SEO

The Hitchhiker’s Guide to the SEO-Galaxy – oder Gebrauchsanweisung für SEO-Einsteiger

Man stelle sich das ratlose Gesicht von Arthur Dent, dem Helden aus Douglas Adams’ Kult-Werk „Per Anhalter durch die Galaxis“ vor, als er mit mehr Glück als Verstand der Vernichtung der Erde, seines Heimatplaneten, durch die außerirdischen Vogonen entkommt und sich sein Freund und Fluchthelfer Ford Prefect als ebenso extraterrestrisch entpuppt. Manch einem Neuling im Online Marketing-Universum mag dieses Gefühl womöglich vertraut vorkommen.

Mit dem Betreten der SEO-Galaxie eröffnen sich nämlich ebenfalls ganz neue Welten – aber irgendwie klingt alles auch ganz schön nach Science Fiction. Aus diesem Grund soll der folgende Artikel Licht in das Dunkel all jener verzweifelten Erdenbewohner bringen, die – wie Arthur Dent – ein neues Universum kennen lernen und zu ihrer neuen Heimat machen müssen: in diesem Fall das SEO-Universum.

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Was bedeutet SEO-Optimierung?

SEO ist die Abkürzung für den englischen Begriff „search engine optimization“, was sich im Deutschen mit Suchmaschinenoptimierung übersetzen lässt.

Es geht bei SEO also darum, die eigene Webseite (sei es ein E-Commerce-Shop, eine Firmen-Homepage oder ein Blog) durch verschiedene Maßnahmen so zu optimieren, dass sie zu einem bestimmten Suchbegriff (in der SEO-Sprache „Keyword“) auf einer möglichst guten Position weit oben in den Suchergebnissen einer Suchmaschine angezeigt wird („Ranking“).

Meist handelt es sich bei dieser Suchmaschine um Google, da das Unternehmen mit dem lustigen bunten Logo mit weitem Abstand Marktführer auf diesem Gebiet in Deutschland ist, wie die folgende Grafik eindrucksvoll aufzeigt.

Google ist 2016 mit 94,52% Marktanteil die meist genutzte Suchmaschine in DeutschlandMarktanteile führender Suchmaschinen in Deutschland in den Jahren 2014 bis 2016, Quelle: Statista

Warum ist es wichtig, die eigene Website möglichst weit oben in den Suchergebnissen zu einer bestimmten Suchanfrage zu positionieren? Sie kennen es vermutlich von sich selbst: Sie tippen einen Suchbegriff (z.B. UFO), eine Phrase (z.B. Per Anhalter durch die Galaxis) oder eine konkrete Frage (z.B. Wie gehe ich damit um, wenn sich mein bester Freund als Außerirdischer entpuppt?) in den Suchschlitz bei Google ein und lassen sich die Suchergebnisse (auch „Snippets“ genannt) anzeigen.

Google-Suchergebnisseite "Per Anhalter durch die Galaxis"Screenshot der Google-Suchergebnisseite zum Keyword „per anhalter durch die galaxis“

Wie wahrscheinlich ist es, dass Sie das letzte Suchergebnis ganz unten anklicken? Oder dass Sie sogar eine Suchergebnisseite (in SEO-Sprech „SERP“ = Search Engine Result Page) weiter klicken? Vermutlich sehr gering – denn wahrscheinlich finden Sie bereits unter den ersten drei Webseiten, die Ihnen die Suchmaschine anzeigt, mindestens eine, deren Inhalt (oder „Content“) Sie so anspricht, dass Sie gerne auf den angebotenen Link klicken. Wenn Sie sich nun angesprochen fühlen, geht es Ihnen wie der Mehrheit der Internetnutzer, wie die folgende Erhebung von Sistrix aus dem Jahr 2015 zeigt.

59,59 % aller User klicken auf die Rankingposition 1. 15,82 % klicken auf Position 2.Prozentuale Klickwahrscheinlichkeit von Rankingposition 1 bis 11, Quelle: Sistrix

Im besten Fall führt Sie dieser Link, den Sie nun angeklickt haben, auf eine Seite, die genau Ihrer Suchintention entspricht, also genau jene Inhalte bereit stellt, die Sie bei der Eingabe Ihres Keywords zu finden hofften. Für Sie als Nutzer mit einer bestimmten Suchintention ist die Website also relevant. Ist dies der Fall, werden Sie der Webseite vermutlich mehr Aufmerksamkeit schenken, sich dort vielleicht sogar noch ein bisschen weiter umsehen und – wenn die Webseite ihren Job gut macht – auf weiteren Content stoßen, der Sie interessiert und den Sie mit Freude konsumieren werden. Die Suchergebnisse auf der zweiten Google-Seite sind dann also schnell vergessen. Jetzt verstehen Sie sicher auch den alten SEO-Witz „Wo versteckt man am besten die Leiche eines Vogonen? – Auf der zweiten Google-Seite!“.

