ansicht.)

Die Grafik zeigt, nach welchen Kriterien Sie die Ergebnisse Ihrer Social Media-Analyse bewerten können.

Der Aufbau ist wie folgt (von links nach rechts):

  • In der ersten Spalte tragen Sie die Social Media-Kanäle ab, die Sie untersucht haben.
  • In der zweiten Spalte geben Sie an, ob der Kanal für Ihre Persona relevant ist (Daten aus der Zielgruppenanalyse).
  • Darauf folgen die gefundenen Accounts (inkl. Followerzahlen), Anzahl der Shares/Retweets besonderer Posts, ob es Influencer gibt, welche Formate verwendet werden und letztlich, welche Themen besonders relevant in jedem Netzwerk sind.

Durch eine solche Aufschlüsselung der Ergebnisse ist es Ihnen möglich, die Social Media-Kanäle zu erkennen, die Sie unbedingt nutzen sollten.

Ein Problem bleibt jedoch: Es gibt keine feste oder allgemein gültige Größe, nach der Sie die Relevanz einzelner Plattformen in Social Media bestimmen können.

Natürlich ist es möglich, Kennzahlen wie z.B. Likes, Shares, Retweets oder Kommentare als Unterscheidungsmerkmal zu verwenden. Allerdings gibt das nur ein unscharfes Bild ab, da Social Media viele verschiedene Optionen der Kommunikation bietet:

Möglicherweise finden Sie auf Facebook weniger öffentliche Beiträge zu einem Thema, dafür aber mehrere Gruppen (teilweise sogar geschlossene), die sich damit beschäftigen.

Gleichzeitig sehen Sie auf Twitter, dass es hier eine Vielzahl an Posts gibt, von denen einige häufig retweetet werden.

Beides nun miteinander nach der Metrik „Shares“ zu vergleichen funktioniert nur bedingt. Daher lohnt es sich besonders, sich darauf zu konzentrieren, was und wie viel Sie zu Ihrer Nische angezeigt bekommen und natürlich, ob Influencer aktiv sind.

Tipp: Die Menge an Likes, Shares, Retweets und Kommentare können als KPIs für die Relevanz eines Themas in Social Media sowie als Kriterium für die Bedeutung einer Plattform verwendet werden. Allerdings lassen sich nicht alle Ergebnisse nach diesem Prinzip vergleichen.

Gleichzeitig erhalten Sie bei Ihrer Recherchearbeit ebenfalls einen Einblick in die Tonalität und Ansprache innerhalb der sozialen Medien.

Dieses Wissen zahlt später auf Ihr Social Media Marketing ein, da Sie so höhere Chancen haben, Ihre Zielgruppe für sich zu gewinnen.

Zudem bietet die Analyse ebenso die Möglichkeit, Trends in Ihren Bereichen zu erkennen, die Sie dann mit Ihrem Angebot besetzen können. Das stärkt wiederum die Kompetenz Ihrer Marke, was ein wichtiger Faktor ist, um langfristige Kundenbeziehungen aufzubauen.

Tipp: Eine Social Media-Analyse gibt ebenso Aufschluss über Gestaltung, Formate und Tonalität in den Netzwerken, was Sie später für Ihr Social Media-Marketing einsetzen können.

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Infografik: Die 4 Schritte-Anleitung zur Social Media-Analyse

Alle wesentlichen Schritte, durch die Sie ihre passenden Social Media-Kanäle finden, zeigt die unten stehende Infografik. Einfach downloaden und als Checkliste verwenden!

Wie Sie mit 4 Schritten die Social Media-Kanäle identifizieren, die für Sie wichtig sind, zeigt diese Infografik.

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Weitere Entscheidungskriterien: Allgemeine Merkmale sozialer Netzwerke

Die oben beschrieben Social Media-Analyse zeigt Ihnen, welche Kanäle von Ihrer Zielgruppe präferiert werden. Um das Potenzial einer Plattform jedoch noch besser bewerten zu können, ist es ratsam, deren allgemeinen Eigenschaften einzusehen. 8 Netzwerke mit ihren einzelnen Spezifikationen sind im folgenden aufgeführt:

Facebook

  • Zielgruppe: v.a. ab 30 Jahren
  • Kanal mit sehr hoher Reichweite (aktuell 2 Milliarden aktive Nutzer)
  • (Noch) Marktführer unter den Social Media-Kanälen in Bezug auf Reichweite
  • Eignet sich besonders zur Neukundenakquise und Kundenbindung
  • Aufgrund der sehr hohen Nutzung weltweit, ist das Netzwerk für (fast) jedes Produkt oder jede Dienstleistung geeignet

Instagram

  • Zielgruppe: v.a. unter 30 Jahren, tendenziell jünger, vorwiegend weiblich
  • Großteil der Top-Marken aus verschiedenen Branchen ist vertreten
  • Hohe Interaktion mit Marken (Markenimage kann gestärkt werden)
  • Eignet sich gerade für Trendsetter und schnelllebige Produkte

Empfehlung: Pinterest oder Instagram – Was sind die Unterschiede?

YouTube

  • Zielgruppe: v.a. unter 29 Jahren
  • Gilt als 2 größte Suchmaschine (nach Google)
  • Bewegbild bleibt länger im Gedächtnis des Users als reiner Text
  • Im Grunde für jede Branche geeignet

Twitter

  • Zielgruppe: v.a. über 29 Jahre, Influencer aus verschiedenen Branchen
  • Schnelle Verbreitung von Content (besonders aktuelle Meldung)
  • Eignet sich gerade für Nachrichten-Provider

Xing & LinkedIn

  • Zielgruppe: v.a. ab 20 Jahren, Student bis Geschäftsführer
  • Plattformen zum Netzwerken
  • Eignet sich für die Darstellung von Unternehmen
  • Dient dem Employer und Employee Branding

Google+

  • Zielgruppe: v.a. ab 29 Jahren
  • Dient für besseres SEO für die eigene Website
  • Eignet sich für jedes Unternehmen, um die Rankingchancen zu verbessern

Pinterest

  • Zielgruppe: v.a. 30 bis 40 Jahren, mehrheitlich weiblich
  • weist die meisten Seitenaufrufe weltweit auf
  • Eignet sich für Marken und Produkte, die auch inspirierenden Content anbieten

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Fazit

Obwohl es keine eindeutigen KPIs gibt, anhand dessen Sie die Relevanz der einzelnen Social Media Plattformen vergleichen können, ist diese Methode eine geeignete Möglichkeit, sich einen Überblick zu den sozialen Medien zu verschaffen. Sie erfahren so, wo Ihre eigenen Themen präsent sind. Das unterstützt Sie dabei zu steuern, dass die oft knappen Ressourcen im Unternehmen (vor allem Zeit) möglichst effektiv und ebenso effizient eingesetzt werden. Und zwar in die Netzwerke, bei denen die höchste Wahrscheinlichkeit besteht, tatsächlich Teile der Zielgruppe zu treffen und für sich zu begeistern.

Neben der Zielgruppenanalyse, bildet das Keyword Universe die Basis für Ihre Social Media-Analyse. Es ist vor allem für die Planung und Erstellung Ihrer Inhalte elementar, weshalb sich der Aufwand lohnt. Denn für ein wirksames Social Media-Marketing benötigen Sie neben den richtigen Netzwerken vor allem eines: Relevante Inhalte. Und die finden Sie durch das Universe.

Natürlich ist es sinnvoll, die Recherche immer wieder zu aktualisieren, da sich insbesondere Social Media stetig verändert. Gerade weil es mittlerweile ein fester Bestandteil im Marketing ist und zudem viele Vorteile besitzt, sollten Sie frühzeitig analysieren, welche sozialen Netzwerke als Kommunikations- und Distributionskanal am wirksamsten für Ihr Unternehmen sind.

Natürlich sollte die Auswahl der zu bearbeitenden Social Media-Kanäle auch unter folgenden Aspekte berücksichtigt werden:

  • Wie viel Ressourcen sind im Unternehmen vorhanden?
  • Wer soll die Maßnahmen planen, steuern, durchführen und messen?
  • Wie viel Budget können Sie für Social Media-Marketing einkalkulieren?

Diese Fragen sind in jedem Fall zu klären, bevor Sie mit Ihrem Social Media-Marketing beginnen. Ansonsten wissen Sie zwar, welche Kanäle besonders relevant für Ihre Nutzer sind. Aber Sie können diese nicht bedienen. Aus diesem Grund ist es ratsam, sich im ersten Schritt auf die wichtigsten Netzwerke zu konzentrieren, um am Ende erfolgreich zu sein.

Viel Erfolg!

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