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Warum ist SEO so wichtig?

Sie kennen nun also Ihren ersten SEO-Witz. Herzlichen Glückwunsch! Aber was bringt diese Suchmaschinenoptimierung nun wirklich? Die Schlüsselwörter lauten Sichtbarkeit und Deutungshoheit.

1. Die Sichtbarkeit oder SEO-Visibility

Nehmen wir an, Sie betreiben einen kleinen Online-Shop für Fanartikel aus dem „Per Anhalter durch die Galaxis“-Universum. Sie möchten von potenziellen Kunden gefunden werden, die in Suchmaschinen u.a. nach den Keywords „Fanartikel Per Anhalter durch die Galaxis“, „Arthur Dent Zahnbürste“ und „Wo finde ich ein Modell des Raumschiffs Herz aus Gold?“ suchen. In der folgenden Tabelle sehen Sie, wie viele potenzielle Kunden den jeweiligen Suchbegriff durchschnittlich im Monat suchen.

Keyword Suchvolumen
Fanartikel Per Anhalter durch die Galaxis 755
Arthur Dent Zahnbürste 490
Wo finde ich ein Modell des Raumschiffs Herz aus Gold? 258
Gesamtes Suchvolumen 1.503

Tabelle mit beispielhaften Fanartikel-Keywords und deren Suchvolumina

Insgesamt suchen also 1.503 potenzielle Kunden jeden Monat nach eben jenen Angeboten, die Sie in Ihrem Shop anbieten. Stellen Sie sich vor, Sie ranken zu diesen drei Keywords mit Ihrem Shop auf einer Top-Position bei Google und haben so zumindest einmal die Chancen, von diesen 1.503 Usern gesehen zu werden. Sie besitzen also eine gewisse Sichtbarkeit im Internet (auch SEO-Visibility genannt). Je weiter oben Sie ranken, desto wahrscheinlicher ist es, dass sich ein Teil dieser Menschen, die Sie nun zunächst einmal wahrgenommen hat, auch tatsächlich auf den Link zu Ihrer Website klickt, sich dort umsieht und im besten Fall einen Kauf tätigt.

An dieser Stelle greift das Konzept des klassischen Sales-Funnels („Verkaufstrichter“), den es in vielen verschiedenen Ausführungen gibt und der sich in seinem Grundprinzip auch auf SEO anwenden lässt: je mehr Nutzer eine Webseite besuchen (also in den Trichter oben hinein gelangen), desto mehr Besucher werden am Ende des Trichters zu einem direkten Käufer oder (zumindest) zu einem Newsletter-Abonnenten, den man dann in einem weiteren Schritt mit Angeboten per Mail zu einem Käufer konvertieren kann.

Attract, Retain, Monetize sind die drei Schritte des Sales-Funnels

Sales-Funnel („Verkaufstrichter“), Quelle: Mequoda

2. Die Deutungshoheit oder Relevanz

Doch SEO bietet neben einer hohen Sichtbarkeit und damit Präsenz im Internet noch einen weiteren Mehrwert. Durch eine gute Platzierung weit oben in den Suchergebnissen einer Suchmaschine wird dem User und potenziellen Kunden signalisiert, dass die Website (und deren Betreiber) eine gewisse Deutungshoheit zu einem bestimmten Thema besitzt.

Hier greift die Gleichung „Je weiter oben eine Webseite in den Suchergebissen angezeigt wird, desto richtiger ist deren Content in Bezug auf meine Suchanfrage“. Die Suchmaschine stuft den Content der Website offensichtlich so gut und relevant für den Nutzer ein, dass dieser automatisch geneigt ist, die Webseiten auf den ersten Positionen als besonders kompetent und seriös wahrzunehmen. Und wie Ihnen sicher bekannt sein dürfte, ist Vertrauen („Trust“) ein wichtiger Faktor für Kunden auf dem Weg zu einer Transaktion.

Sucht der geneigte User also nach den drei oben erwähnten Keywords aus dem „Per Anhalter durch die Galaxie“-Universum und nimmt Ihren Online-Shop bei allen drei Suchanfragen auf prominenten Top-Platzierungen bei Google wahr, prägt sich bei ihm ein, dass Sie mit Ihrem Shop das Thema „Per Anhalter durch die Galaxis-Merchandise“ relevant besetzen und daher über eine gewisse Deutungshoheit auf diesem Gebiet verfügen, was Sie auch für spätere Kauf- oder Informationsbedürfnisse des Kunden interessant bleiben lässt – selbst wenn der Kunde im ersten Moment nicht auf Ihren Link klickt oder Ihre Seite ohne Transaktion wieder verlässt.

Doch wie schafft man es nun eigentlich, auf die Top-Positionen in den Suchmaschinen zu gelangen? Genau das ist die zentrale Frage im SEO-Universum. Und die Antwort ist leider etwas komplizierter als 42…

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Was sind Rankingfaktoren?

Sie fragen sich jetzt sicherlich, wie Google überhaupt auswählt, ob Ihre Webseite ganz oben auf der ersten Suchergebnisseite oder auf Position 67 angezeigt wird. Hier kommen die sagenumwobenen und das gesamte SEO-Universum beherrschenden Rankingfaktoren ins Spiel, anhand derer die Suchmaschine Ihre Domain analysiert, sie mit Wettbewerbern vergleicht, evaluiert und anschließend auswertet, wie viel Relevanz sie für die verschiedenen Suchanfragen der Nutzer besitzt.

Kaum ein Sonnensystem im SEO-Universum hat sich seit Beginn der Aufzeichnungen so sehr verändert wie der Bereich der Rankingfaktoren. Genau genommen könnte man inzwischen ganze Bücher mit dem Thema „Rankingfaktoren und deren Gewichtung im Wandel der Zeit“ füllen. Leider gibt es kein Geheimrezept, das mit 100 %-iger Sicherheit zu einer Top-Platzierung bei Google führt, denn auch die SEO-Spezialisten rund um die Welt sind sich oft nicht einig und diskutieren jeden Hinweis auf veränderte Rankingfaktoren und deren Gewichtung, den das Unternehmen aus dem Silicon Valley direkt oder indirekt in der Gerüchteküche platziert.

Dominierten zu Beginn der klassischen Suchmaschinenoptimierung noch Rankingfaktoren wie Backlinks (sozusagen Empfehlungen von anderen Webseiten in Form von Links auf die eigene Website. Je erfolgreicher und namhafter die verweisende Seite desto besser) und Keyword-Dichte (frei nach dem Motto: je öfter ein Begriff auf einer Seite vorkommt, desto relevanter muss diese Seite für den Begriff sein) das Geschehen, hat sich der von Google entwickelte Algorithmus in der Zwischenzeit um ein Vielfaches verfeinert.

Name des Updates Release Beschreibung
Panda Februar 2011 Bevorzugt Websites, die qualitativ hochwertigen Content anbieten und benachteiligt Webseiten mit wenigen, qualitativ minderwertigen Inhalten („thin content“)
Penguin April 2012 Richtet sich gegen Webspam, z.B. SEO-überoptimierte Webseiten, die versuchen, die Suchmaschinen zu täuschen und dadurch relevanter zu erscheinen, als sie tatsächlich für den User sind
Hummingbird August 2013 Verbessert Googles Fähigkeit, die tatsächliche Userintention hinter einer Suchanfrage zu verstehen („semantische Suche“)
RankBrain Anfang 2015 Nutzt Machine Learning und Künstliche Intelligenz, um passende Ergebnisse für Suchanfragen auszuspielen, die noch nie in dieser Form gestellt wurden

Tabelle mit Namen, Release-Daten und Beschreibungen von vier Updates des Google-Algorithmus‘

Mit Updates wie Hummingbird, Panda, Penguin und nicht zuletzt RankBrain (Stichwort: Künstliche Intelligenz) wurde der Google-Algorithmus immer besser darin, die Nutzerintention hinter bestimmten Keywords zu erkennen und zu beurteilen, ob eine Website diese Nutzerintention ausreichend befriedigen kann. Denn nur wenn dies der Fall ist erscheint die Webseite relevant für die Suchanfrage und wird von der Suchmaschine mit einer Top-Platzierung auf den vorderen Plätzen belohnt werden.

Hielt noch vor einigen Jahren bei dem Release jedes neuen Updates die SEO-Welt den Atem an und betete, dass die eigene Seite immer noch den Qualitätsansprüchen von Google genügen würde, hat sich die Lage inzwischen ein wenig beruhigt. Nicht zuletzt aufgrund der Ankündigung von Google, in Zukunft keine großen, den Algorithmus völlig neu erfindenden Updates mehr einzuspeisen, sondern den Algorithmus kontinuierlich mit zahlreichen kleinen Updates pro Tag weiterzuentwickeln, sodass  sich die einzelnen Updates nicht mehr voneinander abgrenzen lassen und Rankingveränderungen nicht mehr auf ein einzelnes Update zurück zu führen sind.

Mit der kontinuierlichen Weiterentwicklung des Algorithmus‘ verändern sich automatisch auch die Rankingfaktoren, die eine Website beachten muss, um auf den vorderen Plätzen bei einer Suchmaschine wie Google zu landen. Searchmetrics, der Anbieter eines umfangreichen Keyword-Analyse-Tools, ging 2016 sogar noch einen Schritt weiter und erklärte, dass es keine universell gültigen Rankingfaktoren mehr gibt, die für alle Branchen und Suchanfragen gleichermaßen gelten. Vielmehr löst jede einzelne Suchanfrage eines Nutzers einen eigenen komplexen Vorgang aus, bei dem zahlreiche Faktoren in unterschiedlicher und sich fortlaufend ändernder Gewichtung zusammenspielen, um die besten Webseiten für die Befriedigung der Nutzerintention zu finden und anzuzeigen.

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Wie funktioniert SEO?

Nun haben Sie viel über gute Rankings auf Top-Platzierungen, Sichtbarkeit, Deutungshoheit, Nutzerintention und Rankingfaktoren gehört. Das ist auch wichtig, da diese Begriffe die Grundlage für die eigentliche SEO-Optimierung an sich bilden. Aber was kann man nun tatsächlich konkret tun, um all die oben genannten Begriffe zu berücksichtigen bzw. zu erlangen?

1. Auf den Content kommt es an

Dazu braucht es vor allem eines: hochwertige Inhalte (Stichwort: Content Marketing), die die Bedürfnisse des Nutzers bestmöglich befriedigen. Ist dies der Fall, wird Google diese Nutzerbefriedigung erkennen und durch gute Rankings honorieren. Was macht guten Content aus?

Zum einen ist es wichtig, die Fragen zu beantworten, die ein Nutzer zu einem bestimmten Thema hat und die er beantwortet haben möchte, wenn er ein bestimmtes Keyword bei Google eingibt. Tools wie das kostenlose „Answer the public“ (www.answerthepublic.com/) liefern wichtigen Input, der bei der Content-Erstellung hilfreich sein kann. Gibt man dort beispielsweise „Per Anhalter durch die Galaxis“ ein, erhält man einen bunten Strauß an W-Fragen, die User im Internet (beispielsweise in Foren) zu diesem Thema gestellt haben. So erhält man einen ersten Eindruck, welche Inhalte der User hinter diesem Keyword erwartet. Beantwortet man einige dieser Fragen auf der eigenen Webseite, steigt die Wahrscheinlichkeit, von Google als relevant eingestuft zu werden.

Das Tool Answer the public erstellt zum Keyword "per anhalter durch die galaxis" ein Schaubild mit den wichtigsten W-Fragen, die von Usern gestellt werden

W-Fragen von Answer the public zum Keyword „per anhalter durch die galaxis“

2. Inhalte müssen ganzheitlich (holistisch) sein

Wichtig ist es auch, ein Thema ganzheitlich, also holistisch zu betrachten. Welche Unterthemen gehören noch dazu? Was könnte den Nutzer zu diesem Thema noch interessieren? Schreibt man einen Artikel über eine bekannte Band, könnte der Nutzer auch an den kommenden Tour-Daten interessiert sein und gerne einen Link zu einem Portal erhalten, auf dem man die Tickets erwerben kann.

Erinnern Sie sich noch an Ihren Online-Shop mit den Fanartikeln zu „Per Anhalter durch die Galaxis“ und die Arthur Dent Zahnbürste, die Sie dort verkaufen? Neben einer detaillierten Produktbeschreibung, die dem potenziellen Käufer die wichtigsten Informationen zu dieser Zahnbürste liefert, könnte den Nutzer z.B. auch eine Anleitung zum richtigen Zähneputzen interessieren, die durch eine illustrierte Infographik oder ein Video ergänzt werden könnte.

3. Vom Wettbewerb lernen

Aber möchte der User diese zusätzlichen Informationen überhaupt? An dieser Stelle empfiehlt sich eine umfangreiche Wettbewerber-Analyse. Sie möchten zum Keyword „Arthur Dent Zahnbürste“ ranken? Untersuchen Sie die Wettbewerber, die es bereits auf die Top-Platzierungen zu Ihrem Wunsch-Keyword geschafft haben! Was machen diese besser als Sie? Nutzen diese Wettbewerber evtl. Videos, Bilderstrecken, Listen, Tabellen oder Kurzzusammenfassungen in Stichpunkten? Wenn alle Top 5-Webseiten zum Zahnbürsten-Suchbegriff eine Anleitung zum richtigen Zähneputzen in Form eines Videos enthalten, kann man davon ausgehen, dass der Nutzer so etwas wünscht und die Webseiten, die diesen Wunsch erfüllen, daher von Google bevorzugt werden.

Eventuell fällt Ihnen aber auch auf, dass die Websites, die zu Ihrem Wunsch-Keyword ranken, einen wichtigen Aspekt von Arthur Dent-Zahnbürsten komplett außer Acht lassen, Sie aber z.B. durch „Answer the Public“ oder ein anderes SEO-Tool festgestellt haben, dass dieser Aspekt ein wichtiges Sub-Thema darstellt. Dann könnten Sie sich mit einem Abschnitt auf Ihrer Webseite, der diesen Aspekt näher beleuchtet, einen echten Rankingvorteil verschaffen und so an den Wettbewerbern vorbei ziehen.

Zusammenfassung: Die 3 goldenen Regeln für guten Content

    1. Beantworten Sie die Fragen Ihrer Nutzer (z.B. mit Hilfe von Tools wie „Answer the public“)
    2. Bereiten Sie das Thema holistisch auf und beachten Sie wichtige Teil-Aspekte und Sub-Themen
    3. Behalten Sie Ihre Wettbewerber im Blick (Was kann man von ihnen lernen? Was kann man besser machen?)

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Was sind Onpage- und Offpage-Maßnahmen?

Um die SEO-Optimierung von Grund auf richtig, effektiv und gewinnbringend anzugehen, muss vor jedem Optimierungsprozess eine umfangreiche Analyse durchgeführt werden, bei der es herauszufinden gilt, zu welchen Keywords man ranken möchte, ob sich ein Ranking zu diesen Suchbegriffen überhaupt lohnt (Stichwort: Suchvolumen), wie der Wettbewerb zu diesen Keywords aussieht, was der eigene Status Quo („Ist-Zustand“) ist und was man besser machen muss, um ein Top-Ranking bei Google zu erzielen. Dabei helfen zahlreiche Programme wie z.B. die Keyword-Tools Searchmetrics und Sistrix aber auch kostenlose Google-Tools wie Google Analytics und Google Trends.

Neben relevantem, informativem, nützlichem und/oder unterhaltsamem Content (je nach Suchintention des Users) gibt es noch weitere Faktoren, die zur Suchmaschinenoptimierung gehören wie ein Handtuch zu einem interstellaren Anhalter. Dazu zählen klassische Onpage-Optimierungen (direkt auf der Webseite) sowie Linkbuilding, das als Maßnahme abseits der Webseite auch als Offpage-Optimierung bezeichnet werden kann.

Einige ausgewählte Standart-Maßnahmen sollen daher in der folgenden Tabelle kurz beschrieben werden. Zunächst gehört natürlich auch die oben beschriebene Aufbereitung von guten und relevanten Inhalten zur Onpage-Optimierung, da sich dieser Prozess direkt auf der Website abspielt. Aber auch Verbesserungen der Website-Struktur (z.B. übersichtliche Navigation) und die Technik hinter der Seite zahlen auf diese Kategorie ein.

Maßnahme Beschreibung
Onpage Title-Tag Der Title-Tag ist ein im Quellcode der Webseite hinterlegtes Meta-Element, das zu den Rankingfaktoren zählt und einer Suchmaschine mitteilt, wie der Titel der aktuellen Seite lautet. In den meisten Browsern wird der Title-Tag zudem für den User sichtbar im Tab angezeigt. Da der Title-Tag in den meisten Fällen als Titel eines Snippets auf einer Suchergebnisseite angezeigt wird, ist es wichtig, dass er das Haupt-Keyword der Seite enthält und dem Nutzer signalisiert: Hier findest du die Informationen, die du suchst!
Meta-Description Auch die Meta-Description ist ein im Quellcode hinterlegtes Meta-Element, das offiziellen Angaben zufolge jedoch keinen eigenständigen Rankingfaktor darstellt. Dennoch lohnt sich eine Optimierung der Meta-Description, da diese sehr häufig als Beschreibung eines Snippets verwendet wird und dem Webseiten-Betreiber so die Chance bietet, seine Domain mit eigenen Worten kurz zu beschreiben und den User zu einem Klick zu animieren. Auch dabei kann es hilfreich sein, wichtige Keywords im Text zu verarbeiten, um die Relevanz für den User zu steigern.
ALT Attribut Google und andere Suchmaschinen tun sich schwer damit, Bilder oder Videos auszulesen. Mit dem ALT Attribut können Alternativtexte angegeben werden, die der Suchmaschine mitteilen, was auf dem Bild oder in dem Video zu sehen ist. Auch für User kann das ALT Attribut Vorteile haben: Nutzer mit einer Sehbehinderung können sich den Text des ALT Attributs durch einen Screen Reader vorlesen lassen und so ebenfalls den Inhalt eines Bilds/eines Videos erschließen.
Seitenladenzeit („Pagespeed“) Ebenfalls ein wichtiger Faktor sowohl für User als auch für Suchmaschinen ist die Zeit, die eine Webseite braucht, um vollständig geladen zu sein. Lädt eine Seite zu lange, ist es wahrscheinlich, dass der User abspringt und die Seite wieder verlässt, bevor er in Interaktion mit ihr treten konnte. Da Suchmaschinen immer versuchen, dem Nutzer das bestmögliche Sucherlebnis zu bieten, bevorzugen auch sie Seiten, die schnell laden und dem User eine angenehme Nutzung ermöglichen.
Mobile Optimierung Dieser Faktor erklärt sich im Jahr 2017 eigentlich von selbst, denn niemand sollte heute mehr überrascht sein, wenn er hört, dass immer mehr Menschen ihr Smartphone zur Informationssuche im Internet und als Online-Shopping-Kanal nutzen. Laut dem CISCO VNI Forecast wird das Smartphone spätestens im Jahr 2021 den Desktop-PC als Haupt-Trafficquelle abgelöst haben. Aus diesem Grund ist es bereits heute Pflicht, seine Website so zu gestalten, dass sie ohne Probleme in leserlicher Größe und mobil-optimiertem Design vom Smartphone aus aufgerufen werden kann (Stichwort: responsives Design).
Interne Verlinkung Neben der Möglichkeit, einzelne Unterseiten einer Webseite durch die Navigation/das Menü zu erreichen, gibt es auch die Möglichkeit, durch interne Links direkt von einer Seite zu einer anderen (Unter-)Seite zu verweisen. Dies zeigt dem Besucher der Website und der Suchmaschine an, dass man an dieser Stelle zu weiterführenden, hilfreichen Inhalten gelangen kann und zeichnet diese somit inoffiziell als „lesenswerten“ Content aus. Um v.a. der Suchmaschine einen Hinweis an die Hand zu geben, um welche Art von Content es sich bei dem weiterführenden Link handelt, empfiehlt es sich, den Linktext mit Keywords zu versehen, die zu den Inhalten passen (z.B. „Hier finden Sie mehr Informationen zu Marvin, dem depressiven Roboter aus Per Anhalter durch die Galaxis“ anstatt „Hier weiterlesen“).
Offpage Linkbuilding Wie bereits im Kapitel „Was sind Rankingfaktoren?“ kurz angerissen, dienen Backlinks im SEO-Universum dazu, einer Suchmaschine mitzuteilen, welche anderen Websites als empfehlenswert empfunden werden. Nach wie vor stellen diese Empfehlungen bzw. Links von anderen Webseiten einen wichtigen Rankingfaktor dar (wenn auch mit abnehmender Tendenz, wie häufig von SEO-Experten berichtet wird). Wie Sie sich vorstellen können, müssen solche Empfehlungen hart erarbeitet werden und können nicht direkt von Ihnen selbst gesteuert werden, wie es bei den Maßnahmen der Onpage-Optimierung der Fall ist. An dieser Stelle schließt sich jedoch der Kreis, denn um von anderen (namhaften und thematisch relevanten) Webseiten empfohlen und mit Backlinks honoriert zu werden, muss Ihre Website inhaltlich, strukturell und technisch optimal aufgestellt sein – was Sie durch die Tipps zur Onpage- und Content-Optimierung in diesem Artikel erreichen können.

Tabelle mit Beschreibungen ausgewählter On- und Offpage-Optimierungsmaßnahmen

Generell gilt es, die eigene Website für den User so übersichtlich, komfortabel und nutzerfreundlich wie möglich zu gestalten, um eine positive „User Experience“ (= die Erfahrungen, die der Nutzer auf oder mit einer Webseite macht) zu gewährleisten. Zusätzlich sollte die Seite auch aus technischer Sicht optimal aufgestellt sein, um Google und anderen Suchmaschinen den Zugang und das Auslesen der Webseite (in der SEO-Sprache „crawlen“) so einfach wie möglich zu machen. Wichtig ist, dass es sich sowohl bei der Onpage-Optimierung als auch beim Linkbuilding um Prozesse handelt, die kontinuierlich fortgeführt und gepflegt werden müssen, um zum Erfolg zu führen.

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Wann wirkt SEO?

Gäbe es einen Preis für die am häufigsten gestellte Frage im SEO-Universum würde sie vermutlich an die oben stehende Überschrift oder an die verwandte Frage „Nach wie vielen Tagen/Wochen/Monaten ranke ich mit meiner Seite bei Google?“ gehen. Um die Antwort gleich vorweg zu nehmen und einen beliebten Satz unter SEO-Experten zu bedienen, muss an dieser Stelle gesagt werden: „Es kommt darauf an…“

Grundsätzlich lässt sich diese Frage nicht für alle Websites gleichermaßen beantworten, da immer sehr viele Faktoren zusammenspielen. Es kommt eben darauf an, wie gut Sie die im vorherigen Kapitel beschriebenen Rankingfaktoren wie guten Content, Nutzerfreundlichkeit, Seitenladezeit, mobile Optimierung, Verlinkung und die 234.567 weiteren offiziellen, inoffiziellen, vermuteten, bestätigten, unbestätigten und durch Künstliche Intelligenz beeinflussten Rankingfaktoren (in den Augen der Suchmaschine) bedienen. Sie sehen: Es kommt darauf an…

Leider gibt es keine Garantien für ein Top-Ranking nach maximal 3 Jahren; es gibt aber ebenso nichts, was gegen eine Top-Platzierung im ersten halben Jahr Ihrer Webseite spricht. Auch die Experten sind sich hier nicht einig. Während eine Studie von Ahrefs zu dem Ergebnis kommt, dass die meisten Seiten auf den Top 10-Positionen bei Google älter als 3 Jahre sind (und es neue Websites daher schwerer haben, sofort ein sehr gutes Ranking bei Google zu erzielen), widerspricht die Agentur semcona dieser Darstellung vehement und weist auf die sinkende Bedeutung von Domainname, Domainalter und Backlinks (denn eine ältere Webseite hatte natürlich mehr Zeit, sich Backlinks zu erarbeiten, als eine junge, neue Seite) hin.

Zudem muss beachtet werden, dass die Rankingchancen stets in Abhängigkeit zu dem Keyword stehen, zu dem man ranken möchte. Eine Top-Platzierung in den Suchergebnissen zu einem hartumkämpften Keyword mit großem Wettbewerber-Pool zu erlangen könnte sich unter Umständen etwas schwieriger gestalten, als ein Ranking zu einem weniger umkämpften Keyword aufzubauen.

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Die 5 häufigsten Fehler beim SEO

Da es im Grunde genommen so viele mögliche Fehler beim SEO wie Sterne am Himmel gibt, sollen an dieser Stelle nur die fünf häufigsten und schwerwiegendsten Fehler beschrieben werden.

    1. Ihr Raumschiff fliegt treffsicher am Planeten „Suchintention“ vorbei: Der Content auf Ihrer Webseite trifft nicht die Suchintention des Users und beantwortet dessen Fragen nicht oder nur unzureichend.
    1. Ihr Raumschiff betreibt Weltall-Piraterie: Sie stellen auf Ihrer Webseite – absichtlich oder unabsichtlich – Inhalte bereit, die in identischer Form bereits auf anderen Websites zu finden sind (z.B. Pressemitteilungen, Copy & Paste von Wikipedia etc.). Dies wird im SEO-Universum als Duplicate Content bezeichnet und verstößt gegen die Maxime, möglichst hochwertige und einzigartige Inhalte bereit zu stellen.
    1. Ihr Raumschiff trägt den gleichen Namen wie das Raumschiff eines Vogonen: Sie verwenden auf Ihrer Domain für mehrere Unterseiten denselben Title-Tag (oder dieselbe Meta-Description). Ähnlich wie Punkt 2 führt dies unter Umständen dazu, dass die Suchmaschine Ihre Inhalte nicht mehr als einzigartig wahrnimmt und sich schwer dabei tut, Ihre Inhalte eindeutigen Keywords zuzuweisen. Dies kann sich negativ auf Ihr Ranking auswirken, da sich die jeweiligen Seiten mit dem gleichen Title-Tag gegenseitig behindern.
    1. Ihr Raumschiff verweigert Commander Google den Zutritt: Wie bereits mehrmals in diesem Artikel erwähnt, ist es für jede Webseite wichtig, technisch optimal aufgestellt zu sein und z.B. durch eine schnelle Ladezeit und mobile Optimierung den Anforderungen von mobilen Endgeräten gerecht zu werden. Ebenso essenziell ist es, dass die Website problemlos von Google ausgelesen („gecrawlt“) und in das Repertoire aufgenommen werden kann, aus dem die Suchergebnisse für die Suchanfragen der User ausgewählt werden (den sogenannten „Index“). Nur, wenn Google die Seite korrekt crawlen kann, können die relevanten Inhalte auf Ihrer Seite in den Index aufgenommen und bei entsprechender Eignung für ein Keyword ausgespielt werden. Welches Content Management System (CMS) Sie für Ihre Webseite verwenden, spielt für SEO nur eine untergeordnete Rolle, da die Suchmaschinen auf die verschiedenen Systeme eingehen können.
    1. Ihr Raumschiff besteht aus verschiedenen Abteilungen, die nicht zusammenarbeiten: Um sich auf einer Webseite während des Crawl-Vorgangs fortzubewegen, nutzen Suchmaschinen die Links auf dieser Seite. Je besser die verschiedenen Unterseiten Ihrer Domain durch interne Verlinkung miteinander vernetzt sind, desto leichter fällt es der Suchmaschine, Ihren kompletten Content zu erschließen und zu indexieren. Neben dem obligatorischen Menu der Webseite können auch gezielt gesetzte Links zu weiterführenden Inhalten dabei helfen, der Suchmaschine den Weg durch die eigene Webseite vorzugeben und ihr beim Auffinden von nützlichem Content zu helfen.

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Wie teuer ist SEO?

Oft hört man das Argument, dass SEO ein teures Vergnügen für Unternehmen sei. Um diese sehr pauschale Aussage etwas differenzierter zu betrachten, muss man zunächst einmal einen Schritt zurück treten. Zusammen mit SEA (Search Engine Advertizing) gehört SEO nämlich zum Überbegriff Search Engine Marketing (SEM). SEM (Search Engine Marketing) gliedert sich in SEO (Search Engine Optimization) und SEA (Search Engine Advertizing)Zusammenhang zwischen SEM, SEO und SEA

Während es im SEO um die organischen („natürlichen“) Rankings in Suchmaschinen geht, handelt es sich bei SEA um bezahlte Anzeigen (z.B. Google AdWords), die Sie sicherlich schon einmal bei einer Ihrer Suchen gesehen haben. Sie stehen vor (und manchmal hinter) den organischen Suchergebnissen und sind mit dem Wort „Anzeige“ markiert.

Diese bezahlten Snippets findet man vor allem bei transaktionalen Suchanfragen (das sind Suchanfragen, die darauf abzielen, eine Transaktion, also z.B. einen Kauf in einem Online-Shop, auszulösen) oder bei navigationalen Suchanfragen, die darauf abzielen, die Website eines bestimmten Unternehmens oder einer Marke aufzurufen (z.B. KIA, Nike, IKEA).

Vor den organischen Suchergebnissen zeigt Google auf der Suchergebnisseite zum Keyword "per anhalter durch die galaxis fanartikel" auch bezahlte AnzeigenScreenshot der Google-Suchergebnisseite zum Keyword „per anhalter durch die galaxis fanartikel“ mit markierten AdWords-Anzeigen

Wie der Name vermuten lässt, kosten bezahlte Anzeigen (also SEA) Geld – wie viel lässt sich pauschal kaum beantworten. Es kommt darauf an, wie viele andere Wettbewerber ebenfalls zu dem von Ihnen begehrten Keyword eine Anzeige schalten möchten. Denn wie Sie sich sicher vorstellen können, möchten mehr Versicherungsanbieter zu dem Keyword „Einbruchversicherungen“ angezeigt werden als zu dem Suchbegriff „Versicherungen gegen Alien-Invasionen“. Das liegt vermutlich daran, dass ersteres durchschnittlich ca. 390 Mal im Monat von Nutzern gesucht wird, während letzteres (außer einer Anfrage von Arthur Dent) kein Suchvolumen aufweisen kann. Aus diesem Grund unterliegt eine Google AdWords-Anzeige einem komplizierten und ausgeklügelten Auktionsverfahren, das von Angebot und Nachfrage bestimmt wird.

SEO hingegen ist an sich im Prinzip kostenlos. Allerdings muss man die Kosten für geeignete Analyse- und Keyword-Tools sowie die Gehaltskosten der Mitarbeiter beachten, die sich aus technischer und inhaltlicher Sicht um die Suchmaschinenoptimierung kümmern – oder die Kosten für eine SEO-Agentur, falls Sie die Content Erstellung, das Content Management und die technische SEO-Optimierung an einen externen Dienstleister vergeben möchten.

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Fazit

Suchmaschinenoptimierung, Off- und Onpage-Maßnahmen, RankBrain, Keywords, SERPs, Backlinks – welcher Begriff aus dem SEO-Universum Ihnen auch in Zukunft begegnen wird, Sie brauchen sich nicht mehr zu fürchten, denn wie Arthur Dent haben Sie es nach Lektüre dieses Artikels nun geschafft, sich der neuen Umgebung zu stellen und sich darin zurecht zu finden.

Und so wie sich Arthur immer auf seinen Freund Fort Prefect verlassen kann, der ihm die unendlichen Weiten des Weltalls erklärt, stehen wir von Communicate and Sell mit unserem Blog an Ihrer Seite und versorgen Sie mit allem Wissenswerten, Tipps und Tricks rund um die Themen Content Marketing und SEO. Abonnieren Sie gleich unseren Newsletter und erforschen Sie mit uns das Online Marketing-Universum!

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